Archiv der Kategorie: Hunde

Gute Reise, Emmi! – Willkommen, kleine Sixty!

IMG_20160427_101022 IMG_20160602_081753_hdrAm Montag haben wir unsere Emmi beerdigt. Zehn Jahre alt ist sie geworden, aehnlich wie Zora. Sie hatte einen offenen Tumor, der in den letzten Tagen rapide schnell gewachsen war und ihr Probleme bereitete. Operation war nicht denkbar, allein aufgrund der Groesse. Sie wirkte ueberwiegend froehlich bis dahin und die Entscheidung ist uns schwergefallen. Gut, dass ich die Tieraerztin in der Naehe habe, der Hund konnte an einer seiner bevorzugten Stellen sterben, nach einem schoenen Bad in „Nini’s Dugout“. Gute Reise, alte Emmi!

Aber das Leben geht weiter. Weil wir wussten, dass es mit Emmi dem Ende zuging, hatte ich mich schon nach einem neuen „Lehrling“ umgesehen und wurde, wie schon oefter mit unseren Tieren, bei Glausers in Fairview fuendig. Und wie Tiere eben so praktisch und unsentimental sind, stand die kleine Sixty gleich auf Emmis Grab. Die potentielle neue Queen of the Castle.

IMG_20160607_082707V: Pyrenaeen-Berghund, M: Chocolate Lab x Husky – wir sind gespannt. Emmi hat sie noch kennengelernt und schien ganz angetan. Der kleine Hund weniger. Was fuer ein Laestling! Will immer spielen. Hat Null Respekt. Eklig!

Noch ist sie handlich, aber wir haben das Gefuehl, dass man sie wachsen sehen kann. Sehr entspannt mit Katzen und Huehnern, rast sie draussen froehlich hinter uns her, schlaegt auch den einen oder anderen Salto, weil sie das Gelaende falsch einschaetzt, rappelt sich auf und rast weiter. Und dann faellt sie wie vom Blitz getroffen um und schlaeft. Susi hat immer gesagt, dass junge Hunde viel schlafen muessen, weil sie nur im Schlaf wachsen. Demnach wird Sixty riesig!

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Das geht noch VIEL besser!

Der Nachbar hatte recht: deutlich über 20 cm Schnee sind seit gestern Abend gefallen, und noch immer ist der Himmel voll davon, kein Ende in Sicht. Dabei ist es nur ganz knapp unter Null, also gut auszuhalten, auch für die Tiere. Die Küken sind völlig entgeistert, scheint mir. Die Lamas freuen sich zwar nicht über das Wetter, aber doch über die Zweige, die nun tief hängen und ihnen damit frisches Laub präsentieren. Kitty-Katzi sass heute morgen nörgelnd auf der Bank vor dem Haus, wollte wohl keinesfalls mit den Füssen in den Schnee, das arme Kleine…

Autofahren scheint interessant, das spare ich mir heute ganz, da muss die Wäsche halt noch ein bisschen warten und die Post auch. Vom Dach rauschen die Schneelawinen, ich hoffe, die Hühner passen darauf auf. Ausser den Schneelawinen höre ich auch immer wieder das Krachen der Aeste, die mit ihrer kompletten Belaubung den sehr nassen Schnee nicht tragen können und abbrechen. Selbst oder vielleicht gerade grosse Aeste von dicken Bäumen habe ich eben schon runterkommen sehen. Spazierengehen im Wald ist gerade nicht zu empfehlen. Aber will ja auch grad keine…

Der Garten, tja, das werde ich erst wissen, wenn der Schnee weggetaut ist. Bis jetzt liegt ja alles schön zugedeckt unterm Flockenplumeau, und es könnte sein, dass das als Schutz ausreicht. Reingeholt hatte ich sogar aus dem alten Küchenanbau sicherheitshalber meine Geschenke von Corinne (vielen Dank nochmal!), darunter diesen wunderschönen Lavendel. Auf meinem Schreibtisch stehen auch noch Rosmarin, Oregano und Thymian, und ich streichle sie alle abwechselnd und schnuffle dann an meinen Fingern – mediterran, glaube ich.

Weil ich weiss, dass er nicht allzulange dauern kann, macht mir dieser Wintereinbruch so gar nichts – im Gegenteil. Auf jeden Fall kann so mal nichts brennen! Und es ist warm im Haus, das Feuer knistert vor sich hin, Frazey Ford singt mir, Elchgulasch taut schon auf, es ist Wochenende, ich habe allerhand geschafft heute morgen, der Nachbar arbeitet im Honeyhouse, und die Photovoltaik lädt, trotz bedecktem Himmel und anhaltendem Schneefall. Alles ist gut.

Hier ein paar Impressionen aus der unmittelbaren Nähe, heute morgen.

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Derweil hat der kleine Hund draussen Mühe, seine Schaetze wiederzufinden. Verflixte kurze Beine…

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9 Uhr – 20 Grad Celsius

Ob das nötig ist? Da habe ich in Deutschland die ganze Zeit gegreint (das kann ich ziemlich gut!) über das Wetter, und jetzt jammere ich schon wieder, aber nur ein bisschen. Denn zum Haben ist es perfekt, nur nicht zum Davon-leben. Es ist gruselig trocken, man darf nicht daran denken, was ein einzelner Funke anrichten könnte.

Gestern Abend sassen wir lange draussen, weil es einfach soooo schön ist, wenn die Farben langsam verschwinden und die ersten Sterne kommen. Dabei hätten wir eigentlich früh schlafen gehen sollen, denn wir waren fleissig, und um kurz nach fünf klingelt der Wecker schon wieder.

Das Foto zeigt einen kleinen Überblick über unsere Arbeit gestern. Ich habe alles gesät, was in die Hochbeete (hühnersicher) passte. Gereon hat alten Zaun abgerissen, um die Hundehütte, die ebenfalls wegkommt. Dann soll da eine neue Hütte und ein neuer Zaun hin, denn im Juni kommt ein neues Hündchen!

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Neue Zaunpfähle sind eingeschlagen, an denen ein hoffentlich hühnersicherer Zaun befestigt werden soll (zum grossen Teil aus den alten Elementen, die Frau Bunko und ich eines Sommers zusammentackerten, so sie denn nicht von destruktiven Ziegen demoliert wurden UND die Lattenabstände klein genug sind. Unter dem Dach der ehemaligen Küche steht eine Viehtränke, denn auf meinen mehrfach geäußerten Wunsch nach Dachrinnen kamen meist diese „Eigentlich…“ Sätze. Also ein weiterer Fall von „Selbst-ist-die-Frau“. Überhaupt muss es ja erstmal regnen. Für Donnerstag kündigt einer der Wetterberichte immerhin so um einen Millimeter Regen an. Es wird prasseln!

Und hier ist das neue Hündchen, inzwischen bestimmt deutlich größer. Es darf seine Mama Anfang Juni verlassen, und bis dahin muss hier alles fertig sein für den Empfang. Es ist das schwarzweisse, ein Mädel, und wenn es mir nach geht, wird es Sixty heissen. Papa ist ein Pyrenäen-Berghund, und Mama ist Chocolate Lab x Husky. Für welche Größe es sich entscheidet, wissen wir so gar nicht, aber ich plädiere für drei Viertel Berghund. Oder vielleicht sieben Achtel?

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Kommt, wir finden einen Schatz!

Das war die – unausgesprochene – Devise unseres heutigen Morgenspaziergangs.

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Meine Aufpasser.

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Der erste Schatz: ein Stück Elchfell. Der kleine Hund war sehr stolz!

 

So, und wie ihr seht, seht ihr nichts. Das, meine Lieben, liegt am Obst, genauer gesagt, am Apfel. Der will nämlich weder mit Blackberry noch mit WordPress, der kleine elitäre Knilch… Vielleicht will er auch nur nicht mit mir. Weil ICH elitär bin. Auf jeden Fall muss ich jetzt leider spülen, und wenn ich dann wieder Nerven habe, schreibe ich euch vielleicht, wie es heute auf der Schatzseuche war (Rechtschreib-Vorschläge sind ebenfalls sehr eklektisch… affiges kleines Ding…)
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Und jetzt funktioniert’s dann doch, lag wohl an der Dateigröße, die ca. 7 Jahre zum Hochladen brauchte. Der nächste Schatz: ein (drittes) Elchbein. Die werden so nach und nach vom Grader bei uns abgeladen. Wir haben jetzt zwei Vorder- und ein Hinterbein.

Mein Schatz fiel ein bisschen kleiner aus: ein wahrscheinlich vom Raben leergefressenes Ei.

Mein "Schatz": ein vom Raben geleertes Ei

Mein „Schatz“: ein vom Raben geleertes Ei

 

Auf die alten Tage

IMG_20160427_101014Auf seine ganz alten und wenigen verbleibenden Tage hat der Emmi-Hund noch ein schönes neues Bett bekommen. Leider hat das Hündchen, wie schon Zora, einen bösen Tumor… wie schade.

Froehliches Weihnachts-Waten

Weil die knirschenden -35 von heute morgen um acht doch recht schnell milden -25, -24, -23 wichen, beschlossen der Chef und ich, schon mal einen Weg zu spuren Richtung Biberteich. Falls Walter & Co. hoffentlich zu Silvester anreisen, nachdem sie fuer heute wegen Krankheit absagen mussten. Auch der Chef, wirklich hart im Nehmen, wunderte sich, wie tief er einsackte. Dennoch blieb er in der Pole Position – man will sich nicht lumpen lassen, und mir war’s recht. Alle drei Hunde dachten zwischendurch, sie muessten eigene Wege gehen. Vor allem fuer den kleinen Hund ein sehr schwieriges Unterfangen, fuehlt er sich doch glaube ich innerlich ungefaehr so geformt wie die Zora und wundert sich dann, dass er bei einem kuehnen Sprung in den Schnee einfach verschwindet… Aber schoen war’s! Und jetzt haben wir uns das Elchgulasch verdient, das, sehr exotisch mit „Waldeslust“ gewuerzt (enthaelt Steinsalz, Orangengranulat, schwarzen Pfeffer, Ingwer, Bockshornklee, Piment, Kakao (!), Zimt, Kardamom, Fenchel) auf dem Ofen schmurgelt. Gleich werde ich noch die von Adam gesammelten Schwammerl hinzufuegen, die auch auf der Gewuerzdose erwaehnt sind! Ich bin gespannt.

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Zur Abwechslung mal: Winter

Ehrlich, manchmal schwirrt mir der Kopf von lauter tollen Sachen, hoechst geistreich, amuesant und auch womoeglich noch lehrreich – die koennte ich euch alle aufschreiben, wenn ich die Zeit haette oder es nicht einfach wieder vergaesse. Aber heute war ich so ein Braves, habe den ganzen, na, fast den ganzen Tag an den Steuern gesessen (oh, Herr Schu., wie fehlst mir du…) Steuererklaerungen sind ja nicht so mein liebster Zeitvertreib. Ich ordne sie ebenso unter S ein wie Spuelen, Saubermachen, Staubsaugen. Nicht jedoch wie Skilaufen. Obwohl das vielleicht ein etwas hochtrabender Ausdruck ist fuer das, was ich mir dann in meiner wohlverdienten Mittagspause gegoennt habe. Weil naemlich ja immer noch Winter ist, habe ich kurz entschlossen auf unserer „alten“ Farm angerufen und gefragt, ob ich wohl die damals mir zur Verfuegung gestellten Langlaufskier, schon rot, erwerben koenne. Man sah da gar kein Problem. („Wir haben viel mehr Ski als wir Beine haben.“ – Das wusste ich, auf die Erkenntnis hatte ich gehofft 🙂

Auf der Farm begruesste mich in altgewohnter Anschleimermanier der inzwischen ziemlich betagte Puppinger. Nicht schlanker geworden, aber froehlich wie eh und je – wie schoen! Abendgegessen mit den beiden verbleibenden Herren, lange gequatscht und dann mit roten Skiern, seltsamen Schuhen und leicht demolierten Skistoecken heim.

Gleich der erste Ausflug bescherte mir das Gegenteil von einer Bauchlandung. Gut, dass hier nicht so irre viel Verkehr ums Haus und auf der Strasse ist, da will man ja nicht bei beobachtet werden. Heute dann ein zweiter Versuch, meine athletischen PS auf den Schnee zu bringen. Soll ja alles der Blutdrucksenkung dienen… Schon der kleine „Abhang“ vor der Jurte versetzte mich in leichte Panik, aber ich hab’s geschafft, in Zeitlupe. Dann die Schneeschuhspur entlang Richtung erster Biberteich. Da war wieder so ein kleiner Abhang – gruselig. Ich bin quer gestakst. Auch hier: Wie gut, dass mich niemand sah (hoffe ich jedenfalls, es gab naemlich ziemlich frische Spuren von etwas mit Pfoten, das anscheinend neben sich etwas hergeschleift hatte, das womoeglich nicht mehr in der Lage war, seine Pfoten oder Vogelfuesse zu benutzen). Buckelige Schneeschuhspur ist nicht so wunderbar. Aber ich bin dann kurzerhand abgebogen auf den ersten Biberteich, wo ja saemtliche Buckel und auch kleinen Straeucher im Tiefschnee verschwunden sind, der sich fuer mich Super-Ski-As anfuehlt wie eine leicht gepuderte Betonpiste. Vor allem voellig ohne irgendwelche Neigungen nach oben oder unten. Sehr schoen. Mit zwar sehr schmalen, aber zwei Meter langen Fuessen sinkt selbst so ein zartes Wesen wie ich praktisch nicht ein. Und es hat was, so in der Stille ueber den Biberschneeteich zu gleiten. Mehr Spuren von Pfoten und Knacken im Wald liessen mich dann umkehren – bei dem harten Schnee will man niemanden ans Laufen bringen. Auf dem Rueckweg wollte ich ueber unseren Ziegenzaun klettern, von dem nur noch ein bis zwei Draehte aus dem Schnee gucken. Dabei verlor ich einen Ski – und gucke da: Die Betonpiste traegt nur lange oder breite Fuesse, nicht aber mich mit einem Schuh. Weg war ich bis ueber’s Knie. Doof. Doch immer noch: Gut, dass mich niemand sehen konnte.

Bilder gibt’s natuerlich von sowas nicht, ist auch besser so.

Heute morgen war’s zur Abwechslung mal wieder minus 30. Der fuer vorgestern angekuendigte Winter Storm war ein leeres Versprechen, die 10-20 cm Schnee haette ich ja gern gehabt, wenn auch ohne den Wind und nicht alle auf einmal. Aber gekommen sind vielleicht 3 cm, und gluecklicherweise kein Wind. Nur diese minus 30, die haetten sie dann auch behalten koennen. Ende Januar war es ja so warm, dass der Dugout oben drauf antaute und daraufhin die Raender einbrachen. Davon gibt’s Bilder.

Auch wollte der Chef bei dem warmen Wetter die Gelegenheit nutzen, mal den Futterzustand seiner Bienen zu pruefen. Ich habe Abstand gehalten – es brummte und summte und schwirrte gewaltig, als er einen Deckel oeffnete. Aber sie leben noch, jedenfalls anscheinend die meisten der Voelker. Das waere gut und wichtig, denn wir haben schon wieder viele Vorbestellungen fuer Honig.

Die sinkenden Temperaturen hielten den Chef natuerlich nicht davon ab, sein neuestes Projekt fertigzustellen und anzuschmeissen: Die Wachsschmelze. Natuerlich aus Edelstahl. Und angeblich gar nicht so unaehnlich einer Distille. Aber sowas wuerde ich natuerlich nicht wissen. Nun zieren schon viele gelbe Wachskuchen die Werkbank draussen. Der Herr Nachbar D., der auf einem Bild zu sehen ist, soll der Kerzenzieher werden. Mir traut man das anscheinend nicht zu. Aber waaate!

Der Herr Nachbar uebrigens traegt eine von mir gefilzte Kreation auf dem Kopf, die ich nicht fuer gut befunden hatte, die ihm aber gefiel. Und er hat da auch keinerlei Hemmungen – find ich gut. Und der Herr Chef strahlt auf beiden Bildern! Na ja, er hat jedenfalls sowas wie ein Laecheln auf dem Gesicht. Das geht immer dann, wenn irgendwo ein prima Feuer zugange ist!

Und dann noch das Emmi. Es kann gar nicht verstehen, was hier wieder mal schieflaeuft. Da haengt doch jemand Ziegenrippen AN DIE WAND – so ein Quatsch. Kann ein Hund nicht dran. Hat man den ganzen Tag Arbeit, das Gesocks zu vertreiben, dass sich immer wieder anschleicht. Totaler Bloedsinn. Aber es gibt ja Emmi, pflichtbewusst und immer da.

Update betreffend Patientin Emmy

Hatte ich eben schon mal geschrieben, ist verschwunden. Anyway: Patientin Emmy rekonvalesziert zufriedenstellend. Leider ragt eine Schraube nach wie vor aus dem Schnitt, und das wird auch wohl so nicht zuheilen. Karla ueberlegt, die vielleicht ganz rauszunehmen, es sind ja noch drei weitere da, die die Platte halten sollten. Emmy schont ihr Bein ganz extrem, was natuerlich fuer die Heilung bestimmt foerderlich ist. Ihre neue Stellung als Hueterin des Sofas hat sie mit vollem Engagement uebernommen. Unterstuetzt wird sie dabei hin und wieder vom Chef/Pfleger.

Man beachte den stark geschrumpften Verband. Den blauen hab ich angelegt, deswegen hat er auch nur eine Nacht gehalten. Das ueben wir noch.