Canola so weit das auge reicht. Die preise sind wohl gut! Die bauern kaufen genetisch modifiziertea saatgut und jede menge pestizide, denn canola kann das aufgrund der modifikation ab. Monsanto verdient zweimal. Und das zeug ist patentiert, die bauern muessen jedes jahr neu kaufen. Von einer bekannte hoerte ich, dass ihr riesenbauer-bruder etwa eine million dollar im jahr fuer kunstduenger ausgibt. Kein wunder, dass hier die devise ist: get big or get out – steig gross ein oder steig aus. Nicht von small is beautiful – kleiner ist klueger…
Archiv des Autors: Petra
Barrierefrei – road trip teil 2
Jetzt bin ich im flachland, etwa eine dreiviertelstunde von zu haus. Hier ist alles barrierefrei – fuer monsterschlepper und monster-ackergeraet. Und die farmen haben keine scheunen fuer heu oder kuehe, sondern reihen und reihen von getreidesilos.
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Unterwegs im peace country – teil 1
Heute bin ich unterwegs zum fresh air market in dunvegan, ca 3 stunden fahrt von uns. Puenktlich um 7 gestartet, will ich mal ein kleines logbuch fuer euch probieren.
Nordwest ist meine lieblingsrichtung. Der himmel ist wolkig-dramatisch, aber der wetterbericht gut.
Schon eine knappe halbe stunde nach der abfahrt sehe ich breite streifen totgespritzter weiden, leider auch entlang meiner lieblingsabkuerzung: ich naeherte mich der gegend um falher, wo es nicht so viele, dafuer grosse bauern gibt, die nur ackerbau betreiben. Und wenn jemand seinen zaun mal wieder sehen will, dann wird zu beiden seiten desselben einfach so vier meter breit alles chemisch hinnegemacht – voila!
Aber das hab ich mal nicht geknipst.
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Operation Kueken
Gleich halb zwoelf. Ich hab noch nichts wirklich Lobenswertes getan, ausser vielleicht meinem kardiologisch sinn- und schwungvollen Gang mit den Hunden heute morgen. Aber nach meiner Rueckkehr guckte ich mal nach den Eiern, die von zwei Hennen mehr oder weniger gemeinsam ausgebruetet wurden. Vor zwei Tagen waren sechs Kueken geschluepft, und anscheinend waren die Eier der einen Henne spaeter angebruetet worden als die der anderen. Dennoch verliessen beide Hennen mit den Kueken das Nest – Pech fuer die restlichen Eier. Eben aber sah ich, dass ein Ei von innen angepickt war. Mit meinem Wissenschaftlerhirn wollte ich doch mal schauen, wieweit die anderen Eier entwickelt waren – und da bewegte sich was. Nun habe ich den Vormittag mehr oder minder damit verbracht, dieses eine Kueken aus der Schale zu befreien, anzufeuchten, weil die Eihaut schon angetrocknet war, warmzuhalten (extra den Ofen angestocht) – und jetzt liegt es im Warmhalteofen und kaempft tapfer.
Unfachmaennisch abmontiert!
So sagte der Chef, als er bei unserem gestrigen Spaziergang die zweite Trail Camera mitbrachte, deren Befestigung abgebrochen war und die Kratzspuren aufwies, ausserdem hatte sie ueber 4000 Fotos gemacht… Wir hatten schon so unseren Verdacht, der sich dann auch bewahrheitete. Seht selbst, was herauskommt, wenn Baeren sich eine Kamera greifen! Leider uebrigens nach Foto 100 oder so. Danach gab es zwar kuenstlerisch interessante, aber doch ein wenig redundante Fotos von etwa 4 Fichten und sehr viel Himmel, nur einmal beugte sich ein Elch neugierig ueber den Apparat und produzierte ein paar Raetselaufnahmen.
Mehr Kinder (und ein paar Erwachsene…)
Vor lauter Norwegen und jetzt Honigarbeit bin ich nie dazu gekommen, euch noch ein paar der Bildchen zu zeigen, die die beiden Trail Cameras so hergeben. Bis auf kleine Woelfe und kleine Wapitis haben wir nun alles auch in jung gesehen. Es gibt auch noch eine Elchkuh mit nur einem Kalb. Und dann die Herrschaften, die einen eigenen Artikel bekommen.
Was man nicht sieht…
…Sind natuerlich die moskitos, die die idylle ein wenig versauen. Und was man nicht hoert, sind ebenfalls die moskitos, aber auch ein schnarendes geraeusch, von dem ich mir nicht sicher bin, ob es froesche sind oder kaefer, die meinen hochsitz annagen. Auch hoert ihr nicht frau fischadler, die patrouille fliegt, solange wir uns im weiten umkreis ihres nestes befinden.
Unterwegs jede menge froeschchen von klein bis winzig, die bei dem heissen, aber nassen sommer beste entwicklungsmoeglichkeiten haben. Wie auch das gras, das dem herrn chef bis an die brust geht.
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Und noch ein Sommerbild
„Unsere“ Tanke, die United Farmers of Alberta, hat also acht ziemlich grosse Tanks – ich weiss gar nicht, wieviele Tanks unsere Familientankstelle hat. Und links aus dem Bild faehrt ein typisches Sommergespann: Motorhome, also selbstfahrender Monsterwohnwagen mit angehaengtem Truck. So macht man hier Urlaub!
Valleyview am Sonntag
Heute gehe ich einbmal wieder einer „Lieblingsbeschaeftigung“ nach: waschen. Andere Valleyviewer tun das auch. Alle Trockner sind besetzt, dabei ist es draussen bestimmt 25 Grad, die Sonne knallt, und es weht ein schoenes Lueftchen. Aber echte Albertaner halten nichts von Waeschleinen. Gern sitzt man also im laufenden Truck (Klimaanlage!) vor der Waescherei und wartet und wartet und wartet. Ich brauche den Trockner nur, um die Milliausen Hundehaare von der Bettwaesche zu trennen…
Eine andere Sonntagsbeschaeftigung, die ich heute sah: auf dem alten Co-Op-Parkplatz stand einer dieser Monsterpferdeanhaenger, daneben ein Wagen, wie ich ihn genauso von meinen Hufschmieden in Deutschland kenne. Da traf man sich also vielleicht auf halber Strecke, um ein Pferd zu beschlagen. Sehr netter, sehr junger Hufschmied, der den in unserer Gegend seltenen Heissbeschlag praktizierte („Ich bin nicht so’n starker Kerl, da ist das einfacher fuer mich.“)
20.000 km spaeter…
…bin ich wieder zuhause, der Himmel ist blau, kein Regen in Sicht – ganz anders als in Deutschland. Nicht soviel anders als waehrend meiner knapp zwei Wochen in Norwegen. Inwieweit solche Reisen bilden, wird sich vielleicht spaeter herauskristallisieren. Im Moment fuehle ich mich, als sei ich von einem fahrenden Schiff (zu empfehlen: die Ueberfahrt von Oslo nach Kiel auf der MS Color Fantasy in einer ziemlichen Luxus-Suite, mit Marmorbad!) auf einen fahrenden Zug aufgesprungen. Nach einer kurzen Nacht auf gestern musste naemlich gleich Honig geschleudert werden, und Projekte fuer’s Wochenende gibt’s auch schon ausreichend.
Hier noch ein weiterer kleiner Bilderreigen aus Nordnorwegen. Nicht ohne einen gewissen Stolz moechte ich darauf hinweisen, dass mein Herr Gatte den besonnten Berg auf dem hochformatigen Foto bereits erklettert hat, jawoll! Und auch darauf, dass einige der Bilder, wenn ich mich recht erinnere, um Mitternacht gemacht wurden. Mitternachtssonne hat was, selbst wenn ich permanent unter Schlafmangel gelitten habe, weil ich mich nicht sattsehen konnte am Licht, am Fjord und an den Bergen. Falls jemandem Kanada zu weit ist, empfehle ich Nordnorwegen! Die Haeuser sind allemal zu 95% schoener als alles, was ich hier in meiner Umgebung so sehe. Aber seht selbst.












