Die Majas: 2. Teil der Reise

Am 8. April mussten wir schon im Dunkeln zu den Majas, weil sie bei dem schönen Wetter sonst gleich an die Arbeit gehen. Wintermäntel abgewickelt, Kästen aufs Auto geschleppt, Wintermäntel eingepackt, allen anderen Kram auch, und so sah das dann aus Die Rückfahrt war insofern spannend, als es zunehmend warm wurde und die Bienen nur beim Fahren im Haus bleiben. Zuletzt sah man schon beim kurzen Halten an der Ampel welche ausschwärmen, doch die Verluste halten sich wohl in Grenzen. Freunde macht man sich damit natürlich nicht, anhalten für Kaffee oder gar essen geht nicht so wirklich.
Hier ist der neue Bienenplatz Abends haben wir sie noch aufgestellt und wieder provisorisch in ihre Wintermäntel verpackt. Am nächsten Tag dann spannenden Augenblicke: Wieviele leben noch? Also Wintermäntel wieder abwickeln , eine kleine Tüte fertigmachen zur Beruhigung und nachgeschaut. Erfreulicherweise waren in allen 13 Kästen lebendige Bienen, einer wurde allerdings zu einem anderen dazugepackt, macht zwölf. Dann wurde es langsam warm, und die Damen begannen mit der Arbeit. ICH habe ja keine Ahnung, doch der Imker sagt mir, wenn sie Pollen reinschleppen, ham sie ne Königin. Also haben wir geguckt und geguckt, und siehe da, nach einiger Zeit düsten überall Bienchen mit entweder graugelben oder quietschgelben Hosen rum – prima! Macht wieder 12 komplette Völker. Während die Damen fleißig waren, bekamen sie einen schicken Zaun, weil sie ja wohl in „bear country“ wohnen.
Wenn die Damen nach Nordwesten schauen, dann sehen sie das – viel Gegend. Sie stehen in einer so genannten Cut Line, Waldstreifen, die bei der Suche nach Öl- oder Gaslagerstätten freigeschlagen werden und dann wieder langsam zuwachsen. Das sieht dann so aus
Dieser „Bee yard“ befindet sich übrigens noch auf farm-eigenem Land, etwa 6 km entfernt vom Haus.
Nun sind wir also ganz stolz und fröhlich, dass die Majas anscheinend so gut durch den Winter gekommen sind. Hätten wir nämlich neue kaufen müssen, dann kostet das mal pro 2 Pfund Bienen so um die 135 Dollar, und die müssen dann ganz von vorne mit dem Einrichten anfangen, während UNSERE DAMEN (also natürlich die Königinnen nur, sagt mein Imker) sogar schon Eier gelegt haben – eigentlich logisch, ist schließlich Ostern. In diesem Sinne „Fröhliche Ostern“ allerseits!