Der Fortschritt – in mehreren Kapiteln

Fortschritt, das 1. Kapitel
Zuerst der High-Tech-Fortschritt, jedenfalls fuer manche Leute. Er begann mit einem Rueckschritt, naemlich mit dem tastenweisen Schlappmachen meines Blackberrys. Schon dieses Teil hatte ich ja unter Vorbehalt erworben, wollte ich mich doch eigentlich nicht in die Yuppie-Kategorie einordnen (lassen). Zumal es dann ja eigentlich ORPPIE haette heissen muessen: Old Rural Professional People. Was dann wiederum gut zu unseren Orpingtons gepasst haette. Was aber ja Huehner sind. Doch ich schweife ab. Kann ich, weil hier naemlich die Tasten funktionieren, wie schoen. Jedenfalls. Ein neues Handy musste her, denn wenn einem keine A’s und P’s mehr zur Verfuegung stehen, ist auf einem so genannten Smartphone sogar das schlichte Waehlen einer Telefonnummer oder Eingeben einer email-Adresse recht anspruchsvoll bis voellig unmoeglich. Langer Rede kurzer Sinn: Nu isses ein iphone geworden. Ich kann (noch) nicht sagen, dass ich uebergluecklich bin. Worauf der ganze Hype basiert, hat sich mir bisher nicht erschlossen. Vielleicht, hoffentlich finde ich es noch raus. Sonst waer es ja schade um das schoene Geld (obwohl, war nicht soooo teuer). Was mich beeindruckt, ist die relative Heu-Sicherheit der Hardware. Das ist wichtig, fuer mich jedenfalls. Die Schutzhuelle fuer den/die/das Touchscreen (hat der/die/das auch’n deutschen Namen?) konnte ich leider (noch) nicht anbringen, weil ich das Ding natuerlich sofort verschmiert habe, mit fettigen Fingern und was man hier sonst noch so hat. Doch das muss es aushalten…

Fortschritt, das 2. Kapitel
Das ist fuer mich eigentlich ein wichtigerer Fortschritt, weswegen er auch mit Bild dokumentiert wird. Einer schnellen Eingebung folgend (warum bin ich da nicht schon laengst drauf gekommen?), habe ich mir selbst fliessendes Wasser installiert. Seht euch das an!

Wer uebrigens weiss, warum die Bilder tun, was sie tun, naemlich beim Anklicken ueber den rechten Rand hinweg wachsen, der moege mir das bitte mitteilen – danke schoen auch.

Fortschritt, das 3. Kapitel
Parallel zu den obigen enormen Entwicklungen an diesem Wochenende hatten wir auch seit gestern wieder Chris und David zu Besuch. Und alle gemeinsam (ausser ich…) befassten sie sich mit der neuen Frau in Gereons Leben: der Marianne!

Wie man vielleicht erkennt, ist die Marianne eine ganz Fleissige, wie Mariannes so sind, gelle? Obwohl Chris schon anmerkte, dass sie auch hinter jedem (Quad) herlaeuft. Aber das gehoert hier so, Marianne hat die dicksten Staemme ohne Mucken aus dem Wald geschleppt. Als sie fuer heute fertig war, sah es im neu bevoelkerten Lumberyard oder auch Sawmill Yard oder auch auf dem Saegewerksplatz so aus:

Chris (in ihrer neuen Camouflage-Hose) und Emmi (in ihrem Ganzjahres-Kleidchen) fuehrten die Oberaufsicht, ich habe mich zurueckgehalten und bin nur zu kleinen Inspektionsgaengen in den Wald gewandert. Stattdessen habe ich mich, wie bereits beschrieben, hier im Hause dem Fortschritt gewidmet. Und aufgrund meiner allgemeinen Verbuschung bin ich von Besuch ja auch oft ueberwaeltigt, von manchem weniger, von anderem mehr.

Noch ein kleiner Nachtrag, sozusagen auch ein drittes Kapitel, zu dem alten Herrn, der seinen Kuehen die Hoerner absaegen wollte: Am Freitag war er schon wieder da. Jetzt wollte er dann doch Antibiotikum. Die eine Kuh habe so Schwellungen um die Augen rum. Ja, sagte Karla, das sei wohl schon mal so, wenn man Kuehen auf diese Tour und so spaet die Hoerner abmache. Man gab ihm also die Anweisungen zur Verabreichung des Antibiotikums (mit dem ja sowieso bei uns fuer meine Begriffe EXTREM leichtfertig umgegangen wird), abhaengig von Gewicht der Kuh etc.pp. Und wie eigentlich nicht anders zu erwarten, hoerte er sich das alles an und meinte dann, ach, er werde ihr einfach sowieso 30 ml geben (das war dann die doppelte Dosis). Keine weiteren Fragen, nehme ich an… Hatte ich erwaehnt, dass es letztlich dann mit der Knochensaege funktioniert hatte?

So, Schluss fuer heute. War immerhin ganz schoen viel Fortschritt fuer ein Wochenende. Ach, einen kleinen Rueckschritt gibt es noch zu vermelden: Mein lieber kleiner Kuehlschrank, den ich super sauber gemacht hatte und den Gereon an unsere Batterienbatterie angeschlossen hatte, der hat soviel liebevolle Zuwendung mit dem Ausstieg quittiert. Im Schnitt heisst das dann wohl: drei Schritte vor, zwei Schritte zurueck. Macht eins.

So, jetzt aber wirklich. Ich muss/will noch emails schreiben, mit einer normalen Tastatur, welche Freude. Und wer mir erklaeren kann, wie ich die „App“ der Boersenkurse von diesem iphone runterkriege, der moege mir das bitte auch mitteilen. Wer braucht denn bitte sowas hier im Busch, wo Ziegen und Lamas sich schon gute Nacht gesagt haben?