Alle Jahre wieder…

…erfasst mich wider Willen der „Christmas Spirit“. Bei mir geht das so, dass ich mich maessig bis voellig unfaehig finde, eine schoene Weihnachtsatmosphaere zu schaffen. Ich verheddere mich in Aufraeum- und Reinigungsaktionen, die – meine Toechter erinnern sich mit Sicherheit – fuer meine gute Laune nix, aber auch gar nix tun.

Dieses Jahr kaempfe ich dagegen an. Na ja, ganz sanft. Der Miele war schon sehr aktiv heute, aber das liegt auch daran, dass der kleine Hund von jetzt auf gleich beschlossen hat, dass die alten Haare raus muessen, am besten alle innerhalb von drei Tagen.

Aber zu essen gibt’s nichts Aufwendiges, jedenfalls nicht heute. Zur Freude vom Herrn Hoe. gibt es schlichte Reibekuchen.

Waehrend ich tagsueber den immer gleichen Aufgaben nachging, habe ich versucht rauszufinden, was denn fuer mich um diese Jahreszeit wirklich wichtig ist. Und es ist tatsaechlich die Sonnenwende. Die Tage sind jetzt sehr kurz hier, etwa eine Stunde weniger Tageslicht als in Deutschland. Das merkt man ganz besonders, wenn man viel draussen sein muesste. Die Abstaende zwischen den Fuetterungen sind kurz, die Schweinchen wahrscheinlich nicht immer gluecklich, den anderen ist das eher egal. Um vier Uhr muss ich draussen anfangen, sonst wird es finster drueber. Und alles sollte vorm Abendessen geregelt sei, denn danach will ich am liebsten nicht mehr vor die Tuer, ausser zum Sternegucken.

Sonnenwende also, ein grosser Segen! Offiziell, so sagen meine astrologischen und astronomischen Quellen, werden die Tage ab dem 24.12. tatsaechlich wieder laenger. Heute wurde dieses Gefuehl durch viel Sonne unterstrichen. Aber ich war ja drinnen, mit dem Miele… Und mit meinen Minderwertigkeitsgedanken.

Morgen aber kommt Besuch. Der Rotkohl ist schon gekocht, Gulasch gesalzen im Kuehlschrank, Bine bringt Kloesse, und Kathrin Nachtisch. Und ich bin fest entschlossen, mich nicht mit weiteren Hausverbesserungsaktionen verrueckt zu machen.

Stattdessen hoffe ich, ein paar Reihen stricken zu koennen. Von meinen wunderbaren Toechtern habe ich naemlich Wolle bekommen, unter anderem! Als ob sie gewusst haetten, mit welchem Muster ich schon laenger liebaeugele, passen die Knaeuel perfekt. Ich hatte beschlossen, meine eigenen Regeln zu machen und das Paeckchen schon zur Sonnenwende geoeffnet. Und so gibt es schon einige Reihen des Shift Cowl.

Jetzt muss ich nur aufpassen, dass mir die Reibekuchen nicht anbrennen. Dafuer bin ich ein bisschen beruechtigt.

Plaetzchen habe ich uebrigens dann doch auch gebacken. Ein paar Weihnachtsdinge muessen schon mal sein. Das Berliner Brot ist schon verputzt, aber die Florentiner habe ich etwas besser beiseite gestellt.

Die ebenfalls produzierten Zitronenbrezeln schmecken zwar gut, sind aber leider voellig aus der Form gegangen, daher kein Foto…

Begleiten lasse ich das Ganze – und das ist in der Tat schon fast Tradition fuer mich – von Bob Chelmick’s Road Home Radioprogramm, das inzwischen rund um die Uhr von der eigenen Website gehoert werden kann. Poesie und eine eklektische Musikauswahl, dazu kleine Geschichten von Bob und seiner Cabin in the Woods. Nicht fuer jeden, aber ich mag das sehr.

Was auch immer ihr macht, wie auch immer ihr diese Wendezeit des Jahres feiert oder auch nicht: Lasst es euch gut gehen!

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