Jetzt ist der Sommer wirklich vorbei

Und schon wieder schreibe ich – ich Gutes. Was ich gar nicht erwaehnt hatte, war wohl, dass der arme Emmy-Hund sich das Bein gebrochen hat! Kam von einer der ueblichen Kojotenscheuchereien (jedenfalls glaube ich das) zurueck und das rechte Hinterbein war unterhalb des Sprunggelenks viel zu flexibel, und dolle geschwollen. Hinzu kamen noch so einige Schuerfwunden am Bein. Wir vermuten, dass sie beim Rasen in irgendetwas haengengeblieben ist. Das ist jetzt so 4 Wochen her. Natuerlich an einem Samstag. Anne-Marie hatte Dienst und hat geroentgt. Man konnte kaum was sehen. Also wohl nix schlimmes. Gegipst. Es hat nicht lange gedauert, da hatte Emmy die ganze Fuellung aus dem Gips gepuhlt, aber weil sie im Grossen und Ganzen so zufrieden und schmerzfrei schien, haben wir das mal still in Ruhe gelassen. Nach drei Wochen erneutes Roentgen, sah nicht so schlecht aus, Gips ab. Und da merkte man die Bescherung: Es war naemlich Knochen falsch geheilt, anscheinend waren vorher auch alle Baender, Sehnen und was den Apparat sonst so zusammenhaelt, gerissen. Das Bein deformierte sich in Richtung Hockeyschlaeger, nach aussen. Karla war ziemlich entgeistert und erzaehlte mir von dem einzigen anderen derartigen Fall, den sie bis jetzt hatte. Der hatte bis zur erfolgten Reparatur durch Spezialisten in Edmonton 5000 Dollar gekostet. Das war nun wirklich keine Alternative fuer mich. Die naechste Moeglichkeit waere Amputation gewesen, na ja, und ganz am Schluss haette man immer noch einschlaefern koennen. Karla hat dann aber mal Preise eingeholt fuer Platten und selbstschneidende schicken Chirurgenstahl-Schrauben und mir die OP fuer bezahlbares Geld angeboten – sicher fuer sie auch eine gute Gelegenheit, Erfahrung zu sammeln. Und so hat das Huendchen nun eine Platte, diverse Schrauben und einen huebschen Draht in Form einer Acht im Hinterbein. Und kriegt sogar vom Chef bevorzugte Behandlung, wie man leicht erkennen kann 🙂 Es duerfen gern unterstuetzende Genesungswuensche in den Aether geschickt werden, denn wie mancher sagen wuerde: noch simmer nit laengs et Schmitz‘ Baeckeschen.

Und noch mehr Hardware, diesmal fuer die Ziegen. Die sind ja notorische Futterverschwender, und wo einmal jemand drauf getreten hat, macht die Kontaminierung alles total ungeniessbar. Das ist teuer! Lange haben wir an selbstgebauten Futterraufen ueberlegt, aber mangels Zeit hat das nie was gegeben. Jetzt war ich es leid und habe einen Sheep and Goat Feeder im Landhandel erstanden. Heute morgen erfolgreich, trotz einer fehlenden Schraube und trotz freundlicher Hilfe der ganzen Bande, aufgebaut. Und das bisherige Probefressen war sehr vielversprechend. Bis auf die Tatsache, dass der kleine Herr Toggenburger es geschafft hat, sich gleich ganz in den Trog zu legen. Davon – von den Raufen, nicht den Herren Toggenburger – brauche ich glaube ich noch zwei. Oder so.

Ein Gedanke zu „Jetzt ist der Sommer wirklich vorbei

  1. Walter

    Von wegen der Sommer ist vorbei, hier im Taunus kanns bis +15°C das Wochenende geben!
    Auch ich wünsche Emmy gute Besserung!
    Tausend Grüße an ALLE auf dem Hof sendet Walter

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