heute morgen kam der schnee noch quer, aber so blau haben wir’s gern 🙂
Archiv des Autors: Petra
Jetzt geht’s wieder los!
Oefter mal was Neues – Tanisi
Waehrend ich dies schreibe, lade ich den ersten Teil eines Sprachkurses vom Northern Lakes College herunter: Ich will Cree lernen. Bin ganz gespannt und ein bisschen aufgeregt. Wenn ich schnell genug lerne, kann ich nach diesem runtergeladenen Conversational Cree Teil 1 vielleicht schon in zwei Wochen den 2. Teil live mitmachen. Ausserdem warte ich auf nachtraegliche Infos zum Online-Kurs Moosehide Tanning (also Elchdecke gerben). Ha!
Der Konzerttrip hat uebrigens geklappt, der Herr Chef hat mir seinen Allrad-Truck gegeben, und so fuhr ich voellig unbeeindruckt durch Eis und Schnee erst nach Valleyview, dann mit MJ in ihrem schniekeligen Hybridauto nach GP, lecker essen in einem nicht-verketteten Restaurant und dann ins Second Street Theater.
Meine Schneegloeckchen rufen!
Ochenaeh! Den Artikel hatte ich schon am 22. Januar geschrieben, gleich nachdem sie riefen. Dann wohl vergessen zu veroeffentlichen. Aber jetzt:
In Deutschland wuerde ich um diese Jahreszeit draussen herumkrauchen auf der Suche nach ersten gruenen Spitzen, die sich aus der Erde schieben. Hier ist das gerade so gar keine Option, weil alle Erde unter viel, viel Schnee verborgen ist. Und ich ausserdem keine Schneegloeckchen habe.
Aber als ich heute morgen noch im Dunkeln vor die Tuer trat, hoerte ich mein hiesiges Aequivalent fuer die Schneegloeckchen: Die Uhus singen sich Liebeslieder – so hoffe ich jedenfalls. Ich habe mich sehr gefreut, sie zu hoeren. Auf unserem Nordland brueten sie nun schon seit einigen Jahren, entgegen den Angaben, die ich finde, immer im selben Nest. Letztes Jahr hatte ich ein Foto von dem ueberlebenden der beiden Euelchen. Wie die Wikipedia in deutscher und auch in englischer Sprache (dort ausfuehrlicher, fuer Interessierte) erklaert, sind Uhus unter den am fruehesten bruetenden Voegeln hier. Und weil sich die Paare bereits im vorangehenden Herbst zusammentun, fangen sie im Januar an, romantische Gefuehle zu aeussern, damit dann Mitte Maerz schon die kleinen „Owlets“ (niedlicher Name!) noch im Schnee schluepfen. Three cheers for Bubo!
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(Foto von der deutschen Wikipedia-Seite)
Und nunmehr werde ich versuchen, mein mal wieder im Schnee festsitzendes Autolein freizubekommen. Will naemlich heute abend zum Konzert nach Grande Prairie, und wehe, wenn das nicht klappt!
Und hopp zurueck!
Fein beobachtet, Lenzi, fein beobachtet! Jetzt haben wir so ungefaehr das Gegenteil von Chinook: Nordwind! Unangenehm. Mit Schneefall, das ist ok. Aber Nordwind, oh, den brauchen wir alle nicht. Prompt und schnell sind die Temperaturen wieder auf „normale“ minus 20 gefallen. Der Wind blaest den Schnee nicht nur vom Dach, sondern an alle moeglichen unerwuenschten Stellen, gern auch in die Staelle und auf die Liegeplaetze der Tiere. Ich verteile mehr Stroh an die Beduerftigen (in diesem Falle die Schweinchen) und gucke ansonsten zum Fenster raus. Zwischendurch muss ich Emmi anhalten, bitte keinen Schnee gegen die Fenster zu schaufeln – ihr machen naemlich weder Nordwind noch Kaelte was aus, und sie fand, sie muesse jetzt mal irgendwelche Schaetze, die vor dem Frost verbuddelt worden waren, wieder hervorzuholen. Aus Neugierde und weil alle ueber das merkwuerdige Wetter greinen habe ich mir mal die historischen Wetterdaten angeschaut. Ich kann nicht viel Merkwuerdiges finden, Schwankungen gab es anscheinend schon immer hier in dieser Gegend. Vor genau 9 Jahren, an unserem ersten 19. Januar in Kanada, war es allerdings ziemlich kalt, naemlich in Grande Prairie am Flughafen morgens um acht -44.9 Grad. Ich erinnere mich. Bei uns war’s kaelter… Das war der Tag, an dem das Thermometer ueberfordert war… Also meckere ich jetzt mal nicht, lege ein bisschen Holz nach, lausche meiner aufgezeichneten Road Home und lasse es mir gut und warm sein, waehrend es draussen so aussieht:
It’s chinookin‘
Oder auch: Wir haben BC-Wetter (so nennen wir es und moegen es nicht sehr)
Nachdem es eine ganze Zeit lang gleichmaessig frostig war, drohte der Wetterbericht Chinook-Verhaeltnisse an, man stelle sich Foehn in den Alpen vor oder sowas. Im Rubbeldikatz stiegen die Temperaturen auf PLUS 7 oder mehr, es windete heftig, und alles geriet in’s Rutschen. Das Schneebrett oberhalb der PV-Platten fand ich ziemlich unheimlich, denn es war unten vereist und krachte ganz schoen, als es schliesslich runterkam. Die Platten sind heile geblieben, zum Glueck!
Und heute morgen sieht es dann so richtig triefig aus, doch, oh Wunder, unser inzwischen ueber sechs Jahre altes „Pole Shed“ hat auch diesen Sturm – in dem unser ganzes Haus wackelte – ueberstanden. Wir muessen die allerletzte gute Plane in ganz Kanada erwischt haben, danach hat naemlich keine mehr auch nur eine Saison ueberstanden.
Wie gut, dass wir wenigstens muckelig warm und trocken drinnen sitzen koennen und die Ergebnisse unserer und Hansens Arbeit geniessen. Wobei wir wieder einmal feststellen muessen, dass es trotz viel Schnee draussen in albertanischen Haeusern drinnen tendenzmaessig extrem trocken ist. Nicht nur ist ja schon gleich im ersten Winter mein geliebter Buchenholz-Tisch quer durchgerissen und oeffnet diesen Riss in jedem Winter wieder, nein, auch die kalt angeraeucherte Wurst und das Doerrfleisch trocknen viel zu schnell, so dass Hans und wir jetzt zu solchen Tricks wie dem ziemlich stillosen Vakuumieren greifen muessen. Schmecken tut’s trotzdem, leckere Wurst von gluecklichen (gibt’s das?) Ziegen. Die Speckseiten im Hintergrund sind allerdings von einem unbekannten Schwein und auch nicht unsere, die raeuchern wir in „Lohnarbeit“ mit, und bekommen dafuer interessante andere Wuerste.
Und in bunt!
Einmal im leben
Die wuerden auch frau o gefallen
Es erinnert mich sehr an die koelner flora, nur kleiner und chaotischer angeordnet – kontinente in wildem nebeneinander. Aber irgendwie nett, mal wieder bluehende alpenveilchen, azaleen, fuchsien und hortensien zu sehen. Und eltern mit kleinen kindern, die sich an echten goldfischen begeistern koennen 🙂











