Schoener Mist!

Das koennte ich mit viel Wohlwollen ueber das Ergebnis unserer letzten Aktion sagen. Es war naemlich so:

Die Ziegen ueberwintern, -fruehlingen, -herbsten ja seit unserer Ankunft hier am Snipe Lake in einer von uns immer Ziegenperk (nachfolgend „Perk“ genannt…) genannten Einfriedung mit Zugang zu zweieinhalb Haeuschen und einem Dachueberstand. Immer mal wieder hat der Chef in muehevoller Spaten- und Grabgabelarbeit einiges von dem sich ansammelnden Mist ueber den Zaun in den Garten geschaufelt. Ich auch, aber ich finde das schrecklich kreuz-schmerzlich. Dennoch sahen wir natuerlich schon laenger keinen Grund mehr. Schon im Fruehjahr, ich glaube auch schon letztes Fruehjahr, hatte ich den kuehnen Plan, einen Unternehmer mit einem Bobcat zu bestellen, um den ganzen Mist rauszuschaufeln, so wie das die Bauern hier auch immer mit ihren Corrals machen. Der Chef war aber nicht einverstanden, er will letztendlich diesen Perk dem Garten zuschlagen und die Ziegen umquartieren. Geschah aber in diesem Sommer nicht. Und vor kurzem bot „Nachbar“ Dusty (20 Minuten entfernt, Zur-Verfuegung-Steller unserer besten Bienenplaetze) seinen kleinen Skidsteer (Bobcat) an im Tausch gegen Schweissarbeiten. Der Chef sah die Moeglichkeit, richtig Geld zu sparen. Letztes Wochenende lud Dusty das Ding dann hier ab und wies mich in die groben Details des Betriebes ein.

Und dann ratterte ich los. Liess sich auch ganz spassig an. Man kann da auf einer relativ kleinen Flaeche umdrehen, und das Buddeln und Abladen macht schon Laune. Nach relativ kurzer Zeit geriet ich aber an meine Grenzen. Mist aus vier Jahren ist ganz schoen kompakt! Und nach dem sehr nassen Sommer ist der Untergrund schmierig wie Seife. Und was nicht kompakt genug ist, wird von den Ketten umgewuehlt. Rolfs Devise damals in DeBolt war ja immer: No ruts! Aber jetzt haben wir welche. Ich also gab nach zwei Tagen auf und rief Chris und David an, die auch sofort zur Hilfe eilten. Nach einem weiteren halben Tag des intensiven Arbeitens erklaerte David, der ja professionell jahrelang einen Raeumer gefahren hat, dass es wirklich nicht einfach sei und der Boden eben sehr schmierig. Ich habe dann noch den Unternehmer bestellt, den ich eigentlich haben wollte, und auch sein Urteil war: zu nass. Versucht spaeter noch mal, vielleicht, vielleicht geht es, wenn alles ein bisschen abgetrocknet ist. Samstag rief dann Dusty an, um sich zu erkundigen nach dem Fortschritt der Arbeiten. Als er meinen Frust abgehoert hatte, machte er sich kurzentschlossen auf den Weg, um mit Gereon das mal eben fertig zu machen. Nachts um 11:30 haben die beiden Feierabend gemacht. Dusty sagt, er arbeitet normalerweise bis Mitternacht, nur wenn etwas superwichtig ist, macht er laenger. Aber am Samstag haben sie dann halt schon um halb zwoelf sich fuer den Rest des Tages freigenommen. Fertig geworden sind sie nicht. Das Ergebnis sieht so aus und gibt mir arg zu denken.

Ich befuerchte, die Bilder werden dem ganzen Ausmass der Verwuestung gar nicht gerecht. Die Spurrinnen sind leicht einen  halben Meter tief… Dusty reiste uebrigens mit seinem neuesten Gefaehrt an: