Archiv für den Monat Juni 2012

Kindersegen

Ueberall gibt’s jetzt Jungvolk: Goesselchen, Mini-Fluff-Entchen, Mini-Elchlein (leider noch nicht auf unseren Fotos), immer noch kleine Ziegen natuerlich, von denen manche sich kunstvoll verheddern, so dass ich zum Brecheisen greifen muss:

Der Fischadler sitzt fest, wir sind gespannt, ob wir die Kinderchen zu sehen bekommen. Ein Foto haben wir nicht, aber Magers wiederum haben einen in der Naehe (auch wenn sie ihn fuer etwas anderes halten) und knipsen besser als ich. Ich leih mir hier also mal das Mager’sche Fischadlerfoto. Schoenen Dank!

Unsere Uhufamilie hat ihr Nest schon wieder verlassen, von den beiden Kindern hatte bis dahin nur eines ueberlebt. Walter hat es aus der Ferne erwischt:

Und dann gab gestern noch unsere Trail Camera dieses Bildchen her, das uns beide ausgesprochen froehlich stimmte. Ist doch nett, wenn man weiss, dass diese beiden bei uns unbehelligt durch die Gegend wandern koennen!

Life is good!

Das ist haeufig der Schlusssatz der Mager’schen Blogposts. Meist haben wir sehr unterschiedliche Kriterien, weil Magers gern und viel reisen, waehrend wir ja doch eher arg stationaer sind. Na, und unsere Lebensumgebungen haben auch nicht sooo viel gemeinsam, ausser, dass ganz aussen Kanada draufsteht. Aber nach dem letzten Wochenende, wo es viel um’s Essen ging bei uns, dachte ich oft an diesen Mager’schen Spruch. Wir haben naemlich Wurst gemacht! Der neue Mitarbeiter des Herrn Chef ist polnischer Wurstmacher und lechzte immer danach, endlich wieder Wurst machen zu koennen, wie er es in der Gegend von Toronto wohl schon seit Jahrzehnten getan hat. Also erwarb ich kurz entschlossen ein halbes Schwein aus biologischem „Anbau“, fuhr bis nach Beaverlodge, um es abzuholen, taute Elch und Ziege auf und dann legten die Mannen los. Der ganze Samstag ging fuer’s Mixen und Matschen drauf, und gestern hat der Chef geraeuchert. Unsere diversen Test-Verkostungen haben uns ziemlich froehlich gemacht, und tatsaechlich finden wir die Wurst mit geringem Schwein(efett)-, stattdessen hohem Ziegenanteil  noch besser als die Elch-Schwein-Mischung, die ziemlich konventionell fett ist. Wir wissen also schon, was wir als naechstes machen. Aussehen tat das alles so:

Die Technik und ich

Da war ich doch der irrigen Ansicht, ich haette die Mai-Zusammenfassung schon vor Tagen online gestellt. Erst als jemand sich ueber lange Schreibflaute „beklagte“, fiel mir auf, dass dem nicht so war. Wahrscheinlich ist es so: Je laenger ich hier lebe, desto technik-unfaehiger werde ich, auch wenn ich immer mehr kleine Spielzeuge erwerbe. Vor lauter USBs und drahtlosen Verbindungen von und zu Telefonen, Tablet PCs, Pen Tablets blicke ich manchmal/haeufig nicht mehr durch. Aber macht nix.

Zusammenfassung Mai 2012

Draussen regnet es wie doof, ich hatte schon einen schoenen Beitrag geschrieben, aber dann hab ich ihn versehentlich verschwinden lassen. Wie ich das hasse! Aber vielleicht ist das symptomatisch, im Rueckblick, fuer den Mai. Und den April. Und den Maerz. Besuch hueben, Besuch drueben, oder hier und da – jedenfalls Besuch. Lange. Jetzt bin ich erschoepft. Aber ich gebe euch Bilder. Zum Beispiel von unserer (Schwiemu’s und meiner) Wohnwagentour nach Edmonton. Chris und David haben so ein Monster-Wohnwagen-Teil, 15 Meter lang, mit Truck 20 Meter. Esszimmer, Schlafzimmer und Kueche werden seitlich ausgefahren. Die Doppelmatratzen im Hinterteil, das auch als Garage fuer das Luxusquad genutzt wird, haengen an Ketten und werden elektrisch rauf und runter gefahren. Es gibt ein Gaesteklo. Die Campingplaetze, die man mit solchen Gefaehrten ansteuert, sind Staedte mit allen Annehmlichkeiten. Frischwasser, Abwasseranschluss, Strom und der Rasen vorm Haus werden geliefert. Ebenso Unmengen von Nachbarn. Es gibt hier Menschen, die gar kein Haus mehr haben, sondern nur neo-nomadisch durch die (nordamerikanische) Welt reisen. Es war ein Erlebnis. Wiederholen muss ich es nicht. Das schoenste war fuer mich der Besuch der Art Gallery in Edmonton.

Das Maiwetter war mal so, mal so, meist schoen. So wurden meine Geburtstagskinder in die Sonne geboren.

Fuer Samstag hatte ich kuehn eine Feier geplant und Menschen eingeladen. Morgens sah es dann so aus, und das gab meiner Stimmung und Motivation den Rest. Gut, dass es Telefon und SMS gibt, so konnte ich kurz entschlossen alles absagen. War bestimmt auch besser so.

Beim sonntaeglichen Spaziergang zum Biberteich praesentierten sich Wetter und Landschaft aber schon wieder so.

Bei so schoenem Wetter machten sich der Chef und die Schwiemu dann am 25. oder so wieder auf den Weg nach Calgary, durch die Berge.Und Lili liess sich von einem Huhn die auf ihren Ruecken gefallenen Futterkoernchen abpicken. Da wuerde ich glaube ich auch stillhalten 🙂

Die Bauern waren bei diesem Wetter natuerlich alle hektisch bei der Arbeit. In unserer relativen Nachbarschaft ist viel Land an grosse Getreidebauern aus den noerdlicheren Gemeinden verkauft. Und so wird kahlgeschlagen und dann mit Riesenmaschinen gearbeitet. Ich sah z.b. dieses Aussaat-Geraet: Schlepper (acht Raeder, natuerlich) – Saatgutbehaelter – pneumatisches Saegeraet – pneumatisches Saegeraet – Saatgutbehaelter. Einen ziemlich grossen Wendekreis hatte das Ding. Zum Bild gehoeren dann natuerlich auch Tieflader, die den ganzen Krams zum Feld transportieren, ausserdem Trucks mit Tanks hintendrauf und Trucks, die die Fahrer transportieren. Hier wird nicht gekleckert!

Indessen geht es bei uns langsam und kleinformatiger weiter. Die Ziegen haben sich – nicht so magisch – von sieben nach der Herdenreduktion letztes Jahr wieder auf 24 vermehrt, und es sind noch mehr im Anmarsch. Ehe-erschwerend, sag ich nur… Aber mein Herz huepft trotzdem, und zwar auf nette Weise, wenn ich sie sehe. Weil mein Garten letztes Jahr so ein Desaster war und ich dieses Jahr nicht sehen konnte, wie ich das Desaster mit meiner Muskelkraft in den Griff bekommen koennte, habe ich mir, waehrend Gatte und Schwiemu im Gebirge waren, kurz entschlossen eine Fraese gekauft. Fraesen heissen hier Tiller. Und so gibt es jetzt Nadja, und einen Garten nach Nadja-Einsatz. Ich bin begeistert! Und dann war am Sonntag noch Walter hier, und Walter und Nadja im Team sind immer noch Klasse! Er half mir, den Garten wieder ziegensicher und wahrscheinlich auch huehnerfest einzuzaeunen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Parallel zu meiner Nadja-Erwerbung hatte sich der Chef ebenso still und heimlich einen Traktor gekauft, der gestern angeliefert wurde. Baujahr 1953! Mal schauen, wie das so wird.

Neun PS uebrigens, die Nadja. Auch hier wird nicht gekleckert!

Zum Abschluss noch ein paar „Kopfstudien“, mit mehr oder weniger Nase…