Neulich im Biberwald

Neulich im Biberwald
Vorige Woche war das Wetter bilderbuchmaessig, und Herr und Frau Hoe. goennten sich mal einen Spaziergang. Gereon hatte naemlich bei einem vorherigen Erkundungsgang eine neue Biberbaustelle entdeckt. Es ist ja schon mehr als erstaunlich, was diese doch gar nicht so grossen Tiere anrichten koennen, und wie es scheint, in relativ kurzer Zeit. Es sah aus wie nach einem kleinen Tornado, Baeume wie Mikadostaebe umgelegt. Zu gern wuerde ich mal so ein Ding bei der Arbeit sehen, denn die Spaene, die sie abnagen, sind gewaltig. Ich stelle mir vor, dass denen abends ganz schoen die Zaehne wehtun!

In der Naehe der Biberburg fuehren sie auch ausserdem Baumschnittarbeiten durch. Man konnte erkennen, dass dort offensichtlich schon seit einigen Jahren die Weidenstraeucher regelmaessig gekappt werden. Das „Schnittgut“ wird vor der Biberburg wohl als Wintervorrat gelagert.

Zerlegebetrieb H
Dieses Wochenende dann wieder die Verwandlung in den Zerlegebetrieb Hoentgesberg, wie das ja im Herbst mal so passiert, ein bisschen Dr. Jekyll und Mr Hyde. Sechs Ziegen weniger muessen nunmehr durch den Winter gefuettert werden, was auch gut ist. Adam und Katrin reisten an und haben mit Gereon den ganzen Samstag umgewandelt, von grossen Stuecken in Stew und Hacke, fleischmaessig kann meinetwegen nun der Winter kommen. Zusaetzlich hat Katrin noch gespuelt wie eine Weltmeisterin, waehrend Adam mit Gereon am Haus gewerkelt hat – ein sehr produktives Wochenende also. Ernaehrt haben wir uns zu einem grossen Teil von Quark in allen Variationen – yumyumyum!!

Januskoepfige Jaeger? Oder schlicht gespaltene Persoenlichkeiten?
Gestern morgen sitz ich so unter der Ziege, da kommt Gereon hastig am Fenster vorbei und laeuft Richtung Schlafzimmer. Ich witterte natuerlich Raubzeug und Waffenerfordernis, doch er kam mit der Kamera. Und hier wird gelauert – wer auf wen, das liess sich nicht unmittelbar erkennen. Trudi dachte wohl, sie koenne sich so ein Marderchen schnappen, aber im Gestruepp und auf dem Baum ist der Marder ihr natuerlich sozusagen baumhoch ueberlegen. Der Marder hingegen hatte sich wohl schon vorher an den Schlachtabfaellen gelabt und dabei auf dem Containerdach einen Pansen umherbewegt, no small feat fuer so ein kleines Tier. Erstaunlich, dass er noch nicht im Huehnerstall war.

Inzwischen, also einen Tag spaeter, stellen wir fest, dass der Marder sich wie zu Hause fuehlt. Er marschiert fast mitten durch die Huehner, ohne dass diese Naivlinge die Flucht ergreifen. Watch out, Wichtigvogel! Und natuerlich hat Gereon einen Riesenspass damit (wir erzaehlen das den Nachbarn gar nicht, die wuerden sich an den Kopf tippen!). Er fuettert also den Marder mit Schlachtabfaellen auf dem Containerdach, wo sich auch die Grey Jays zu froehlichen Mahlzeiten einstellen. Heute kam er (Gereon) wieder mit der Kamera angerannt, da sass der Marder sehr dekorativ auf einem an der Holzschuppenwand haengenden Elchschaedel. Das Bild ist nur auf Zelluloid, leider. Der Marder wird wohl auch das Tier gewesen sein, dass mich neulich abends anknurrte und mir doch einen Schreck versetzte und Gereon zur Waffe rief.

2 Gedanken zu „Neulich im Biberwald

  1. Thomas

    … das ist aber sehr löblich, dass ihr den Verarbeitungsraum extra steril mit Plastikfolie „abgeklebt“ habt ;-))

  2. Fräulein Anna

    Das ist ja echt lustig mit dem Marder.
    Und die Biber haben tolle Arbeit geleistet.

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