Und ploetzlich ist Sommer!

Fuer in fuenf Tagen sind Hoechsttemperaturen von 27 Grad gemeldet. Die Sonne scheint vom im Moment nur leicht bewoelkten Himmel. Zwar blaest ein frisches Windchen, aber da trocknet die Waesche um so besser. Leider auch der Garten. Wasserschleppen zum Spuelen und selbst fuer meine Waschmaschine (das erzaehle ich ein andermal, jedenfalls 60 l pro Waschgang) geht ja noch, aber fuer den Garten sprengt das einfach meine Kapazitaeten, trotz Gereons starker Hilfe. So haben wir beschlossen, dass wir uns ein Pumpe goennen, yippieh! Das wird zwar leider eine benzingetriebene sein, aber das nuetzt jetzt grad mal nix. Die waere dann auch als Notfallpumpe im Falle eines Feuers (was der Himmel verhueten moege!) geeignet. Und obwohl wir oben auf unserem Doughnut schon etwas ueber Austrocknung klagen, rinnt in den Tiefen des Waldes noch das Wasser. So blieb Gereon gestern auf dem Rueckweg vom Zaunpfaehle-Schneiden leider mit dem neuen Quad (habt ihr das ueberhaupt gesehen, im Schnee, auf den Maibildern??) im Wasser und in der Plempe stecken. Heute hat er dann aus Gestraeuch und kleinen Staemmen eine Art Ueberbrueckung gebastelt. Das zugehoerige Foto habe ich leider mit Kamera zu Hause liegen lassen. Demnaechst in diesem Theater.

Ueberall ist die Welt voller Kaelbchen. Jede Menge Voegel inzwischen, auf unserem Dugout sahen wir insgesamt nun schon die unvermeidlichen Schnepfen, aber auch American Widgeon, Blue Teal, Green-winged Teal und Stockenten, dazu landete einmal ein Gaensepaerchen, das war ziemlich interessant. Unsere kleinen Zickis entwickeln sich gut. Nach langem Hin und Her und ungezaehlten Vorschlaegen, die alle vom Chef abgelehnt wurden (Casanova war der letzte…) heisst der kleine Toggenburgerich nunmehr Amadeus. Frau Mafalda hat sich erholt. Sie sieht immer noch schrottig aus, aber sie produziert wieder Unmengen Milch, und ich fuettere sie, was das Zeug haelt. Gereon berichtete gestern abend, dass er beim Wasserpumpen einen Steinadler dicht ueber den Hof fliegen sah, der eindeutig nach den kleinen Zickis guckte. Da wird es einem schon ein bisschen bange um die kleinen Viecher. Heute stolperte das erste und bis eben einzige Kueken dieser Saison unter dem Ziegenstall hervor. Ueberlebenschancen sehr gering, weil Einzelkinder irgendwie nicht so recht die Mutterinstinkte zu wecken scheinen. Jedenfalls sass Trudi schon auf dem Melkstand und wartete auf eine Wachluecke. Bis jetzt anscheinend erfolglos.
So, nun muss ich schon weiter wurschteln, es ist jetzt immer soviel im Garten zu tun, dass der Mensch zu nix mehr kommt… aber die Moehrchen wachsen, und die Erbsen, dazu rote Bete, Mangold und endlich, endlich Feldsalat. Es ist jedoch ein stetiger Kampf gegen die Huehner, die beschlossen haben, alles umzupflanzen bzw. von unten anzugucken. So auch sehr gerne und zum wiederholten Male meinen geschaetzten (und gekauften) Sellerie. Nur der Lauch blieb bisher unangetastet. Ist auch besser so!