Archiv der Kategorie: Kanadisches

Morgen ist Lichtmess, aber erste Fruehlingszeichen? – It’s Candlemas tomorrow, but spring?

Supermond, Mondfinsternis, Lichtmess – das geht hier gerade alles unter im Schnee. 2012/13 war der letzte wirkliche Winter, den ich in Kanada verbracht habe, und dieses Jahr gibt das Wetter so ziemlich alles, um mich wieder einzugewoehnen. Es schneit vom Himmel hoch, aber dabei ist es so hell, dass gestern einiges an Solarstrom produziert wurde. Nachts kann man trotz hoher Wolken prima ohne Licht durchs Haus navigieren kann. Dabei ist es kalt, immer so mindestens minus 20, ueber Nacht dann kaelter. Das heisst, dass mein Tag hauptsaechlich damit verbracht wird, Schnee zu schmelzen, Feuerholz zu holen, die beiden Oefen in Gang zu halten, die Tiere mit Futter und teilweise auch Wasser zu versorgen und den Mann zu bekochen, damit der immer morgens brav zur Arbeit faehrt und Bargeld beschafft. Spuelen bedarf einer gewissen strategischen Planung, denn ausreichend warmes Wasser parat zu haben, ist gar nicht so ganz einfach. Das Anziehen der waermenden Lagen ist immer etwas laestig, aber wenn ich einmal draussen und in Bewegung bin, ist es schoen. Inzwischen habe ich wieder die fuer mich beste Kleidungskombi herausgefunden, und so tut mir nichts weh. Und es hat ja auch Vorteile: Das Vorfrieren der guten Milch z.B. kann einfach vor der Haustuer stattfinden. Allerdings frieren in Tuernaehe und dann am Boden auch wieder alle anderen dort abgestellten Lebensmittel, so z.B. Eier und eingelegter Sellerie. Schade eigentlich… Aber man gewoehnt sich auch an die diversen Klimazonen im Haus. Waehrend ich dies schreibe, bewege ich meine Fuesse in einem heissen Salzbad – aaaaaahhhhh! Und die frische Luft beim Spaziergang tut so gut und klaert den Kopf zumindest voruebergehend. Hier ein paar Eindruecke:

Supermoon, lunar eclipse, Candlemas – all this disappears in the snow right now. The winter of 2012/13 was the last I spent here in Canada, and this year the weather does its best to make me remember just about everything. It’s coming down all day, but there’s still enough light for the solar panels to produce a decent amount of power. During the night, we can navigate through the house without turning on the lights, even though high clouds are obscuring the moon. And it is cold. In the upper negative 20s during the day, dropping a bit more during the night. This means that my days are spent making hot water from snow, tending the fires, bringing in wood, making sure the animals are all fed and some of them watered, and cooking good-sized meals for the boss, because he has to get out every day to bring in some cash. Doing the dishes requires strategic planning, because sufficient quantities of hot water are not so easily available. Getting dressed in all the required layers is a bit of a pain, but once I’m bundled up and moving outdoors, I love it. I have (re-)discovered my best clothing combos, and so I am just fine. The cold also has its advantages: Freezing of my precious jersey milk happens right on the porch. Freezing of eggs and canned goods, however, also happens right inside the house, close by the doors and low on the floor. Not so good. But I’m getting used to that world of climate zones in my house again. My feet are moving about in hot salt water while I am writing this – aaaaahhhh! And the fresh, cold air on the dogwalks is the best for an (overly) busy head, at least for a little while.

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Was da einfach wie Spuel aussieht und saubere Milchflaschen, hat einiges an Planung gefordert.

What looks just like clean dishes and milk bottles, requires some serious planning.

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6 Koerbe Holz gehen im Moment am Tag durch die Oefen. Mindestens.

6 tubs of wood every day. Minimum.

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Vorgefroren wird hier, direkt vor der Tuer. – Pre-freezing happens right on the porch.

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Spuelwasser in der Entstehung. Dish water in the making.

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Der Schuppen war vor drei Wochen noch fast voll. – This was almost full 3 weeks ago.

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Und eine kriegt vom Schnee ueberhaupt nie genug!

And then there’s this one. She can never get enough of the snow!

Wieder eingewöhnen und staunen – Settling back in and marvelling

Ich hab mich dann am Freitag erstmal kränklich ins Bett gelegt. Hatte mir wohl aus dem Flieger was mitgebracht. Es gab heiße Zitrone mit Ingwer und Honig, gestern Abend Hühnersuppe, Zack – gesund.

So on Friday I decided I was a little sick and went back to bed after the dishes. Must have picked something up on the plane. I was supplied with hot lemon, ginger and honey, last night even chicken soup – hey presto – fine again.

Ein wichtiger Teil der Routine war gestern erstmal das Milchholen. Treffpunkt war wie haeufig die Kirche. Wie anders sieht doch der Kirchparkplatz aus als der in meinem Dorf, an dem ich auch immer vorbeifahre. Fast jeder, der einem Auto entsteigt, hat seine Bibel bei sich. Es gibt immer viele Cowboyhuete, dann sah ich direkt neben mir einen jungen Mann im kompletten Jagd-Tarn-Outfit, und zwei dicke Trucks hatten Schneemobile geladen. Man fragt sich… Keine Fotos…

Weil praktisch alle Geschäfte geöffnet sind, bestelle ich mal noch schnell einen Handstaubsauger! Die Hausfrau in mir… Und gehe Gemüse einkaufen.

Yesterday, to get back on track, I drove to town to pick up the good milk at our usual meeting point, a church. And marvelled at the different content of the parking lot from that of the church in our little German village. Almost everyone emerging from the vehicles carries their bible. I saw many cowboy hats, then a young man in full hunting camouflage, and two trucks had skidoos on their decks. One wonders… No pictures…

Since all stores are open I quickly order a handheld vac! The housewife in me… And I buy veggies.

Wie immer, gucke ich mir beim Fahren den Himmel an. Gestern mal grau, weil viel wärmer.

As always, I look at the sky while driving. Yesterday rather grey, because it has warmed up considerably.

Zuhause war schon die junge Hufschmiedin am Werk. Hugo hatte man ein pinkfarbenes Halfter verpasst – Lamagroesse geht naemlich gar nicht mehr! Hier fand er alles noch spannend, er ahnte nicht, warum er das Halfter trug.

At home, I found the young farrier already at work. They’d put a pink halter on Hugo, because he has definitely outgrown lama size. In this pic, he still thought this was all great fun, he had no clue why he was carrying this rope and halter around.

Und so sah es aus, nachdem er begriffen hatte, dass auch er eine Pediküre bekam. Er wurde sehr aergerlich, aber die Maedels haben ihn ausgelacht. Die Schande! Und Mama und Tante gingen einfach weg. Schweres Leben. Dafuer gab’s von den Schmiededamen nachher extra Kraulerchen, und es wird wohl keine Therapiestunde erforderlich sein. 😉

And that’s what happened after he realized he was in for a pedicure himself. He got very grumpy, but the girls just laughed at him. The humiliation! And then mom and auntie just left for the hay. Tough life. But he got extra scratches from the farrier ladies afterwards, so no therapy will be required. 😉

Es war ein guter Tag.

It was a good day.

In der Tiefkuehltruhe – In the deep freeze

Da bin ich wieder. Kalt isses. Das Thermometer zeigt aktuell, um 8.43 Uhr, minus 37 Celsius. Die Sonne ist auf dem Weg nach oben. Man hat uns waermere Temperaturen ab heute zugesagt.

I’m back. It’s cold. Currently, at 8.43 am, the thermometer says 37 degrees Celsius. The sun’s on its way up. We’ve been promised an increase in temperature as of today.

Am Mittwoch hatte ich mich wieder auf den Weg gemacht nach Westen. Fliegen kann ich inzwischen immer besser, wenn auch nicht lieber, aber den Ausblick aus dem Fenster ueber die Landschaften des ganz hohen Nordens geniesse ich sehr. Erst gab’s Groenland, dann Nordkanada mit dem oestlichen Ende von Lake Athabasca, und schliesslich die vertrauten Rechenkaestchen. Im Januar bin ich noch nie geflogen, und so sah alles wieder ein bisschen anders aus.

On Wednesday I had set out on my trip back west again. Flying has become much easier for me, though I still do not like it. I do enjoy the view from the window over the northern lands though. First, Greenland, then northern Canada with the east end of Lake Athabasca, and finally the familiar squared paper. I never took this trip in January, and everything looked slightly different again.

Zuhause war die Begruessung teils ueberschwenglich (der kleine Hund!), teils sehr ruhig, was definitiv an der Kaelte lag. Noch abends musste ich den Sternenhimmel bewundern, aber erst recht am Morgen, traditionell im Bademantel und mit Tee in der Hand. Voellige Stille, nur hin und wieder unterbrochen vom kaeltebedingten Krachen der Baeume. Und vom Ruf einer Eule. Hach… Weil der Imker noch schlief, goennte ich mir gedaempftes Licht ohne Strom.

At home, greetings were partly wild (the little dog!), partly very quiet and reduced, definitely due to the cold. Even though it was late, I had to look at the brilliant stars for a little while, and in the morning I did my usual morning ritual of looking at the sky, outside, in my bathrobe, mug of tea in hand. Total silence, only occasionally broken by the cracking of trees in the cold. And an owl. *sigh* As the beekeeper was still asleep, I treated myself to some unplugged low lights.

Dann eine gemeinsame kleine Runde um den Hof, um alles und alle zu begruessen. Das Wetter albertanisch winterlich. Minus 40 am Morgen. Nachdem der Imker dann doch arbeiten musste, als er erstmal das Auto vorgewaermt hatte, war es mit ca. minus 25 warm genug fuer einen kleinen Spaziergang mit dem grossen Hund. Dem machen diese Temperaturen anscheinend ueberhaupt nichts, im Gegenteil. Sixty huepft und springt durch den Schnee, waelzt sich in der Sonne und wirkt sehr froehlich, auch mit Reif auf Kopf und Wimpern. Die Esel dagegen sind nicht so begeistert, scheint’s. Bei den Bienen flogen sogar ein paar – in den sicheren Tod. Aber: Auch da gibt es Gewinner, naemlich die kleinen Meisen, die in den Baeumen um die Bienen schon auf ihr Essen warteten. Ich bin gespannt, wie die Kolonien durch den Winter kommen. Im letzten Jahr gab es im Schnitt Verluste von 28 Prozent.

Then a small tour of the yard to say hello to everything and everybody. The weather: Alberta winter. Minus 40 in the morning. After the beekeeper had left for work after warming up the vehicle for about two hours, it had gone up to minus 25, „warm“ enough for a short walk with the big dog. She does not seem to mind these temperatures at all, on the contrary. Frolicking through the ditches, rolling on the road, she seems very happy, even though there is hoar frost on her head and eyelashes. The donkeys, on the other hand, are not so enthusiastic. In the winter beeyard, some bees were even out in the sun, flying to their certain death. However, even this is not a total waste. In the trees around the beeyard, I saw many chickadees, obviously waiting to feast on the dead bees in front of the hives. I wonder how the the colonies are going to make it through this winter. Last year, average losses in the province were 28%.

Jetzt werde ich mich mal so langsam wieder einnisten hier und hoffentlich mit ein bisschen heilsamer Distanz auf die andere Seite des Atlantiks schauen koennen.

I will now begin to settle back in here and hopefully be able to look to the other side of the Atlantic from a helpful distance.

Tadaaah: Herbst. In echt. – Fall. But really now.

Eigentlich muesste ich raus. Es gibt immer was zu tun. Aber tatsaechlich ist es mir jetzt mal zu kalt. Gestern haette ich fast schon Socken angezogen, und das ist eigentlich ein Zeichen fuer Winter. Ich entschied mich dagegen, aber zog immerhin geschlossene Schuhe an.

I should be outside. Doing stuff, chores. But really, today I still feel a little cold. Yesterday I was just about to wear socks, and that’s in fact a sign of winter. So I decided against it, but wore real shoes instead.

Herbstliche Dinge sind inzwischen passiert.

Autumnly things have been happening since my last post.

Tatsaechlich habe ich es ein paar Mal geschafft, morgens Yoga auf der jetzt leeren Jurtenplattform zu machen. Auch mit Decke und einmal sogar mit Socken!

Indeed I managed to put in a few yoga sessions in the morning on the now freed-up yurt platform. With a blanket and once even with socks!Eine halbe Tuer habe ich gestrichen. Das Foto ist schlecht, die Farbe ist hellblau. Der Herr Hoe. wohl nicht so beeindruckt, aber er hatte leichtfertig gesagt, dass es ihm eigentlich nicht so wichtig sei. Tja.

I painted half a door. The picture is bad, the colour is a light blue, really. The boss does not seem overly impressed with it, but he had offhandedly said that he did not care all that much about colours. Well then… Die Kuehe der Nachbarn auf der Strasse, auf dem Weg zu ihrer Heimatweide, das ist immer ein Zeichen, dass der Herbst da ist.

The neighbours‘ cows on the road on their way home are always a sure sign of fall.

Und dann natuerlich die Kraniche, die in den letzten Tagen immer zu sehen und zu hoeren waren, in immer groesseren Zuegen.

And the sandhill cranes, of course, visible and very audible always in the last few days, their flocks seemingly growing by the day.

(Ab) Heute auf der To-Do-Liste: Kuerbisse und Zucchini retten und irgendwie verarbeiten. Bohnen fuer Saatgut ernten. Pfirsiche und Birnen verarbeiten. Mit der experimentellen Herstellung von „anderem“ Sauerkraut und milchsauer vergorenen Moehren beginnen. Das klingt nicht lecker. Wie ist das deutsche leckere Wort? Ich habe mich naemlich – bisher nur virtuell – mit fermentierten Lebensmitteln befasst, das ist anscheinend gerade sehr im Trend hier. Und erscheint mir sinnvoll und interessant. Also will ich das mal testen. Wieso schmeckt aber jetzt mein Haferpamps irgendwie geraeuchert?

(As of) today on the to-do-list: Salvage squashes of all kinds and process them, somehow. Harvest beans for seed. Process peaches and pears. Begin with the experimental production of „different“ sauerkraut and lacto-fermented carrots. In English that sounds much tastier than in German. I have begun, only virtually so far, to look into fermented foods. Seems to be quite a trend among foodies here. And appears to me to make sense and create good flavours. So I will embark on a bit of a new adventure with that. Now why does my cereal taste like smoked sausage???

Markttag – geht so! – Market day – goes like this!

Nach langer Zeit hatte ich endlich nochmal genug Honig, um zum Farmers‘ Market zu gehen. Solche Tage sind immer ein bisschen voll.

Das Wetter war nicht so schoen. Weil ich weiss, dass ich schwitze wie ein Pferd, wenn ich Honig hin und her schleppe, blieb ich lieber mal im Bademantel (Frottee!) Die Fuesse und den Rest von mir habe ich vor Abfahrt ordnungsgemaess gereinigt.

After a long time I finally had enough honey to go the Farmers‘ Market again. Those days are always a bit full.

The weather was not really nice. And since I know that I sweat like a horse when I’m packing honey around, I staid in my vintage bathrobe! Feet and the rest of me got a decent cleanup before I left.

Also 103 kg Honig ins Auto, dazu meine Schilder, Kasse etc.pp. Etiketten ausgedruckt, eingepackt, Tischdecke nicht vergessen, Kleingeld gezaehlt, Tiere versorgt, Gasheizung ausgeschaltet, durch die Plempe geschliddert, ab ins Auto. Unter den Wolken her durch die definitiv spaetsommerliche Landschaft geduest. Foto natuerlich illegal, beim Fahren, es wurde niemand geschaedigt.

So 103kg of honey went in the pickup, plus my signs, cashbox, etc. Labels had to be printed, don’t forget the table cloth, count the float, feed the animals, turn off the gas heater in the honeyhouse, slide through the mud into the pickup. Drive below the clouds and the definitely late summery landscape. Picture of course taken illegally while driving – nobody was harmed.

Vergessen, ein Foto vom beladenen Pickup zu machen. Der naemlich auch noch die Waesche enthielt, die ich vorgestern hatte waschen wollen, da war aber der Waschsalon zu voll und ich hatte frische Milch im Auto, die ich, genau, am Markttag morgens auch noch verarbeiten musste. Erledigt!

Forgot to take a picture of the loaded pickup. Which also held the laundry that I had not been able to wash the day before as the laundromat was too crowded and I had fresh milk in the back that, right!, I had to put in the freezer in the morning before market. Check!

Am Markt bzw. in der Stadt bzw. in der ganzen Gegend war Stromausfall nach einem fetten Nachtgewitter, das uns gluecklicherweise verpasst hat, alles finster, und die Bank konnte mir kein Kleingeld geben. Im Dunkeln aufgebaut, gluecklicherweise hatte ich ein Handtuch bei mir das hab ich auch gebraucht. Dann erstmal Kaffee im Lieblings-Coffeeshop.

At the market or rather in town or rather all over the place, as I learned later, the power was out after a major thunderstorm that missed us, luckily. Set up in the dark, I had, smartly, taken a towel with me and I needed it. Then coffee at Travis‘ Tall Timber Coffee Shop.

Der Markttisch sah dann so aus. Es ist ja nie aufregend, aber es ist immer nett. Man wechselt ein paar Worte mit vielen Menschen, ich habe ganz gut verkauft und Bestellungen entgegengenommen. Freundin Sabine kam und leistete mir Gesellschaft.

That was my table. It is never exciting, but it is always nice. I have short chats with many people, I sold enough and I took more orders. Friend Sabine came and kept me company.

Beim Abraeumen gemerkt, dass ich vergessen hatte, Mais fuer meine Nachbarin einzukaufen. Also die Hutterer noch schnell angehauen. 14 Maiskolben geschenkt bekommen! Nett! Froehliche Weihnachten, sagte Wally.

As I was packing up, I realized I had forgotten to get corn for my neighbour, so I ran after the Hutterites. Who gave me 14 cobs for free! Nice! Merry Christmas, Wally said.

Das ging wieder mit nach Hause, d.h. erstmal In den Waschsalon.

That’s what I took home or rather, to the laundromat first.

Dann noch schnell tanken, heim unter Wolken, bei der Nachbarin den Mais abwerfen – und zuhause sass der Imker noch im Honighaus und fuellte ab. Da gab’s was zu helfen, dann schnell gekocht, Shakshuka, lecker gegessen und platt ins Bett. Und gemerkt, dass ich total vergessen hatte, dass ich mich heute mit meiner lieben Freundin hatte treffen wollen, stattdessen aber schon drei andere Termine gemacht hatte. So laeuft hier der Spaetsommer!

Quickly fuel up, drive home under the cloudy skies, dump the corn at the neighbour’s place – and at home join the beekeeper who was still pouring honey and could use a little help. Then cook supper in a hurry, Shakshuka, eat and enjoy and go to bed tired. And realize that I had totally forgotten that my dear friend would be in town today to meet me but I had already made three other appointments. That’s late summer around here!

Fuer heute auf der To-Do-Liste:

Today’s list:

Draussen.

Outside.

Wo fange ich an? – Where do I start?

Im Bett hab ich heute morgen gefroren – der Chef sagt, es war die feuchte Luft, die durch’s Fenster kam. Ich sage: das ist der Herbst. Der kommt dann jetzt mit Schwung. Wie immer, ist das „nur“ ein Bauchgefuehl, aber dem traue ich. Und dann kommt so ein Druck auf, und die Gewissheit, dass ich keinesfalls schaffen werde, was ich gern schaffen wuerde.
In bed this morning I was cold – the boss says it’s the humid air coming in through the window. I say: it’s fall. Approaching fast. As always that’s „just“ my gut feeling, but I trust it. And with it comes that feeling of pressure and the certainty that there is NO way I will get everything done that ought to get done.

Vor der Tuer knapp unter 10 Grad. Und 10 kg Kirschen. Die muessen jetzt aber wirklich mal verarbeitet werden.
On the porch just below 10 degrees Celsius. Plus 10 kg of cherries. They will really have to be processed now.

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Schnell bei der Honey Co-op anrufen und Honigbehaelter bestellen – gut 500 kg sind in den Tanks und muessen bald abgefuellt werden.
A quick call to the Honey Co-Op, to order containers – 500+ kgs of honey are in the tanks, waiting to be poured into those containers.

Das Hofraeumkommando ist schon unterwegs, Alma betaetigt sich als Freischneider. Seeeehr langsam, wie Esel so sind.
The yard cleaners are already on duty, Alma being the weed whacker and detailer. Working VEEEEERY slowly, donkey-style.

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Hier ist eine echte, lang ersehnte, eigentlich ganz einfach installierte Neuerung: Endlich ein Tor! Deswegen naemlich koennen die Hofraeumer rumlaufen und arbeiten. Hunde und Huehner gehen natuerlich drunterher. Wer genau schaut, sieht aushaeusige Huehner und kann vielleicht bei dem kleinen Menschentor sogar die Befestigung erkennen: Heukoerdelchen natuerlich…
Here’s a true, long-awaited and then quite simply installed novelty: We finally have a gate! This is why the yard cleaners can run free and work. Dogs and chickens, of course, just crawl or walk underneath. And if you look closely, you will not only see some renegade chickens, but also the „hardware“ on the small wooden man gate: baler twine, of course…

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Wie der Tau so auf den Spinnennetzen und Beikraeutern glitzert – ich sag’s euch, das ist der Herbst.
The way the dew sparkles on the cobwebs and the „side plants“ – I tell you, that’s fall.

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Ich dachte, ich haette gar nicht viel Mangold – aber irgendwie dann doch. Was mach ich jetzt damit?
And I had thought I wouldn’t have all that much Swiss chard – but now? And what do I do with it?

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Die Zucchini nehmen immer noch und immer mehr Anlauf!
Zucchini squash are still lurking in the shadows, gaining strength!

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Nicht abgebildet werden koennen die vielen Gedanken, die mir so durch den Kopf gehen, nicht nur ueber aktuelle Garten- und Kuechenprobleme… Was also tu ich, um dem Druck zu begegnen? Erstmal ein Feuer im Herd anzuenden (Spuelwasser wird immer gebraucht). Und dann das noch kokelnde Draussenfeuer von gestern abend fuettern. Und mich dazu setzen. Den Insekten lauschen, die seit Tagen die Luft mit hohem Sirren erfuellen (nein, keine Moskitos, die sind fast weg). Mich umschauen und freuen ueber den blauen Himmel, die Baeume, die Tiere und den Luxus, dass ich hier im alten Bademantel (den will keiner sehen…) sitzen kann und belanglose Dinge in meinen Blog schreiben. Schoenen Tag allerseits! (Doof ist nur, dass ich nicht frueh genug neue Milch aus der Truhe geholt habe – mehr Tee is jetzt nich, leider.)
Not shown are the many thoughts that wander through my mind, not only on current and pressing garden and kitchen issues… So what do I do to deal with the pressure? First light a fire in the wood stove (there’s always a need for dish water). And then feed the embers that are still smouldering in the fire pit outside from last night. And sit with that. Listen to the insects that have been filling the air with their high-pitched whizzing (no, these aren’t moquitoes. The skeeters are almost gone). Looking around, I enjoy the blue skies, the trees, the animals and the luxury of this life: I can sit here in my really old and tattered bath“robe“ (you don’t want to see that…) and write irrelevant things on my blog. Enjoy your day, everybody. (The only seriously sad thing is that I forgot to take milk from the freezer, so no more tea for a little while.)

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Fast Forward

Letztens war noch Mai. Jetzt ist fast August. Branta c. ist nicht mehr, sie wuchs nicht und begann dann, sehr angestrengt zu atmen – irgendwas war gar nicht richtig und scheinbar auch nicht reparabel. Schade.

Workawayerin und Tochterkind hier und wieder weg. Ich mit Tochterkind gemeinsam zurueck nach Deutschland, um in seinen letzten Tagen bei meinem Vater zu sein. Intensive Zeiten. Jetzt bin ich, nach drei Wochen, wieder hier. Ausatmen. Nachdenken. Und arbeiten. Meistens arbeiten. Der Garten praesentierte sich als ein Dschungel, nachdem es wohl in diesen Wochen eher warm und eher feucht war. Inmitten von Wildwuchs aber findet sich viel mehr Gemuese als erwartet. Moehren, rote Bete, Zucchini, Erbsen, Mangold, Himbeeren wild und zahm. Und ich habe noch gar nicht alles gefunden…

Meine Sense hat brav auf mich gewartet und wir haben viel zu tun. Sensentherapie. Dazu kommt Eseltherapie, geliefert von Alma und Luise, die sich inzwischen in ihre Sommerkleider geworfen haben. So schoen! Der Imker hat auch mit dem Honig auf mich gewartet, gestern wurden die ersten 200 kg oder so geschleudert, mehr wartet auf Ernte noch diese Woche.

Ich stelle einfach einen Bilderreigen ein, es ist das uebliche und begeistert mich doch immer wieder. Die roten Blumen wachsen am Feuerausguck, leider wurden die Samen bei mir von den Voegeln verscharrt oder gefressen.

Recently, it was May. Now it’s almost August. Branta c. is no more. She/he did not seem to grow, and then started breathing very heavily. Something must have been irreparably wrong. We were sad.

The workawayer and my daughter have been and gone again. I returned to Germany together with my daughter to be with my Dad during his last days. Intense times. After three weeks, I am now back. Exhaling. Thinking. Working. Mostly working. The garden has turned into a veritable jungle, since the weather seems to have been warm and moist while I was gone. But in the midst of the herbal jungle, there are far more edibles than I had expected: Carrots, beets, peas, swiss chard, zucchini, raspberries both tame and wild – and I haven’t even found everything yet.

My scythe has been waiting for me, and we have lots to do. Scythe therapy. Complemented by donkey therapy, delivered expertly by Alma and Luise, both now in their summer clothes. So beautiful. My beekeeper has waited for me, too, with the harvest. Yesterday we extracted the first 200kg or so, and there should be more this coming week.

Here are some pictures, the usual, and my favourites always. The red flowers are growing at the fire lookout, Maltese Cross. I tried to grow them here, but the birds got the seed.