Die Gaense fliegen jetzt in grossen Gruppen, durchaus mal mehrere Hundert, ueber uns hinweg. Noch fliegen sie auf die Felder zum Fressen und dann wieder zurueck zum Schlafen auf den See. Hier ist eine Seite, wo man sich anhoeren kann, was ich jetzt ganz oft hoere, nur viiieeeeel mehr davon.
Archiv für den Monat Oktober 2010
Sommer-Zusammenfassung, 3. Teil
Die Gaense organisieren sich! Fuer diese Woche ist noch irgendwann Schneeregen angesagt. Gestern begleiteten mich sieben Schwaene im Tiefflug ein Stueck am Highway entlang. Ich hatte Muehe, nicht in den Graben zu fahren und habe auch zwischendurch mal angehalten, um sie mir in Ruhe anzuschauen. Einfach schoen!
Kathrin, die ein bisschen bei uns gewohnt hat, ist nun in Grande Prairie, und Gereon und ich sind wieder allein im Haus. Ungewohnt, nach drei Monaten praktisch ununterbrochenem Besuch. Hier noch ein paar Sommerschlussbilder.
Kartoffelernte war gut, als einzige Ernte dieses Jahr. Wie das mit der Intelligenz der Bauern und der Groesse der Kartoffeln ist, na ja… Das kleine Ding, das da im Chefarm schlaeft, war eines von zweien, die in der Praxis zum Einschlaefern oder vielleicht zur Unterbringung abgegeben worden waren. Runa und ich haben sie mit nach Hause genommen und mit Flaeschchen und Spritze so lange gepaeppelt (etwa eine Woche), bis sie alleine fressen konnten. Und der Chef hat Mutterstelle uebernommen, jedenfalls zeitweise. Ich habe sie dann an eine hoffentlich nette Frau vermitteln koennen. Bei einem unserer Trips nach Grande Prairie wurden Runa und ich von einem Haus (!) ueberholt, das mitsamt Pilot-Truck vorne und Pilot-Truck hinten Strich 110 fuhr, ohne Ruecksicht auf Verluste und mit wenig Respekt vor Gegenverkehr, der natuerlich prompt beim Ueberholen am Horizont auftauchte. Ich fand das gar nicht gut. Dabei habe ICH, eine ansonsten anstaendige Fahrerin, bei just diesem Trip mein erstes Speeding Ticket bekommen!! Ein freundlicher RCMP-Beamter schaffte es, nach einiger Zeit mir klar zu machen, dass er mit seiner Lightshow mich meinte. War ich doch 20 km zu schnell gefahren, so ein Mist. Kleine 136 Dollar spaeter waren wir dann wieder unterwegs, brav langsam – und wurden von besagtem Haus ueberholt. Die Welt ist ungerecht. Ach, und den kleinen Hund haben wir endlich beerdigt, Runa und ich. Der ruhte nach wie vor in der Truhe, das war ja kein Zustand. Jetzt habe ich einen Platz, wo ich schon mal hingehen und im Geiste mit ihm konferieren kann. Der Winter kommt, und noch ist nicht klar, wer meine Fuesse waermt.
Bald ist schon wieder Vollmond. Der letzte sah so aus:
Sommer-Zusammenfassung, 2. Teil
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, also blendet sie mich auch nicht 🙂 Alfred greint schon wieder, er hat schwerstes Hormonsausen, nachdem er zwei Ziegendamen beglueckt hat und jetzt anscheinend auf den Geschmack gekommen ist.
Nach der Shaftesbury Ferry haben wir uns, sozusagen auf den letzten Druecker, eine Tagestour an den Lesser Slave Lake gegoennt. Ich war da bisher nur einmal entlang gefahren und hatte nicht viel gesehen. Der See ist fast 90 km lang, und am Ostende ist eine Vogelbeobachtungsstation. Die haben wir auf Empfehlung von Katrin angesteuert – guter Tip! Eine sehr moderne und durchdachte Anlage, wie es scheint, mit einem sehr schoenen Hostel, das man mieten kann. Wir sind ein wenig am Strand entlang gewandert, haben Huehnchen und einen Kojoten gesehen und uns die warme Sonne auf’s Haupt scheinen lassen. Auf weitere Empfehlung der freundlichen Mitarbeiterin in der Station zogen wir dann weiter zum Marten Mountain, einem Berg ganz in der Naehe, auf dem sich auch ein Fire Lookout befindet. Jetzt, im Spaetsommer, wirklich ein sehr schoener Platz. Und freundlicherweise war die Baerenfamilie, die wir schon auf dem Hinweg gesehen hatten, fuer den Rueckweg noch einmal angetreten fuer ein Foto.
Baeren uebrigens hat Runa bei ihrem Aufenthalt deutlich mehr gesehen als Elche, 5:0!
Eine andere Tour fuehrte uns zur Dunvegan Bridge, die Richtung Fairview ueber den Peace River fuehrt. Es gibt dort einige historische Gebaeude von Fort Dunvegan, einer Niederlassung der Northwest Company oder der Hudson’s Bay Company oder wie auch immer (man moege mir historische Unkorrektheit verzeihen) und eine Gaertnerei, wo wir Crab Apples gepflueckt haben und in der – weil sie ab Oktober geschlossen ist – schon der Weihnachtsbaer tobte. Jede Menge Weihnachtsbaeume im vollen Ornat. Ein wenig befremdlich bei strahlendem Spaetsommerwetter.
Immer, wenn ich den Peace River sehe, denke ich an die ersten weissen Siedler hier und wie das wohl gewesen sein mag, so ohne Weg und Steg und natuerlich ohne Bruecke.
Mehr aus diesem Theater in Kuerze. Heute ist ein Trip nach Grande Prairie angesagt, mit Kathrin und zu Gudrun. Es ist draussen 5 Grad, aber immerhin noch plus. Der Wetterbericht verspricht auch fuer die naechsten fuenf Tage anstaendiges Wetter, wechselnd wolkig zwar, aber mit nur geringen Frostgraden ueber Nacht und nur sehr vereinzelten Niederschlaegen. So koennen wir uns noch ein bisschen an den jetzt in immer groesseren Gruppen fliegenden Gaensen erfreuen.
Sommer-Zusammenfassung, Teil 1
Eigentlich wollte ich fuer euch eine Zusammenfassung des Sommers schreiben, ergaenzt durch ein schoenes Sortiment an Bildern. Aber jetzt ist es schon wieder spaet, und die Sonne scheint mir so helle ins Gesicht, dass ich nix sehen kann. Also erstmal nur ganz kurz:
Den halben August und den ganzen September war Runa hier, und wir haben sehr, sehr viel gearbeitet, und ich bin ohne Ende dankbar. Und zur Belohnung haben wir einige wenige kleine Touren gemacht. Und davon gibt es ein paar Bildchen. So waren wir auf einem Markt in Dixonville, noerdlich von Peace River. Und auf dem Rueckweg, nachdem wir uns in Peace River mit Lebensmitteln eingedeckt hatten, haben wir die „scenic route“ genommen, am Nordufer des Peace River entlang und dann mit der Shaftesbury Ferry ueber den Fluss und ueber Watino zurueck. Sehr nett.
Ich befuerchte, mehr gibt’s heute nicht – die Sonne scheint gar zu schoen, und es gibt draussen bestimmt noch was netteres zu tun.













