Neues von den stacheligen Mädels

Die „stacheligen Mädels“ (Gereon) haben sich schon recht gut eingewöhnt. Sie sprechen leise, wenn ich mit dem Gersteneimerchen komme. Ich weiß jetzt, warum der Herr Schu. seine jüngere Tochter „****ziege“ nennt (darf man das veröffentlichen?) – die trinken erstaunlich viel. Und Heu fressen sie auch jede Menge, und inzwischen wandern sie in ihrem Auslauf rum (Hochsicherheitstrakt, so hofft man) und killen die Landespflanze, die wilde Rose, womit sie sich hier auf dem Hof tatsächlich Freunde machen. Sie laufen hinter dem Eimer her, und der Herr Höntgesberg hat den Melkstand schon fast fertig. Er darf die Ziegen auch anfassen (das hat er mir diktiert, ich weiß nicht genau, warum), und er legt Wert auf die Feststellung, dass ich immer genau dann abdrücke, wenn er ausnahmsweise mal muffelig guckt, was er sonst NIE tut. Na gut, ich drucke das ohne Kommentar hier ab. ;-))
Liebe Susi, Deine edle geflochtene Leine kommt hier zu neuen Ziegenehren! An der Leine nämlich nehmen die Mädels kontrollierte Eiweißrationen zu sich – das Gras wächst beim Zuschauen, und sie üben für ihre Rolle als Rasenmäher. Ich hoffe, man erkennt, dass wir sie nach Euter ausgesucht haben. Für die Profis unter den Lesern und diejenigen, die die Kommentare nicht lesen: Es sind nicht eingetragene Saanenziegen, sie sind irgendwie zwei bzw. drei Jahre alt. Sie lammen (oder wie man das bei Ziegen nennt) zum ersten Mal, und wir denken, dass auch beide tatsächlich schwanger sind. Sie sind gedeckt (leider) von einem Burenziegenbock, aus Inzuchtgründen konnte es nicht der einzige Saanenbock des Hofes sein, weil der schon mindestens der Vater ist.
Als nächstes müssen sie dringlich die Füsse geschnitten bekommen, und leider kratzt sich die eine auch. Da muss der Tierarzt mal (be)raten.

Ach ja, und als Namen sind derzeit Tallulah und Odette die heißesten Favoriten. Wer wer sein könnte, weiß man noch nicht. „Die Blaue“ (nach den Ohrmarken) – gleichzeitig die Kratzige – scheint irgendwie unorganisierter, aber auch aggressiver als „die Rote“, die sehr umgänglich und nett ist und sich fast nie mit der Leine verheddert.