Also, das Nunki macht keine Fotos, und ich auch nicht, und wir sind immer beschäftigt, und jetzt fahren wir zum Tierarzt mit dem kleinen Hund, damit er mal geimpfert wird. Und ich bin schon total im Reisewahn, auweiah. Doch zwischendurch eine Freudenmeldung: Gestern habe ich Rapunzel-Schoko-Nuss-Creme bei unserer Öko-Einkaufs-Coop abgeholt. Nunmehr also Toastbrot (selbstgebacken) mit prima Samba-Ersatz!!! Mmmmhhhh!
Archiv für den Monat September 2005
Neuzugänge
Hier ist so viel los, da kommt der Mensch gar nicht zum Aktualisieren von Websites. Erstmal hab ich die Helga zum Flieger nach Calgary gebracht, drei Wochen vergingen wie im Flug. In einem genialen Schachzug kam Runa am selben Tag an UND der neue kleine Hund wurde an den Flughafen geliefert. Ganz schön aufregend. Runa, der namenlose kleine Hund und ich sind dann „die übliche Tour“ gefahren, haben in Banff übernachtet (oh weh, mit einigen Unfällen des kleinen Hundes im Hotelzimmer). Das obligatorische Tochter-im-Hotelbett-Foto gibt es zwar, es wurde mir jedoch die Veröffentlichung untersagt. Stattdessen das ebenfalls obligatorische Hund-im-Hotelbett-Foto, zu diesem Zeitpunkt noch namenlos:
. Nach Erkundung des gar nicht üblen Banff, das allerdings von Deutschen bevölkert schien, zogen wir dann weiter zum Lake Louise, wo der kleine Hund jede Menge Aufmerksamkeit auf sich zog und meist für einen Whippet gehalten wurde, während die Nini ja hier häufig als miniature greyhound identifiziert wird. Tja. Lake Louise dito. Es scheint, dass um diese Zeit alle deutschen Abenteurer mit Geld (und das sind nicht die ganz Jungen) nach Kanada ziehen. Wir unterbrachen den Weg nach Norden dann am Maligne Canyon und am Maligne Lake, wobei ich diesen Canyon wirklich sehr beeindruckend fand. Wird einem ganz kodderig, wenn man da runter guckt, wo das Wasser in der Tiefe durchstrudelt. Hier sieht man Runa und das kleine Wesen, dass immer noch namenlos war, bei einer der ersten Pinkelpausen und am Maligne Lake.
Übernachtung in Jasper war nicht so nett, weil alles, wirklich alles besetzt war oder aber keineswegs Hunde wollte. Und 300 Dollar für eine Suite mit Wasserbett wollten wir irgendwie nicht ausgeben – man stelle sich vor, das Hündchen nagt das Bett an!!!
Unterwegs gab es tatsächlich programmgemäß einiges an Wild, Schafe in Gruppen, Hirsche natürlich aller Couleur, und am Schluss, zwischen Grande Cache und Grande Prairie, tatsächlich einen freundlichen Bären am Straßenrand. Das Wetter spielte auch prima mit – alles ist gelb gegen den blitzblauen Himmel. Es ist zwar kühl, aber nach wie vor sehr sonnig. Zu Hause angekommen, wurde gleich im Lexikon nachgeschaut, und siehe da: Floozy, Runas erster Vorschlag für den kleinen Hund (nach Tripstrill und anderen Scheußlichkeiten der Musiol-Sisters), bedeutet tatsächlich Flittchen. Gut, dass wir das nicht schon am Lake Louise gerufen hatten. Also heißt der gefährliche Kojotenjäger und reine Draußenhund nunmehr Zora, die Graue. Einen rosa Babybauch hat sie und gebärdet sich bei Bedarf recht labberig.
Und der Herr Hö. macht gleich alle Erziehungsbemühungen zunichte:
Sein Kommentar, vor Zeugen: „Das gehört so.“ Nun ja.
Multi-tasking
Frauen sollen das ja angblich können… Ich bin mir nicht so sicher. Nachbar Bob brachte eine ganze Kiste himmlischer Crab Apples.
Das ist ein wertvolles Geschenk, weil doch hier praktisch keine Äpfel wachsen, und für eingeborene Oberberger ist das schon ziemlich hart, September ohne Äpfel. Was man kauft, ist widderlich süß, also kaufen wir das nicht. Jedenfalls, Crab Apples. Als Muster brachte er auch Kompott mit. Super-lecker, weil arg säuerlich. Ich also die Äpfel in den großen Milchtopf geworfen, und dann multi-getasked. Ich weiß nicht, was ich noch gemacht hab. Jedenfalls sind sie untendrin schwarz gekohlt, und der Topf auch. So ein Mist. Heute 2. Versuch, scheint zu klappen, OBWOHL ich zwischendurch Bilder ins Netz lade etc.pp. Unverbesserlich!
Bei Jody McLean, von der ich zwei wunderbare Shetland-Schaf-Vliese (geschoren, damit ich spinnen kann) gekauft habe, musste ich auch wieder Multitasken beim Esel-Kraulen, nämlich kraulen und erklären, wie dann die Unterlippe fällt und das auch überprüfen. Hat funktioniert. Meine gebeugte Position ist aber auch besser so, diese Bilder hätten sonst Marianne gezeigt, wieviel ich anscheinend wirklich zugenommen habe. Dabei passen mir meine größeren Jeans noch … aber der Winter kommt, und der Mensch braucht Wärme.
Der Esel dient übrigens der Kojoten-Abwehr, was er wohl auch gut macht. Heißt Clover und ist eine Dame. Und auf dem Foto sind zwei Großmütter, doch es sind weder der Esel noch ich – oh Manno. Sollte ich mir die Haare färben?
Konzentration allerdings hier:
Boah, die können ja quieken, diese kleinen Dinger! Sind Georges neueste Nachwüchse. Hat er – jedenfalls hörte es sich so an – unter Einsatz seines Lebens von der sehr ärgerlichen Mama weggeholt und uns mal kurz überreicht, während Mama einem zornigen Herzanfall nahe war.
Nein, nicht Tripstrill!
Land in Sicht!
Helga ist kühn und wandert alleine, nur mit Fotoapparat bewaffnet, durch die Gegend. Dabei hat sie auch die Spuren unserer „Hofbiber“ gefunden. Ganz schön dicke Zähne müssen die Burschen haben.


Manchmal gehen wir aber auch schwer bewaffnet spazieren 
Ich guckte, weil der dusselige kleine Hund plötzlich einen Hirsch jagen musste und nicht wiederkam, jedenfalls nicht sofort. Aber viel Spaß hatte er und ausreichend Bewegung, danach war er nämlich recht anhänglich.
Dann waren wir bei Nachbarin Tammy Morrison, deren Garten noch nicht so verfroren war wie unserer. Und auf Georges Land entdeckten wir noch ungeahnte Schätzchen.
Das hier war die alte Goodwin School:
Ein alter Stall
und ein Hüttchen
, das immerhin drei funktionierende Tiefkühltruhen und einen wunderschönen, doch total verrosteten alten Küchenherd beherbergt. Leider ist das Dach undicht und George hat keine Zeit, um es zu reparieren. Diese jungen Leute 
bekommen immer unsere Molke und geben uns dafür hoffentlich im Herbst ein bis drei Schinken oder so.
Tja, und dann das allertollste: Wir waren gestern wieder auf dem Land, das wir kaufen wollen.
Das ist der Bauplatz
Nach Osten:
Nach Westen: 
Ihr dürft euch einen relativ freien Kreis mit etwa 70 m Durchmesser vorstellen, bewohnt derzeit von diesen Totholzstapeln und wilden Erdbeeren und jeder Menge Waldbeeren und Cranberries, dazu Libellen und Hummeln, (unsichtbare) Bären (Bärenspuren am Baum sehen so aus:
), Hirsche und Elche. Um die Ecke wohnen die Biber. Das Ganze ist etwa 400 m von der Grundstücksgrenze und der Straße weg, d.h. es befindet sich auf halber Strecke zur anderen Grundstücksgrenze. Das Grundstück bildet ja ein Quadrat von 800 x 800 Metern. Auf einer nebenan gelegenen Lichtung hat sich Helga schon einen Platz für ein Hexenhäuschen ausgesucht, sie will sich dann immer mit dem Hubschrauber einfliegen lassen. Ob wir das genehmigen, wissen wir noch nicht. Mir macht Angst, dass der Boden so wild aussieht – ich sehe da noch gar keinen Garten gedeihen. Auch die Zufahrt zu diesem Bauplatz ist einfach ein freigschlagenes Stück Wald, sozusagen, bei Matsche, also mind. 4 Monate im Jahr, würde ich schätzen, kaum befahrbar. Kies ist teuer. Also werden wir uns vielleicht eine Zeitlang so fortbewegen müssen 
Ach, und hatte ich erwähnt, dass wir nun tatsächlich mit Brief und Siegel und feierlicher Beschwafelung und Beglückwünschung permanente Residenten sind? Oder auch gelandete Immigranten? Jawoll, und Helga darf sich nun Resident-Mom nennen.
