Nochmal starbuccaneers draussen!

Wer weiss, wann ich das in der huebschen umgebung von grande prairie wieder geniessen kann. Auf dem parkplatz steht naemlich madame delphine mit der ebenfalls abgelichteten riesenkiste. In diese wird zora am 27. september einsteigen, und dann fliegen wir gemeinsam nach amsterdam. Ich habe ein rueckflugticket fuer maerz, zora nicht 🙂 Ich laufe mit abschiedsaugen durch die gegend und knipse merkwuerdigkeiten.
Und ich freue mich auf weihnachtsmaerkte, jawohl, mit gluehwein, jawohl. Und vorher aepfel pfluecken. Pflaumen werden wohl schon ab sein. Buntes laub. Deutschen nebel (na ja, maessige freude da.) Und viele baerenfreie spaziergaenge. Und dann schauen wir mal weiter.

Wo sind sie hin?

Heute morgen musste das Lama los. Wo sind die Ziegen? Bitte alle mitkommen und suchen helfen!

IMG-20130821-00912IMG-20130821-00914Die Ziegen aber sind nicht mehr da. Gestern sind die verbliebenen Damen umgezogen nach Peace River, zu einer netten Familie und mit interessanten neuen Nachbarn. Hier bei mir ist jetzt Empty-Nest-Syndrome einmal anders.

IMG-20130820-00907 IMG-20130820-00906 IMG-20130820-00909

Die dicke Dame uebt! – The fat lady is practising!

IMG-20130814-00879Sie singt glaube ich schon mal Tonleitern. Sieben kleine Boeckchen und die beiden Lulus, die Ziegenwallache, haben heute den Hof verlassen. Naechste Woche gehen die restlichen Damen. Ich habe mehr als eine Traene im Knopfloch, sehe aber auch aufregende neue Moeglichkeiten.

To warm up, the fat lady is singing scales. Seven bucklings and both wethers left the yard in a burgundy trailer. Next week the remaining does should be gone. I am more than just a little sad, but I can also see many exciting possibilities opening up.

Und jetzt mal von der anderen Hemisphaere

Diese entzueckenden Fotos wollte ich euch schon lange zeigen. Gerti Down Under (GDU) hat eine Freundin, die sich um alle moeglichen verwaisten Tiere kuemmert, u.a. auch um kleine Kaenguruhs, Joeys genannt. Ist das nicht praktisch, wie man die aufhaengen kann, so wie es sich manche Mutter (ich zumindest) manchmal auch fuer die eigenen Kinderchen gewuenscht haette? Die Freundin uebrigens reist nicht mit einem, sondern gleich mit 6 (SECHS) Joeys, die man z.b. auch im Rucksack mit ins Restaurant nimmt. Das sollte man hier mal versuchen…

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Wenn das Wetter schoen ist…

Hier noch einmal ein kleiner Bilderbogen vom schoenen Wetter in den letzten Tagen. Im Moment ist es leider schon wieder grau, also heute mal wieder kein Honig. Oder Strom.

Auch prae-Puma, als die Welt noch in Ordnung war, hatte ich schon leicht beunruhigende Erlebnisse. Dieser Heustapel, den Reto dankenswerterweise sehr schoen aufgeschichtet und mit einer Plane abgedeckt hatte, diente Ziegen und Schweinchen schon lange als Schlafplatz, d.h. man kroch unter die Plane und entzog sich dort den Blicken und dem Wetter. Dabei blieb natuerlich nicht alles ordentlich, und so kam ich eines Tages vom Hundespaziergang zurueck und alles war kollabiert. Eine sofortige Zaehlung der Haeupter meiner Lieben ergab: Lili fehlte. Ich rief und rief und rief, aber keine Lili. Also hab ich Heu abgeraeumt. Als ich fast alles auseinander hatte, kam Lili von ganz weit weg (heute wissen wir: aus Puma-Land) angerannt. Die Ziegen fanden und finden die neu gestalteten Heu-Alpen himmlisch. Ganz oben links Tinki, die nun verbuddelt im Wald liegt, wie der Chef gestern in einer nervenaufreibenden Expedition feststellte. Das Tolle ist naemlich, dass auf dem Container Dachblech liegt, das wunderbare Toene macht, wenn man mit Schmackes die Heu-Alpen hochrennt und dann mit groesstmoeglichem Schwung auf das Dach springt. Ausserdem kann man bisher unberuehrte Fichtenzweige knabbern. Nur das Lama findet das ganze total daneben: Ziegen in der Hoehe sind einfach nicht richtig, und es muss schnorcheln und probespucken und sogar auf die untersten Ballen klettern.

IMG-20130802-00857Unsere hofeigene Pythia orakelt derweil bei der Feuerstelle. Hector liebt den Rauch, wer weiss, was in seinem huebschen Koepfchen dann vorgeht.

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Letzten Montag haben wir zum ersten Mal fuer dieses Jahr eine kleine Runde um den See gedreht. Es ist fast Tradition, dass wir das mindestens zweimal im Jahr tun, aber dieses Jahr hatte es noch nicht geklappt. Und auch am Montag war es streckenweise interessant, denn die Strasse war durch die vielen Regenfaelle nur mit Allradantrieb zu befahren, und auch das manchmal nur knapp. Die Gegend um den See ist ein bisschen huegelig, und ich mag sie sehr. Und jetzt steht am Campingplatz (der praktisch leer war) eine Bank auf dem Anleger – sehr nett. Es gab (Hauben)Taucher und Pelikane, dicke Fische im Wasser und wenig Moskitos. IMG-20130729-00839 IMG-20130729-00841 IMG-20130729-00842 IMG-20130729-00847 IMG-20130729-00850Am Sonntag dann zog es uns Richtung Nose Creek, etwa 250 km von uns in Richtung Rocky Mountains. Auf der Karte sieht man die senkrechte Linie, die Grenze zu British Columbia, und am linken Rand die ersten Gipfel der Rockies bzw. die Foothills. Das Wetter war im Westen schoener als bei uns. Auf dem Rueckweg fuhren wir dunkle Wolken, wurden aber mit einem doppelten Regenbogen belohnt.

road to nose creek IMG-20130804-00870 IMG-20130804-00873Derweil zuhause 🙂

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I am a player now, too!

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I was invited! I think that’s great! I am the important dog and should have been on this for a long time. Now her excuse is that cat incident. She’s quite shaken, silly… And the goat that the cat took – not my favourite goat anyway, not a great loss, if you ask me. Unfortunately I missed the whole thing, don’t even know where I was.

In case you don’t know me: My official name is Sheba. Not that it matters, because I do what I do, and listening is not one of my fortes. I’m just too busy, really.

I live with her and the boss and all those other critters, some ok, some not so, some absolutely not at all, ever, on that place in the bush. Bush is great! Love it. She writes for her folks back in Germany, but now she decided to let me write for the people here in Canada. I am Canadian, after all! It’s all mind to mind transmission, she just does the typing. I hope. Can’t be sure if she puts her own spin on things every once in a while.

So anyway, the fact that the big cat snatched the goat out of the herd and she then realized that another goat was already missing got her in a bit of a weird mood, and she wants to talk about it. It all happened basically with the humans around, rather close to the house and in broad daylight. The boss did not shoot the cat (I would have, you betcha!), he actually seemed to be quite excited about the whole affair. He says, though, that if it comes back a third time, he probably will. My personal opinion is: two goats down, that’s four horns less to worry about. So what’s not to like?

I not saying anymore today, because she does not want to type anymore and I have things to do. I wish I had one of those blue teeth they talk about. It’s hard to depend on people for some rather basic skills. Sample pic of the big kitty is a little further down, in case you did not get what I am talking about. And now we’ll see how it goes with my guest editor job here and if I am not too busy with general security work around the farm. Did I mention that one of my important jobs is to keep an eye on the pigs? I don’t care for them. Would it be mean to push them cougar-way? Don’t know…

Gedanken zum Puma

Nach so einem Zwischenfall geht mir doch so einiges durch den Kopf, und ich muss zugeben, dass ich mich draussen ein bisschen mulmig fuehle. An verschiedenen Stellen habe ich nun ueber den Puma gelesen, doch Gereons Ruhe habe ich noch nicht. Generell gilt wohl, dass Angriffe auf Menschen sehr selten sind und am ehesten, wenn entweder Jungtiere im Spiel sind oder der angreifende Puma sehr hungrig ist und keine andere Moeglichkeit der Nahrungsbeschaffung sieht. In einem Artikel ueber einen aggressiven Puma, der vor zwei Tagen in British Columbia nahe der US-Grenze erschossen wurde, hiess es, dass es sich um ein offensichtlich junges und voellig unterernaehrtes Tier handelte, das mehrfach Wanderer bedroht, aber nicht aktiv angegriffen hatte. Es wog nur gut 15 kg, das klingt gar nicht bedrohlich. In einer anderen Quelle las ich aber auch, dass durchschnittliche grosse Pumas, also zwischen 50 und 60 kg schwer, 60 bis 90 cm Schulterhoehe, 2 bis 2.4m lang mit Schwanz, Elche von bis zu 250 kg erlegen. Das macht klar, wie gut sie als Jaeger funktionieren. Gereons Empfehlung, dann eben ein bisschen auf die Ziegen aufzupassen, erscheint nicht so realistisch. Der Puma sass offensichtlich im Wald direkt neben dem Zaun, und man weiss, dass er typischerweise seine geplante Beute schleichend verfolgt, um sie dann nach nur zwei, drei Spruengen ueber 6 bis 15 m niederzureissen. In unserem Fall hier muss das sehr erfolgreich gewesen sein, weil wir nichts, aber auch gar nichts von der Ziege gehoert haben. Was ich im Nachhinein sehr beruhigend finde. Fuer Tinki, die wahrscheinlich einen ehrenvollen, schnellen Tod hatte, und auch fuer mich, die ich es gehasst haette, einen Kampf mitzubekommen.

Den Artikel, den das Umweltministerium von British Columbia im Internet veroeffentlicht, finde ich auch eher beruhigend: Angriffe auf Menschen sind extrem selten, Pumas sind sehr heimlich und zurueckhaltend und meiden den Menschen, wann immer sie koennen, und ihre Beute besteht zum ueberwiegenden Teil aus Hirschen, Hasen etc.

Ein ungutes Gefuehl bleibt… Sitzt das Ding jetzt da im Wald und guckt mir zu? Will es als naechstes Lili verspeisen? Hat es sich jetzt „eingeschossen“, wo das schon zweimal gut geklappt hat? Hat es womoeglich Kinderchen irgendwo im Busch, die hungrig sind und immer Ziegennachschub brauchen? Gereon will nachgucken gehen, ob er die Reste der Ziege findet. Ich bin da nicht scharf drauf. Er meinte, ich koenne ja eine Mistgabel mitnehmen. Ach ja? Ich denke, so mutig bin ich dann doch nicht.

August long weekend

Das ist eine der ideen von spass am langen wochenende: ein truck-gespann mit drei quads und einem side-by-side, und damit in die „unberuehrte natur“

Neuer Verpaechter!

Oder auch: Nicht das Jahr der Ziege!

IMG-20130803-00868Nachdem wir ja schon Euterverletzungen, einen Beinbruch, eine Blutung, einen Abszess etc.pp. hatten und ich sowieso im Ziegen-Abschaff-Modus bin, seht ihr hier den Chef, umgeben von den kleinen Katzen, wie er die groesste der Kleinkatzen beobachtet. Bild unscharf und verwackelt, weil ich das alles ganz schoen aufregend fand.

Heute war Kathrin hier, und wir hatten einen schoenen kleinen Spaziergang gemacht, dann wurschtelte der Chef draussen an der Wachsschmelze rum, ich spuelte drinnen, und die Ziegen frassen draussen. Irgendwann sah ich sie alle zusammen vorm Haus stehen und Richtung Osten gucken und dachte noch, es gibt wieder ein Grillfeuer oder irgendetwas aufregendes. Als ich rausging, guckten sie immer noch, und als ich in dieselbe Richtung blickte, entdeckte ich eine Ziege, die offensichtlich am Waldrand im Zaun hing und (vermeintlich) strampelte. Wir rasten los, Gereon schneller als ich, und als er fast bei der Ziege war, da sah ich ganz kurz nur ungefaehr sowas bei der Ziege:

cougarQuelle

Wir sind schnell zurueck zum Haus, weil der Ziege sowieso nicht  mehr zu helfen war. (Sie strampelte nicht, sie war bereits mausetot, dies zur Beruhigung der Gemueter, was wir sahen, war der Versuch, sie durch den Zaun zu ziehen.) Eine Kopfzaehlung ergab, dass nicht nur eine, sondern zwei Ziegen fehlten. Und wir hatten nichts gemerkt! Natuerlich sind jetzt alle Ziegen und Schweine eingesperrt, und wir hoffen, dass der Puma sich nicht an einem Lama vergreifen will.

Es dauerte nicht lange, da entdeckten wir das Tier wieder in der Naehe der Ziege. Fernglas und Hocker schnell auf den Balkon geschafft, und dann haben wir den Krimi weiterverfolgt. Der Puma bewegte sich wirklich sehr katzenartig durch den dichten Wald, um die schon recht sperrig gewordene Ziege, Tinki, abzuholen. Das ging allerdings nicht ohne viel Aestegekrache. Bei dem Gedanken, dass wir nur wenige Stunden vorher an genau der Stelle vorbeigegangen und noch mit Schwein Lili geredet hatten, und dass wahrscheinlich erst zwei Stunden vorher ich aus dem Fenster die Ziegen beim Fressen beobachtet hatte, wird mir schon ein bisschen schwummrig.

Waehrend wir den Puma bei der Ziege beobachteten, fing Emmi an zu bellen, und man konnte an seinem Verhalten sehen, dass er sich nicht bedroht fuehlte. Natuerlich muessen wir annehmen, dass er heute bzw. gestern oder vorgestern, als er sich das erste Zicklein, ebenfalls ohne grosses Geschrei und Tumult holte, nicht zum ersten Mal hier war.