Archiv des Autors: Petra

Heute kein Schatz

Aber gewandert sind wir trotzdem, die Hundchen und ich. Bei schönstem Wetter (es hat wieder NICHT geregnet, obwohl’s sozusagen versprochen war) und schnell grüner werdenden Bäumen. Da musste der kleine Hund mangels Schatz noch auf eine kleine Mission Richtung Westen. Pfeifen und Rufen nützte so überhaupt nix. Als Emmi und ich schon wieder an der Einfahrt waren, kam er röchelnd und hechelnd zurückgerast. Wichtig!

Ich war auch auf einer Mission, habe geputzt. Ist sowieso schon nicht meine liebste Beschäftigung, aber heute war’s besonders doof. Allerdings, je doofer es anfängt, desto auffälliger sind nachher die Veränderungen. Ist ja auch nicht so schlecht.

 

Es fliegen Hubschrauber und Flugzeuge

Draussen passiert gerade irgendwas: Fast den ganzen Tag schon fliegen Hubschrauber von Forestry, also vom Forstamt, über den Hof und jetzt kommen dicke viermotorige Maschinen hinzu. Zwar zeigt die Waldbrand-Statuskarte nichts an, aber ich befürchte, dass es irgendwo brennt. Kein Wunder wäre das, denn es ist rappeltrocken, überall. Da bin ich mal gespannt.

NACHTRAG: Inzwischen habe ich mit Megan, der Tower Lady, gesprochen. Es gab nördlich von uns ein grosses, aber genehmigtes Feuer. Leider war die Genehmigung nicht in allen erforderlichen Listen eingetragen, und so hatten zwei Türme es gesehen und gemeldet. Hubschrauber und Flugzeug wurden ausgesendet, um zu prüfen, ob es auch nicht ausser Kontrolle geraten war. Hubschrauber = choppers. Diese Art von viermotorigem dickem Flugzeug = BirdDog (obwohl damit meinen Recherchen zufolge eigentlich ein ganz anderer Typ Flugzeug bezeichnet wird – wahrscheinlich künstlerische Freiheit).

Auf jeden Fall: kein grosses Buschfeuer – das ist gut.

Kommt, wir finden einen Schatz!

Das war die – unausgesprochene – Devise unseres heutigen Morgenspaziergangs.

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Meine Aufpasser.

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Der erste Schatz: ein Stück Elchfell. Der kleine Hund war sehr stolz!

 

So, und wie ihr seht, seht ihr nichts. Das, meine Lieben, liegt am Obst, genauer gesagt, am Apfel. Der will nämlich weder mit Blackberry noch mit WordPress, der kleine elitäre Knilch… Vielleicht will er auch nur nicht mit mir. Weil ICH elitär bin. Auf jeden Fall muss ich jetzt leider spülen, und wenn ich dann wieder Nerven habe, schreibe ich euch vielleicht, wie es heute auf der Schatzseuche war (Rechtschreib-Vorschläge sind ebenfalls sehr eklektisch… affiges kleines Ding…)
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Und jetzt funktioniert’s dann doch, lag wohl an der Dateigröße, die ca. 7 Jahre zum Hochladen brauchte. Der nächste Schatz: ein (drittes) Elchbein. Die werden so nach und nach vom Grader bei uns abgeladen. Wir haben jetzt zwei Vorder- und ein Hinterbein.

Mein Schatz fiel ein bisschen kleiner aus: ein wahrscheinlich vom Raben leergefressenes Ei.

Mein "Schatz": ein vom Raben geleertes Ei

Mein „Schatz“: ein vom Raben geleertes Ei

 

Bin ich schlau oder was?

Gerade bin ich ziemlich stolz auf meine Erfindungsgabe. Deswegen hole ich mir auch erstmal den Liegestuhl raus – so. Kleine Arbeitsunterbrechung zum Betrachten meines Werkes.
Ist es doch so: nach zwei Jahren Kulturpause waren die Hochbeete zumindest optisch sehr schoen ausgeruht und von den Huehnern durchgearbeitet und dabei geduengt. Einer erfolgreichen Re-Kultivierung stand also fast nichts im Wege – ausser eben jenen Huehnern, die im Garten unglaubliches Chaos anrichten koennen. Es gab bereits ausführliche Chef-Gespraeche ueber diverse Schutzvarianten – mit der nicht ganz unerwarteten Übereinstimmung von DEUTLICH unter 100 Prozent 😉 und vielen Saetzen, die mit „Eigentlich will ich ja…“ begannen. Solche gehen „eigentlich“ ueberhaupt nicht. Und ich zerbrach mir schon den Kopf, wie ich unabhängig und in Eigenregie „meine“ Anpflanzungen schuetzen koennte. Da entdeckte ich diese wunderbaren ehemaligen Gewaechshaus-Regale ‎(die zu dem niemals aufgestellten Gewächshaus von Thomas und Hanna gehoeren). Sie passen wie fuer die Beete gemacht, und „hey presto“ habe ich einen 1A Schutz. Drei der sechs Beete sind sowieso mit Glas abgedeckt, aber wenn das zu warm werden sollte, habe ich noch mehr von diesen Gattern. Ich glaube, der Schatten duerfte nicht viel ausmachen, denn es ist ja eher zuviel als zuwenig Sonne.
Wunderbar!
Gesaet sind schon diverse Salate, Mangold, Radicchio (!), Erbsen, dicke Bohnen, eine Oriental Greens Mischung, Radieschen. Und nach einer kleinen Pause geht es weiter, denn morgen ist Farmers‘ Market, da muss ich natuerlich hin.
Garten macht mich froehlich!

Auf die alten Tage

IMG_20160427_101014Auf seine ganz alten und wenigen verbleibenden Tage hat der Emmi-Hund noch ein schönes neues Bett bekommen. Leider hat das Hündchen, wie schon Zora, einen bösen Tumor… wie schade.

Die Dinge normalisieren sich

Diese Fotos sind ja sattsam bekannt, und doch für mich immer wieder nett: Frisches Brot, mit frischem Duft und leckeren, gebackenen Haferflocken, die unweigerlich abfallen und dann unter dem Brot weggeklaubt und gegessen werden können.

Das Wetter ist auch sattsam bekannt: Sonne. Frisch. Ein paar dekorative Wolken. Gänse in der Luft. Enten in der Luft. Bäume werden immer grüner. Es ist sehr nett.

Gestern war ich, ebenfalls nicht unbekannt, fast den ganzen Tag in Grande Prairie. Eigentlich mit einer relativ kleinen To-Do-Liste, und doch war ich erst gegen 20:30h zuhause. Schliesslich musste ich mal wieder ein bisschen von der kriminellen Jersey-Milch abholen und diesmal sogar illegalen Käse – wunderbar! Jetzt fehlt nur noch der Garten, dann sind wir bestens versorgt: Selbst gebackenes Bio-Brot, eigene Fast-Bio-Eier und Bio-Hühner, Bio-Elch, Bio-Milch und -Käse aus der relativen Nachbarschaft.

(Kleine Zwischenbemerkung: Irgendwas stimmt hier nicht, gerade fährt schon das zweite Auto für heute vorbei, tztztz.)

Wie ich höre, gibt es in Deutschland gerade sehr apriliges Wetter, incl. Schnee und Graupel. Yikes!

50 Farben Grau

 

IMG_20160422_132747So sieht der Himmel im Moment aus, und heute morgen hat es sogar ein bisschen geregnet und geschneit. Plus fuenf Grad, wirklich usselig, aber im Moment durchaus willkommen. Wir braeuchten Regen, Regen, Regen! Kaum zu glauben fuer den Durchschnitts-Oberberger, aber hier ist es super-trocken. Die Feuerturm-Frau, Megan, erzaehlte, dass diese Gegend hier im letzten Winter nur 60% der ueblichen Niederschlaege bekommen hat, und weil normalerweise der Winter die Zeit ist, in der praktisch die Speicher aufgefuellt werden, koennte es ziemlich bloed werden, wenn da nicht noch was kommt. Dazu ist es aber windig, so dass die Feuertuerme auf hohem Risiko sind und Megan den ganzen Tag in der Kuppel sitzen muss. Sie hatte schon zwei Feuer zu melden, und eines davon entstand, als ein Bauer mit der Egge ueber’s Feld fuhr, einen Stein traf, der einen Funken schlug – und schwuppididu, stand der ganze Acker in Flammen! So kann’s gehen!

Gestern war es nicht grau, sondern blau und sonnig, wenn auch windig. Nach einem schoenen Morgen-Kaffee bei der Nachbarin – man hat sich nach 6 Monaten viel zu erzaehlen – verbrachte ich den ganzen Nachmittag im Garten, wo ich immerhin vier von fuenf Hochbeeten auf Vordermann gebracht habe. Eines ist sogar schon mit Glas abgedeckt, denn ich will saeen. Megan hat bereits so einiges in der Erde, und ich will jetzt auch loslegen. Hochbeete haben den Vorteil, dass sie schweinesicher sind und relativ leicht huehnersicher gemacht werden koennen.

IMG_20160422_124126Natuerlich tut mir jetzt der Ruecken weh… Das kommt von der mangelnden Uebung. Die merkte ich auch, als ich eben Kochhoelzchen hackte.

IMG_20160422_123936Die Axt doppelt so schwer wie in Deutschland, die Hoelzer doppelt bis dreimal so unhandlich. Aber mir ist nach Kuchen! Und die Truhe muss umgewaelzt werden, da habe ich noch tausendjaehriges Obst gefunden, das wird jetzt verarbeitet, zusammen mit den Milliausen von Eiern, die es um diese Jahreszeit ja immer gibt. Heute morgen habe ich allerdings einen Raben beobachtet, der sich ganz nah an die Lamas traute. Ich sah dann, dass er ein Off-Limits-Nest im Gras gefunden hatte und nach und nach alle Eier wegtrug. Spaeter musste ich ihn scheuchen, denn da war er offensichtlich hinter den relativ frischen Kueken her, der Knilch. Ich habe ihm erklaert, dass der Chef da inzwischen nicht lange fackelt und schon ein Rabe auf diese Tour sein Leben gelassen hat. Hoffentlich hat er das begriffen!

So, los geht’s. Ofen heizen, Butter erweichen, Eikes aufschlagen, ach, und erst Mehl mahlen.

Und was ist hier los?

Fuer uns besonders interessant die Uhrzeit: Wir sind sozusagen kurz hinter dem Baeren hergelaufen, denn um 12:24 nahm Gereon die Karte aus der Kamera. Na, schoen, dass wenigstens einer noch da ist, wenn auch die dicke Baerenmama, die wir ueber Jahre gesehen haben, verschwunden scheint – schade!

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