Da lauscht man froehlich den Gaensen, beobachtet die Meisen, die schon fruehlingshaft hektisch sind, und dann heute morgen: Whiteout! Erst klang es wie Schneeregen, und dann fielen innerhalb von vielleicht 2 Stunden fast 10 cm Schnee, sehr witzig. Doch das haelt das Cat-Team nicht von der Arbeit ab. Als ich gestern nach Hause kam, waren sie nicht nur bis zum Biberteich gekommen, sondern hatten auch noch angefangen, auf der Suedseite das Land freizuschieben fuer die Ziegen (und die Pferde?). Da haben wir uns dann gleich mal auf die Quads geschwungen (auch wenn ich diese Dinger nicht wirklich mag, sie sind laut und stinkig – aber auch praktisch) und sind den Weg bis zum Biberteich gefahren – fast exakt 2 km (oder ein 1stuendiger Spaziergang, wie Gereon sofort bemerkte). Von dort konnten wir schoen den Sonnenuntergang sehen und das goldene Licht auf den Baumspitzen. Gestern abend waren wir uns einig: Da haben wir aber ein Riesenglueck, dass wir zum einen diese Raupe kriegen konnten und das vor allem und zum anderen Chris und David sich gleich angeboten haben und jetzt nicht nur 2, sondern heute noch den 3. Tag da sind. Heute morgen kamen sie dann noch mit der Idee, gleich noch einen Dugout auf der Suedseite zu buddeln, was Sinn macht, weil wir dann kein Wasser zu den Tieren schleppen muessen. Und auch kaum zu dem Garten, an den Gereon schonmal dort in der Naehe gedacht hatte. Und das Gaestehaus (wenn denn je einer kommt….) Zu den Bildern gibt es glaube ich nicht viel zu sagen, erst kam der Cat, wie immer auf einem ziemlich grossen Tieflader. Zur Erinnerung: So sah die Suedseite vorher aus, und so sieht die Suedseite nachher aus. Die Fenceline sieht dann so aus, ich bin da noch nicht entlanggegangen, aber alles ist ja schon wieder im Wandel, weil dort heute gebuddelt wird, naemlich der zweite Dugout. Man kann sehen, wie da, wo Chris und Gereon stehen, schon alles frei geschoben ist. David meint, wir koennten das und auch den Weg gleich einsaeen, dann kommt nicht so schnell wieder was anderes hoch und der Boden wird gut befestigt, ganz abgesehen mal von dem wachsenden Futter fuer die Tiere (David dachte an die Hirsche, die dann kommen, ich dachte immer mehr an die Ziegen und Pferde?)
Nach Norden hin ist der Weg bzw. seine Entstehung etwas wilder, Gereon stapfte immer vorneweg, und David plaettete hinter ihm her. Und schliesslich war es geschafft, der Weg fuehrt bis zum Biberteich
Hatte ich erwaehnt, dass Nini einen neuen Mantel hat?
Archiv des Autors: Petra
Eine Raupe im Wald
Vor lauter Aktivitaeten habe ich doch heute meinen Computer zu Hause vergessen, und deswegen gibt es (noch) keine Bilder. Aber morgen bin ich auch den ganzen Tag in der Buecherei, und dann zeige ich euch, weshalb ich ziemlich aufgeregt und hoch erfreut bin: wir haben naemlich eine dicke gelbe Raupe, hier auch Caterpillar D4, im Wald. Gereons Chef hatte ihm das ja schon laenger angeboten und zugesagt, aber ploetzlich und natuerlich ausgerechnet in einer Woche, wo ich Markt und drei Tage Buecherei habe, da kommt das Ding. Auf einem ziemlich langen Tieflader rauschte es am Donnerstag morgen an. Vorher hatte Gereon gluecklicherweise mit David aus Nose Creek vereinbaren koennen, dass der mit Chris anreist, um Cat zu fahren. Ich hatte grosse Sorgen, dass alles wieder ein schreckliches Matsch-Durcheinander waere, wenn ich nach Hause kaeme, aber, oh Wunder, es ist ziemlich klasse: wir haben eine so genannte Fence Line auf dem Suedteil, ca. 200 mal 200 Meter (zu unserer Ueberraschung sind das ja kleine 4 Hektar, oder?) fuer die Ziegen, wenn wir nur schonmal genuegend Zaun haetten… Und sie hatten schon, Gereon immer grossen Schrittes vor dem Cat im Schnee versinkend und den Weg zeigend, ein ganzes Stueck Richtung Biberteich freigeschoben. Das wird also ein „Wanderweg“ in Kurven entlang den Doughnut-Kreisen, vielleicht 3 oder 4 Meter breit, ich kann das nicht schaetzen. Wenn ich gleich nach Hause fahre, haben sie es hoffentlich bis hin zum Biberteich, aber nicht hinein geschafft. Biberteiche scheinen ziemlich tueckisch zu sein, da fallen wohl schonmal gern solche Raupendinger rein und sind dann nur mit schwerstem Geraet wieder rauszuporkeln. Das wollen wir mal nicht hoffen, das waere peinlich und unser Ruin!
Aber es ist himmlisch, einen begehbaren Weg zu haben. Heute morgen sind wir schon mit den Hunden ein Stueck in den Wald hinein, und Nini und Zora, die frei laufen durften, knatterten um die Ecken und hatten viel Spass. Wir haben sogar zwei T-Kreuzungen nun. Ich ueberlege schon an Schildern oder Platznamen oder sowas, damit ich mich nicht verlaufe. Sieht ploetzlich alles ganz anders aus, wenn da ein Weg durchgeht.
Morgen also hoffentlich mehr oder jedenfalls Bilder!!! Der Park rueckt naeher!!
Ein ganz anderes Kanada-Erlebnis…
… koennt ihr verfolgen, wenn ihr euch die Website von Magers anschaut, die seit 2005 ein Leben mit deutlich mehr Technologie und inzwischen auch einem Audi (NEID!!) in Calgary fuehren. Sonja und Roland haben immerhin die Moeglichkeit, dort Tageszeitungen zu lesen und Nachrichten zu schauen und manchmal vielleicht Radio zu hoeren, also gibt es viel mehr Infos als bei uns.
Ein halbes Dach und viele Fortschritte
8:30, die Sonne scheint schon auf die Baeume an der Strasse. Ich liege im Bett und warte auf Tee. Am Fenster heute mal Eisblumen nicht expressionistisch, sondern mehr so durch Mondriaan-Linien unterteilt. Kein Hahn kraeht. Fuer letzte Nacht waren -20 angemeldet, Rueckfaelle in die Eiszeit, brrrhhhh! Und gestern hat es geschneit, den ganzen Tag, fein aber stetig. Ergiebig, wuerde man in Deutschland wahrscheinlich sagen. Hat die fleissigen Bauer aber nicht von ihrer Arbeit abgehalten. Es gibt deutliche Fortschritte, die ihr unten bewundern koennt. Und die beiden Damen, die besorgt gefragt haben, ob die Mitte auch noch ueberdacht wird, duerften nun beruhigt sein. Ausserdem ein Foto eines recht typischen kanadischen „Yards“, mit Geruempel und Milliausen Autos – leider unserer. Und nur anderthalb Autos gehoeren nicht zu uns. Schade eigentlich.
Fuer heute ist ein weiterer Trip zur Brandholzquelle geplant, bei dem angekuendigten schoenen Wetter ist das sicher eine angenehme koerperliche Ertuechtigung. Obwohl ich mit meinem Yoga ja auch viel Spass habe und es sich so anfuehlt, als ob ich mich schon deutlich knackfreier verknoten koennte.
Gestern, als wir beim Turkey Supper sassen, wurde es draussen auf der Strasse laut, ein LKW naeherte sich, es hupte mehr wie eine Schiffssirene, und wir guckten natuerlich raus. Vorbei rauschte ein dicker Tieflader mit einem Caterpillar hinten drauf, ihm folgte ein Pickup. Im Nachhinein denken wir nun, es war hoffentlich der Caterpillar aus Gereons Firma, der hier im Dreh zu tun hat und dann vielleicht zu uns kommt, um uns einen Weg zu schieben bis zum Biberteich.
Inzwischen ist natuerlich schon wieder Montag, ich sitze bei der freundlichen Nachbarin. Das mit dem Brandholz haben wir gestrichen, stattdessen einen Trip in die grosse Stadt gemacht – entsetzlich an einem Sonntag, weil dann nur die 3. Garnitur in den Laeden Dienst tut, und die wissen so ziemlich ueberhaupt nichts.
Ach, und zu den Ziegen noch: Es scheint nicht allen Leuten klar zu sein, was das mit den Kaschmirziegen auf sich hat. Wenn ihr sehen wollt, wer die Eltern unserer zukuenftigen Ziegen sind, muesst ihr vielleicht mal hier gucken Riversong Farms. Die Hoffnung ist natuerlich, die Ziegen nicht essen zu muessen, sondern fleissig zu kaemmen und dann Kaschmir zu haben – Luxus!!
Muss mal testen
Ich glaub, der Arne hat da was blockiert – ich kann keine Bildschen mehr veroeffentlichen. Glaube ich.
Also hat er nicht – aber jetzt – einen tag spaeter – stelle ich fest dass ich sogar mit dem schwarzbeerchen was reinstellen kann – faszinierend!
Immer noch Fruehling!
Ich versuch das jetzt nochmal. Vielleicht ist es heut was schneller bei den Nachbarn, vielleicht weil Fruehling ist. Das Wetter ist schoen, der Mond wieder im Wachsen, so dass man abends nicht gern reingehen mag. Jetzt haben sie auch schon die Zeit umgestellt – Blindfische. Ich meine, logisch ist das nicht, wo wir noch nichtmal Tag- und Nachtgleiche hatten. Aber die Amerikaner machen’s so, und dann machen die Kanadier das nach, aus geschaeftlichen Gruenden. In Alberta haben sie auch gewaehlt, aber da mag ich gar nichts zu sagen, ausser dass nach 37 Jahren die Konservativen einmal mehr bestaetigt wurden, diesmal in einem so genannten Landslide-Sieg. Der Premier ist unterirdisch…
Aber das Haus waechst. Weil die Dacheindeckung etwas schwierig zu werden drohte, hat Gereon sich einen kleine Leiter gebaut. Der Nachbar, weil er viel schwerer ist, als Gereon, fand, er muesse sie auch mal testen. Und am unteren Ende seht ihr natuerlich Trudi – wenn es irgendwo rauf geht, ist Trudi zur Stelle! Ich guck manchmal lieber weg. Zwischendurch muessen wir auch noch fuer Holz sorgen, Gereon hat mich abgeschleppt auf ein Stueck Land, wo trockenes Holz lag, und wir haben einen Weg freigeschaufelt und dann hat er gesaegt und ich hab geschubkarrt. Und dann waren da Pferde auf dem Feld, fuenf grosse schwarze Viecher – und dann stellten wir fest, es waren fuenf Elche! Das war schoen zu sehen. Jedenfalls duerften wir nun wieder eine Zeitlang schoen kochen und heizen koennen – nicht dass wir heizen muessten. Ich sitze z.B. barfuss hier bei den Nachbarn, weil andererleuts Haeuser ja fuer meine Begriffe total ueberheizt sind. Oh, und gestern war ich auf einem Wine and Fleece Meeting, wo wir sozusagen unsere kleine Spinner-Gilde gegruendet haben, mit der wir uns jetzt alle paar Wochen treffen und spannende Dinge tun wollen. Natuerlich hab ich noch ein paar Vliese mit nach Hause nehmen muessen, wie das halt so ist. UND: Ich habe eine Anzahlung auf fuenf Kaschmirziegen gemacht, vier Maedels und einen Knaben. Das wird aber erst spannend!
Den Bussis sei Dank!
Seit dem letzten Eintrag hat sich das Fruehlingswetter gehalten, Gereon hat fleissig weiter gebaut, und am Freitag reiste Thomas an, um das Dach aufzustellen! Wie schon beim letzten Male, haben die beiden wieder bis in die Dunkelheit gearbeitet, und dann stand die Ostwand. Am naechsten Morgen reisten die restlichen Bussemeier-Maenner an, und dann ging es mit Schmackes weiter. Es wurde gehaemmert und gesaegt und gewuchtet, und manches fand ich ziemlich unheimlich, aber Bjoern sah alles ganz laessig, und am Schluss waren auch alle noch fast heile, bis auf Bjoerns Knie. Waehrend die aelteren Herren oben die Dachbinder rumwuchteten, versteckte sich Norwin unten hinter der Plane, ich wusste gar nicht, warum, bis ich dann zu meiner Freude eine verkleidete Kuechenwand entdeckte. Bin natuerlich versucht, vielleicht ein paar Dekogegenstaende in die Faecher zu stellen, doch die Handwerker raten ab…
Am naechsten Morgen hatte es prompt ein ganz kleines bisschen geschneit und Gereon musste mal wieder Schnee fegen. Was er vielleicht noch nicht weiss, waehrend ich dies schreibe: fuer Mittwoch und Freitag ist REGEN gemeldet. Keine schoene Vorstellung, denn schliesslich wollte Thomas dann wieder anruecken, um das Dach zu Ende aufzustellen. Na, der Wetterbericht hat schon so oft gelogen, da kann er das auch wieder tun.
Uebrigens sitze ich hier luxurioes bei unseren Nachbarn und fuhrwerke im Internet herum. Karla, die Tierarzt-Tochter der Nachbarn, wird ja hier in Valleyview die Tierarztpraxis uebernehmen, und weil diese, mitsamt Wohnung im Obergeschoss, noch nicht fertig ist, wohnt Karla mit Mann und Kind voruebergehend hier. Und das bedeutet, dass sie auch Satelliteninternet angeschlossen hat – und ich darf mitspielen, sehr schoen!!
nachtbau.jpg dachbau_1.jpg dachbau_2.jpg kuechenwand.jpg
Also naeh, ich dachte, das geht was schneller hier mit diesem Hinternetz, aber soviel Zeit hab ich nicht. Also die Kurzfassung: Heute sieht das Haus so aus wie folgt, und wenn ich Zeit und/oder Nerven habe, zeig ich euch noch mehr Bilder.
dach_am_morgen.jpg
Here comes the sun!
Nicht fuer dauerhaft, aber immerhin fuer die naechsten Tage scheint es sich aufzuwaermen. Heute sind die Temperaturen schon ueber Null. Der Unterschied in jeder Hinsicht ist fuer Menschen, die nicht in der „ice box“ gelebt haben, wahrscheinlich schwer vorstellbar. Das Hirn taut auf, die Huehner tauen auf (ohne Ofeneinsatz), die Ziegen huepfen, der Abstand vom Ofen kann bedenkenlos vergroessert werden. Letzteres heisst, dass wir zum Essen wieder am Tisch sitzen koennen, dass ich ohne Muetze und Handschuhe die „Hausarbeit“ verrichten kann. Heute morgen, als ich die Waesche zusammensuchte – jetzt ist naemlich Waschtag, weil ich sie womoeglich ohne Frost trocken kriegen werde – da musste ich schon glatt im Unterhemd rumlaufen (wollenes Hemd allerdings), weil es so „warm“ war. Und ein Fruehlingsvogel sang schon – herzerwaermend.
Letzten Samstag war es am allerkaeltesten, gestern auf dem Farmers Markt war das Wetter natuerlich Thema Nr. 1, und es wurde von Temperaturen von -50 Grad hier in Valleyview und Umgebung berichtet. Da waren wir mit unserem -37 ja noch vergleichsweise muckelig dran. Ich bin trotzdem bis drei Uhr im Bett geblieben und von Gereon mit Tee und Krams versorgt worden – das war sehr schoen. Auf dem Markt erfuhr ich auch, dass eine Frau aus unserer (relativen) Nachbarschaft sich am Samstag beim Abbiegen vertan hat, in die falsche Strasse eingebogen und anscheinend in den Graben gefahren ist. Sie hat dann versucht, zu Fuss zu den Nachbarn (die sie besuchen wollte) zu kommen und ist darueber erfroren. Scary! Letztes Jahr hatten wir ja einen aehnlichen Fall. Es ist also nun wesentlich entspannter, auch Autozufahren, weil man sich ausrechnen kann, dass man laenger lebt, falls das Auto liegenbleibt.
Am letzten Sonntag waren Gereon und ich mal wieder im Schnee unterwegs, er mit Schneeschuhen – ich ohne. Das war etwas bloede von mir. Nun habe ich auch Schneeschuhe. Er hatte allerdings vorher schonmal einen Erkundungsgang gemacht, und wir hatten auch schon Schilder auf dem Biberteich aufgestellt, weil da doch tatsaechlich Skidoo-Fahrer drueber gebrettert waren. Und das geht ja nu nich!
Die Hunde sind wahrscheinlich froh, weil nun die Huehner wieder aus der Kueche verbannt sind. Man hatte sich allerdings ziemlich friedlich arrangiert, wie die Bilder zeigen.

Lieber Arne, wie mag es kommen, dass ich ploetzlich keine Thumbnails mehr angeboten bekomme, obwohl ich die Bildgroesse schon verringert habe??

An solchen blauhimmeligen, angenehm knackigen Tagen wie dem, an dem wir das Schild aufgestellt haben, denke ich, dann sollten wir Besuch haben. Es ist fast schoener als im Sommer, weil es natuerlich keine Moskitos gibt, und auch die Baeren sind kein Problem. Und der Himmel ist einfach unglaublich blau! Und es ist still! Und die Spuren sind so spannend! Und ich glaube, man kann ein Pfund oder zwei verlieren, wenn man so durch den Schnee stapft. Jedes Mal, wenn wir beim Biberteich ankommen, aergern wir uns, dass wir kein Picknick mitgenommen haben.
Seltsame Kommentare
Gerade habe ich die Gelegenheit, mal wieder im Internet zu wuehlen und finde zwei Kommentare zum Foto vom toten Baeren. Einer findet, dass es schrecklich sei, solche Fotos online zu stellen. Zum einen laesst mich das mich fragen: wie kommen die Leute auf unsere Seite, und wonach haben sie gesucht – nach toten Baeren? Schliesslich ist der Beitrag ja schon alt. Und zum anderen: Ich selbst wuerde z.B. mich gar nicht auf diese Video-Seiten trauen, weil ich weiss, dass es viel, viel schrecklichere Sachen online gibt als einen (zugegeben wahrscheinlich unnoetig) toten Baeren. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es sich bei den Kommentatoren um Nicht-Kanadier oder Nicht-im-Busch-Lebende handelt. Aus der Naehe sieht manches anders aus, dass kann ich euch sagen!
Es ist sch*****kalt
Deswegen keine Bilder. Alles ist eingefroren. Der Generator laeuft nun Tag und Nacht, damit er uns nicht wegen Kaltstart verstirbt. Und morgens muessen wir das/die Auto/s ja einstoepseln bzw. Gereons Auto nun die ganze Nacht, weil es immer so um minus 27 bis runter zu -37 Anfang der Woche war. Nach dem Huehnerfluestern kam dann das Huehnertauen. Interessant (und unglaublich!), wie die Huehner sich so verhalten. Wir haben immer noch etwa 6 Guerilla-Huehner unter dem Ziegenstall, die sich nicht da raus porkeln liessen. Ich ging davon aus, dass sie nach zwei Naechten deutlich unter -30 tot sein muessten, aber gestern waren sie noch lebendig, und eines kam sogar froehlich raus. Weiss der Geier, ob wir sie jemals lebend wiedersehen. Von den anderen musste ich tatsaechlich mehrere auftauen, manche schon mehrfach. Die werden so kalt, dass sie nicht mehr laufen koennen, dann klappen ihnen die Beine weg und sie sind verstaendlicherweise recht ungluecklich. Nach einer Stunde am Ofen sind sie wieder fit, aber man mag sie dann nicht wieder raussetzen. Also logieren jetzt schon drei Huehner in der Kueche und werden abends mit ins Schlafzimmer geschleppt (wo es nicht wirklich warm ist – neulich war mir das gesamte Eingemachte zu Klumpen gefroren, gluecklicherweise ist (noch) kein Glas geborsten). Einen Sack Waesche habe ich auch eingefroren in der Kueche stehen, aber ich denke, das wird die Handtuecher schoen weich machen. Nein, ehrlich, ich bin nicht so dolle froehlich. Es ist einfach zu kalt. Letztes Jahr war ich noch sehr tapfer, aber dieses Jahr will mein Hirn bzw. mein Gemuet ploetzlich nicht mehr. So bin ich gestern zur Nachbarin geflohen, doch das ist auch ein zweischneidiges Schwert, wenn ich naemlich zurueckfahre, ist es um so kaelter, weil ja niemand geheizt hat. Heute morgen bin ich noch nichtmal aufgestanden, habe Gereon allein sich versorgen lassen. Und dann bin ich zur Nachbarin zum Duschen. Vorher hab ich aber brav alles versorgt. Es schien auch die Sonne. Immerhin. Und heute abend sind wir bei den Nachbarn zum Essen. Leider kuendet der Wetterbericht noch nicht wirklich eine entscheidende Besserung an, es bleibt die naechsten Tage deutlich unter -20. Also weiter Milch in Wuerfeln, Spuelblock en bloc, Porridge zum Meisseln, aeusserst vorsichtiger Umgang mit Thermoskannen un dergleichen Luxusguetern. Warten auf den Fruehling.











