Unterdessen weiter noerdlich

Bevor ich mit einem grossen Rueckblick beginne an diesem besonderen Tag, will ich euch erst einmal wieder ein paar Fotos von den Mitbewohnern geben. Zuerst die Merkwuerdigkeiten (wie in: Hoheiten)

Dieser Kerl hat sich oft knipsen lassen, und seine Groesse und die ausgepraegte „Glocke“ (ich nenne das den Bart) lassen auf einen aelteren Bullen schliessen. Die sehr mickrigen „Hoernchen“ koennten auf einen extra-alten Methusalem hinweisen.

Aber es kamen dann auch andere „Hoernchen“ und Frauen und Kinder – eine rechte Elchversammlung ueber die letzten drei Monate. Sehr erfreulich.

So richtig gut im Lack, wie man sieht, aber diese Mimik…!

Und dann wollte ploetzlich die gesamte Maennergruppe ins Bild. Manche haetten ordentlich Platz fuer Geschenke auf den Schaeufelchen. Andere dagegen haben schon ein Schaeufelchen verloren, und zwar nicht freiwillig. Die Herren sind sich nicht immer so ganz gruen, wie man sieht.

Schliesslich wollte auch noch dieser Verein ins Bild, an zwei verschiedenen Tagen, leider nicht so ordentlich wie die Elche. Aber mindestens so beeindruckend (jedenfalls fuer mich – meine Spaziergangplanung jedenfalls haben sie ins Wanken gebracht)

Auf dem ersten Foto, uebrigens, so sagen der Chef und die Nachbarn, steht ein Kojote. Ich bin mir inzwischen gar nicht mehr sicher. Die anderen sind eindeutig keine Kojoten. Und wenn man genau hinguckt, sind es wahrscheinlich vier verschiedene Individuen, zwei dunkle, zwei helle.

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Und in der Nacht mit Leuchteaeuglein und einem freundlichen Laecheln. Watch out, Rotkaeppchen!

Ja, so isses hier im Wald. Ein Luchs war auch noch auf den Bildern, aber das schien uns nicht spannend genug. Gereons Arbeitskollege berichtete, dass er auf dem Heimweg von der Arbeit, knappe zwei Kilometer von seinem Haus entfernt (etwa 25 km Luftlinie von uns) drei (D-R-E-I) Pumas vor sich auf der Strasse hatte, Papa, Mama, Kind. Da mache ich mir schon manchmal ein bisschen Gedanken um Klein-Aurora…

Natuerlich habe ich dem Herrn Chef schon wieder gesagt, dass NIX davon um die Ecke gebracht wird, aber als die Nachbarin (ohne meine Absicht! Ich vermeide tunlichst, den Nachbarn Bilder von „den boesen“ Raubtieren zu zeigen) die Fotos sah, meinte sie gleich: „Das sind jeweils 600 Dollar.“ Es gibt naemlich nach wie vor eine Kopfpraemie auf Woelfe, und im Winter ist so ein Pelz nochmal 200 – 300 Dollar wert. Ich hab’s trotzdem untersagt. Hoffentlich hoert er auf mich… Um uns herum wird allerdings ungebremst geschossen und es werden Fallen gestellt – und dann Praemien eingesammelt. Es scheint tatsaechlich mehr Woelfe als noch vor ein paar Jahren zu geben.

3 Gedanken zu „Unterdessen weiter noerdlich

  1. canadaeinfach

    Wir hatten in einem Jahr nur zwei Kilometer vom Camp ein Wolfsrudel mit Jungen. Man hörte sie jede Nacht heulen und sah sie auch tagsüber mal vorbeihuschen. Sogar die fünf spielenden Jungtiere konnten wir einmal beobachten. Angst hatte ich nie, nur waren sie für meinen Geschmack ein wenig zu nah an menschlichen Behausungen (und an unserem Campingplatz). Den Hund liessen wir während diesem Sommer nie unbeaufsichtigt nach draussen, das hätte bös enden können.

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  2. Sonja M

    Wow, die Tieraufnahmen sind ja spektakulär. Unglaublich, dass es für Wölfe Abschussprämien gibt. Ich habe zwar sehr viel Respekt vor diesen Tieren, aber es ist doch ihr Territorium, der Mensch ist doch nur Gast dort…

    Antwort
    1. Petra Autor

      das, liebe sonja, ist in der tat ein schwieriges thema. wer ist fast wo? und wer darf wo sein? und wer darf wen essen? fuer mich halte ich es mit der friedlichen koexistenz. wenn allerdings die woelfe meiner aurora and fell wollten – dann wuerde ich glaube ich fuer abwehr plaedieren.

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      Antwort

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