(Not) made for life in Alberta

Made for Life in Alberta, damit warb Ford hier im Fernsehen, wenn ich mich recht erinnere, als ich noch ferngesehen habe – lang ist’s her!! Nun, manches hier ist nicht made for life in Alberta. Mein Computer und mein Auto gehoeren im Moment dazu. Will sagen, keine Bilder, weil kein Computer, starb bei der Installation einer Firewall, jedenfalls voruebergehend, und kein Auto, weil, starb (teilweise) bei der Fahrt in die Computerklinik. Faehrt jetzt wieder, das bloede Ding, so dass der Autoschrauber keinen Fehler finden ich kann. Ich hasse das!!! Ich will ein Internet und ich will ein Auto, das faehrt, immer und zuverlaessig.
Na ja. Der Herr Hoe. muss jetzt doch freitags arbeiten, sein Chef ist doch noch da, aber alles andere ist umgeschmissen. Er hat aber schon einen Dollar mehr. (Wenn die erstmal merken, wie er so zuverlaessig und verantwortungsbewusst ist und nie trinkt und immer puenktlich ist, dann werden die ihm hoffentlich noch viel mehr Geld hinterher werfen!) Zwar werden wir relativ reich, aber was nuetzt es, wenn wir uns nun nur noch sonntags schlaftrunken sehen… Bald muss uns wirklich die durchschlagende Geschaeftsidee einfallen, damit wir im rubbeldikatz widerlich reich werden und nie wieder ausserhalb arbeiten muessen. Ich will ja gern melken und Staelle misten und Zaeune bauen etc. Hatte ich erzaehlt, dass wir beim Nachbarn – nee, hatte ich nicht.
Also, letzten Sonntag naemlich haben wir, weil wir mal ausspannen mussten, ein kleines Tourchen (wie schreibt man das mit einem UE?) zum Nachbarn gemacht, der naemlich 3 Jerseykuehe hat, mir aber keine Milch geben will. Der Nachbarn zog vor einigen Jahren, als von BSE noch niemand sprach, mit seinen Longhorn-Kuehen aus Colorado nach Alberta. (Warum man das wollen kann, ist mir ein Raetsel). Der Plan war, die Kuehe hier billig aufzuziehen und dann lebend zurueck nach Colorado zu verkaufen, zu einem Freund, der sie dann weiterverkaufen oder schlachten oder was auch immer wollte. Und dann kam BSE, und keine lebende Kuh ging mehr ueber die Grenze. Nu sitzt er hier, hat viel zu viele Hunde (Emmy ist von ihm), jede Menge Merinoschafe und eben viel zu viele von diesen Longhorn-Kuehen, die er mit Schottischen Hochlandrindern kreuzt, damit sie was Fleisch auf die Rippen kriegen. Und die Jerseys hat er, weil auch er der Milch aus dem Laden nicht traut. Ausserdem eine Jersey-Longhorn-Mischungs-Kuh, die er uns billig oder sonstwie geben wuerde, weil sie naemlich die Fuesse im Eimer hat, ansonsten aber nett sei. Also fuhren wir dahin. Ich sage euch, soviele riesige Hoerner hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen!!!! Und die Farben von diesen Tieren. Jede Menge Ochsen, bunt wie die Longhorns, massig wie die Highlands, Hoerner wie ich weiss nicht was. Aber alles ruhig und entspannt, erstaunlicherweise keine geloecherten Tiere, was einen nicht gewundert haette, weil es nicht so sehr grossraeumig um die Raufen war. Auf dem Hof, ohne Zaun, durch einen dicken Heuberg offensichtlich „ans Haus gebunden“, lagen die drei Jerseys und verdauten, und die Mix-Kuh mit Hoernern wie eine Lyra ohne Saiten – sowas hatte ich auch noch nicht gesehen. Liessen sich kraulen und waren sehr freundlich, die Damen. Sowas will ich nun auch. Vielleicht aber doch lieber ohne Hoerner…
Fotoapparat hatte ich leider keinen dabei, aber das waere jetzt sowieso verloren.
Fuer die naechsten fuenf Tage ist Schnee in unbestimmten Mengen gemeldet, beginnend heute abend. Ich fahr jetzt also mal lieber nach Hause, damit es mich nicht wieder erwischt. Letztens fuhr ich naemlich im Schnee mit Wind nach Hause, das war wie Fahren durch einen Heringsschwarm, der dir entgegenkommt. Streckenweise dachte ich, ich stehe. Nicht lustig, wirklich, man wird total desorientiert, und ich verstehe jetzt, dass Leute bei sowas umkommen. In Flussnaehe war es unglaublich, und bei uns war fast nix, das wechselt so alle 500 m, scheint mir.
Schoenes Wochenende allerseits!

3 Gedanken zu „(Not) made for life in Alberta

  1. judith

    kompliment für den neuen look und herzliche Grüße in den Schnee, der uns hier im rheinischen frohsinn ja leider bisher erspart geblieben ist. lieber Gruß – ju aus k

  2. helga

    schön zu sehen, erfüllt mich schon mal mit ein bißchen sehnsucht….schneeeeee in canada.herzl. gruß v. helga

  3. die chefin

    schnee – koennt ihr haben. wir haben jetzt wirklich bald genug. aber es scheint noch etwas mehr in der wettervorschau zu sein, und waermer, und dann wird es fies.
    andererseits, die letzten paar tage war es wieder minus 30, und das ist auch nicht mehr wirklich schoen…

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