Oh Canada!

So, liebe geduldige Leserschaft, so es euch denn gibt: endlich geht es hier weiter. In mehrerer Hinsicht. Zuerst einmal habe ich den Computer ans Laufen gebracht, habe kühn ganz allein ein Antiviren-Programm UND eine FIREWALL (auweiah) installiert. Das hat nun zu permanenten Warnungen der Firewall geführt, soll uns aber nicht weiter stören. Auch vier nicht reparierbare Viren wurden bereits wieder entdeckt, soll mich jetzt auch mal nicht stören. Auch kann ich mit Opera nicht in den Blogger – das muss aber dann wohl an Opera liegen, soll uns auch nicht stören.
Jedenfalls ist es himmlisch, ich bin schon wieder seit Stunden online, und der arme Herr Hö. kommt dann gleich etwas kurz. Allerdings donnert es gerade kräftig, und so mag die Sitzung bald ein Ende finden.
Zu melden gibt es so einiges. Das Wichtigste für die, die es noch nicht gehört haben: Unser Einwanderungsantrag ist durch! Ganz unfeierlich bekamen wir über unseren Einwanderungsberater eine Mitteilung der Botschaft in Buffalo, dass die Bearbeitung beendet sei und man nun – wer hätte das gedacht – noch einmal einen dreifachen Satz Fotos (Runa tippt auf ein Album, das die dort anlegen) und unsere Pässe gern hätte. Haben wir alles erledigt, fleucht derzeit per Express quer durch Kanada. „Oh Canada“ ist übrigens (natürlich) der Beginn der kanadischen Nationalhymne, die man leicht vor sich hinsummt, zumal man hier ja gar nicht diese Probleme mit Nationalitätsbewusstsein hat wie in Deutschland häufig angetroffen. Überhaupt nimmt man ja vieles leicht, nur die Behörden und die Vorschriften, die werden streckenweise widerlich ernst genommen. Verstehen muss ich das alles nicht, und ob ich wirklich kanadisch werden wollte/könnte, weiss ich auch noch nicht. Irgendwie spinnen sie, die Kanader!
Dennoch haben wir uns natürlich in letzter Zeit wieder intensiver mit Landkauf beschäftigt. Wird aber wohl so schnell doch nichts werden, weil Rolf und Judy tatsächlich die Absicht haben, unsere 2-Jahres-Vereinbarung komplett zu nutzen und im Dezember nach Deutschland zu fliegen. Gereon versichert mir optimistisch, dass wir dann aber nicht mehr hier wohnen müssen, sondern theoretisch schon Ende Oktober etwas anderes suchen/finden könnten. Hoffentlich!
Weitere Neuigkeiten betreffen einen himmlischen neuen Hühnerstall, den die Ziegen gleich mal bautechnisch abnehmen mussten und der dann mit spannender Millimeterarbeit zwischen die Bäume in den Wald geschleppt wurde Bezogen wurde er dann von unseren 20 neuen Legehennen. Unsere vorjährigen Damen, 6 an der Zahl, hatten das Legen ja aufgehört, jedenfalls in den Stall. Norwin, Sohn der Bussemeiers, fand allerdings kürzlich mal wieder ein Nest mit etwa 20 verwaisten Eiern. Egal, inzwischen steigt die Produktion wieder, und das ist gut so.
Und noch zwei Neuzugänge gab es in den letzten Wochen, nämlich Billy 1 von Odette, und ganz die Mama (schubst schon und ist distanzlos) und Billy 2 von Tallulah, auch ganz die Mama (und der halb nubische Papa): spricht immer und lässt sich höchst ungern anfassen.
Inzwischen war ich schon zweimal auf dem Farmers Market in Valleyview und bin ganz begeistert. Gestern habe ich für deutlich über 200 Dollar Honig umgesetzt, in einer vergleichsweise winzigen Stadt und innerhalb von 5 Stunden, von denen aber nur etwa 3 wirklich aktiv sind. Das gefällt uns sehr, und wir überlegen kräftig, was wir den Kunden jede Woche Neues bieten können. Gestern war der Knüller die echte Honigwabe, in die Kinder ihre Finger stecken und die dann ablecken konnten. Das führte zu erstaunten und begeisterten Gesichtsausdrücken und diversen „Yummieh“-Rufen. Als nächstes hoffen wir, Honigkuchen backen und verkaufen zu können. Irgendwo muss das Geld schließlich herkommen.
Natürlich kann ich ab sofort auch wieder täglich Emails mit den neuesten Nachrichten aus Oberberg und von sonstwo erhalten, dies nur als kleine „Gedankenstütze“…

3 Gedanken zu „Oh Canada!

  1. goaty

    natürlich brauchen wir keine gedankenstütze, weil die geneigte leserschaft (zumindest ich!) schon immer ganz ungeduldig geguckt hat, wie und wann’s denn nun weitergeht. haben ja auch schon überlegt, euren wunderbaren kanadischen honig mangels kundschaft nach oberberg zu importieren (wurde dann zwängs wahrscheinlich enormer frachtkosten nicht so wirklich verfolgt). ansonsten gratulation zum ‚durchen‘ einwanderungsantrag – wobei ich durchaus verstehen kann, dass ihr in dem jetzigen haus nicht wirklich bleiben wollt! da sind die ställe ja eindeutig hübscher. demnächst mal ausführlicheres per i-mehl aus oberberg
    gruß goaty und anhang

  2. nunki

    ich finde, neue beiträge müssen honoriert werden und schreib darum jetzt auch einen kommentar. hab aber eigentlich nix zu sagen. mini-ziegen sind natürlich knuffig, was sonst. ich habe schon wieder ein huhn, das in einem blumentopf brüten will. habe die brutobjekte entfernt. was mit dem energischen versuch quittiert wurde, meine finger zu schreddern. wir halten einmal mehr fest: hühner sind größenwahnsinnig.
    und auch wenn die tante ziege den stall schöner findet: darf ich trotzdem im haus schlafen, wenn ich komme? hühner riechen manchmal doof…

  3. elch

    wie jetzt – huehner riechen manchmal doof. im einklang mit unseren oekologischen prinzipien bekommen unsere eierproduzentinnen alle naslang einen neuen sack duftendes saegemehl in den stall gekippt, das sie sich dann nach geschmack zurecht knuffen, nestchen daraus bauen und das futter drunter vergraben (wird nicht so gern genommen!) das ist ja wohl gut genug! und du hast das haus noch nicht gesehen, vielleicht aenderst du deine bettenwahl noch ;-))

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.