Eigentlich habe ich keine Zeit zum Schreiben…

Schon wieder habe ich mich viel zu lange mit dem Rechner rumgeaaergert, weil es klemmt und abstuerzt (!!!) – aber ich schaffe das! Wenig Zeit ist gerade das Motto. Die Tage sind so lang und meist sehr hell – wenn’s nicht gerade mal wieder regnet – und so haelt man sich am werkeln und basteln und tun. Hier wuchert das Unkraut, da waechst zuviel Gras am Haus, das Brot ist schon wieder futschikato, der Hund muss mal muede werden, … Da stehen Webstuhl und Spinnrad ungenutzt in der Ecke, Buecher werden wenig gelesen, und Langeweile muss wohl anderswo wohnen. Das macht aber gar nix, die brauchen wir sowieso nicht.

Deswegen (kurz und ) in Bildern:

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Mit relativ grossem Bauchweh hatten wir in China, ueber die nicht nur gut beleumundete Alibaba-Website, eine Maschine zur Herstellung von Mittelwaenden (ich sag mal einfach: Waben) bestellt. Geld geschickt, abgewartet. Und zu unserer grossen Freude kam sie super-schnell und unproblematisch an, die „China-Walze“. Sie steht links, mit dem blauen Gestell, und man kann schoen das Wabenmuster auf den Walzen sehen. Bevor das Wachs aber gepraegt werden kann, muss es gleichmaessig flachgewalzt werden. Dafuer hat der Chef selbst was gebaut. Typisch Heavy-Duty-Hoentgesberg 😉 Steht rechts, wiegt gefuehlt dreimal so viel. Hat eine interessante „Kurbel“, naemlich die runde Platte mit den Loechern („Warum so?“ – „Hatte ich gerade zur Hand…“). Ich bin sehr gespannt, denn funktionieren MUSS es, sonst haben wir keine Mittelwaende, und die brauchen wir. Vorher aber muss auch das vorhandene Wachs noch gereinigt werden…

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Fuer mich die uebliche Arbeit, wobei der Garten eher erfreulich ist: es gab die erste richtige Mahlzeit, gemischten Salat, fast ausschliesslich mit Gartenzutaten – sehr lecker! Das Brot, na ja, es sieht da noch nett aus, wurde aber wieder zum Fladenbrot, ungewollt, versteht sich. Das haette ich lieber anders, experimentiere aber noch.

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Auf meinen kurzen Wanderungen mit den Hunden besuche ich meist meine Lieblingsbaeume, die „drei Schwestern“, gleich neben dem Haus, und dann geht’s weiter, eine kleine Runde um den Hof und dann weiter auf die Strasse, damit die kleine Sixty sich ein bisschen austoben kann. Immer finde ich Pflanzen und Tiere, die mich faszinieren, und auch das wird nie langweilig, obwohl es immer dieselbe Runde ist.

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Das hier war allerdings eine besonders schoene Ueberraschung. Neulich noch hatte ich mir Flieder gewuenscht. Das ist ein Strauch, den ich von Anfang an mit den Farmen hier verbinde. Flieder waechst sehr gut in diesem Klima, und alle scheinen einen oder mehrere zu haben, nur ich nicht. Gestern guckte ich mich, wie immer eigentlich, genau um beim Wandern, und da entdeckte ich auf der Seite und an der Stelle, wo die frueheren Besitzer unseres Landes vor ca. 40 Jahren wahrscheinlich gewohnt haben, nicht nur einen, sondern gleich mehrere Fliederstraeucher. Warum ich die in all den Jahren nicht gesehen habe, weiss ich auch nicht. Aber: Wunsch erfuellt – wie schoen!IMG_20160613_202426

Das kleine Frl. Sixty hatte sich nicht genau umgeschaut und so, mal wieder in einer groben Fehleinschaetzung des Gelaendes, das grosse Wasserloch gefunden. Macht aber nix, Wasser findet sie prima. Neulich steckte sie begeistert die Nase in eine sehr schlammige Pfuetze und blubberte Blaeschen! Sie waechst und gedeiht, aeusserlich wie auch innerlich. Sie weiss schon, dass es Leckerchen gibt, wenn ich rufe, sie kommt und sich vor mich setzt. Sie hat eine Ahnung, was NEIN bedeutet, findet das aber nicht immer so wichtig. Sie faengt an, den kleinen Hund unterzubuttern – das kann ja lustig werden. Hoffentlich haben die das geregelt, bevor Sixty zu gross wird. Bisher ist nichts wirklich zu Bruch gegangen, und sie ist 1A stubenrein – wie sehr erfreulich.

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Und schliesslich, neulich im Garten, auch noch ein besonderer Schatz. Die Kroete zeigte sich wieder! Ich habe ja so die Vermutung, dass es seit vielen Jahren dieselbe Kroete ist, die da in unserem Garten lebt, nachdem ich gelesen habe, dass diese Wesen in Gefangenschaft bis zu 35 Jahre alt werden koennen. Inzwischen hoeren wir immer welche an verschiedenen Stellen, es gefaellt ihnen hier, wie schoen. Die auf dem Foto hat lange unterm Gartentisch gesessen, waehrend ich Saatgut sortierte und meine Gartennotizen auf den Stand brachte. Sie twitterte mit ganz leisen, harmonischen Toenchen, als woanders eine laut anfing zu rufen. Es rufen wohl nur die Damen, interessant. Ich bin mir nicht sicher ob es sich um eine Western Toad oder womoeglich sogar um die Unterart Boreal Toad handelt. Tatsache ist, dass diese Amphibien durch Pestizide, Lebensraumverlust und eine eklige Pilzkrankheit bedroht sind, umso mehr freue ich, dass wir sie haeufig und relativ zahlreich hoeren.

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