#monochromemonday (fuer Frau Claudi)

 

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Oder auch „Neutrals“. Das sind die Farben, die sich mir beim Blick aus dem Fenster bieten. Ich finde das gar nicht so schlimm nach blauen sonnigen Tagen. Und mein freundschaftliches Verhaeltnis zum Schnee ist ja sattsam bekannt.

Wir haben langes Wochenende – Thanksgiving, Erntedank. Unsere Puten leben aber alle noch, und ich finde, Thanksgiving ist immer. In diesem Herbst faellt mir so ganz besonders auf, wie gut wir es haben. Immer oefter sind die Abendmahlzeiten komplett aus der Nachbarschaft, bis auf die Gewuerze. Gemuese aus dem Garten, Fleisch und Schmalz vom Nachbarhof, Eier von unseren Hennen, Milch, Sahne und Butter von meinem offiziellen Kuh-Anteil. Manchmal sogar Wein von Nachbarn!

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Und weil es gestern auch schon grau war, habe ich Dinge getan, die vor dem Winter noetig sind. Mal wieder die Asche rausgetragen, aber diesmal auch Ecken saubergemacht, in denen ICH noch nie war (der Chef dankenswerterweise aber schon). Mein Kuechenherd kommt urspruenglich aus Ontario, wie ich herausgefunden habe. Die Giesserei Findlay wurde 1974 geschlossen, mein Ofen scheint aus den 1930ern zu stammen. Er hat keine „schicken“ Chrom-Schnoerkel, und darueber bin ich sehr froh. Alles Staubfaenger, und Staub produzieren diese Oefen ja sehr erfolgreich.

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Zwei solche Aschekisten voll mit schwarz-grauem Staub habe ich rausgetragen. Fuer die mehr technisch Interessierten: Wenn ich das nicht tue, heizt der Ofen bescheiden, weil die Luft vor lauter Asche nicht gut zirkuliert. Beim Brotbacken hoert es dann ganz auf. Ebenso wichtig ist aber auch das Entfernen des manchmal entstehenden schwarzen Russes – der koennte naemlich unter unguenstigen Bedingungen an manchen Stellen Feuer fangen. Alles, was ich aus dem Ofen hole, kommt in den Garten. Im Grunde ein geschlossener Kreislauf: Baeume vom Land werden zu Asche vom Land wird zu Gemuese vom Land wird zu uns auf dem Land – und vielleicht irgendwann dann mal wieder zu Baeumen vom Land. Der Gedanke gefaellt mir.

Im monochromen bzw. neutralen Farbthema bleiben auch die Puten, obwohl sie inzwischen sehr an ihrer Faerbung gearbeitet haben und sich fast alle deutlich voneinander unterscheiden. (Bitte beachten Sie die bunten Metallteile: Das ist der Chef, der immer Farbreste in der Firma aufbraucht! Primaerfarben, ich mag nur das Rot. Aber werde ich gefragt? – Nicht wirklich. Macht nix.)

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Die Fl(ederm)aeuse sammeln sich in allen moeglichen und unmoeglichen Ecken. Was die so fuer den Winter vorhaben, bleibt raetselhaft. Auf dem leider sehr unscharfen Foto sind mindestens drei zu sehen, die zusammen ungefaehr so gross wie meine Faust sind, eher kleiner.IMG_3908 2

Hugo goennt sich als Farbtupfer das gruene Halfter, doch der Federschmuck, von den Puten, ist ebenfalls dezent. Beim Spaziergang am Samstag musste ich sehr an meine ersten Esel in Deutschland denken. Ich war ein beginnender Teenager, bestenfalls, vielleicht auch erst 11 oder 12 Jahre alt. Wenn ich mit meinen Eseln die Strasse ueberquerte, suchte und fand oft einer die ausgetrocknete Pfuetze am Strassenrand, in der man ein wunderbares Staubbad nehmen konnte. Der Verkehr, obwohl er mit dem heutigen nicht mehr zu vergleichen ist, wurde dadurch auch damals schon sehr verlangsamt. Und auch mein Hugo musste sich dringend waelzen.

Weiter ging’s mit dem sehr typischen Nasenschuffeln. Das muss doch weh tun!

Heute morgen wechselte das Farbthema dann zu Schwarz-Weiss, unsichtbar. Doch nicht unriechbar.

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Irgendwann war da ein Stinktier unterm Holzschuppen! Der ganze Hof riecht danach, leider der kleine Hund auch, vom blossen Suchen. Aber: Ich bin ja Frettchen-erprobt, und so schlimm, wie alle sagen, finde ich es gar nicht. Ich hoffe nur, dass es nicht in den Huehnerstall geht. Die Hunde jedenfalls sind in hellem Aufruhr.

 

 

 

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