Archiv des Autors: Petra

Amuesiert euch ruhig!

Wie ich vernehme, amuesieren sich einige von euch ueber Emma Noltes Erlebnisse. Das ist gut. Emma hat inzwischen, wahrscheinlich aufgrund ihres fuer NW-albertanische Verhaeltnisse extrem guten Ausbildungsstandes als Traktorfahrerin, bereits mehrere, allerdings nicht ganz ernst gemeinte Arbeitsangebote. Marvin sagt, so was haette er schon befuerchtet: kaum bildet man die Leute ordentlich aus, werden sie einem weg-engagiert. Tja. Aber ich bin eine loyale Mitarbeiterin und so werde ich wohl auch gleich wieder losziehen. Zwar hat es ja geregnet letzte Nacht, aber anscheinend nur wenig, und heute morgen hat ein frisches Windchen den Himmel schon blau geputzt und wahrscheinlich auch das Heu getrocknet.

Am Sonntag waren wir mit Walter und Sabine erst auf der Heuwiese, wenigstens schon mal gut 100 Ballen nach Hause holen. Das hat prima geklappt. Und danach, bzw. nach Kaffee und Kuchen, sind wir dann Richtung Biberteich gezockelt. Diese Naturfuehrungen vom Herrn Hoe., die haben es in sich. D.h. in erster Linie hatten wir nachher Wasser in Schuhen und Stiefeln. Der Wald ist jetzt wunderschoen: Ueberall bluehen blaulila Astern, dazwischen Goldrute und andere gelbe Bluemchen. Der Boden ist uebersaet mit Beeren aller Art. Unser Weg fuehrte uns durch einige ziemlich gute Blaubeerstellen. Ausserdem waechst ueberall kanadischer Hartriegel, das ist so eine kleine Pflanze, die man in Deutschland, wahrscheinlich fuer gutes Geld, in den Gaertnereien als Bodendecker kaufen kann. Hier deckt sie den Boden fuer umsonst und beschert uns jetzt bueschelweise kleine, orange-rote Beeren – sehr huebsch. Ausserdem gibt es High Bush Cranberries – nichts anderes als Schneeballbeeren, aus denen man ein schoenes, saeuerliches Gelee machen kann, wenn man denn Zeit bzw. einen Eimer bei sich hat. Das Gras steht manns- bzw. fraushoch, weil es immer noch so sehr feucht ist. Der kleine Hund war streckenweise nur noch an der Grasbewegung auszumachen, und an der Leine geschwommen ist er auch mal. Wasser findet er naemlich gut, so lange es unten ist. Dann springt er hemmungslos in jede Pfuetze. Regen dagegen ist unbeliebt. Emmi findet das ja genauso: Biberteiche sind zum Plantschen da. Die Biber uebrigens finden diesen Sommer wahrscheinlich superklasse. Ausbaumoeglichkeiten ohne Ende, und sie werden gut genutzt. An jeder Ecke gibt es neue Lehmdaemme, an denen anscheinend noch heftig gebaut wird.

Dies ist glaube ich mein Lieblingswetter. Ach, und die Moskitos sind auch merkwuerdigerweise weniger. Die Libellen schwirren immer noch zu vielen um uns herum, wenn wir abends schon mal am nunmehr offiziell genehmigten Feuerplatz sitzen. Jetzt hoert man auch wieder Gaense, die mit ihrem Teenies fliegen ueben. Ein bisschen wehmuetig macht einen das schon, der Sommer ist so gut wie vorbei, und ein bisschen graust mir immer vor dem Winter. Obwohl – laengst nicht so sehr wie in Deutschland.

Gestern abend habe ich alte Beitraege von mir gelesen, aus dem ersten Winter hier in Sunset House. Da war ich aber noch optimistisch, du meine Guete! Das Leben lehrt einen dann manchmal etwas anderes. Noch nicht mal die Schaukel habe ich jemals bekommen. Von den anderen Annehmlichkeiten ganz zu schweigen. Aber die Sonne scheint, neben mir knackt das Kaetzchen, draussen zanken sich die idiotischen Ziegenmaenner (bis einer weint, ich sage es euch, da bricht noch mal ein Horn ab!), und ich, ich esse Dark Chocolate Dreams, von der Peanut Butter & Co., und zwar mit dem Messer direkt aus dem Topf, jawoll! Die Freuden des mehr oder minder Solo-Lebens (der Herr Hoe. isst das naemlich nicht so gern, sind keine Kartoffeln drin…)

Und jetzt haltet mir die Daumen, dass dieses letzte Heu wenigstens mit nur einem Regenguss reinkommt!

 

emma greint!

es regnet schon wieder, bestimmt auch auf mein am samstag geschnittenes gras, so ein mist. wenigstens die haelfte meines heus wollte ich trocken reinkriegen. aber das wird wohl nix. es donnert und blitzt, und der regen prasselt gemuetlich auf blechdach und teich. da machste nix. vielleicht ’nen kleinen verzweiflungs-eierlikoer von katrin?

… aka Emma Nolte

Ich bin sozusagen befoerdert worden. Auf einen Traktorsitz. Und nenne mich nunmehr die kanadische Emma Nolte. Und das kam so:

Erst war irgendwie kein Sommer. Regen, Kaelte, der Garten wurde nix, die Bienen flogen nicht, keiner konnte Heu machen. Und dann, wie das ja oft geht, kam alles auf einmal. Es wurde warm und sonnig, im Garten waechst der Klee wie bloede – das Gemuese natuerlich nicht, vor lauter Klee. Al the appleman kam mit der ersten Fuhre, so dass ich einmachen musste. Und zwischendurch Brot backen. Tomaten hab ich auch schon geerntet, Bild ist nix geworden. Die Bienen wurden hektisch, denn der Klee, dem der Regen bis dahin sehr gut gefallen hatte, stand nun ueberall zur Verfuegung. Und dann sprach Marv, mein Heulieferant, mit dem Herrn Chef darueber, dass er so spaet sei mit dem Heu und dass er eigentlich Hilfe braeuchte, und der Herr Chef bot mich als Leiharbeiterin an. Jedenfalls habe ich mir das so zusammengereimt. Und nu fahr ich Trecker! Ach, der Herr Lieblings-Nachbar waere stolz auf mich. Irgendwie muss ich ihm noch ein Bildchen zukommen lassen. Der Weg zum tatsaechlichen Fahren war natuerlich etwas holperig. Schliesslich ist dies Nordwest-Alberta, neue Traktoren sind nicht die Norm. Morgens frueh um 6 stand ich also auf der Heuwiese und wurde von Marv eingewiesen in die Feinheiten des Case-Traktors (Baujahr geschaetzt 1975) und des Maehwerks (im Baujahr wahrscheinlich irgendwie passend). „Wir tauschen jetzt erstmal ein paar Messer aus!“ *gruselgruselgrusel* Das Maehwerk ist, anders als ich das aus Deutschland kannte, so ein breites Teil mit geschaetzt acht kleinen Kreiselmaehern drin. Dahinter laeuft eine Walze, die das Maehgut knickt, damit es nicht platt auf dem Boden liegt und somit besser trocknen kann. Gewendet wird hier ueblicherweise nicht. Der Messeraustausch erwies sich schon als schwierig. Nix passte zusammen, aber Marv, ein guter Albertaner, hatte noch ein paar eigentlich ausrangierte Messer, die er aber natuerlich nicht weggeworfen hatte („I hate to throw things out.“ Waer‘ ich nie drauf gekommen…) und die zwar nicht mehr gut, aber irgendwie noch brauchbar waren. Dann erklaerte er mir – gefuehlt – 100 Schmiernippel, die alle unterschiedliche Mengen Fett zu unterschiedlichen Zeiten bekommen mussten. Aus einer Fettpresse, die nicht mehr so wirklich funktionierte. Fuer die zweite, luxurioesere Presse fehlte aber gerade mal die Batterie. Nun ja. Als alles „repariert“ und geschmiert war, bestiegen wir das aeusserst komfortabel eingerichtete Fuehrerhaus. Es gibt Klimaanlage in Form von fehlenden Scheiben seitlich, sehr hilfreich. Der ergonomisch ausgezeichnet gestaltete Sitz war in Wirklichkeit gar nicht so unbequem. Heute weiss ich naemlich, dass der zweite Trecker noch ganz andere Dinge zu bieten hat. Auf meine Frage nach dem Sinn und Zweck eines Spanngummis von der Kupplung zum Traktorrahmen erfuhr ich, dass das die „Rueckholfeder“ fuer das Kupplungspedal sei, andernfalls funktioniere das nicht. Ah ja. Und dann donnerte Marv mit mir los. Es gibt drei Gaenge und drei Bereiche und siebentausend Hebel fuer die PTO (ich weiss nicht mehr, wie diese Welle auf deutsch heisst), und dann noch die Hydraulik, die ein bisschen undicht ist und und und. Nur die Bremse, die lernte ich erst spaeter kennen, denn „die benutze ich eigentlich nie“. Vor meiner ersten Selbstfahrerrunde warnte Marv nochmals, dass die Kupplung ein bisschen interessant sei und liess mich dann auf das Gras los mit den Worten: „Let ‚er buck!“ – Na, das hab ich dann auch getan. Mit einem Riesensatz knatterten wir ins Geschehen! Oh boy, wie peinlich! Aber inzwischen kann ich das Ding anfahren, ich sag’s euch, butterweich! Ach, und auch in die diversen Kurventechniken wurde ich eingewiesen. Linksrum ist schwierig, rechtsrum geht auf einem Untertaesschen, relativ gesehen, aber man muss hoellisch aufpassen, dass man das Maehwerk, wenn man sich schon so fortgeschritten fuehlt wie ich nach zwei Stunden, bei den schwungvollen grossen Linkskurven nicht in den Busch knallt – das kaeme nicht so gut. Irgendjemand hat es schon vor mir mit den Zaunpfaehlen ausprobiert, das konnte ich sehen. Kurven- ebenso wie Geradeausfahrten werden dadurch interessanter gemacht, dass die Lenkung ungefaehr eine Lenkradumdrehung Spiel hat. Da ist schon eine gewisse strategische Planung vonnoeten, um da abzubiegen, wo man das wirklich will. Ich ertappte mich dabei, dass ich am ersten Tag so schrecklich konzentriert fahren musste, dass ich beim Wiedereinbiegen auf die Maehspur immer blinken wollte… Einen Blinker habe ich aber da natuerlich nicht. Und auch nur einen schwierigen Rueckspiegel. Den haette ich lieber etwas besser gehabt, denn zu den systemimmanenten Herausforderungen kam dann noch der Nachbarshund, der es sehr witzig fand, neben, vor und hinter Traktor und Maehwerk herumzulaufen, vor mir oft so, dass ich ihn gar nicht mehr sehen konnte. Nix fuer meine schwachen Nerven. Und das ist der Hund, den wir neben dem Auto herlaufen hatten etwa anderthalb Kilometer weit mit knapp 40kmh, d.h. muede machen konnte ich den nicht. Aber als ich Dienstag abend nach Hause fuhr, lebte er noch. Ich war naemlich schlau und habe mir fuer meinen zweiten und dritten Arbeitseinsatz ein Halsband und eine lange Kette mitgenommen und den – sehr netten – Hund im Schatten an einen Baum gebunden. Er hat was von meinem „Pausenbrot“ abbekommen und schien gar nicht so ungluecklich.

Steine habe ich beim ersten Maeheinsatz so einige gefunden, gluecklicherweise sind mir Hirschkaelber erspart geblieben. Und ich hoffe, dass das so bleibt. Stattdessen habe ich bestimmt Millionen Heuschrecken zu Invaliden gemacht, diverse Maeuse getoetet und damit viele Raben und kleine Falken froehlich und satt gemacht. Auch eine Schneeeule und ein Kojote haben meine Maehspur begleitet. Die Heuschrecken sind heutechnisch meine direkten Konkurrenten, die fallen inzwischen in grossen Mengen ueber die Wiesen her, und es wird allerhoechste Zeit, dass das Gras zu Heu wird. Andererseits – Sommer in Alberta ist jetzt in meinem Kopf bestimmt fest verbunden mit dem unverwechselbaren Klicken der Heuschreckenfluegel, wenn sie durch die Gegend fliegen. Und wenn man sie mal unvoreingenommen anschaut, sind sie eigentlich schoen. Es gibt dunkelrote Hinterbeine, gelbe Fluegelunterseiten, irgendwo ist noch was knallrotes, und sie haben interessante Gesichter. Ueberhaupt fand ich also den Heueinsatz, insgesamt bis jetzt gut 20 Stunden, sehr nett. Es hat was, so frueh am Morgen ueber dem dunstigen Tal zu stehen, die Luft ist frisch, die Moskitos sind zwar schon da, aber auf dem Traktor erwischen sie einen nicht. Am dritten Tag hatte ich dann auch endlich Ohrstoepsel, so dass die betraechtliche Geraeuschkulisse etwas gedaempft war.

Tja, und jetzt hat es auf mein wunderbares Heu geregnet. Letzte Nacht gab es rundum fette Gewitter, wir selbst hatten hier nur etwa einen viertel Inch, aber Marv berichtete heute morgen, dass suedlich von ihm noch der Hagel auf den Feldern liege. So werde ich dann heute nicht in die Geheimnisse des Wellenschlagens eingeweiht. Vielleicht morgen. Und dann auch die Rundballenpresse. Die finde ich ein bisschen unheimlich, denn die laeuft hinter dem anderen Traktor, siehe unten. Heute aber Heu-Pause. Macht insofern nix, als der Chef unterwegs ist, Honig zu ernten. Am Dienstag naemlich, als ich nach acht Stunden Maehen heimkam, ging es gleich weiter mit der Honigschleuder. Es wurde eine Nachtschicht, und im direkten Vergleich muss ich sagen: Treckerfaaahn ist schoener. Klebt nicht so. Aber knapp 400 kg Honig sind im Tank, und heute kommen sicher noch mal 250 kg oder so. Ist dringend noetig, denn wir haben Auftraege fuer mindestens eine Tonne!

Gestern abend, als sich schon die Gewitterwolken auftuermten und fuer einen dramatischen Sonnenuntergang sorgten, durfte ich dann den anderen Traktor ausprobieren, der vom Feld nach Hause geholt werden musste. Marvs Frau ist – „She picked the right time…“ – fuer eine Woche weg, und so fehlt immer irgendwo ein Fahrer. Der andere Traktor ist ein alter International, erinnerte mich irgendwie an ganz fruehere Zeiten. Und ist graesslich. Aber jetzt hat er die Zaehne im Getriebe frisch geputzt, dafuer hab ich gesorgt. Hat ihm nicht gefallen, hat arg geknirscht, aber wat willste machen? Schalten ist ja bekanntlich kein Geheimnis… Da besteht der Sitz z.B. nur noch aus den Metallfedern, voellig ohne so eine ueberfluessige Polsterung. Kann auch nicht so heiss werden, sagt Marv. Wohl wahr! Und die Lenkung hat eher so zwei Umdrehungen Spiel. Dafuer aber einen schicken Kurbelknopf, den man auch dringend braucht. Auch hier war wieder ein Spanngummi im Einsatz, es hielt den Bolzen fuer die Anhaengerkupplung vor Ort – „Ach, das faellt nicht ab, hat es ja bis jetzt auch nicht getan…“ Die Tuer ging in Rechtskurven auf, in Linkskurven zu, alles automatisch… Aber bei Marv auf dem Hof, da stand dann der dicke John Deere, mit acht Raedern. Ich muss wohl irgendwas in meinem Blick gehabt haben, jedenfalls fragte er: Willste den mal gern fahren? – Klar, das wuerde mir Spass machen! Vielleicht kann ich das mal noch tun. Ins Fuehrerhaus bin ich jedenfalls schon geklettert. Das hat eine richtige Tuer, sogar mit Schloss! Und Klimaanlage, Radio, Licht, Geblaese, alles – und lt. Marv funktioniert sogar ALLES. Das reinste Wunder. Da kaeme dann hinten so ein Monster-Scheibenpflug dran oder so was. Ich glaube, ich stell schon mal einen Antrag, dass ich da mal mit spielen darf.

Nebenher kann ich noch berichten, dass ich fuer eine Woche eine sehr nette Hilfe hatte, die aber leider schon wieder weg ist. Und jede Woche Markt, der gerade intrigen-geschuettelt ist. Das ist etwas ganz neues fuer mich, und als Marktleiterin stehe ich natuerlich an vorderster Front und direkt in der Schusslinie. Weswegen ich nun auch schon auf Facebook mit haesslichen Namen bedacht wurde. Interessant. Aber Maryjane sagt: That, too, shall pass. Geht alles vorueber.

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Das steht hier immer auf den Videos, wenn mehr als nur ein nackter Arm zu sehen ist oder die Sprache nach amerikanischen Standards fuer Kinder ungeeignet ist. Oder so. Wir hatten am Dienstag hier auch recht viel Haut. Karla war gekommen, um die Lamas theoretisch nur zu sedieren, damit sie geschoren werden konnten und ihre Klauen geschnitten. Das endete aber in einer Friseur-Intensiv-Session mit massgeblicher Karla-Beteiligung, nach deren Abschluss die Lamas, na, sagen wir mal, interessant aussehen, manche mehr als andere. Ich befuerchte, man kann erkennen, dass George das erste und Hektor das letzte Opfer war, denn schon nur ueber drei Lamas hat sich die Schnitttechnik doch deutlich verbessert. Auch das Hektor-Schwanzbommel-Styling ist, so denke ich, sehr gelungen. Ueber George wollen wir da schweigen. Weil wir das letzte Mal vor drei Jahren zur Schere gegriffen hatten, war es dringend noetig, selbst wenn das Wetter eher ein Maentelchen verlangt. Und auch die Moskitozahlen sprachen gegen zuviel nackte Haut, aber laenger wollten wir nicht warten. So kratzen sich die Lamas jetzt fuer eine Weile, und auch gewaelzt wird oefter. Ich bin ganz begierig, zumindest das Hektor-Vlies zu etwas Strickbarem zu verarbeiten (Karla hat sich auch schon eine Muetze bestellt 🙂  Dem Anschein nach haben sich Georges superfeine Fasern bereits am Koerper gefilzt, schade. Vielleicht laesst sich aber noch was retten, mit Geduld, ohne Spucke. Gespuckt uebrigens wurde bei der Prozedur nicht, obwohl es ein paar sehr aergerliche Gesichtsausdruecke und bedrohlich hochgezogene Oberlippen gab.

Der kleine Hund fand das ganze Unternehmen hoechst interessant und war furchtbar wichtig mittendrin, nicht immer guenstig, und als George ueberraschend und mit Schwung zu Boden ging, auch nicht ganz ungefaehrdet. Aber weil er so kuehn war und so interessiert, darf er uns hier mal wieder die Streichholzschachtel machen, neben Georges Vlies. Selbst wenn ich es nicht auseinander gefusselt bekomme, gibt es bestimmt einen prima Hundefilz! Wenn er gerade mal nicht so wichtig ist, der kleine Hund, dann sitzt er gern beim Chef auf dem Schoss. Und gestern bestaetigte mir jemand, was ich ja auch finde: Die beiden aehneln sich irgendwie. Ich behaupte sogar, sie haben den gleichen Nachnamen. Und teilen sich Unbeirrbarkeit und ein unerschuetterliches Selbstbewusstsein. Ebenso wie das grosse Interesse an „Wiener roasts“, also Wuerstchen grillen, was hier zur Freude beider stattfand. Leider bekam nur einer der Beteiligten Wuerstchen. Grillveranstaltungen (dass ich das noch erleben muss!) koennen wir nun offiziell von Herrn Chalifoux (interessanter Name des Feuerschutzbeauftragten) genehmigt an unserer geschotterten Feuerstelle abhalten. Ebenso wie Wachsschmelzorgien im Edelstahl-Wachsschmelzgefaess.

Statt Upupa epops* – 8 Ohren und 10 Fuesse

Bei uns gab’s am Samstag Bubo. Zwar nicht Bubo bubo, aber Bubo virginianus und Ursus americanus. Der Chef und ich sind naemlich – fuer mich zum ersten Mal seit Schwiemu’s Abreise – mal wieder in den Busch Richtung Hochsitz gewandert. Weil der Wasserstand stellenweise immer noch sehr hoch ist, mussten wir uns ueber Biberdaemme statt entlang der „frei“geschobenen Wege bewegen. So sieht man aber eindeutig noch mehr Flora, wenn auch keine Biberfauna. In den Bibersuempfen blueht jetzt ueberall die Sumpfcalla. Dazwischen noch was kleines Gelbes, das aussieht wie eine Kreuzung aus Loewenmaeulchen und Orchideenbluete – kann ich leider im Moment noch nicht identifizieren. An trockeneren Stellen sah ich dann ziemlich viele Wintergruens, die ich auch sehr huebsch finde. Es ist schon erstaunlich, was alles wuchert und waechst in so einem nassen Fruehsommer. Und wenn man die Moskitos und die nassen Fuesse mal ausser acht laesst, ist so ein Spaziergang sehr erfrischend. Am Hochsitz angekommen, haben wir es uns gemuetlich gemacht, was wirklich nur unter Einsatz einer guten Dosis Moskitospray gelang. Doch das Warten wurde belohnt: ein kleinerer Baer (Ursus americanus!) kam aus dem Wald und hat uns eine ganze Zeitlang mit seiner Randaliererei amuesiert. Er war naemlich offensichtlich auf der Suche nach Larven, und zu diesem Zweck demolierte er mit lautem Krachen Totholzstuecke. Man konnte gleich erkennen, dass er sich in keinster Weise bedroht fuehlte, denn im Gegensatz zu den Pflanzenfressern wie Hasen oder Hoernchen oder Hirschen war er so gar nicht auf der Hut, schmiss sich auch mal hin und rollte rum, wenn etwas mehr Koerpereinsatz gefragt war. Und gab sich keinelei Muehe, seine Anwesenheit zu vertuschen. Wir sind irgendwann leise von dannen geschlichen, hoerten ihn aber immer noch in der Gegend rumpoltern. Das waren dann vier der Beine und zwei der Ohren. Gehoert, aber leider nicht gesehen haben wir auch den „Biber in residence“. Den hatte naemlich offenkundig der kleine Baer erschreckt, so dass er mit lautem Klatschen den Schwanz auf’s Wasser schlug.

Auf dem Rueckweg wies mich Gereon auf Vogelschreie hin, die ich anderenorts vielleicht fuer aergerliche Wellensittiche gehalten haette. Es waren aber die beiden jungen Uhus, die in der Naehe des Hochsitzes ausgebruetet wurden. Ein paar Meter weiter sahen wir sie dann auch. Bubo virginianus, interessanterweise sehr verschieden gefaerbte Jungvoegel, einer braeunlich, einer sehr hell sandfarben. Und noch ein Stueckchen weiter sass ein Altvogel hoch oben auf einer Fichtenspitze und wehrte mit ausgebreiteten Schwingen die (Schein?)angriffe von kleineren Singvoegeln ab. Das macht sechs weitere Beine, und, na gut, bei den Ohren haben wir ein bisschen gepfuscht. Zwar haben die drei Uhus natuerlich sechs Ohren, aber die Feder“ohren“ hatte noch nur der Altvogel.

Schoener Spaziergang! Und die nassen Fuesse uebrigens bekam nur der Chef, ich hatte naemlich in dickere Gummistiefel investiert, ha!

*Upupa epops ist der Wiedehopf, im Englischen fast genauso lustig Hoopoe (gesprochen Huhpuh, tztztz). Ich erwaehne ihn an dieser Stelle, weil mein Kind mich an eine beliebte Beschaeftigung aus den jungen Jahren der Familie M. erinnerte: In Bestimmungsbuechern lustige lateinische Namen finden. Upupa war bestimmt unter den Top Ten. Und wie ich gerade lese, wird er u.a. auch als der Puvogel bezeichnet. Namen sind was Tolles. Bufo bufo. Anser anser.  Caprimulgidae (dazu gehoere ich). Ich weiss schon, warum ich gern Telefonbuch lese…

Land unter!

Da hat Ludwig noch gut gaehnen – so ein Schweineleben kann wirklich anstrengend sein: schlafen – essen – Stoffwechsel – mehr essen – sonnenbaden – schlafen – essen etc. Ob der rote Hund da Bodyguard macht oder eher mal wieder Sorge hat, dass Ludwig etwas verkimmelt, was eigentlich sie, die wichtige Sheba, haben sollte – das weiss man nicht. Jedenfalls verbrachten die beiden einige Zeit friedlich doesend in der Sonne. Das war vorgestern. Heute ist Ludwig nicht so froehlich, es hat naemlich viel Feuchtigkeit von oben, und die mag er nicht so gern.

Seit gestern mittag sind 5 cm Regen gefallen, bis morgen frueh koennten es laut Rainfall Warning 90 mm werden. Der meist um diese Zeit trockene Zufluss zum Dugout hat sich in ein kleines Wildwasser verwandelt. Der Garten ist Venedig im Dschungel, den kleinen Lauchpflanzen steht das Wasser bis ueber die Mitte. Die gerade gekeimten Mangolde sind auf Tauchstation, und nach den Moehren hab ich gar nicht mehr geguckt.  Die Ziegen sind extrem unwirsch – bei so einem Wetter mag man gar nicht aus dem Stall kommen, aber irgendwie muss man ja die Kalorien aufnehmen. Schwierige Entscheidungen. Ich jedenfalls habe den Morgen ueberwiegend drinnen verbracht, vorm Computer, der jetzt dank Smart Hub in der Tat recht ordentlich funktioniert, und ich kann parallel telefonieren, wie nett. Allerdings musste ich heute morgen im Regen schon die Jurte evakuieren. Es tropfte ueberall durch das Dach, und auf dem Sperrholzfussboden standen Pfuetzen, wo sie nicht von meinem schoenen alten Teppich aufgesogen wurden… Nicht so erfreulich. Andererseits besteht jetzt Hoffnung auf viel Heu, das waere auch mal nett.

Jetzt leg ich mal was auf den Ofen, sonst faengt’s womoeglich hier drinnen noch an zu schimmeln 🙂

Telus – unendlich und immer weiter

Ich war dann also letzten Freitag ordnungsgemaess und erwartungsvoll ueber 18 Jahre alt und ab 8 Uhr morgens bereits fuer den dicken Telus-Truck mit dem dicken Mann. Was kam, war ein sehr junger, netter Mann. So weit, so gut. Der Rest verlief allerdings wie erwartet. Es sei da wohl keine Leitung in der Strasse (Ach??) Wenn ueberhaupt machbar, dann werde das teuer (Ach??). Und er empfehle mir ein Smart Hub. Das ist so ein aufgemotztes Aircard-Teil, das mir dann zuhause ein drahtloses Netzwerk bastelt, gleichzeitig aber einen ganz normalen Stecker fuer ein ganz normales Telefon hat. Nach ausfuehrlicher Besprechung zuerst mit Gatte, dann mit meinem Telus-Laden hier in Valleyview (man unterstuetzt schliesslich die lokalen Geschaefte) hab ich mich einmal mehr von der Hoffnung auf einen Festnetzanschluss verabschiedet, schweren Herzens meinen angeblich guten Handy-Plan aufgegeben und so ein Ding erworben. Jetzt sitze ich, nur von einer guten Nacht unterbrochen, na ja, und ein bisschen Yoga und Melken und Ziegen sortieren, schon seit Stunden hier mit noch mehr Kabeln, noch mehr Steckern, noch mehr Geraeten, nicht wirklich mehr Strom, aber mehr Verbrauch – und es funktioniert fast alles! Das reinste Wunder. Zwar macht das Blackberry, das sonst ja wirklich sehr umgaenglich ist, gerade Zicken (wahrscheinlich eifersuechtig!), aber das kriege ich noch hin. Das Telefon aber funktioniert tatsaechlich. Sicherheitshalber hatte ich ein neues besorgt, man weiss ja nicht, was drei Jahre unter einer Plane in allen in Alberta moeglichen Temperaturen mit einem Billigtelefon machen. Nun haben wir eines fuer Menschen mit Sehproblemen, Monstertasten lassen eine Bedienung praktisch auch mit den Knien oder so zu. Wahrscheinlich koennte ich auch dem roten Hund beibringen, eine zehnstellige Nummer zu waehlen, er kann ja schon so einige Tricks 🙂 Die Idee ist, dass ich nunmehr mit diesem seltsamen Hub-Teil fuer lau in ganz Kanada rumtelefonieren kann. Also natuerlich nicht ganz fuer lau, es kostet schon im Monat ein paar Dollare, aber nur Grundgebuehr und ab dann soll hier die Post abgehen. Nun, wir werden sehen. Jetzt werde ich mich gleich wohl mal mit dem Anrufbeantworter befassen muessen, den ich ebenfalls erworben habe. Das sei naemlich ein kleines Problem mit dem Hub, sagte mir der freundliche junge Mann in Valleyview: Man kann zwar die Mailbox nutzen und Nachrichten empfangen, sie aber nicht mit dem angeschlossenen Telefon (fuer lau, wir erinnern uns!) abhoeren. Das gehe nur mit einem anderen Handy (und das wird ja jetzt fuer mich teurer…)

Manchmal komme ich mir wirklich etwas belaemmert vor hier: kein Wasser aus dem Wasserhahn, Strom aus der Steckdose nur mit einigen Klimmzuegen, das Haus sehr, sehr anspruchslos – aber ein fuer meine Begriffe ziemlich umfangreiches Sortiment an Elektronik. Gut nur, dass wir nach wie vor nicht wirklich einen Fernseher haben. Sonst kaeme ich bestimmt gar nicht mehr vor die Tuer, wo all die froehlichen Moskitos auf mich warten.

Woodstock revisited?

OK, das eine, Woodstock, war vor 42 Jahren, dann aber nie wieder, das andere (wo ich war) gibt es immerhin schon seit 33 Jahren alljaehrlich. Und natuerlich hinkt der Vergleich. Aber wenn auch die Besucherzahlen sehr unterschiedlich sind, so aehneln sich doch wahrscheinlich die „Schlaemme“. Wir, d.h. ich spreche von der North Country Fair, benannt nach einem Begriff in Bob Dylans unvergesslichem, von mir heiss geliebten Girl From the North Country, im Volksmund auch als Hippy Days bezeichnet oder Hippy Daze, wie es auf einem von Bob geschenkten T-Shirt steht. Freund Bob hatte mich und dann auch Maryjane schon seit Jahren gedraengt, mit ihm zu kommen, wir haben es beide nie geschafft. Dabei ist Maryjane ja „echt eingeborene“ Kanadierin aus Sexsmith, aber sie ist viel in der Welt herumgekommen, nur nie bis zur NCF.

Freitag hinterliess sie mir eine Nachricht: Ich will zur North Country Fair, kommst du mit? Und spontan, wie wir aelteren Damen nunmal sind, schoss ich andere Plaene in den Wind (eher in den Regen) und am Samstag um 11 Uhr brausten wir, mit Regenzeugs und Wanderschuhen bzw. Stiefeln, Muetzen, Hueten, warmen Lagen ausgestattet gen Nordosten, ins noch schlechtere Wetter. Bei unablaessig mal mehr, mal weniger heftig fallendem Regen haben wir es erstmal nicht gefunden. Aber wir sind ja keine Maenner, wollten also gerade nach dem Weg fragen, da standen wir auch schon am einzigen Hinweisschild. Also ab von der Teerstrasse, rein in die Plempe. Gravel Road, irgendwie ohne Gravel, dafuer mit Unmengen von Schlagloechern, und bei Gegenverkehr sassen wir in milchkaffeefarbener Finsternis, bis die Scheibenwischer wieder fuer ein Guckloch sorgten. But: A roadtrip is a roadtrip, und wir waren fest entschlossen, uns zu amuesieren. Nach einigen Kilometern Schlammpiste entdeckten wir ein Begruessungsschild. Dann den Eingang und dann den Parkplatz. Wir warfen uns in Regenschutzschale, nachdem wir klug geparkt hatten, schon wieder mit Nase in Heimatrichtung und auf einer kleinen Anhoehe. Ab da war naemlich Schlamm. Was aber die Menschen nicht davon abhielt, Spass zu haben. Und wir mittendrin. Musik gab es auch, aber ich fand es fast noch interessanter, mir die Leute anzuschauen. Ich haette mir sehr gewuenscht, besser mit meiner Kamera umgehen zu koennen oder gar eine bessere Kamera zu haben. Etwas hinderlich auch die Regentropfen, die sich immer wieder auf die Linse setzten. Aber hier habt ihr einen kleinen Eindruck von der Szenerie rund um die Main Stage. Es gab abenteuerlichste Outfits, manche sehr der Umgebung angepasst, andere eher schrill. Innovativer Einsatz von Muelltueten und eigens produzierten muelltuetenartigen Regencapes war zu sehen. Dreadlocks in allen Formen und Farben (Wo sind diese Leute, wenn sie nicht auf der NCF sind? Das habe ich mich bei vielen der Typen gefragt.) Sogar manche Musiker trugen Gummistiefel, und wie man auf den Bildern sehen kann, passen schwarze Gummistiefel zu allem, ob das nun ein Paillettenrock oder ein Tutu, ein Brokatjaeckchen oder ein Laptop ist – alles geht.

Fast noch spannender fand ich allerdings unsere kleine Tour durch den Campground. Die Herren mit dem Harley Davidson Feuerring haben uns sogar in ihr Zelt eingeladen, aber Maryjane hat abgelehnt, tztztz… Es gab Trucks in allen Groessen, Formen und Farben und jeglichen Alters. Aeusserst kreativer Einsatz von Planen ebenfalls aller Groessen, Formen und Farben war zu verzeichnen. Es gab eine Couch, eine leicht veraenderte Canada-Flagge, Blumentoepfe, Peters vornehmen Airstream Wohnwagen auf dem letzten Bild, interessante Spuelideen und vieles mehr. Und Schlamm. Ueberall. Und ein Verbot fuer „Canned Music“, ergo viele Gitarren. Freundliche Menschen, unglaublich schmutzige Fuesse, viele Kinder, das ganze durchzogen von stetig wehenden Wolken altbekannter Gerueche, hier fiel haeufig der Begriff Skunk, den ich natuerlich mir erst einmal erschliessen musste. Da merkt man dann, dass mir ein paar Jahre in der Entwicklung fehlen… Natuerlich wurde Maryjane in diesem Zusammenhang auf ihren Namen angesprochen, haha. Der aber kein Spitzname ist, sondern echt.

MJ’s abschliessender Kommentar, als wir bei heftigst stroemendem Regen wieder auf der Schlammpiste gen Heimat waren: Now we’re not virgins anymore. Na bitte! Und wir wiederholen das!

Und uebrigens: Ich habe natuerlich kein Telefon… Aber davon spaeter mehr.

Telus – die endlose Geschichte – Zweite Staffel

Juni kuehl und nass …fuellt dem Imker mal bestimmt nicht Scheun‘ und Honigfass.

Seitdem ich erstaunlicherweise das Regenmessrohr (im Volksmund „rain gauge“ genannt und WICHTIG) wiedergefunden habe, ca. vor einer Woche, sind wir schon auf 3/4 Inch, umrechnen muesst ihr selbst. Das ist im Prinzip nicht schlecht, denn nach wie vor gilt ja das Alberta-Bauern-Mantra: Wir brauchen die Feuchtigkeit. Weil aber mein Garten immer noch laengst nicht komplett ist, sprich, noch jede Menge von der Gaertnerin selbst irgendwie gelockert und dann besaet werden muss, macht mich der Regen nicht nur froehlich. Also muss ich mir andere Amusements suchen. Nach einer gruseligen Telefonrechnung letzte Woche beschlossen der Chef und ich, dass ich erneut einen Versuch mit Telus, unserer Entsprechung der Telekom, starten sollte.

Ihr erinnert euch vielleicht: Schon 2007 hatte ich einen Festanschluss beantragt, der mir erst zugesagt worden war, samt Telefonnummer, und dann abgesagt, wegen technischer Unmoeglichkeit da, wo ich wohne. Das Ganze fuehrte zu einer unerfreulichen Korrespondenz, in deren Verlaufe ich schliesslich ein Inkassobuero auf den Hals gehetzt bekam wegen einer Rechnung fuer ein Telefon, das ich nie bekommen habe. Die ganze Angelegenheit hat es sogar bis zu „meinem“ Parlamentsabgeordneten in Ottawa geschafft, aber das ist eine andere Geschichte, nicht erfreulicher.

Jedenfalls telefonierte ich letzte Woche mit einem freundlichem jungen Mann mit stark ostasiatischem Akzent, der mir froehlich einen Telefonanschluss innerhalb von 3 (in Grossbuchstaben: D – R – E – I) Tagen zusagte, sich dann korrigierte und einen Termin fuer den 17. mit mir machte. Komplett mit Vorgangs- und Telefonnummer. Ich habe ihn mehrfach ausdruecklich auf meine bisherigen Schwierigkeiten hingewiesen, ihm alle relevanten frueheren Aktenzeichen diktiert, aber er liess sich nicht beirren: ich bekomme uebermorgen ein Telefon!

Heute erfolgte dann ein automatisierter Bestaetigungsanruf von Telus, und ich nutzte diese Chance, nochmals „persoenlich“ mit einem echten Menschen zu sprechen, obwohl das nicht viel anders ist als mit einem Automaten. Auch heute wieder bestaetigte man mir froehlich, diesmal mit einer netten Frauenstimme, dass in der Tat ich Freitag ab 8 Uhr, so ich denn ueber 18 Jahre alt bin (ha! so gerade eben…), mich bereit zu halten habe fuer den Techniker, der dann das Telefon anschliesst. Ich muss sicherstellen, dass alle Geraete greifbar sind und alle Anschluesse zugaenglich. Keine Ahnung, was die meinen. Ich habe aber so den Verdacht, dass am Freitag hier ein dicker Truck auftauchen wird, wahrscheinlich gegen Mittag, aus dem ein mehr oder weniger granteliger Herr mittleren Alters aussteigt und mir kopfschuettelnd bescheidet, dass man hier leider kein Telefon anschliessen kann.

Wie sehr wuenschte ich aber, dass ich unrecht habe – und das passiert mir selten! So oder so werde ich euch auf dem laufenden halten. Ich ueberlege schon, ob ich mir einen Zeugen fuer Freitag einladen soll. Auf jeden Fall werde ich vorsorglich schon einmal wieder „meinen“ Parlamentsabgeordneten informieren, dass anscheinend seine „Intervention“ Fruechte traegt – ein bisschen Ironie kann in der Politik ja nicht schaden.

Und weil diese Geschichte gar so entzueckend ist, erhaelt sie sogar eine eigene Kategorie.

Ob ich vorsichtshalber doch schon mal das alte Telefon suchen sollte? Hmmmmhh….

A girl’s best friend…

Das sind ganz klar nicht Diamonds, sondern Heukoerdelchen. Als ich letzte Woche so bei den Vorbereitungen fuer „meinen“ Farmers‘ Market war, da fiel mir das wieder einmal auf. Sie, die Heukoerdelchen, halten die Welt zusammen. Jedenfalls in manchen Regionen. Und was fuer elegante, zerstoerungsfreie Loesungen sind damit doch moeglich. Nix Loecher irgendwo rein haemmern, wie Maenner das tun wuerden, oder jede Menge nicht nachwachsendes Metall verplempern. Nein, ein, zwei  attraktive Schleifchen, und schon ist der Zaun wieder heile, zum Beispiel. Hier eine kleine Galerie der Einsatzmoeglichkeiten, gefunden innerhalb von 10 Minuten in unmittelbarer Umgebung des Hauses, es wird kein Anspruch auf Vollstaendigkeit erhoben.

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