Archiv des Autors: Petra
Jetzt aber – statt mulis!
Muttart Conservatory, vier glaspyramiden, wueste, gemaessigt, tropisch, sonderschauen (die ist natuerlich gerade geschlossen – my luck – weil sie von weihnachten zum chinesischen neujahr wechselt.
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statistiken
weil ich gerade eine neue „app“ auf meinem „tablet“ ausprobiere, habe ich auch mal wieder in die blog-statistiken geguckt. wer aus australien guckt, weiss ich ja. aber die schweiz und oesterreich scheinen auch recht regelmaessig, wenn auch nicht haeufig vertreten, und ich raetsele… und belgien… wer guckt denn da? kennen wir uns?
neues hotel – neues glueck?
stilistisch zumindest eine deutliche verbesserung, jedenfalls fuer meinen geschmack. nur der fusshocker beim sessel fehlt, aber dann lese ich halt im bett. interessant fand ich, dass der preis, der sowieso schon unter dem des vorigen hotels lag, durch eine online-buchung, die mir die freundlichen damen am empfang auf mein jammern hin empfahlen und die ich im foyer mit hilfe des kostenlosen wifi durchfuehrte, nochmals deutlich gesenkt werden konnte. es ist mir wirklich etwas raetselhaft, wie diese diskrepanzen zustandekommen.
das badezimmer hier ist WEISS gefliest und nett moebliert, die wanne hat eine schraege rueckenlehne! na bitte – geht doch!
ist aber auch besser so, weil ich ja bei ikea ein bisschen laenger shoppen musste 😉 jetzt hab ich wieder last auf der hinterachse und werde auch an glitschigen ampelkreuzungen zuegig anfahren koennen.
und hier noch sued-edmonton am abend.
fortschritt glaube ich uebrigens auch daran zu bemerken, dass ich auf viele lampen mit druck- oder kippschaltern stosse, anstelle dieser unsaeglichen drehstifte oder durchdrueckpinne, die es sonst immer gab.
erst mal lecker fruehstuecken!
erst mal lecker fruehstuecken – dachte ich! aber es herrscht relativ gaehnende leere sowohl im hotel als auch auf dem fruehstuecksbuffet. kein vergleich mit dem himmlischen fruehstueck in norwegen oder gar auf der faehre.
jetzt werde ich mich langsam auf den weg nach edmonton machen und als ausweichprogramm den tag bei ikea verbringen. das wird eine schoene abwechslung von den hotelfarben, die – ausser hier im restaurant – mich an dinge erinnern, die ich nur mit kuechenhandtuch anfassen und auf den kompost oder sofort in den ofen schmeissen wuerde.
das wetter ist leider ein bisschen grau, aber es kann ja jetzt alles nur wieder besser werden. ich werde alle sofas probesitzen, matratzen testen, meinen schrank umtauschen und vielleicht noch mehr kaufen. das geld fuer ein muli hab ich schliesslich gespart, fuer’s erste jedenfalls…
oh well!
Ochenaeh…
Tja. Some days (or weekends) are diamonds, some not so…
Also, den geplanten korb hab ich geflochten und bin mehr als zufrieden damit.
Aber als ich dann durch die schoene huegelige landschaft (mein foto gibt das gar nicht wieder, sehe ich) zum co-op gefahren war, in der hoffnung, dort etwas nettes fuer in die badewanne zu erwerben (im hotel gibt’s nur SEIFE, also ausser shampoo, conditioner (?!) etc.pp., da erreichte mich die absage fuer meinen naechsten termin: von den mulis, die ich morgen angucken wollte, hatten zwei schnoddernasen, und weil ich ja noch woanders hin wollte, sagte mir die mulifrau ab. Schade. Also versuchte ich, den naechsten termin morgen vorzuverlegen, doch: die rieseneselzuechter basteln an einer grippe und haetten lieber keinen besuch.
Zwischendurch durfte ich feststellen, dass im co-op nix schoenes zum baden gibt. Dann fand ich heraus, dass wannenstopfen nicht dicht war und bemerkte ausserdem, dass die wanne vier gerade waende hat, also nix mit gemuetlich anlehnen und untertauchen.
Als ich dann ins kleine hoteleigene restaurant wollte, war das ohne vorankuendigung geschlossen. Kinda sucks! Wie gut, dass ich buecher bei mir habe. Und strickzeug. Und internet.

Die gegend gefaellt mir
Mit madame delphine auf dem cowboy trail
Waehrend ich – sehr kanadisch – mein auto ein bisschen warmlaufen lasse, allerdings mit mir drin, mache ich mal ein bildchen von rimbey am morgen. Dorthin fuehrte mich gestern meine fahrt ueber den cowboy trail, hwy 22, an dessen suedlichem ende sich einige drehorte von western finden. Aber auch hier im „popeligen“ norden habe ich schoene ecken gesehen, und vor allem die reinsten cowboy-palaeste. Irgendwo muss es geld geben…
Klar. Hier gibt oder gab es naemlich jede menge oel! Vor fast genau sechzig jahren wurde in drayton valley (durch das ich im dunkeln fuhr die erste quelle des pembina oil field entdeckt, das groesste in nordamerika. Von den auswirkungen lebt man noch immer.
Ich aber bin in ganz anderer mission unterwegs und mache mich nach einer nacht im luxusbett mit luxusbad jetzt auf den weg zum „last west“. Jedenfalls hiess das dorfgemeinschaftshaus auf dem schild so. Stay tuned!

Silvester-Spaziergang
Irgendwo um’s Haus laeuft anscheinend nachts ein Elch. Die Hunde sind oefters in hellem Aufruhr, die beiden Grossen rennen abwechselnd bellend in den Wald, waehrend der wichtige Hund von einem sicheren Platz im Hof aus den Ueberblick behaelt und Anweisungen klaefft (so jedenfalls stelle ich mir das vor). Also habe ich mir, nachdem ich erfolgreich den Inverter wieder an’s Laufen bringen konnte, die Schneeschuhe untergeschnallt und mir meine Dosis Sonnenlicht fuer heute geholt. Der wichtige Hund liess es sich nicht nehmen, fuer mich spuren zu wollen, frei nach dem Motto „When the going gets tough, the tough get going.“ Bewundernswert, denn selbst Emmi versank bis an die Schultern. Gefunden haben wir jede Menge Elchspuren, aber auch andere, fuer mich leider nicht identifizierbare Spuren – ich wuenschte, ich waere Old Shatterhand oder so, dann wuesste ich nicht nur, was da rumgelaufen ist, sondern auch wann und in welcher Farbe. Auch ein Elchbett entdeckten wir. Und jetzt erholen wir uns und lassen den Tag ausklingen, ich mit Tee, die Hunde mit Knochen etc.
Meinen treuen und auch neuen Lesern wuensche ich ein sehr gutes neues Jahr und hoffe, so einige von euch im Maerz/April zu sehen. Ich freu mich schon!
Neun Jahre Kanada!
Soeben erinnerte mich mein aelteres Kind daran, dass heute nicht nur Chef-Geburtstag, sondern auch der neunte Jahrestag unserer Ankunft in Kanada ist. Es war aehnlich kalt, wenn ich mich recht erinnere, und der kleine Hund freute sich wie doof ueber Rolf, den er doch noch gar nicht kannte 🙂 Und wir waren abends eingeladen bei Freunden von Rolf und Judy, im Wohnzimmer stand ein Fluegel, alles war sehr geschmackvoll, das Essen sehr lecker, der Wein ausgezeichnet, die Musik dezent und schoen – und ich war ziemlich begeistert und sehr optimistisch. Es war sicher gut, dass ich nicht in die Kristallkugel gucken konnte, sonst waere ich womoeglich umgekehrt, und das waere andererseits sehr schade gewesen.
So aber sitze ich am Fenster in der sinkenden Sonne, freue mich, dass die Tage wieder laenger werden und hoffe, dass der Wetterbericht recht hat und nur noch die kommende Nacht so kalt (-30) und es dann erstmal wieder waermer wird. Und das wuensche ich mir in allererster Linie fuer meine klappernden Ziegen!











