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Und schwupp – da ist der Winter

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Und zwar alles inklusive, Schneefloeckchen – Weissroeckchen, -12 Grad, und die Abdeckung aller Dinge, die noch so draussen rumstanden oder -lagen. Ich habe das Gefuehl, dass das jetzt ernst ist. Sehr frei nach Rilke wuerde ich sagen: Was jetzt nicht im Haus ist, kommt auch nicht mehr rein, und was unterm Schnee ist, wird dort lange bleiben.

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In diesem Fall wohl auch der Tank… Das war nicht ganz so geplant.

Gestern und vorgestern hatten wir Hilfe, und so ist der zweite Holzschuppen fast voll geworden. Diese Woche soll es aber noch weitergehen. Die Antwort auf meine Frage, wieviel Brennholz wir denn wohl noch braeuchten, war: So viel wie moeglich. Na dann. Durch den Wegebau ist auch so allerhand Holz angefallen, jetzt gilt es nur, das nicht im Schnee zu verlieren.

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Heute habe ich dann noch schnell die optimistisch im Schlussverkauf erworbenen Baeume und Straeucher im Garten eingeschlagen, endgueltige Plaetze muss ich dann im Fruehjahr finden. Bei solchen Arbeiten wird mir auch schoen warm, bis in die Zaehnespitzen ;).

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Zwei Apfelbaeume, ein Rotdorn, drei Flieder, eine Kirsche (aber nicht wie in Deutschland mit Stamm, sondern als Strauch), Aroniabeeren, Traubenkirschen, Himbeeren, rote Johannisbeeren, und fuenf Saeulenaspenbabies. Ich hab sie schoen eingebuddelt, abgedeckt und ihnen einen guten Winter gewuenscht – jetzt kann ich nur hoffen, dass das klappt.

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Eisblumen an den Fenstern des alten Kuechenanbaus – die Tuer bleibt ueber Winter zu, weil sie festschneit. Aber selbst im Winter bleibt der Anbau einer meiner Lieblingsplaetze.

Die Esel und Lamas nehmen die Entwicklung noch ganz gelassen hin. Sie sehen immer runder aus, und ein paar Eiszapfen im Gesicht haben noch keinem geschadet, scheint es.

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Bis auf wenige Hagebutten, die noch an den Rosen haengen, sind die Farben aus der Natur verschwunden. Die Esel passen sich der neutralen Farbpalette hervorragend an. Eben trabten sie froehlich durch den Wald und folgten mir auch mit Schwung auf einem Gang am Zaun entlang – der leider durch den Wind in den vergangenen Wochen doch ziemlich gelitten hat. Es wird bei einer kleinen Reparatur bleiben muessen.

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Denn Winter heisst auf jeden Fall: Alles wird heruntergefahren, bis auf die Oefen. Und heute merke ich zum ersten Mal ein bisschen von dem Winterschlafgefuehl und davon, dass der Druck weniger wird. Was mir ganz wichtig war, die Gehoelze, sind versorgt. Mit dem Brennholz koennten wir schon jetzt vielleicht hinkommen. Alles Gemuese ist sicher im Haus, und da wird es jetzt in der Vorratskammer auch kuehl genug. Ueber den nicht fertig eingebuddelten Tank denke ich einfach nicht nach, da kann ich eh nix machen. Es soll kraeftig weiter frieren, so sagt der Wetterbericht, dann werden auch die neuen Wege gut begehbar und die Matsche verschwindet, so dass der Nachbar problemlos Heu anliefern kann. Die Schweineheizung im Huehnerhaus funktioniert schon prima. Jetzt fehlt noch ein Hirsch in der Truhe. Der Mann arbeitet dran. Ich dagegen widme mich meinen Strickprojekten. Ich mag Winter.

 

 

Es tut sich was!

Haeufig habe ich das Gefuehl, dass wir voellig ohne Fortschritte so vor uns hin basteln oder auch eben nicht basteln. Im Moment aber passiert am laufenden Band etwas. Ich fange mal vorne an, sozusagen.

Vorletzten Sonntag, der Herr Chef und ich wollten uns noch ein bisschen bei Tee und Kaffee gemuetlich im Bett ueber die anstehenden Projekte unterhalten, da legen draussen die Hunde los und ich hoere laute Motorengeraeusche. Sehen konnte ich das:

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Und dann das.

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Der schon lange geplante Baggereinsatz, von mir mit sehr gemischten Gefuehlen erwartet, begann. Wie gesagt, es war Sonntag frueh, kurz vor acht. Auf meine Frage, warum er zu so einer Zeit unterwegs sei, antwortete der LKW-Fahrer: Ich will doch noch auf die Jagd gehen. Kaum war er weg, den ganzen Weg bis zum Highway, etwa 4 km, rueckwaerts, und zwar mit Schwung, da kam auch schon der Baggerbesitzer und -fahrer angeduest. Only in Alberta! Kurze Lagebesprechung bei Kaffee und los ging’s!

Zuerst wurde der alte Haufen Heu und Mist vom vorigen Winter in den Garten geschaufelt.

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Waere doch schade, wenn ich mich sonst haette langweilen muessen…

Dann wurde auf dem Weg in den Wald die irgendwann anzuschliessende Aussen-Holzheizung umgesetzt.

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Danach ging es krachend durch den Wald, das macht mir immer Magengrimmen. Ich kann es gar nicht gut vertragen, wenn Baeume fallen, aber ich gebe zu, dass der Chef den Weg auch nach Gesichtspunkten des geringsten Schadens festgelegt hatte. Die dicken Aspen sind alle stehengeblieben. Der Plan hinter diesem ersten Teil des Einsatzes war, den bereits bestehenden, aber arg vernachlaessigten Weg zum Biberteich wieder gangbar zu machen und vor allem an zwei, drei sehr nassen Stellen Uebergaenge zu bauen, teilweise sogar mit Verrohrung.

Hugo und ich machten zwischendurch mal einen Kontrollgang. Viel Zerstoerung, aber auch viel Aussicht auf bessere Zugaenglichkeit des Grundstueckes. Der Chef will sich naemlich am Biberteich dann ein (von mir so genanntes) Pratthuettchen bauen. Da kann er dann schmollen (sage ich) oder waehrend der Jagdsaison naeher an den Objekten der Begierde sitzen und mal Alleinzeit haben (sagt er). Ich denke dann so an Thoreau und Walden… Man wird sehen.

Als das dann erledigt war, nach knapp einer Woche, wenn auch nicht taeglichen Einsatzes, kam das Projekt, auf das ich schon die ganze Zeit gewartet hatte: Der Tank!

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Dieser Tank, mit einem Fassungsvermoegen von 1500 Gallonen, soll uns fliessendes Wasser im Haus ermoeglichen. Kanada ist theoretisch metrisch, schon seit den 70er Jahren – hat nur noch keiner gemerkt. 1500 Gallonen entsprechen je nach System, Imperial oder „Standard“, 6819 oder 5678 Litern. Was wir haben, weiss ich nicht, hier koennen sie sich naemlich nicht entscheiden, ob sie original kanadisch-britisch wollen, also imperial, oder US-amerikanisch. Sammeln soll der Tank sowieso Regenwasser, und da kommt es auf die Zahlen nicht so sehr an wie auf die Frage, ob und wann der Tank voll wird, wie lange das Wasser haelt und ob es sauber genug fuer uns gehalten werden kann.

Angereist kam das blaue Ding aus Valleyview auf dem schon lange in Arbeit befindlichen „neuen“ Uralt-Truck, den ich jetzt aus offensichtlichen Gruenden den roten Rudolf nennen will. Rudolf wurde vom Herrn Chef fast komplett ueberholt und ist nun, wie ich finde, wirklich sehenswert mit seinen schicken roten Aufbauten. Ich habe schon einen Wohnwagen-Aufbau beantragt, das wurde aber bisher voellig ignoriert. Der Chef berichtet, dass das Fahren sehr lustig ist, weil: Starrachse vorne, man sitzt also extrem rumpelig. Aber Rudolf kann auch Allrad, und auf dem 15 Fuss (= 4,572 Meter) langen Deck sollen demnaechst jede Menge Bienenkaesten in einem Rutsch transport werden. Ich plane auch die Beschaffung von Huehnerfutter in grossen Saecken, die etwa eine dreiviertel Tonne halten. Das ist dann viel wirtschaftlicher. Der rote Rudolf also. Ich freue mich schon auf meine erste Fahrt mit ihm.

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Vor dem Tankeinbau hatte ich ein bisschen Angst. Schliesslich befinden sich schon die drei Fundamente fuer den Glasanbau vorm Haus und an der Wand sind die extrem wichtigen PV-Platten.

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Aber der Baggerfahrer leistete Millimeterarbeit, fast, und alles ging glatt. Was die Gartenarbeit zur Herausforderung macht, naemlich der sehr tonige Boden, ist bei solchen Buddeleien ein Vorteil. Bis in eine Tiefe von gut zwei Metern tauchten nur ganz wenige kleine Steinchen auf, die Waende lassen sich senkrecht abstechen und stehen problemles, da broeselt nix.

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Als ich das schoene, rechtwinklige Loch sah, beantragte ich sofort noch mal dasselbe, aber neben dem Haus, fuer meinen lange gewuenschten Erdkeller. Und diesmal, diesmal haette es fast geklappt. Der Chef hatte schon genickt, da meinte der Baggerfahrer, wenn er aber jetzt das Loch buddele und wir dann nicht sofort zum Ausbau kaemen, dann sei der Winter da, und dann werde es schwierig, und deswegen…. Der Chef nickte wieder, und jetzt ist das auf’s Fruehjahr verschoben. Aber das ist auch wahrscheinlich gut so. Wir arbeiten wirklich mit geliehener Zeit, wie der Baggerfahrer sagte. Das Wetter kann jederzeit umschlagen und richtig wintrig werden, und dann will man nicht solche Loecher offen ums Haus haben. Der Tank wird jetzt noch ein bisschen isoliert, kriegt die erforderlichen Anschluesse und wird dann zugebuddelt. Wann dann das Glashaus darueber gebaut wird und die Leitungen ins Haus gelegt werden und schliesslich der Tank gefuellt wird – das steht in den Sternen. Der Anfang ist gemacht.

Und weil er schonmal so rumbuddelte, brachte der Baggerfahrer beim letzten Einsatz auch noch seinen Raeumer mit, den er selbst auf einem grossen Anhaenger transportieren kann, und schob auf dem besten Teil der Weide Stuempfe aus dem Weg und auf grosse Haufen. Auch das betrachte ich immer mit Unwohlsein, weil ich an die vielen kleinen Tiere denke, die in solchen Haufen und in morschen Stuempfen leben und/oder ueberwintern. Die Haufen will der Chef immer so gern anzuenden, aber jetzt bleibe ich ja hier ueber Winter und werde da ein Auge drauf haben. Nix gibt’s – es wird nicht gezuendelt! Das Gras waechst nach, auch wenn es im Moment noch wilder als vorher aussieht. Meine geplanten Paddocks jedenfalls werden wesentlich leichter zu bauen sein.

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Wie auf den Fotos zu sehen ist, begann der Einsatz noch mit Schnee auf der Erde, aber dann wurde und blieb es bilderbuch-schoen, mit blitzblauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Gestern aber troepfelte es ein bisschen, und bis zum Ende der ersten Novemberwoche droht uns der Wetterbericht mit Schauern und – eine traumhafte Kombi – Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, nachts -15. Da muessen wir uns jetzt mal ranhalten mit den Draussen-Projekten.

 

 

#monochromemonday (fuer Frau Claudi)

 

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Oder auch „Neutrals“. Das sind die Farben, die sich mir beim Blick aus dem Fenster bieten. Ich finde das gar nicht so schlimm nach blauen sonnigen Tagen. Und mein freundschaftliches Verhaeltnis zum Schnee ist ja sattsam bekannt.

Wir haben langes Wochenende – Thanksgiving, Erntedank. Unsere Puten leben aber alle noch, und ich finde, Thanksgiving ist immer. In diesem Herbst faellt mir so ganz besonders auf, wie gut wir es haben. Immer oefter sind die Abendmahlzeiten komplett aus der Nachbarschaft, bis auf die Gewuerze. Gemuese aus dem Garten, Fleisch und Schmalz vom Nachbarhof, Eier von unseren Hennen, Milch, Sahne und Butter von meinem offiziellen Kuh-Anteil. Manchmal sogar Wein von Nachbarn!

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Und weil es gestern auch schon grau war, habe ich Dinge getan, die vor dem Winter noetig sind. Mal wieder die Asche rausgetragen, aber diesmal auch Ecken saubergemacht, in denen ICH noch nie war (der Chef dankenswerterweise aber schon). Mein Kuechenherd kommt urspruenglich aus Ontario, wie ich herausgefunden habe. Die Giesserei Findlay wurde 1974 geschlossen, mein Ofen scheint aus den 1930ern zu stammen. Er hat keine „schicken“ Chrom-Schnoerkel, und darueber bin ich sehr froh. Alles Staubfaenger, und Staub produzieren diese Oefen ja sehr erfolgreich.

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Zwei solche Aschekisten voll mit schwarz-grauem Staub habe ich rausgetragen. Fuer die mehr technisch Interessierten: Wenn ich das nicht tue, heizt der Ofen bescheiden, weil die Luft vor lauter Asche nicht gut zirkuliert. Beim Brotbacken hoert es dann ganz auf. Ebenso wichtig ist aber auch das Entfernen des manchmal entstehenden schwarzen Russes – der koennte naemlich unter unguenstigen Bedingungen an manchen Stellen Feuer fangen. Alles, was ich aus dem Ofen hole, kommt in den Garten. Im Grunde ein geschlossener Kreislauf: Baeume vom Land werden zu Asche vom Land wird zu Gemuese vom Land wird zu uns auf dem Land – und vielleicht irgendwann dann mal wieder zu Baeumen vom Land. Der Gedanke gefaellt mir.

Im monochromen bzw. neutralen Farbthema bleiben auch die Puten, obwohl sie inzwischen sehr an ihrer Faerbung gearbeitet haben und sich fast alle deutlich voneinander unterscheiden. (Bitte beachten Sie die bunten Metallteile: Das ist der Chef, der immer Farbreste in der Firma aufbraucht! Primaerfarben, ich mag nur das Rot. Aber werde ich gefragt? – Nicht wirklich. Macht nix.)

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Die Fl(ederm)aeuse sammeln sich in allen moeglichen und unmoeglichen Ecken. Was die so fuer den Winter vorhaben, bleibt raetselhaft. Auf dem leider sehr unscharfen Foto sind mindestens drei zu sehen, die zusammen ungefaehr so gross wie meine Faust sind, eher kleiner.IMG_3908 2

Hugo goennt sich als Farbtupfer das gruene Halfter, doch der Federschmuck, von den Puten, ist ebenfalls dezent. Beim Spaziergang am Samstag musste ich sehr an meine ersten Esel in Deutschland denken. Ich war ein beginnender Teenager, bestenfalls, vielleicht auch erst 11 oder 12 Jahre alt. Wenn ich mit meinen Eseln die Strasse ueberquerte, suchte und fand oft einer die ausgetrocknete Pfuetze am Strassenrand, in der man ein wunderbares Staubbad nehmen konnte. Der Verkehr, obwohl er mit dem heutigen nicht mehr zu vergleichen ist, wurde dadurch auch damals schon sehr verlangsamt. Und auch mein Hugo musste sich dringend waelzen.

Weiter ging’s mit dem sehr typischen Nasenschuffeln. Das muss doch weh tun!

Heute morgen wechselte das Farbthema dann zu Schwarz-Weiss, unsichtbar. Doch nicht unriechbar.

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Irgendwann war da ein Stinktier unterm Holzschuppen! Der ganze Hof riecht danach, leider der kleine Hund auch, vom blossen Suchen. Aber: Ich bin ja Frettchen-erprobt, und so schlimm, wie alle sagen, finde ich es gar nicht. Ich hoffe nur, dass es nicht in den Huehnerstall geht. Die Hunde jedenfalls sind in hellem Aufruhr.

 

 

 

Ach wie schoen war das!

Nachdem der Schnee sich wieder verzogen hatte und stattdessen eine ordnungsgemaesse Herbststimmung aufkam, starteten Corinne Moor und ich endlich zu unserem schon lange angepeilten Roadtrip. Nur zur Erinnerung noch mal: Corinne und ihr Mann Sam kamen vor (ziemlich) vielen Jahren aus der Schweiz nach Kanada. Wir lernten sie schon frueh kennen, als wir noch auf die Kuehe aufpassten. Von ihnen kauften wir unsere ersten Ziegen, und seitdem sind sie Lieferanten fuer fast alles: mehr Ziegen, eine Katze, unseren ganzen Solar-Krams, Hund Sixty… Und jetzt auch noch Reisefuehrung – wie praktisch ist das denn?!

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Fuer diese Strecke hatten wir uns zwei Tage Zeit genommen, und der Himmel spielte mit. Corinne hatte die Tour schon gemacht und konnte viel erzaehlen zu den Sehenswuerdigkeiten, kleinen und groesseren. Mich faszinieren besonders die kleinen. Wie zum Beispiel dieser himmlische kleine Laden in Cleardale, wo es buchstaeblich ALLES gab, und wo die (leeren) Benzinkanister friedlich neben der MoPro-Kuehlung parkten (MoPro fuer die die Nicht-Bioladen-Versierten: Molkereiprodukte 😉 )

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Tankstellen muessen hier nicht immer so aussehen wie in Deutschland 😉

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Meine Fotografen-Faehigkeiten liessen rueckblickend stark zu wuenschen uebrig. Corinnes Fotos dagegen vermitteln viel besser die Weite und das Wetter und die Landschaft etc.pp. Mit ihrer freundlichen Genehmigung verwende ich also ueberwiegend ihre Fotos, naemlich die rechteckigen. Quadratisch und Karten sind von mir.

Unser erstes „echtes“ Ziel war Fort St. John (keine Fotos). Da kannte Corinne ein nettes kleines Cafe-Restaurant mit europaeischem Flair, also Holztische, Holzstuehle, keine Cafe-Kette, sondern unabhaengig. Und lecker war’s. Weiter ging es nach Hudson’s Hope, gut 1000 Menschen in der gesamten Gemeinde, also sehr ueberschaubar. Der Weg dorthin fuehrt am Peace River entlang, und das weite Flusstal ist Schauplatz und Gegenstand von Protesten und Aktionen.

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Es soll naemlich zu einem grossen Teil geflutet werden fuer einen riesigen Stausee und die Gewinnung von Strom. Das ganze Projekt wird sehr kontrovers diskutiert, ich gestehe, ich habe den neuesten Stand nicht. Der Text auf der Seite unten erklaert, dass damit knapp 6500 Hektar fruchtbares Land verloren gingen.

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Aber Stausee hin, Stausee her, wir fuhren durch wunderschoene Herbstlandschaft.

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Wie man sieht, waren verstopfte Strassen so gar nicht unser Problem. Aber B.C. hat Kurven – ganz ungewohnt.

Ein Stueckchen hinter Hudson’s Hope beginnt oder endet der W.A.C. Bennett Dam, ein schon bestehender Stausee, der groesste in B.C. und der siebtgroesste der Welt. Auch dieser hatte natuerlich immense Auswirkungen auf die Menschen und die Natur in der Gegend, viele First Nations Gruppen mussten umgesiedelt werden.

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Wie die Informationstafeln angaben, produzieren die beiden vom Stausee betriebenen Kraftwerke zusammen etwas ueber 17.000 GWh, der durchschnittliche Haushalt in B.C. verbraucht jaehrlich 11.000 kWh. Das liess mich doch mal nachdenken. Die letzte Jahresabrechnung fuer die Datscha in Deutschland war ueber 277 kWh. Ich weiss, dass das kein Vergleich ist, weil ja fast nie jemand da war. Aber 11.000 ist schon eine ganz ordentliche Zahl, scheint mir… In Deutschland verbraucht laut http://www.stromverbrauch.de ein Haushalt mit 5 Personen im Schnitt 5.900 kWh und ein paar Zerquetschte. Erstaunlich.

Wir fuhren weiter, um in einem Hotel/Ferienhausbetrieb einen Kaffee zu trinken und die Aussicht zu geniessen. Zwar war der Himmel manchmal bewoelkt, aber das hat auch seinen Reiz. Die Berge tragen schon Schneehauben.

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Uebernachtet wurde in Chetwynd, einem Oertchen, das von der Forstindustrie lebt, in dessen Umgebung aber auch Kohle abgebaut wird. Keine Fotos. Aber gut gegessen und geschlafen.

Am naechsten Tag hielten wir auf dem Weg nach Tumbler Ridge kurz am Gwillim Lake, den ich auf der Karte gar nicht eingetragen habe. Dramatisches Licht, wunderschoener kleiner See, keine Menschenseele weit und breit. So gehoert das.

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Naechster Halt: Tumbler Ridge. Sehr nette Tourist Information, ich konnte mir einen kleinen Einkauf nicht verkneifen. Wieder keine Fotos. Wieder gegessen und die Haeuschen bewundert, die dort irgendwie bunter sind als hier bei uns in (theoretisch) Nord-Alberta, fast skandinavisch. Nett jedenfalls. Und dann ging es weiter zu den Kinuseo Falls. Von denen hatte ich schon gehoert und auch Fotos gesehen. Gute 60 km suedlich von Tumbler Ridge und erreichbar groesstenteils ueber Schotterstrasse. Die war zwar ganz gut, aber wir waren uns einig: unsere albertanischen Schotterstrassen sind „weicher“ und klingen weniger bedrohlich fuer die Reifen. Wir kamen heil an, auch wenn es ueber ein paar interessante Bruecken ging. Auf dem Parkplatz an den Wasserfaellen stand ein dicker Truck mit einem Platten…. Glueck gehabt!

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Die Wasserfaelle sprechen fuer sich selbst, und zwar laut. Die Kinuseo Falls sind tatsaechlich hoeher, wenn auch nur wenig, als die Niagara Falls. Sie bewegen aber bei weitem nicht so viel Wasser und sind auch nicht so steil. Beeindruckend trotzdem, vor allem fuer mich, die ich mich mit Hoehen ein bisschen schwer tue. Immerhin habe ich mich bis auf die zweite Aussichtsplattform im Steilhang gewagt – keine Fotos. Die erste Plattform hatte den Vorteil, dass ich sie nicht von unten sehen konnte…IMG_8739

 

 

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Zurueck ging’s ueber Dawson Creek, wo offiziell der Alaska Highway beginnt.

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Schoen war’s! Grosser Dank an Corinne, nicht nur fuer die schoenen Fotos! Ich wuerde sofort wieder in’s Auto steigen und nochmal fahren, und ich habe auch beschlossen, dass der naechste Besuch diese Tour bekommt. Und naechstes Jahr dann Yellowknife?!

 

 

 

Widerstand zwecklos

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Das war die Vorhersage Anfang der Woche. Dazu irgendwann heute oder morgen -9 ueber Nacht. Da wird die Gaertnerin dann ein bisschen eilig(er).

Gestern endlich kam ich in die Kartoffeln.

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So etwa zwei Drittel habe ich geschafft, dazu einen grossen Korb dicke Bohnen, aber dann hatte ich genug und mein Ruecken auch.

In der Nacht war ich mal kurz auf, und da sah ich die Bescherung schon. Heute morgen sieht mein (Kartoffel)garten so aus:

IMG_3666Es gibt entgeisterte Junghuehner. Denen ich schon seit Tagen empfohlen habe, in den Stall zu gehen  – aber auf mich hoert ja keiner.

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Auch die Esel sind nicht so froehlich.

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Die Puten waren voellig verdattert, schien mir, und die Schweine klangen eher entruestet. So war das ja wohl nicht geplant, eigentlich wollte man noch ein bisschen im Garten nachsuchen. Na, fuer in 10 Tagen etwa sind schon wieder Temperaturen um die 18 Grad PLUS gemeldet. Das Laub ist auch ueberwiegend noch auf den Baeumen, so dass einiges jetzt unter der Last des nassen Schnees sich biegt und womoeglich auch noch brechen wird – denn es schneit weiter.

Ich mag ja Winter, hatte ich vielleicht schon erwaehnt. Und meistens, aber dieses Jahr ganz besonders, weil so frueh und ziemlich heftig, laesst mich der Wintereinbruch tief ausatmen. Man kann nichts dagegen tun, muss es hinnehmen, und dann kann man es auch einfach mal schoen finden. Nuetzt ja eh nix… Also habe ich ein paar der abgeknickten Sonnenblumen gepflueckt (aus dem Schnee gebuddelt, eher so) und hoffe, dass die drinnen noch ein paar Tage sein koennen. Alle Tiere sind versorgt, der Ofen ist an, und ich habe Gemuetlichkeitsgedanken und -projekte im Kopf. Sofa… Vorhaenge… Beleuchtung… Mehr Teppiche… Vielleicht doch einen groesseren Bildschirm fuer die Krimis… Wintergedanken eben. Natuerlich kneife ich ein paar Augen feste zu, denn: im Honeyhouse stehen 4 Kisten Obst, die eingekocht oder sonstwie verarbeitet werden muessen, und gestern bekam ich einen Anruf von der Gaertnerei, wo ich Kohl, Zwiebeln und Tomaten fuer den Winter bestellt hatte. Das hole ich dann alles morgen ab, ebenso wie den Zucker, den die Bienen jetzt ganz dringend brauchen. Und ein Schwein soll auch noch in die Truhe. Es ist nicht so, dass die Arbeit ploetzlich aufhoert, aber fuer einen Moment, einen halben Tag, kann ich sie jetzt einfach mal ignorieren. Vielleicht gucke ich noch eine Folge „The Crown“, zum Beispiel… Ist doch auch sehr nett!

Und euch gebe ich noch ein paar Winterimpressionen, damit das Gejammere ueber den zu heissen, zu trockenen Sommer mal aufhoert 😉

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Fire Season – es brennt (in B.C.)

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Das sagt der Wetterbericht aktuell. Sonnig. Das stimmt nicht so ganz, und wenn man die Temperatur anschaut, koennte man schon ans Nachdenken kommen. Schliesslich ist, wie ich im letzten Eintrag beschrieb, Hochsommer. Aber das ist auch die Waldbrandsaison, und der orange-farbene Balken, der auf eine Info zur Luftqualitaet hinweist, der erklaert dann so in etwas, was los ist. British Columbia brennt so wild wie noch nie, wenn auch noch nicht auf soviel Flaeche wie im letzten Jahr.

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Wir sind, glaube ich, ein Stueckchen links vom Schriftzug Alberta auf der Karte, und der Rauch zieht schon seit Tagen ueber uns hinweg bzw. durch unsere Waelder. Das sieht dann heute, wirklich extrem, so aus.

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Das erste Foto ist von 11:42, da sieht man die Sonne winzig und orange getoent. Das letzte ist von 14:21, da war die Sonne schon lange unsichtbar, und draussen konnte ich fast nur noch raten, wo ich war. Inzwischen ist es wieder etwas heller, aber das kann sich offensichtlich je nach Bewegung der Rauchwolken und Luftschichten ganz schnell aendern. Gereon berichtet aus Valleyview, dass bei ihm schon eine ganze Zeitlang Nacht ist und keine Aenderung am Horizont zu erkennen. Zum Glueck scheint der wirklich verdunkelnde Rauch in hoeheren Luftschichten zu schweben, so dass die Luftqualitaet auszuhalten ist. Und zum Glueck brennt es bei uns nicht auch noch.

Das Licht ist merkwuerdig gelb. Die Tiere sind still. Die Moskitos benehmen sich, leider,  wie in der Daemmerung, das waere nun nicht auch noch noetig. Die Bienen – und das ist das bedauerlichste im Moment – fliegen nicht. Die Bedingungen waeren eigentlich ideal, denn wir hatten ausreichend Niederschlag, der Klee blueht wie bloede, und ueber dem Rauch scheint ja praechtig die Sonne. Doch fuer die Bienen ist Nacht, ohne Sonne geht nix, und so wurde die heutige Honigernte abgesagt. Ob es morgen was wird, ist die grosse Frage. Jetzt wird uns eine Besserung der Lage ab morgen nachmittag in Aussicht gestellt, aber das koennte auch Wunschdenken sein. Ich glaub, ich geh ins Bett.

Esel-Erfolge. Gefluegel-Dramen.

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Mehr Ausrede brauche ich nicht, um jetzt zu schreiben. Die Tiere sind versorgt, der Ofen knistert, der Generator muss leider laufen, weil: Das Wetter ist aeusserst bescheiden. Hitze ist ja doof, aber immer nasse Jeans bis an die Knie ist auch nicht so prickelnd. Also erstmal lecker fruehstuecken. Und dabei erzaehle ich euch von meinem tapferen Hugo. So ein guter Junge!

Man muss sich vielleicht noch einmal vor Augen fuehren, dass Esel in der Steppe heimisch sind, im Mittleren Osten bzw. Nordafrika, wo es eher trocken, eher heiss, eher steinig ist. Sie sind jedoch offensichtlich sehr anpassungfaehig, wenn auch nicht immer gluecklich damit. Gestern also beschloss ich, ein wenig leichtfertig, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte, dass Hugo uns zur Wildkamera begleiten sollte. Seit er von seiner Mutter getrennt und zwangsweise mit den Lamas vergesellschaftet wurde, neigt er ein bisschen zur Niedergeschlagenheit, und ich wollte ihm Abwechslung und Herausforderung bieten – das soll ja fuer die jungen Leute gut sein. Wie ein Hund, der das Geraeusch der Leine, wie sie vom Haken genommen wird, kennt und sofort kommt, so marschiert auch Hugo von wo immer herbei, wenn ich das Halfter in die Hand nehme. Chef vorneweg, Hugo und ich hinterher, zogen wir los. Leider habe ich keine Fotos von meinem kleinen tapferen Eselchen, wie es die erste (und einzige!) Bruecke meistert. Ich bin so stolz auf ihn! Nur dreimal sind ihm seine immer noch kleinen Huefchen zwischen die Bohlen geraten, dann hatte er es gelernt. Erst an der dritten wirklich sehr waessrigen Stelle wollte ich aufgeben, weil er so lange ueberlegen musste und sich bitten liess, waehrend ich von Moskitos foermlich aufgefressen wurde. Aber der Chef schlug vor, ueber den Biberdamm zu gehen. Und als kein Wasser vor seinen Fuessen zu sehen war, liess sich der tapfere Hugo dazu tatsaechlich ueberreden. Das kleine Filmchen zeigt eine weitere Wasserueberquerung, diesmal mit Schmackes! Es war eine bemerkenswerte kleine Wanderung!

Auf der anderen Seite diese Puten! Vor einiger Zeit hatte ich ja von den fuenf Neuzugaengen berichtet, zwei Haehne, drei Hennen. Sie haben sich tatsaechlich prima eingelebt, viel besser als erwartet. Ihr Brieftaubenverhalten haben sie voellig abgelegt, das ist gut. Die 18 Eier, die ich unter Huehnerhennen geparkt hatte, sind leider nix geworden. Zwei mutig geoeffnete Eier zeigten (aus der geruchssicheren Ferne) einen kleinen Embryo und in dem anderen Ei nur undefinierbare Plempe. War also nix. ABER: die drei Damen verschwanden kurz hintereinander alle im Busch, um sich nur selten und kurz zum Fressen wieder blicken zu lassen. Ich notierte mir die Daten. Eine kam nach 14 Tagen wieder, ohne Kueken. Die naechste kam am 28. Juni wieder – mit sieben Kueken! Sie geriet allerdings direkt in eine taetliche Auseinandersetzung mit der Kollegin. Das sah ich vom Fenster, als ich noch keine Kueken erkennen konnte. Ich raste raus, mit Butterbrot in der Hand, wie das so meine Art ist, und entdeckte erst eins, dann noch eins und noch ein Kueken, und dann wurde mir klar, dass um mich herum potentiell ueberall kleine Fluffbaelle sein koennten. Still stehen, nachdenken… Mein Fruehstueck wollte ich nicht aufgeben, aber mit nur einer Hand fluechtige Kueken einfangen, das sah ich auch nicht. Also rein, Fruehstueck abgelegt, Kiste geschnappt, auf Kuekenfang. Inzwischen war die Henne wieder Richtung Busch unterwegs mit ihrer Mini-Bande! Ich fand sechs Stueck, aber mir fehlte ein schwarzes, das ich definitiv gesehen hatte. Erstmal alle in den Stall, mit aufgeregt folgender Henne, dann wieder raus, weiter gesucht – fuendig geworden! Im Stall, den ich sehr provisorisch vorbereitet hatte mit einer Abtrennung fuer Mutter und Kinder, war die Henne so derart panisch, dass ich um die Kueken fuerchten musste, und ausserdem war es super-usselig und kuehl. Ergo alle wieder eingepackt, im Haus auf eine Waermflasche gesetzt, dann alle verfuegbaren Verlaengerungskabel aneinander gesteckt (das darf man gar nicht verraten, eigentlich) und eine Waermelampe aufgehaengt. 250 W Dauerleistung, geht nur mit Generator und ist demnach ein Unding, aber fuer die Kueken…. Nachdem die Lampe brannte, die Temperatur darunter in Ordnung und die Kuekenschar aufgewaermt war, schleppte ich alle wieder runter, setzte sie unter die Lampe – und sie liefen sofortissimo zu ihrer Mama, die sich dann – endlich, endlich – auch beruhigte und ordnungsgemaess die Brut unter ihre Fittiche nahm. Es erfolgte ein tiefes Ausatmen meinerseits.

Seitdem pilgere ich alle paar Stunden zu den Puten, um zu zaehlen und Zustaende zu pruefen. In Deutschland habe ich ja erlebt, wie schnell die von lebendig zu ganz tot koennen. Gestern, sowieso ein eher schwieriger Tag, geriet zweimal ein Kueken aus der Abtrennung. Diese Mini-Teile kuehlen ganz schnell aus und liegen dann leblos in den Ecken. Zweimal also hatte ich ein Kueken im Hemd, den Gatten mit der Bereitstellung einer Waermflasche beauftragt, und wickelte Nestchen aus einem Handtuch. Zweimal klappte es wie ein kleines Wunder: Waerme fuer eine gute Stunde, und ein rasselnd atmendes Pruttelchen mit geschlossenen Augen und haengendem Koepfchen verwandelt sich wieder in ein piepsendes, flitzendes Federbaellchen. Ich habe versucht, die Ausbruchsluecken zu finden und zu stopfen, und trotzdem fand ich heute morgen wieder eines ausserhalb der Einkastelung, diesmal wirklich ganz tot.

Diese Kueken-Dramen gehen mir jedes Jahr nahe. Immer, wenn ich so ein kleines Wesen in der Hand halte und den Mini-Schnabel auf meiner Haut spuere, das Klicken und das Rasseln hoere, dann habe ich ein Deja-Vu. Ich weiss gar nicht, wie oft ich das schon gemacht habe, mit allen moeglichen Federtieren, meist mit weniger Erfolg. Jedes Jahr wieder, und jedes Jahr habe ich die Hoffnung, dass man die Tierchen retten kann. Puten sind – aehnlich wie Esel – nicht von hier. Sie haben es auch lieber waermer und vor allen Dingen trockener. Da frage ich mich heute ganz besonders, ob wir so einen Versuch ueberhaupt haetten starten sollen, mit einer Naturaufzucht. Denn: Die dritte, erfahrene Henne sitzt noch irgendwo draussen, und naechsten Sonntag muessten die Kueken schluepfen. Es kann gut sein, dass sie bei dem Regen inzwischen auf einer Insel sitzt. Aber selbst, wenn das nicht der Fall ist, sehe ich gar nicht, wie sie bei diesem Wetter die Winzlinge trocken bis zum Haus bringen will. Naechste Tragoedien sind vorprogrammiert…

Die aktuellen Kueken aber habe ich heute neu eingekastelt, die Mutter damit einmal mehr voellig aus der Fassung gebracht, doch bei der letzten Kontrolle sassen alle ordnungsgemaess in der Ecke, Mutter auf Kindern.

Durchweg erfreulich allerdings war die Ausbeute von der Wildkamera gestern, auch wenn ich leider die besten Bilder versehentlich nicht kopiert, sondern geloescht habe.

lynx2018

Diesen oder einen anderen Luchs sahen wir auch voriges Jahr schon. Am besten gefallen mir immer diese immensen Hinterfuesse!

Dann aber zeigte sich das fuer mich bisher erfreulichste Tier (weil es schoene Toene macht, und mich weder beissen noch stechen noch ueberhaupt potentiell aufessen will), und bei genauem Hinsehen hat es auch Nachwuchs bei sich.

sandhillcrane2018

Gehoert hatte ich die Sandhill Cranes in letzter Zeit oft im Nordwesten, hatte auch schonmal ueberlegt, ob sie wohl in unserer Naehe sein koennten, aber dieses Foto, mit einem so kleinen Kueken, belegt ziemlich klar, dass sie in der Tat bei uns auf dem Land, ganz in der Naehe der Kamera brueten. Wie ich mich darueber freue!