Kopf hoch!

So, nachdem diese schlechte Woche (hier flucht man ja nicht, statt sh.. sagt man also shoot, jawoll!) vorbei ist, hoffen wir auf bessere Zeiten. Wenigstens haben die Hühner angefangen zu legen, wenn auch nicht an den designierten Plätzen, sondern neben der Haustür hinter dem Hauklotz. Na ja, man ist ja schon für kleine Freuden dankbar. Und ab morgen werde ich noch einen zweiten Job antreten, wie alle guten, armen Nordamerikaner. Ich werde bei Ballards im Honey House arbeiten und – oh Graus – vielleicht auch den Bee Blower, euphemistisch-englisch für Laubpüster, betätigen und die Bienen von ihren Honigwaben scheuchen. Lieber allerdings wär ich glaub ich im Honey House, auch wenn’s da laut ist. Die Bezahlung ist auch nicht so wirklich berauschen, dafür aber macht man lange Tage, kloppt also Stunden, und unterm Strich bleibt hoffentlich mal bald was hängen.

Hier sind die Kolkraben gerade wie bekloppt, ich hoffe, dass wir nicht irgendwie noch ne Leiche rumliegen haben. Aber vielleicht unterstützen sie nur unser Heuschrecken-Boden-Jagdgeschwader (die Truter in Phalanx-Formation) aus der Luft, wer weiß. Wenn ich geahnt hätte, dass es solche Massen von Schrecken hier gibt, hätt‘ ich glaub ich für mehr Truter plädiert, die man dann hätte verkaufen können. Die Wiese und überhaupt alles wimmelt von hüpfendem Protein – 100 kriegten wir locker groß und dick und fröhlich.