Twister

Fahr ich doch gestern nach Grande Prairie. Schlechter Tag – ich hatte die Hälfte vergessen, und das Wetter war beschissen, und ich hatte schlechte Laune und kein Geld und es gab keine schönen billigen Bücher und überhaupt fand ich die Welt böse. So gegen 14.00 war ich wieder zu Hause. Etwas später kam Gereon mit dem Radio rein, und ich hörte was von „touch the ground“, verstand aber nix. Was war? Ein Tornado in Grande Prairie, den ich um etwa eine Stunde verpasst habe – der Tag hätte also noch viel schlechter sein können. Es gab umgekippte Autos, teilweise auch auf Hausdächer gehoben, natürlich jede Menge rausgerissene Bäume, abgedeckte Dächer, ein kleines Feuer, jede Menge Sachschaden, glücklicher- und völlig überraschenderweise keinerlei verletzte Menschen. Der neue Chef war in der Stadt, er sagt, sein Puls sei den ganzen Tag nicht wieder runtergegangen. Bilder hat zwar der Chef, aber ich leider nicht, kann im Netz (noch) keine finden. Für heute ist auch noch bzw. wieder eine Tornado Watch in Kraft. Man hält dann immer Ausschau nach „funnel clouds“, und dann geht man gefälligst sofortissimo in den Keller – so man einen hat. Denn wenn die „funnel clouds“ den „ground touchen“, dann wird’s fies. Tja, so isses hier auch.