Schon wieder ganz anders. Und die Bohnen leben noch 🙂
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Das geht noch VIEL besser!
Der Nachbar hatte recht: deutlich über 20 cm Schnee sind seit gestern Abend gefallen, und noch immer ist der Himmel voll davon, kein Ende in Sicht. Dabei ist es nur ganz knapp unter Null, also gut auszuhalten, auch für die Tiere. Die Küken sind völlig entgeistert, scheint mir. Die Lamas freuen sich zwar nicht über das Wetter, aber doch über die Zweige, die nun tief hängen und ihnen damit frisches Laub präsentieren. Kitty-Katzi sass heute morgen nörgelnd auf der Bank vor dem Haus, wollte wohl keinesfalls mit den Füssen in den Schnee, das arme Kleine…
Autofahren scheint interessant, das spare ich mir heute ganz, da muss die Wäsche halt noch ein bisschen warten und die Post auch. Vom Dach rauschen die Schneelawinen, ich hoffe, die Hühner passen darauf auf. Ausser den Schneelawinen höre ich auch immer wieder das Krachen der Aeste, die mit ihrer kompletten Belaubung den sehr nassen Schnee nicht tragen können und abbrechen. Selbst oder vielleicht gerade grosse Aeste von dicken Bäumen habe ich eben schon runterkommen sehen. Spazierengehen im Wald ist gerade nicht zu empfehlen. Aber will ja auch grad keine…
Der Garten, tja, das werde ich erst wissen, wenn der Schnee weggetaut ist. Bis jetzt liegt ja alles schön zugedeckt unterm Flockenplumeau, und es könnte sein, dass das als Schutz ausreicht. Reingeholt hatte ich sogar aus dem alten Küchenanbau sicherheitshalber meine Geschenke von Corinne (vielen Dank nochmal!), darunter diesen wunderschönen Lavendel. Auf meinem Schreibtisch stehen auch noch Rosmarin, Oregano und Thymian, und ich streichle sie alle abwechselnd und schnuffle dann an meinen Fingern – mediterran, glaube ich.
Weil ich weiss, dass er nicht allzulange dauern kann, macht mir dieser Wintereinbruch so gar nichts – im Gegenteil. Auf jeden Fall kann so mal nichts brennen! Und es ist warm im Haus, das Feuer knistert vor sich hin, Frazey Ford singt mir, Elchgulasch taut schon auf, es ist Wochenende, ich habe allerhand geschafft heute morgen, der Nachbar arbeitet im Honeyhouse, und die Photovoltaik lädt, trotz bedecktem Himmel und anhaltendem Schneefall. Alles ist gut.
Hier ein paar Impressionen aus der unmittelbaren Nähe, heute morgen.
Derweil hat der kleine Hund draussen Mühe, seine Schaetze wiederzufinden. Verflixte kurze Beine…
Wetterwechsel
Nicht umsonst gibt’s ja hier den Spruch: Wenn dir das Wetter nicht passt, warte einfach 10 Minuten. Aehnlich zuegig war heute der Wechsel von schoenem Landregen, wenn auch kuehl, zu schoenen, weihnachtlich anmutenden Schneeflocken. Die Lamas sind mal wieder nicht begeistert, verständlich. Aber der Ofen ist an, es ist muckelig, der Salat lebt noch, alles ist gut.
Vielleicht war ich zu optimistisch?!
Ein erfreulicher Anfang
Regentropfen auf „Ninis Dugout“, ein verhangener Himmel, vielversprechend, die Hunde und ich (im Bademantel, mit Teetasse) auf der Suedseite – das ist doch ein schoener Morgen!
Es riecht warm und noch ein bisschen staubig, aber es ist tatsächlich immer Regen in der Vorhersage 🙂
Heute fahren Lou und ich – sehr passend – ins Dinosauriermuseum nach Wembley – ich bin gespannt!
Den Bohnen beim Wachsen zuschauen
Das würde ich gern tun. Sie wachsen nämlich jetzt prima:
Aber dafür ist irgendwie keine Zeit. Die Tage sind lang und voll, und es ist irgendwie immer hell, so dass man sich faul fühlt, wenn man am helllichten Tag rumsitzt oder „einfach nur“ spazierengeht. Andererseits ist Gartenarbeit ja auch was Schönes. Und so haben wir, mit Lous* Hilfe, ein weiteres Hochbeet gebaut.
Am nächsten Morgen hatte es schon wieder schön gefroren, aber wie man oben sieht, haben die Bohnen alles gut überstanden.
Und die Zwiebeln, die kleinen orientalischen Schnittgrüne (Oriental Greens Mix – wie nennt man das?) und der Spinat auch.
Ich nutze solche Tage, um den Kühlschrank aufzumachen, damit er nochmal schön kalt wird 🙂
Und was sehen wir hier? Ein gefülltes Hochbeet, schönen, zu dunkler Erde gereiften alten Ziegenmist und – vor allem und am wichtigsten – KEINE HÜHNER! Der Zaun wurde nämlich gestern Abend geschlossen (ganz schöne Maloche), und jetzt ist der Garten theoretisch hühner- und auch schweinesicher. Letzteres ist natürlich einfacher, weil Ludwig und Lili nicht so zierlich sind. Allerdings wanderte Ludwig eben schon grummelnd am Zaun entlang und prüfte mit seiner Knippeisen-Nase verschiedentlich die Stabilität der Konstruktion. Er war ganz offensichtlich „Not Amused“. Ein Huhn war auch schon drin, aber das hat uns nur gezeigt, wo wir noch was vergessen hatten.
Ich jedenfalls habe es heute gewagt, Kartoffeln zu setzen.
Je zwei Reihen Linzer Delekatess (SIC!) und Sieglinde, je fünf Reihen Milva, die wir noch nicht kennen, und German Butterball, die ich aus Deutschland auch nicht kenne, die aber hier als deutschstämmige, gelbfleischige und sehr beliebte Kartoffel angepriesen wird. Und jetzt müssen wir giessen, was der Teich hergibt, denn geregnet hat es seit dem einen Mal nicht mehr wieder, der Himmel ist wolkenlos blau, es geht kein Wind, und die Turmfrau sagt, das kann sich in dieser Stabilität noch einen Moment halten. Na dann…
Derweil sind die Bienen mit dem Weidenhonig durch – der Chef erntet soeben – und arbeiten am Löwenzahn.
*Lou ist unsere „Workawayerin“, also freiwillige Helferin, aus Paris, die sich bei uns mal so einen richtigen Kulturschock holt – aber sie meistert alles tapfer 🙂
Ziemlich erleichtert!
Diesmal lag der Wetterbericht eher richtig: Es hat geregnet, und zwar erstaunlich lange und gar nicht so wenig. Dies war nur das erste Fass, wir haben mehr gefüllt. Zwar ist es jetzt eher kalt, knapp über Null, aber das nehmen wir gern in Kauf dafür, dass nichts mehr staubt und der Boden zumindest an der Oberfläche nass geworden ist. Brauchen könnten wir viel mehr, aber durch diesen Regentag ist die unmittelbare Waldbrandgefahr in unserer Gegend erst einmal wieder weg. Sogar der sonst immer sehr entspannte Herr Hoe. wirkte beunruhigt… und das will was heissen!
Heute ist ein voller Tag, deswegen Fotos von meinem neuesten Projekt wohl erst morgen.
Es regnet, wenn auch nicht viel
Feuer-Update
In erster Linie fuer die lieben Menschen, die mich aus der Ferne fragen (danke fuer eure Sorge), ein kurzes Update. Fort Macmurray, das anscheinend immer noch mit spektakulären Bildern in den deutschen Nachrichten ist, liegt ca. 600 km nordöstlich von uns. Diese Feuer betreffen uns also definitiv nicht, so schrecklich sie auch sind.
Hier ist nach wie vor kaum Regen in Sicht, auch wenn die Temperaturen ein wenig gesunken sind und gestern schoene Wolken ueber uns zogen, die laut Gereon’s Einschätzung ca. 1 Mikrometer Regen hier liessen, wenn ueberhaupt. Mit jedem trockenen, womoeglich noch windigen Tag macht man sich mehr Gedanken. Und so informiere ich mich ueber die empfohlenen Vorbereitungen, sollte man wirklich das Haus in Eile verlassen muessen. Macht keinen Spass, scheint aber sinnvoll.
Ansonsten: Regentaenze bitte intensivieren 😉 So 10 cm, jeweils nachts und ueber vier bis fuenf Naechte verteilt, waeren schon sehr willkommen, aber auch 20 cm waeren wohl keine Katastrophe.
Waldbraende in Alberta
Nachdem das albertanische Wetter und seine Folgen es offensichtlich bis in die deutschen Nachrichten geschafft haben, hier eine kurze Entwarnung fuer die Leser, die ausnahmsweise die Landkarte nicht im Kopf haben: hier brennt es nicht. Dem Himmel sei Dank! Es ist eine gewisse Abkuehlung und vielleicht sogar ein ganz wenig Regen. Den nehmen wir gern, 25 Portionen bitte!
Und falls es jemanden interessiert: Die Regierung unterhält eine Website, die über die aktuelle Waldbrandsituation informiert, hier.





















