Den Bohnen beim Wachsen zuschauen

Das würde ich gern tun. Sie wachsen nämlich jetzt prima:

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Aber dafür ist irgendwie keine Zeit. Die Tage sind lang und voll, und es ist irgendwie immer hell, so dass man sich faul fühlt, wenn man am helllichten Tag rumsitzt oder „einfach nur“ spazierengeht. Andererseits ist Gartenarbeit ja auch was Schönes. Und so haben wir, mit Lous* Hilfe, ein weiteres Hochbeet gebaut.

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Am nächsten Morgen hatte es schon wieder schön gefroren, aber wie man oben sieht, haben die Bohnen alles gut überstanden.

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Und die Zwiebeln, die kleinen orientalischen Schnittgrüne (Oriental Greens Mix – wie nennt man das?) und der Spinat auch.

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Ich nutze solche Tage, um den Kühlschrank aufzumachen, damit er nochmal schön kalt wird 🙂

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Und was sehen wir hier? Ein gefülltes Hochbeet, schönen, zu dunkler Erde gereiften alten Ziegenmist und – vor allem und am wichtigsten – KEINE HÜHNER! Der Zaun wurde nämlich gestern Abend geschlossen (ganz schöne Maloche), und jetzt ist der Garten theoretisch hühner- und auch schweinesicher. Letzteres ist natürlich einfacher, weil Ludwig und Lili nicht so zierlich sind. Allerdings wanderte Ludwig eben schon grummelnd am Zaun entlang und prüfte mit seiner Knippeisen-Nase verschiedentlich die Stabilität der Konstruktion. Er war ganz offensichtlich „Not Amused“. Ein Huhn war auch schon drin, aber das hat uns nur gezeigt, wo wir noch was vergessen hatten.

Ich jedenfalls habe es heute gewagt, Kartoffeln zu setzen.

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Je zwei Reihen Linzer Delekatess (SIC!) und Sieglinde, je fünf Reihen Milva, die wir noch nicht kennen, und German Butterball, die ich aus Deutschland auch nicht kenne, die aber hier als deutschstämmige, gelbfleischige und sehr beliebte Kartoffel angepriesen wird. Und jetzt müssen wir giessen, was der Teich hergibt, denn geregnet hat es seit dem einen Mal nicht mehr wieder, der Himmel ist wolkenlos blau, es geht kein Wind, und die Turmfrau sagt, das kann sich in dieser Stabilität noch einen Moment halten. Na dann…

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Derweil sind die Bienen mit dem Weidenhonig durch – der Chef erntet soeben – und arbeiten am Löwenzahn.

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*Lou ist unsere „Workawayerin“, also freiwillige Helferin, aus Paris, die sich bei uns mal so einen richtigen Kulturschock holt – aber sie meistert alles tapfer 🙂

2 Gedanken zu „Den Bohnen beim Wachsen zuschauen

  1. SonjaM

    Meine Güte, seid Ihr fleißig! Bei Euch möchte ich auch mal workawayen… ich könnte bestimmt noch viel lernen. Eins kann ich sogar schon: dem Gras beim Wachsen zuschauen.

    1. Petra Autor

      Kannst du doch, liebe Sonja! Es gibt ein Gästezimmer mit eigenem Kompostklo, in einem separaten Gebäude, nicht architektonisch schön, aber selten! Sag einfach Bescheid, wann ich dich in Grande Prairie abholen darf 😉 Ich würde dann Bohnen nachsäen, damit du was zu gucken hast, und Gras haben wir glaube ich noch.

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