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Farmer Style

Ich gehe bei jedem Wetter raus, denn: Unser Essen waechst (noch) nicht in klimatisierten Innenraeumen. Jedenfalls ueberwiegend nicht, so weit ich informiert bin. Ich sehe mich nicht als Landwirtin, aber einen Teil unseres Essens „produzieren“ wir hier ja doch selbst. Und die Tiere, die uns mit Milch, Fleisch und Eiern versorgen, wollen immer essen, auch und gerade bei solchen frischen Temperaturen.

Ich gehe also raus, damit es so aussehen kann:

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Und wie man hier immer betont: Legal kann man nur eine begrenzte Anzahl von Kleidungsstuecken AUSziehen, aber noch eine Lage ANziehen geht immer 😉 Weswegen ich manchmal das Honigschleudern in der Sommerhitze viel unangenehmer finde als das Fuettern im Winter.

Ich habe deutschen strom!

Zumindest theoretisch kommt aus diesem blauen geraet, dessen einzige steckdose ich nicht so genial abgelichtet habe, strom mit 230V 50Hz. Schick, oder? Schliesslich habe ich eine deutsche getreidemuehle, einen krups 3mix, einen puerierstab, diverse lampen, stereoanlage etc.pp., die sich ueber die 50hz freuen. Jetzt fehlen mir nur noch die entsprechenden verlaengerungskabel und mehrfachsteckdosen, und dann geht es mit dem kabelgehaekele weiter.

Cowboy/Cowgirl Christmas

Gestern war ich mal wieder in Grande Prairie. Friseur. Ist eigentlich ein bisschen sehr luxurioes oder bescheuert, je nach Wetter und Spritpreisen. Gestern startete ich bei relativ gutem Wetter, die Strassen in unserer Gegend waren gut geraeumt, natuerlich immer mal ein bisschen eisig, aber das kann eine Fast-Albertanerin ja nicht schrecken. Leider erledige ich die Hinfahrt nach GP ueblicherweise mit einem leeren Auto, was die Wintertauglichkeit von Madame Delphine auf den Nullpunkt bringt, aber „Nuetzt ja nix!“ (Eben hoerte ich zu diesem meinem Motto David Crosby und Graham Nash: I surrender! – Wie wahr und klug!)

Bis ich in Grande Prairie war, hatte sich das Wetter deutlich verschlechtert, White-out! Ich konnte die Strasse kaum erkennen, was ich aber an der ersten Ampel deutlich merkte, war das Eis unterm Schnee. Bremsen ging nicht. Gluecklicherweise war die Nebenspur frei, so dass ich ausweichen konnte. Da ist vorausschauendes Fahren angesagt. Hat dann auch weiterhin geklappt. Treffen mit Sabine und Hanna bei Jeffrey’s zum Lunch, wie Frauen das hier so machen. Und nein, es gibt hier nicht NUR Ketten- und Schnellrestaurants, und in Jeffrey’s Cafe sitzt es sich ganz nett und isst es sich noch netter.

Fuer den Rueckweg hielt ich bei Keddie’s an, um meine ueblichen 10 20-kg-Saecke Ziegenfutter zu kaufen, mit deren Hilfe sich naemlich Madame Delphine’s Wintertauglichkeit exponentiell verbessert. Mein Lieblingsladen, ohne Frage. Und jetzt, in der Vorweihnachtszeit, ist es ganz besonders entzueckend – immer denke ich, ich bin im Kino. Begruesst wird man von Charlie, der je nach Saison unterschiedliche Outfits vorfuehrt.

charlie

Ich musste dann ein bisschen durch den Laden wandern und knipsen. Die Bildchen sind nicht ganz scharf, weil das Telefon zwischendurch klingelte und ich abgelenkt war, aber Sachen gibt’s! Unglaublich, finde ich nach wie vor.

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belt bling

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Und das haetten meine Maedels in frueheren Jahren bestimmt auch haben wollen 😉
horsetrailer pink

 

So, jetzt habt ihr’s mal wieder. Ich sitze – logisch – immer noch drinnen im Warmen, 8:31 AM sagt mein Rechner. Draussen liegt bestimmt ein halber Meter Schnee, und der Wetterbericht sagt mir, dass es tatsaechlich schneit. Ich seh nix. Macht aber auch nix. Aber jetzt muss ich mich glaube ich mal anziehen und meine Vier- und gefiederten Zweibeiner fuettern. Minus 20, hatte ich das erwaehnt?

Ach, und noch eine Kleinigkeit. Ich mag Facebook nicht. Twitter finde ich geradezu absolut oberbloede. Aber ich bin aus mehr oder minder geschaeftlichen Gruenden mit unserem Honig bei Facebook. Wer also auch da ist, moege bitte sofortissimo uns (Gereon’s Honey) dort aufsuchen und „liken“ (ein graessliches Wort, und einen Link kriege ich gerade auch nicht. Facebook! *schauder*)

Vielen Dank, Herr Elch!

Das erste Wochenende in den Foothills brachte zwar die Sichtung von insgesamt 25 Elchen, aber keinen Jagderfolg. Sonntag morgen zog der Herr Chef dann wieder los, mit dem Campingkocher, meinem letzten Sprit, zwei Kochtoepfen (!?), dem dicken Schlafsack, einer Plane, einem Greifzug, einem Lastschlitten, einer selbstgebauten Rampe etc.pp. Montag morgen blies er sozusagen telefonisch Halali oder was auch immer, jedenfalls hatte er einen Elch. Weil er ja so ein Einzelkaempfer ist und niemanden mitgenommen hatte, brauchte er dreieinhalb Stunden, um das Tier die 60 Meter bis zum Weg und Auto zu schleifen (Greifzug!). Er erzaehlte, dass er sich schon gefragt hat, was er tun koennte, falls ein Grizzly auftauchte. Die lassen sich wohl nicht so leicht verscheuchen, und im Zweifelsfall gibt der Kluegere (?) nach und ueberlaesst dem Grizzly die Beute. Es klappte aber ohne Grizzly-Einmischung, und der Elch wurde zum groessten Teil in unserem kleinen Verarbeitungsbetrieb in Valleyview abgeliefert. Deren Kuehlhaus ist nicht hoch genug fuer Elche dieses Kalibers! Halbieren war angesagt. Leider haben wir nicht die Moeglichkeiten, die dicke Elchdecke zu gerben, das faende ich gut! Mitgebracht hat er natuerlich den Kopf. Ich habe noch ein bisschen Sorge, dass der hier irgendwo INS Haus soll – da muesste ich mich dann energisch gegen verwahren. Emmi und Sheba sind in hellem Aufruhr, und Sheba haelt trotz minus 20 Grad draussen ihre Wachschicht durch. Man darf dem dicken Emmi-Klops keine Chance geben! Das ist uebrigens auch das richtige Wetter, um beide Tiefkuehltruhen auszuschalten, sehr sparsam.

Dieser Elch duerfte uns fuer ein bis zwei Jahre mit Fleisch versorgen – vielen Dank also, Herr Elch! Als ich ein bisschen Zwiesprache mit dem Verstorbenen hielt, stellte ich uebrigens fest, dass Elchhaare im Gesicht anders verlaufen als Pferdehaare. Eine Elchnase nach unten zu streicheln geht gegen den Strich. Kein Wirbel auf der Stirn, jedenfalls nicht so wie beim Pferd. Interessant…

Truck got stuck!

Also es gibt ja so Tage, die eher steinern sind, nicht diamanten. Heute scheint so einer zu sein. Fing diamanten an, mit Yoga und Meditation, jawoll! Beste Vorsaetze etc.pp. Das haette mich eigentlich schon warnen sollen. Dann wollte ich Honig ausliefern, bemerkte nach 600 m, dass ich die Etiketten vergessen hatte und bog leichtfertig in den Feldweg am Ende unseres Grundstuecks ein, um zu wenden. Denkste! Madama Delphine ist ja eine Nette, startet immer brav, ist (relativ) sauber und ordentlich, aber Winter will sie nicht, dann wird sie ganz kaprizioes. Aber selbst ist ja die Frau, ist schliesslich nicht das erste Mal, dass ich feststecke auf gerader Strecke. 600 m zurueckgelatscht, die Strasse ist aufgrund des Tauwetters widerlich eisig. In der Einfahrt prompt ausgerutscht und hingelatzt, aber macht ja nix. Meinen unverzichtbaren Kaelberschlitten mit 8 schweren Gehwegplatten beladen, sicherheitshalber noch mit einer Tuete Katzenstreu, den Etiketten, der Handtasche, ohne die ich nirgendwohin gehe (alles auf dem Foto zu sehen). Zurueck geschliddert. Was vorher noch super-eisig war, entpuppte sich mit dem Schlitten als streckenweise erstaunlich schotterig, was das Ziehen erheblich erschwerte (ade Osteoporose, da war aber mal Gewicht auf den alten Knochen), leider fehlte aber auch immer wieder Traktion an den Schuhsohlen. Egal. Angekommen, Platten ins Auto geladen, im Schweisse meines Angesichts, das ganz ausnahmsweise mal mit Wimperntusche versehen war. Als ich in den Rueckspiegel guckte, sah ich aus wie von Halloween uebriggeblieben. Tempotaschentuecher mussten her. Dann optimistisch gestartet – Pustekuchen! Nix ging, immer noch nicht. Ich verweise hierzu auf den Song von Corb Lund und den Hurtin‘ Albertans

Gut, dass ich yoga-gestaerkt an Koerper und Geist war. Bin einfach ausgestiegen, hab das Auto abgeschlossen, meinen Krams auf den Schlitten gepackt, mein Honigdate abgesagt und bin wieder nach Hause gewandert. Schoener Spaziergang. Und jetzt gibt’s noch ’ne Kanne Tee und dann bastele ich an meinen neuen Kuechenmoebeln weiter – schliesslich hat frau Alternativen.

Gestern in Grande Prairie habe ich mir uebrigens angeschaut, was der Chef ins Auge gefasst hat: einen japanischen Minitruck, mit Allradantrieb. Damit waere mir das vermutlich nicht passiert. Der hier abgebildete hat ein so genanntes „extended cab“, also ein groesseres Fuehrerhaus oder wie das heisst. Ich habe lange gesucht, bis ich den Unterschied zu den normalen entdeckt habe: Es gibt ein zusaetzliches Seitenfenster, und hinter den beiden Sitzen ist etwa eine Handbreit Platz. Na dann. Da passt wahrscheinlich noch nicht mal meine unvermeidliche Handtasche rein. Diese Dinger scheinen hier ein neuer Renner zu sein. Sie werden aus Japan importiert, sind um die 20 (!) Jahre alt, haben aber nur zwischen 60- und 80.000 km auf dem Tacho und eben Allrad. Gern werden sie hier dann in Tarnfarbe umgespritzt und von „Jaegern“ benutzt. Der Chef sieht Moeglichkeiten fuer die Arbeit mit den Bienen. Und natuerlich brauchen sie, vor allem kanadische Verhaeltnisse, praktisch keinen Sprit. Und sind billiger als ein Quad bzw. Side-by-Side (Quad mit zwei Sitzen nebeneinander), aber kaum groesser. Es gibt auch Kipper. Hmmmmh, man koennte so ein Ding beigebraun-gestreift lackieren und dann Honeybee nennen…. Oder hellblau-gelb, wie unser Logo…. Honeybee…. Mal schauen….

Ein schoener schaden :-)

Endlich hat eine steife brise aus, glaub ich, SW die von mir bestgehasste plane um die west-„veranda“ zerpretschelt – wie gut! Vielleicht verleiht das meinem antrag auf montage einer hellgelben segeltuch-lkw-plane bis zur geplanten verglasung der veranda entscheidendes gewicht 🙂
Die inzwischen ueber sechs jahre alte heuplane auf dem planengebaeude haelt wundersamerweise immer noch wind und wetter stand. Wenn die aber mal fliegen geht, wird es hektische betriebsamkeit geben muessen. Immerhin schuetzt sie ein mehr als sechs mal zwoelf meter grosses gebaeude ueber zwei etagen, das voller krams ist, darunter immer noch unausgepackte kisten aus dem container.

Ich bezahle dieses klo!

Allein die diagnose des schadens an meinem alten van kostete 427 dollar (nachdem man mir anfangs etwas von 135 erzaehlt hatte!) Die reparatur haette 1200 gekostet. Welch ein spass. Kein wunder, dass der chevy-haendler so ein schnoeseliges marmor- und edelstahl-kundenklo hat…

CSA :-)

Heute bin ich persoenlich zu „meinen“ gaertnern gefahren, um den letzten teil meines gemueseabos abzuholen. Die kuerbisernte war besonders gut. Man kann auf dem foto gar nicht sehen, wieviele sorten da noch waren. Wunderbar! Ausserdem hab ich den pickup halb voll mit anderen gemuesen UND ein paar pfund erdbeereb! Nomnomnom…

Ein guter Start? Und ein kleiner Rueckblick

Endlich tropft wieder Molke aus einem Quarkpaket! So lange hab ich keinen gemacht, es hat irgendwie nie gepasst. Aber jetzt, mit Pflaumenmus und Johannisbeermarmelee, kann es einfach kein gekaufter Cream Cheese mehr sein, mit 87 Zutaten etc.pp. Sondern der Gute, der echte Quark von mir persoenlich bekannten Ziegen.

Was man auf dem Foto noch sieht, sind kleine Anregungen fuer den Rueckblick.

Jetzt sind wir seit sechs Jahren auf unserem Land. Nach zwei Jahren in einer unisolierten „Kueche“ ohne Fussboden und einem zwar isolierten, dennoch nicht immer frostfreien „Schlafzimmer“ (von den ersten beiden Monaten auf der „Empore“ des Planengebaeudes wollen wir jetzt mal gar nicht reden…) stieg meine Hochachtung fuer die Frauen, die dies alles vor mir durchgestanden hatten, ins Unermessliche. Im Gegensatz zu mir hatten diese Wunderwesen kein Telefon, kein Auto, keine Nachbarn mit Heizung und Dusche. Und die meisten hatten Kinder zu bekommen und/oder aufzuziehen. Hut ab! Dennoch war ich mehr als froh, als wir im Dezember 2008 in das vom Herrn Chef mit Unterstuetzung von Freunden, Bekannten, Nachbarn etc. selbst gebaute Haus umziehen konnten. Natuerlich war es mehr oder minder noch ein Rohbau. Und, fast ebenso natuerlich, hat sich daran nicht viel geaendert… Kann man auf dem Foto an den nach wie vor im Urzustand befindlichen Sperrholzplatten erkennen, die theoretisch irgendwann mit „schoenem“ Holz verkleidet werden sollen. Ich bezweifle, dass ich das erleben werde. Wirklich wichtig ist es auch nicht.

Dann der Quark. Der sagt, dass ich immer noch Ziegen habe. Lt. Chef zu viele, sein Wunschzahlen gehen gegen Null. Ich sage ihm nicht, was ich alles fuer Plaene habe, das wuerde ihn nur unnoetig beunruhigen.

Dann die Pflaume unten rechts. Das ist ein Problem. Sie ist naemlich angefressen von einer unserer resident mice! Maeuse – irgendwie muss ich sie auch bewundern, vollbringen sie doch trotz ihrer minimalen Koerpergroesse ungeheure Leistungen. So z.b. hat vorletzte Nacht eines dieser Tierchen eine Tuete Reis in der Suedostecke des Hauses angefressen und dann, wie wir wissen, in halsbrecherischen Balanceakten ueber unter der Decke aufgehaengte Verlaengerungskabel ein bis zwei Mausmuender voll der Koerner in der diagonal gegenueberliegenden Ecke auf der Schuhbank deponiert. Das alles wahrscheinlich unter den geschlossenen Augen von Trudi und dem Kittikatzi. Nicht gut. Eine Maus hat der Chef gestern morgen erlegt (ueber das Wie hat er sich nicht geaeussert). Den anderen habe ich nach gutem Zureden und null Reaktion nun Fallen aufgestellt, aber die interessieren sie nicht. Abhilfe erwarte ich mir von den in Auftrag gegebenen Tueren! Es gibt allerdings auch, weil unser Haus voelliges Eigendesign ist, ohne Beruecksichtigung der hiesigen Baustandards, noch ein paar andere Stellen, wo Maeuse Zugang finden koennten. Also werde ich mehr verschliessbare Schraenke aufstellen muessen. Die liegen schon im Haus, warten nur noch auf meine Zuwendung.

Dann das Licht. Es war kein Blitzfoto, die Beleuchtung kommt von einer Energiesparlampe, die ihre Sparenergie von unserem Solarenergiesystem bezieht. Letzteres wurde letzten Winter endlich in Betrieb genommen und wartet nun auf eine Verdoppelung der PV-Kapazitaet. Die Photovoltaik-Elemente, die ich bestellt habe, werden pro Stueck doppelt soviel Strom liefern wie die bereits vorhandenen, kosten aber nur die Haelfte. Im Moment ist die Anlage arg belastet, weil wir die Tiefkuehltruhe, die seit unserem Einzug hier bei den Nachbarn lebte, ans Haus geholt haben. Solarenergie, jedenfalls in der Form, wie wir sie haben, macht einem bewusst, wieviel Strom man wofuer braucht. Ich weiss nun, dass Licht gar nichts ist, Telefone und Computer wenig, meine hoch geschaetzte Kuechenmaschine auch nicht viel, aber die Getreidemuehle und vor allem die Gefriertruhe richtig hungrig. Getreidemuehle laeuft ja nur selten und kurz, aber fuer die Truhe musste Abhilfe her. So habe ich eine super-energiesparende, deutlich kleinere Truhe gekauft, die nun ebenfalls auf Anschluss wartet. Sie funktioniert naemlich mit 12V, hatte ich uebersehen, und so muessen Spezialkabel etc.pp. her. Der „Solar Cowboy“, wie ich meinen urspruenglich schweizerischen Lieferanten von Ziegen und Solaranlagen nun nenne, ist schon bestellt!

Und in dem Zusammenhang kommt dann hoffentlich auch endlich das heisse Wasser, fliessend, aus dem bereits seit Jahren vorhandenen Wasserhahn! Die benoetigte Technik ist teilweise bereits vorhanden, muss aber von einem offiziellen Klempner installiert werden. Und solche Menschen sind hier rar und immer sehr beschaeftigt. Aber dann! Ich plane eine Party mit Heisswasser und Beleuchtung, dazu vielleicht Eis am Stiel! Oder so aehnlich.

Noch ein bisschen mehr Rueckblick: Der Chef arbeitet nach wie vor in derselben Firma. Keine Aenderung gewuenscht und auch anscheinend keine in Sicht. Das ist sicher gut. Die Bienen haben sich, nach einigen Auf’s und Ab’s, in diesem Jahr wieder einmal gut gemacht, so dass der Imker nun ueber eine Verdoppelung der Voelker nachdenkt. Seit wir das Honey House gemietet haben, wird er uebermuetig 😉 Das hier vor Ort geplante Honey House ist ueber die Punktfundamente mit Eisenstuetzen bis jetzt nicht hinausgekommen.

Ich bin nach meinen Teilzeitjobs zuerst in der Buecherei, dann in der Tierarztpraxis, nun seit einiger Zeit „Nur-Hausfrau“. Was fuer ein wunderbares Wort! Bei mir heisst das, dass ich fast nur zu Hause bin. Meistens ist das in Ordnung, manchmal brauche ich Menschen, und manchmal muss ich nach Grande Prairie, ich kombiniere das dann, und nach zwei Stunden hab ich die Faxen meist schon wieder dicke und will nach Hause.

Menschen sind ein schwieriges Thema hier auf dem Land. Es gibt nur wenige, „few and far between“, wie man hier sagt. Und die, mit denen man oefter und/oder regelmaessig zu tun haben wollte, sind noch seltener. Ich glaube, eine Hand reicht dicke zum zaehlen. Allgemeine Einstellungen zur Umwelt, zur Politik und zur Religion erweisen sich fuer mich da oft als Hindernisse. Das hier ist Redneck Country, und man muss es erlebt haben, um es zu glauben. Und weil das so ist, ist die geringe Bevoelkerungsdichte auch ein Segen, finde ich.

Und jetzt geh ich melken! Vorher aber bastele ich euch noch ein paar Bildchen rein.

So fing es an im Honey House: Ordentlich gestrichener Fussboden, Schleuder, Tank. Siebe an der Wand, sehr schoen.

Ungefaehr einen Monat spaeter: Drei Tanks und schon jede Menge Honig abgefuellt. Vorgestern habe ich den letzten Tank in Behaelter geleert, und wir wissen: In diesem Jahr haben wir 2661 kg Honig abgefuellt. Nicht schlecht, oder? Eine Tonne mehr als letztes Jahr.

Feldkueche vorm Honey House. Es geht gar nix ohne Tee/Kaffee, und weil Besuch da war, gab’s auch kranke Chips, Schokimandeln und Diet Coke (nicht fuer mich!). Leider geht auch nix mehr ohne Brille…