Und hopp zurueck!

Fein beobachtet, Lenzi, fein beobachtet! Jetzt haben wir so ungefaehr das Gegenteil von Chinook: Nordwind! Unangenehm. Mit Schneefall, das ist ok. Aber Nordwind, oh, den brauchen wir alle nicht. Prompt und schnell sind die Temperaturen wieder auf „normale“ minus 20 gefallen. Der Wind blaest den Schnee nicht nur vom Dach, sondern an alle moeglichen unerwuenschten Stellen, gern auch in die Staelle und auf die Liegeplaetze der Tiere. Ich verteile mehr Stroh an die Beduerftigen (in diesem Falle die Schweinchen) und gucke ansonsten zum Fenster raus. Zwischendurch muss ich Emmi anhalten, bitte keinen Schnee gegen die Fenster zu schaufeln – ihr machen naemlich weder Nordwind noch Kaelte was aus, und sie fand, sie muesse jetzt mal irgendwelche Schaetze, die vor dem Frost verbuddelt worden waren, wieder hervorzuholen. Aus Neugierde und weil alle ueber das merkwuerdige Wetter greinen habe ich mir mal die historischen Wetterdaten angeschaut. Ich kann nicht viel Merkwuerdiges finden, Schwankungen gab es anscheinend schon immer hier in dieser Gegend. Vor genau 9 Jahren, an unserem ersten 19. Januar in Kanada, war es allerdings ziemlich kalt, naemlich in Grande Prairie am Flughafen morgens um acht -44.9 Grad. Ich erinnere mich. Bei uns war’s kaelter… Das war der Tag, an dem das Thermometer ueberfordert war… Also meckere ich jetzt mal nicht, lege ein bisschen Holz nach, lausche meiner aufgezeichneten Road Home und lasse es mir gut und warm sein, waehrend es draussen so aussieht:

Big Lakes-20130119-00501