Many Hands Make Light Work

Anfangen tun wir mal mit einem kleinen Rätsel. Was ist das? Logisch: So liegt das Lama. Bei uns sind die meisten Tiere komisch, dem Arne ist das ja schon früh aufgefallen…

Inzwischen ist viel passiert. Schönes und Trauriges. Das Traurige: Die Guste ist verstorben. Versehentlich wurde sie wohl von Neffe Billy mit ihrem eigenen Halsband erwürgt. Nun haben wir zwei Waisenkinder, glücklicherweise schon 6 Wochen alt, so dass die freundliche Odette mit ihrem Zyklopenbusen aushilft (allerdings nur gegen Darreichung von Futter vorne, und nicht zu knapp!) Auf der Baustelle geht es langsam weiter, doch: Many hands make light work – Wir haben Helfer!

Das Schöne: Am 1. August traf die abenteuerlustige Anabel hier ein. Gleich auf dem Rückweg von Edmonton sahen wir den ersten Bär. Man muss wohl sagen, dass wir das einfach für die meisten unserer Gäste so liefern. Prima Service. Was auch passierte und viel spannender war: so gegen 11 Uhr nachts, irgendwo in der Pampa, ging das Tanklämpchen an. Vor lauter Quatschen hatte ich vergessen, aufzutanken. Die nächste Tanke, nach 15 km etwa, war zu. Die dann nächste war 41 km weit weg. Das war interessant. Wir haben es aber geschafft.
Gleich am Mittwoch wurde Anabel in ihre neue Rüstung gekleidet und musste mit dem Chef zu den Bienen. Noch sind die Anzüge sauber Ich darf sagen: am ersten Tag wurde sie nicht gestochen, was nicht schlecht ist, so für die Motivation (hoffe ich!) Außerdem ist sie fleißig mit Spülen und derlei unangenehmen Dingen beschäftigt, was ich arg himmlisch finde. (Anabel sitzt derweil hier neben mir und weist dieses Hausmütterchen-Image von sich. Kann man aber nix machen gegen… Sie diktiert mir auch gerade, dass wir heute ganz reich geworden sind: 372 Dollar auf dem Fresh Air Market an der historischen Dunvegan Bridge – leider hatte ich keinen Fotoapparat bei mir.)

Am 3. August kamen dann noch, nicht lange angemeldet, doch herzlich willkommen geheißen, Martin und seine Söhne Marcel und Nico an. Alle wurden gleich zum Arbeitseinsatz an den Snipe Lake abkommandiert, haben fleißig mit angepackt, und als ich am Freitag abend mit Essen ankam, sah unsere Sommerküche so aus: Die fröhliche Köchin Hier der Blick nach Norden, auf das Bauholz und einen Teil der Gäste Und hier die ganze Supperparty

Was nicht auf Bildern dokumentiert ist: Anabel und ich fuhren abends nach Hause, Martin und die Jungs auf den Campingplatz am Snipe Lake, und als Gereon morgens als alleiniger Anwohner zum Camper-Fenster rausschaute, stand der Bär mit den Füßen auf dem Tisch… Er, also Gereon, öffnete die Tür, da ergriff er (der Bär) wohl die Flucht. Gereon verfolgte ihn noch ein wenig schimpfend, da drehte sich der Bär nochmal um, stolperte aus diesem Grund über eine Wurzel und legte sich fast auf das Bärenschnäuzchen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es gern gesehen hätte oder doch lieber nicht… Natürlich war das nicht der Bär bzw. die Bärin mit ihren drei Kindern, die die Hunde bereits letzte Woche erschreckt hatten. Die Geschichte erzähle ich auf Anfrage auch gerne, ist nicht spektakulär. So haben wir also mindestens 4 bärige Mitbewohner.

Und ich bin immer sicherer, dass ich doch noch irgendwie schießen lernen möchte. Oder vielleicht nur 5 dicke Hunde haben, weil, die beantragte Komplett-Vergitterung wird mir ja doch nicht genehmigt.

Hier zu Hause kommt irgendwie alle paar Tage eine Henne mit einem Haufen Küken aus dem Wald, wir haben schon wieder 13 neue, gar nicht zu reden von den bemerkten und unbemerkten, die Zora gleich um die Ecke gebracht hat. Falls also jemand Hühner braucht – wir könnten welche faxen.