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Auro(h)ra b.

Letzte Woche hatten wir das, was meine Mutter immer „Wuppertaler Festwochen“ nannte. Es gab Muttertag (den ich hier noch einmal ausdruecklich als Kommerz-Event ablehne, jedoch als Ausrede gern heranziehe, ich berichtete bereits), Geburtstage, Hochzeitstag, Pfingsten fuer euch deutsche Leser und May Long Weekend, naemlich wegen Victoria Day, bei uns. Und mittendrin, d.h. nach den Geburtstagen, kam Aurora b. und bastelte sich ihren eigenen Geburtstag.

Am 19., also Samstag, guckte ich um 6 Uhr frueh aus dem Fenster und sah Luise an der Raufe fruehstuecken. Ich hatte sie sicherheitshalber weggesperrt, weil mir am Freitag schon was schwante. Als ich gegen 6:30 Uhr wieder aus demselben Fenster guckte, lag Luise neben der Raufe, hinter sich ein blaeuliches Handtuch. Merkwuerdig! Ich verdaechtigte Hugo. Aber dann ging bei mir das Laempchen an (aelter und frueh am Morgen = laaaaangsames Hirn). Ich raste im Bademantel (wenn ich den nicht haette – ich waere verloren) runter und raus, vorbereitet auf ein Desaster, weil sich weder Luise noch das Handtuch bewegten. Als ich aber direkt dabei stand, regte sich das Handtuch und blinzelte mich an.

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Wat soll ich sagen? Auro(h)ra* b. Donkey. geboren um 6:30 Uhr, sagen wir mal, am 19.5.2018. Gewicht unbekannt. Ungeplant. Seit ca. 2 Monaten eigentlich dann doch erwartet. Ich habe somit ein wirklich gutes Geschaeft gemacht, theoretisch, als ich zwei Eselstuten kaufte und nun drei Stuten und einen (noch) Hengst habe. Ich mach jetzt einfach mal Bilder hier rein. Zur allgemeinen Erbauung. Kleine Esel sind das Beste, denn im Gegensatz zu Baby-Lamas, die optisch auch immens was hergeben, sind kleine Esel, jedenfalls bei uns, knuddel-willig – dem Herrn Hoe. laeuft es schon nach, und er kriegt einen ganz merkwuerdig-ungewohnt-seligen Gesichtsausdruck, wenn er auf den Knien hockt und das Eselchen verkrault.

(* Das „h“ ist ein Aeltere-Tochter-Vorschlag, aus den ganz offensichtlichen Gruenden. Ohren und Beine haben bei der Geburt fast Endmass! Das „b“ steht fuer „borealis, und im Insgesamten ergibt der Name dann das Nordlicht – nur falls jemand fragen wollte.)

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Nach 10 Minuten.IMG_3051

Kurze Zeit spaeter war das Fruehstueck gesichert. Es war da viel schneller als Bruder Hugo. Allerdings lief ihm auch offensichtlich das Wasser im Schnuetchen zusammen…IMG_3054

Die Lamas haben etwas Neues gesichtet – man ist skeptisch.IMG_3057

Bruder Hugo gibt sich cool. Er wirkt wie ein Elefant gegen das zierliche (Halb- oder Dreiviertel-)Schwesterchen.IMG_3070

Genau einen Tag alt.IMG_3076

Nach einer ausfuehrlichen und schnellen (mach mal Galopp!!) Hoferkundung ist es platt wie eine Briefmarke.IMG_3094

Inzwischen sind bis auf Bruder Hugo alle Hofbewohner wieder zaunlos zusammen. Hugo ist ja noch intakt, und das wird wohl auch noch dauern. Die deutsche Tieraerztin hier aus der Naehe, die ich kontaktierte, riet mir von einer Kastration zum jetzigen Zeitpunkt ab. Die Hoden sind noch nicht unten, und sie sagt, bei Eseln kann das typischerweise deutlich laenger dauern als bei Pferden. Ich war froh, dass jemand bestaetigt, was ich eigentlich auch wusste, naemlich dass Esel nicht einfach merkwuerdige Pferde sind. Also richte ich mich auf massivere Zaeune und ein bisschen Nervenkitzel ein, und Hugo wird sich weiter mit den Lamas abgeben muessen. Die aber gar nicht schlecht fuer ihn sind, haben sie doch ganz klare Grenzen, deren Beachtung sie energisch einfordern. Weswegen Hugo jetzt oefter vorgekautes Gras auf dem Ruecken hat… Und dankbar wirkt, wann immer ich mit dem Halfter komme. Es kann, so scheint er zu denken, nur besser werden.

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Team Nadja

War mal Schnee? Kann mich gar nicht erinnern…

Vermutlich war es in vielen Fruehjahren so, aber diesmal kommt mir der Uebergang vom Winter (tief) zum Sommer (heiss) extrem zackig vor. Fruehling dauert etwa 3 Wochen. Und na ja, heiss ist immer relativ, bei mir faengt es je nach Tagesform bei plus 15 Grad an. Fuer heute jedoch sind 26 Grad gemeldet, und da wird meine rot markierte Obergrenze deutlich ueberschritten. Ich sitze auf der frueheren Jurtenplattform, im Schatten, mit Blick auf den gruenenden Wald und mit Vogel- und Froschgesang im Ohr. Und fruehstuecke lecker und ausgiebig, mehr so eine Frueh-Mittag-Kombo. Das habe ich mir verdient.

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Nadja und ich waren naemlich schon echt fleissig, gestern und heute. Beete getillert, Kompost umgearbeitet. Das haben Nadja und ich im Team erledigt, laut und stinkig, aber effizient. Das wirklich schweisstreibende waren die vielen Schubkarren Kompost, die ich dann auf die Beete gefahren habe. Die sind das Fruehstueck wert.

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Jetzt muessen Nadja und ich nochmal ran, einarbeiten, und dann kann gesaet werden. Die Hochbeete brauchen auch noch Kompost. Unkrautarm sind sie ueberwiegend schon, das ist immer Handarbeit. In den Kaesten muss ich besonders vorsichtig sein, weil sich Selbstaussaeer finden. Salat ist zum Beispiel sehr zuverlaessig. Und es gibt viele ueberwinterte Pastinaken. Auf die bin ich mal gespannt.

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Von Schnee zur ersten Rhaberberernte in circa 3 Wochen. Alberta eben.

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Auch ausserhalb des Gartens hat alles Fahrt aufgenommen. Die ersten Froesche hoerten wir ja schon, als noch ordentlich Eis im Dugout schwamm. Jetzt sind die Konzerte vielstimmig und richtig laut. Es ist so eine Art Saengerwettstreit zwischen Wood Frogs, Boreal Chorus Frogs (das sind die, die auf dem Kamm rumratschen) und Kroeten (die singen am schoensten). Eben fand ich den erwarteten Laich.

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Und natuerlich erscheinen wie aus dem Nichts um diese Mai-Zeit immer die Ranunkelbluemchen, die Sumpfdotterblumen, in Mengen.

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Dieses Jahr habe ich mir aber auch – mit Muttertag als Ausrede – frueh genug eine Blume fuer vor’s Kuechenfenster gegoennt.

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Und, mit derselben Ausrede, einen lang gehegten Wunsch erfuellt 🙂

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Ein anderer Wunsch (ich habe, glaube ich, immer viel zu viele) wurde bereits (ueber)erfuellt. Nachdem wir die Monster-Riesenputen vom letzten Jahr alle geschlachtet hatten, fehlte mir richtig was. Ich sagte mehrfach zum Herrn Chef, dass so ein Putenpaerchen, das sich normal vermehren und auch seine Kinder selbst aufziehen kann, dafuer dann aber natuerlich deutlich kleiner ist, mir gut in den Kram passen wuerde. Sind ja prima Gezieferjaeger und haben eine Vorliebe fuer Heuschrecken, von denen ich die ersten heute im Garten gesehen habe. Wie es der beruehmte Zufall wollte, hatte der Chef-Kollege (der, auf den ich wegen seines trojanischen Geschenkes von gleich zwei Pferden gar nicht so gut zu sprechen bin) Nachbarn, die genau solche Puten im Ueberfluss ums Haus und auch bis zum Chef-Kollegen laufen hatten. Der Herr Chef brachte dann, logisch eigentlich, nicht ein Paar, sondern drei Damen und zwei Herren mit. Hochfluechtig, deswegen schwer zu fotografieren. Puten-Maenner-Gesichter sind aber ja sowieso nicht jedermanns Favoriten 😉

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Angeblich handelt es sich um Kreuzungen aus Merriam’s Turkeys (der Wildform) und Royal Palm Puten (sehen aus wie Croellwitzer), aber ob das stimmt, weiss niemand wirklich. Sie sind jedenfalls hoechstens halb so gross wie die „Industrie“puten, dreimal so schnell, flugfaehig, und als wir sie nach einer knappen Woche aus Stall- bzw. Gehegehaft in die Freiheit entliessen, machten sie sich wie ferngesteuert in Richtung Westen auf, wo sie hergekommen waren (sie haetten allerdings so ca. 40 km nach Westen laufen muessen!). Mit zwei langen Aesten konnte ich sie auf der Strasse (!) umlenken und wieder einpferchen. Ich befuerchte, die sind wie Brieftauben… Aber: sie haben schon 14 Eier gelegt, fuenf davon parken unter einer Huehnerhenne, und falls da was schluepft und ueberlebt, wird dieser Nachwuchs wohl wissen, wo er hingehoert.

So. Mittagspause zuende. Jetzt gibt’s noch einen Brownie, und dann schmeisse ich Nadja wieder an. Der Winter kommt bestimmt, und vorher muss ich noch was Gemuese ernten…

Ich geb euch noch schnell meine Lieblingsaspen, die so schoen gruen sind und fuer mich ein bisschen im Wind rauschen.

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Ostermorgen

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Sozusagen ein ganz normaler Fruehlingsmorgen in Alberta. Der Chef ist wieder zum Basteln in die Firma gefahren, und ich hatte mir einen stillen Vormittag vorgestellt, um Eiszapfen abzuschlagen, die bei aller Schoenheit ein wenig bedrohlich fuer die Photovoltaik werden.

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So schoen werden die, weil es nachts minus 30 und heute nur minus 28 war, tagsueber aber die Sonne schon mit viel Kraft scheint und aus Schnee Kunst macht. Ich hingegen mache aus Schnee wieder mal Kubikmeter Spuelwasser, weil wir am Karfreitag alles Wasser beim Putenschlachten gebraucht haben, gleichzeitig aber Helfer und Gaeste hatten und deswegen kein sauberes Geschirr mehr da ist. Heute muss es also passieren: sauberes Porzellan!

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Was fuer uns an Pute uebrig blieb, ist teilweise als Suppe in diesen Toepfen – sehr praktisch, dass man das jetzt ueber Nacht einfach draussen schockfrosten kann. Nicht so praktisch, dass ich die Kaelte unterschaetzt und mein Gemuese zu dicht an der Tuer gelagert hatte – Paprika-Eis! Die Bruststuecke und die Schenkel liegen in Lake und werden geraeuchert. Aber ich will solche Puten nicht mehr, das ist ja schrecklich. Die werden so gross und schwer, dass sie gar nicht anders als gehbehindert sein koennen. Wenn ueberhaupt, dann gibt’s nur noch welche in einer sinnvollen Groesse.

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Wie ihr seht, hatte ich also hehre Plaene, und eigentlich wollte ich auch was Poetisches ueber den Winter schreiben und darueber, wie schoen ich das alles finde – aber dann kam der Nachbar, der eigentlich gestern abend schon Eier abholen wollte. Der ist Junggeselle und hat 300+ Schafe und ca. 100+ Kuehe. Da ist schon von allein Chaos vorprogrammiert, aber verstaerkt durch seine Neigung zu krausen Arbeitszeiten und seinem voelligen Desinteresse am Haushalt wird alles noch extremer. Wir haben erstmal zusammen gefruehstueckt, Haferpamps. Anstaendiges Essen ist fuer Diabetiker wichtig. Und dabei haben wir uns unterhalten darueber, dass wir, er und ich, niemals ohne Tiere im Haus sein wollen. Bei ihm bedeutet das auch, dass er in der Kueche eine Ecke fuer Laemmer abgetrennt hat: Das ist ein Dreck, sagt er! Aber die muessen sich bewegen koennen, nur eine Waermelampe reicht nicht! Sagt er. Sein Auto ist immer voller Hunde, heute morgen war auch ein Lamm dabei, zum Aufwaermen. Unsere Nachbarin findet das alles kaum zum Aushalten, aber ich verstehe ihn. Beim Essen, als wir uns die fette Jerseymilch in Tee und Haferpamps kippten und ich ihm das Konzept von Fettaugen (hier gibt’s das Wort nicht!) auf Tee erklaerte, sprachen wir natuerlich auch ueber meinen Drang in Richtung Melktier. Und wie es der „Zufall“ will, hat er zwei Jerseykuehe, aber kaum Zeit zum Melken. Er bot mir einen Cow Share an. Da gucken wir dann mal. Betsy… Angeblich eine anstaendige Kuh ohne Hang zum Treten. Jetzt muss ich nur noch den Chef ueberzeugen, genug Gras finden, einen Zaun bauen, und dann koennte ich so im Mai Leih-Chefin einer Kuh mit evtl. zwei Kaelbern werden. Da sollte dann fuer uns noch genug uebrig bleiben. Er will natuerlich auch noch Milch fuer Laemmer, aber ich denke, im Mai muesste der Grossteil seines Nachwuchses schon gut auf den Beinen stehen, da sollte nicht mehr zuviel Bedarf sein. Betsy… mmmh. Mal schauen.

Na, jetzt ist es 11 Uhr durch und ich habe noch nicht einmal meine Tiere versorgt. Und keine Poesie verfasst. Egal. Ich geh jetzt raus, in den knirschenden Schnee, und fuettere die hungrigen Maeuler und Schnaebel und geniesse die Sonne und entferne die Eiszapfen – und euren Regen, den koennt ihr behalten!

Wieder eingewöhnen und staunen – Settling back in and marvelling

Ich hab mich dann am Freitag erstmal kränklich ins Bett gelegt. Hatte mir wohl aus dem Flieger was mitgebracht. Es gab heiße Zitrone mit Ingwer und Honig, gestern Abend Hühnersuppe, Zack – gesund.

So on Friday I decided I was a little sick and went back to bed after the dishes. Must have picked something up on the plane. I was supplied with hot lemon, ginger and honey, last night even chicken soup – hey presto – fine again.

Ein wichtiger Teil der Routine war gestern erstmal das Milchholen. Treffpunkt war wie haeufig die Kirche. Wie anders sieht doch der Kirchparkplatz aus als der in meinem Dorf, an dem ich auch immer vorbeifahre. Fast jeder, der einem Auto entsteigt, hat seine Bibel bei sich. Es gibt immer viele Cowboyhuete, dann sah ich direkt neben mir einen jungen Mann im kompletten Jagd-Tarn-Outfit, und zwei dicke Trucks hatten Schneemobile geladen. Man fragt sich… Keine Fotos…

Weil praktisch alle Geschäfte geöffnet sind, bestelle ich mal noch schnell einen Handstaubsauger! Die Hausfrau in mir… Und gehe Gemüse einkaufen.

Yesterday, to get back on track, I drove to town to pick up the good milk at our usual meeting point, a church. And marvelled at the different content of the parking lot from that of the church in our little German village. Almost everyone emerging from the vehicles carries their bible. I saw many cowboy hats, then a young man in full hunting camouflage, and two trucks had skidoos on their decks. One wonders… No pictures…

Since all stores are open I quickly order a handheld vac! The housewife in me… And I buy veggies.

Wie immer, gucke ich mir beim Fahren den Himmel an. Gestern mal grau, weil viel wärmer.

As always, I look at the sky while driving. Yesterday rather grey, because it has warmed up considerably.

Zuhause war schon die junge Hufschmiedin am Werk. Hugo hatte man ein pinkfarbenes Halfter verpasst – Lamagroesse geht naemlich gar nicht mehr! Hier fand er alles noch spannend, er ahnte nicht, warum er das Halfter trug.

At home, I found the young farrier already at work. They’d put a pink halter on Hugo, because he has definitely outgrown lama size. In this pic, he still thought this was all great fun, he had no clue why he was carrying this rope and halter around.

Und so sah es aus, nachdem er begriffen hatte, dass auch er eine Pediküre bekam. Er wurde sehr aergerlich, aber die Maedels haben ihn ausgelacht. Die Schande! Und Mama und Tante gingen einfach weg. Schweres Leben. Dafuer gab’s von den Schmiededamen nachher extra Kraulerchen, und es wird wohl keine Therapiestunde erforderlich sein. 😉

And that’s what happened after he realized he was in for a pedicure himself. He got very grumpy, but the girls just laughed at him. The humiliation! And then mom and auntie just left for the hay. Tough life. But he got extra scratches from the farrier ladies afterwards, so no therapy will be required. 😉

Es war ein guter Tag.

It was a good day.

Und ein Rabe in der Truhe… – And a raven in the freezer…

Es geht immer noch rund hier. Deswegen musste der Rabe, den ich sehr tot, aber ziemlich unbeschaedigt bei einer meiner kleinen Erledigungstouren auf dem Highway gefunden habe, erstmal in die Truhe ziehen. Ich will den Schaedel und die Fluegel behalten.

Things are still pretty busy around here. Which is why the raven that I found rather dead but rather undamaged on the highway as I was coming home from one of my many errands, had to move into the freezer for now. I want to keep the skull and the wings.

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Ebenfalls in der Truhe, rechts, natuerlich die gute Jerseymilch, daneben steht Butter, die ihr nicht sehen koennt, und links ein Schweineherz. Den Rest davon seht ihr auch noch nicht. Am Samstag wurde geschlachtet, an einem der heisseren Tage, weil es anders irgendwie nie passte. Am Sonntag dann zerlegt, mit Hilfe von Katrin und Co. Alles, aber auch alles war fettig. Es wird Wurst geben und Schinken und Schmalz, und Kassler, wenn wir endlich ein Rezept finden, und gestern abend habe ich schon die Filets eher verbraten, naemlich zu heiss und zu lange. Das Wetter am Sonntag war bestimmt durch Rauch von den Feuern in BC, der die Sonne orange faerbte und nicht nur als Nebel sichtbar, sondern auch sehr gut zu riechen war. Nicht schoen.

Also in the freezer, on the right, is of course the wonderful Jersey milk, next to it invisible for you is homemade butter. On the left a pig heart. The rest of that pig is also invisible for you, so far. On Saturday Gereon butchered a pig, on one of the hotter days, because it would never fit in otherwise. On Sunday we cut it up, with the help of Katrin and family. Everything, really, was greasy! There will be sausage and bacon and ham and lard and Canadian bacon if we ever find that receipe. Last night I already semi-ruined the tenderloin strips by cooking them too hot for too long. The weather on Sunday was marked by the smoke drifting in from the BC forest fires, colouring the sun a weird orange and not only visible as a haze, but also very smelly. Not nice.

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Drumherum wird Honig geerntet und geschleudert, gekocht, gebacken, gespuelt, Honig abgefuellt, Bienen umgezogen, gern spaet – das Uebliche halt. Auch wird immer mal eine Fledermaus vorsichtig aus dem Haus geleitet.

When we’re not butchering, there is honey to be harvested and extracted, cooking and baking to be done plus the ensuing dishes, then honey to be poured, bees to be moved, preferrably late – the usual. Also, occasionally there’s a bat that has to be gently ushered out of the house.

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Na, und mitten in dieses kaum sortierte Chaos kam das:

And smack in the middle of this highly unstructured chaos, this here arrived:

Niedlichkeitsfaktor auf der nach oben offenen Petra-Skala: Nach oben offen!

Cuteness factor on the unlimited Petra cutitude scale: unlimited!

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Wo fange ich an? – Where do I start?

Im Bett hab ich heute morgen gefroren – der Chef sagt, es war die feuchte Luft, die durch’s Fenster kam. Ich sage: das ist der Herbst. Der kommt dann jetzt mit Schwung. Wie immer, ist das „nur“ ein Bauchgefuehl, aber dem traue ich. Und dann kommt so ein Druck auf, und die Gewissheit, dass ich keinesfalls schaffen werde, was ich gern schaffen wuerde.
In bed this morning I was cold – the boss says it’s the humid air coming in through the window. I say: it’s fall. Approaching fast. As always that’s „just“ my gut feeling, but I trust it. And with it comes that feeling of pressure and the certainty that there is NO way I will get everything done that ought to get done.

Vor der Tuer knapp unter 10 Grad. Und 10 kg Kirschen. Die muessen jetzt aber wirklich mal verarbeitet werden.
On the porch just below 10 degrees Celsius. Plus 10 kg of cherries. They will really have to be processed now.

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Schnell bei der Honey Co-op anrufen und Honigbehaelter bestellen – gut 500 kg sind in den Tanks und muessen bald abgefuellt werden.
A quick call to the Honey Co-Op, to order containers – 500+ kgs of honey are in the tanks, waiting to be poured into those containers.

Das Hofraeumkommando ist schon unterwegs, Alma betaetigt sich als Freischneider. Seeeehr langsam, wie Esel so sind.
The yard cleaners are already on duty, Alma being the weed whacker and detailer. Working VEEEEERY slowly, donkey-style.

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Hier ist eine echte, lang ersehnte, eigentlich ganz einfach installierte Neuerung: Endlich ein Tor! Deswegen naemlich koennen die Hofraeumer rumlaufen und arbeiten. Hunde und Huehner gehen natuerlich drunterher. Wer genau schaut, sieht aushaeusige Huehner und kann vielleicht bei dem kleinen Menschentor sogar die Befestigung erkennen: Heukoerdelchen natuerlich…
Here’s a true, long-awaited and then quite simply installed novelty: We finally have a gate! This is why the yard cleaners can run free and work. Dogs and chickens, of course, just crawl or walk underneath. And if you look closely, you will not only see some renegade chickens, but also the „hardware“ on the small wooden man gate: baler twine, of course…

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Wie der Tau so auf den Spinnennetzen und Beikraeutern glitzert – ich sag’s euch, das ist der Herbst.
The way the dew sparkles on the cobwebs and the „side plants“ – I tell you, that’s fall.

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Ich dachte, ich haette gar nicht viel Mangold – aber irgendwie dann doch. Was mach ich jetzt damit?
And I had thought I wouldn’t have all that much Swiss chard – but now? And what do I do with it?

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Die Zucchini nehmen immer noch und immer mehr Anlauf!
Zucchini squash are still lurking in the shadows, gaining strength!

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Nicht abgebildet werden koennen die vielen Gedanken, die mir so durch den Kopf gehen, nicht nur ueber aktuelle Garten- und Kuechenprobleme… Was also tu ich, um dem Druck zu begegnen? Erstmal ein Feuer im Herd anzuenden (Spuelwasser wird immer gebraucht). Und dann das noch kokelnde Draussenfeuer von gestern abend fuettern. Und mich dazu setzen. Den Insekten lauschen, die seit Tagen die Luft mit hohem Sirren erfuellen (nein, keine Moskitos, die sind fast weg). Mich umschauen und freuen ueber den blauen Himmel, die Baeume, die Tiere und den Luxus, dass ich hier im alten Bademantel (den will keiner sehen…) sitzen kann und belanglose Dinge in meinen Blog schreiben. Schoenen Tag allerseits! (Doof ist nur, dass ich nicht frueh genug neue Milch aus der Truhe geholt habe – mehr Tee is jetzt nich, leider.)
Not shown are the many thoughts that wander through my mind, not only on current and pressing garden and kitchen issues… So what do I do to deal with the pressure? First light a fire in the wood stove (there’s always a need for dish water). And then feed the embers that are still smouldering in the fire pit outside from last night. And sit with that. Listen to the insects that have been filling the air with their high-pitched whizzing (no, these aren’t moquitoes. The skeeters are almost gone). Looking around, I enjoy the blue skies, the trees, the animals and the luxury of this life: I can sit here in my really old and tattered bath“robe“ (you don’t want to see that…) and write irrelevant things on my blog. Enjoy your day, everybody. (The only seriously sad thing is that I forgot to take milk from the freezer, so no more tea for a little while.)

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