Sommer-Zusammenfassung, 3. Teil

Die Gaense organisieren sich! Fuer diese Woche ist noch irgendwann Schneeregen angesagt. Gestern begleiteten mich sieben Schwaene im Tiefflug ein Stueck am Highway entlang. Ich hatte Muehe, nicht in den Graben zu fahren und habe auch zwischendurch mal angehalten, um sie mir in Ruhe anzuschauen. Einfach schoen!

Kathrin, die ein bisschen bei uns gewohnt hat, ist nun in Grande Prairie, und Gereon und ich sind wieder allein im Haus. Ungewohnt, nach drei Monaten praktisch ununterbrochenem Besuch. Hier noch ein paar Sommerschlussbilder.

Kartoffelernte war gut, als einzige Ernte dieses Jahr. Wie das mit der Intelligenz der Bauern und der Groesse der Kartoffeln ist, na ja… Das kleine Ding, das da im Chefarm schlaeft, war eines von zweien, die in der Praxis zum Einschlaefern oder vielleicht zur Unterbringung abgegeben worden waren. Runa und ich haben sie mit nach Hause genommen und mit Flaeschchen und Spritze so lange gepaeppelt (etwa eine Woche), bis sie alleine fressen konnten. Und der Chef hat Mutterstelle uebernommen, jedenfalls zeitweise. Ich habe sie dann an eine hoffentlich nette Frau vermitteln koennen. Bei einem unserer Trips nach Grande Prairie wurden Runa und ich von einem Haus (!) ueberholt, das mitsamt Pilot-Truck vorne und Pilot-Truck hinten Strich 110 fuhr, ohne Ruecksicht auf Verluste und mit wenig Respekt vor Gegenverkehr, der natuerlich prompt beim Ueberholen am Horizont auftauchte. Ich fand das gar nicht gut. Dabei habe ICH, eine ansonsten anstaendige Fahrerin, bei just diesem Trip mein erstes Speeding Ticket bekommen!! Ein freundlicher RCMP-Beamter schaffte es, nach einiger Zeit mir klar zu machen, dass er mit seiner Lightshow mich meinte. War ich doch 20 km zu schnell gefahren, so ein Mist. Kleine 136 Dollar spaeter waren wir dann wieder unterwegs, brav langsam – und wurden von besagtem Haus ueberholt. Die Welt ist ungerecht. Ach, und den kleinen Hund haben wir endlich beerdigt, Runa und ich. Der ruhte nach wie vor in der Truhe, das war ja kein Zustand. Jetzt habe ich einen Platz, wo ich schon mal hingehen und im Geiste mit ihm konferieren kann. Der Winter kommt, und noch ist nicht klar, wer meine Fuesse waermt.

Bald ist schon wieder Vollmond. Der letzte sah so aus: