Dass prima Heuwetter ist und der Herr Hö. – mit zeitweiser Assistenz von Norwin Bussemeyer – unentwegt übers Feld rattert, sag ich nur nebenher. Dass die Behörden androhen, dass wir, um so zu tun als reisten wir zum ersten Mal nach Kanada ein, bis in die USA fahren müssten, kleine 1000 km eine Strecke, um dort über die Grenze und wieder zurück hinein nach Kanada zu schreiten, darüber schweigen wir lieber (wenn auch mit „Hals GT“, wie Günther S. zu sagen pflegt). Zum kleinen Hund jedoch noch ein paar Anmerkungen: Diese Bilder geben wieder, was ich meistens vom kleinen Hund sehe, wenn er nicht gerade unter der Bettdecke schlummert und einzelne oder seltsam gruppierte Beine an unerwarteten Stellen rausstreckt: Draußen ist er entweder im gestreckten Galopp von mir weg oder auf mich zu, es gibt so viele Heuschrecken zu jagen, Vögel zu erschrecken und überhaupt. Oder aber er verschwindet im überall fast brusthohen (also, Menschenbrust natürlich, nicht Kleiner-Hund-Brust) Gras. Manchmal zieht er sich ein gammliges Kartöffelchen vom vorigen Jahr auf dem Kompost rein oder bedroht den Puppinger, der auf halber Strecke zum Garten meist schlappmacht und sich strategisch günstig mitten im Weg ablegt. Manchmal erschreckt er mich auch, weil er plötzlich furchtbar wichtig irgendwohin springt, so dass ich denke, der Bär ist da. So sind diese Schnappschüsse recht repräsentativ und vom kleinen Hund genehmigt.








Archiv des Autors: Petra
Ich spinne!
Hab total vergessen, ob ich von meiner neuesten Begeisterung überhaupt schon hier öffentlich erzählt habe. Egal. Hier kommt’s.
Letztens gab’s ja das Foto von der Alpakawolle, vielleicht erinnert ihr euch. Und das bekomme ich, säckeweise, wenn Gereon Schafe scheren war.
Theoretisch müsste ich das sortieren, aber weil ich bestimmt 6 oder 8 Säcke voll hab, such ich mir was raus und wasche es. Dann sieht es (im Vergleich) so aus:
Kommt ein ungeheurer Dreck raus, ist angeblich ein prima Dünger. Danach wird die gewaschene Rohwolle getrocknet und dann fängt der Spaß an:
Ich zwirbele die Wolle büschelweise durch dieses Maschinchen, (einen Drum Carder, Trommelkardierer, keine Ahnung, wie das auf deutsch heißt), das mir reizende Kunden meiner Bücherei einfach so geliehen haben, weil sie es nicht nutzten. Inzwischen weiß ich, dass mal locker 250 Dollar wert ist! Aber das muss man diesen Kanadern hier lassen – großzügig mit sowas sind sie. Denn ich habe von den netten Morrisons auch ein anderes Kardier-Teil bekommen, so eine Art Pultkardierer, außerdem von anderen Nachbarn natürlich noch das unerlässliche Spinnrad (!) und noch mehr Handkardierer.
Wenn das dann jedenfalls durch das Maschinchen gedrimmelt wurde, kommen hinten reizende Puschelbärte raus, UND wenn ich die dann in Drink Crystals, so ein Getränkepulver (würde ich nie trinken!) koche, dann werden sie so wie rechts die auf der Leine. Isses nicht schön? 
Ich hab einen Riesenspaß an diesen Wollpuscheln, hab auch schon schwarze in Alpaka, kann mich nur noch nicht entscheiden, ob ich sie verfilze oder verspinne. Davon dann mehr im nächsten Kapitel – vielleicht.
Zuletzt noch ein kleines Zicklein-Update: Klein-Nurejew (die Kleinen haben keine Namen, nein, keinesfalls, weil sie ja nicht bleiben sollen/können) übt schon Dehnen und Spitzentanz mit Mama als Balken:
. Und man sieht, wer alles „Hier“ geschrien hat, als der liebe Gott die Ohren verteilt hat 
Marktfrauen
Wie bereits erwähnt, gehe ich Donnerstags auf den Farmers Market nach Valleyview. Nach zwei sehr guten Verkaufstagen war der heutige Tag nicht ganz so erfolgreich, dafür aber (wie auch die vorigen) hochinteressant und auch amüsant. Neben den zwei Hutterer-Kolonien (die sich übrigens hier „Hutterite Brethren“ nennen), die natürlich zum Fahren und Schleppen Männer dabei haben, weil sie Unmengen Gemüse und Backwaren und zu dicken Klötzen gefrorene Hühner im Sechserpack verkaufen, sind die Marktbeschicker nämlich MarktbeschickerINNEN. Direkt neben mir stehen Virginia und Jean. Virginia verkauft Backwaren, Handgestricktes und Handgequiltetes. Jean verkauft Watkins-Gewürze. Virginia ist klein und zierlich, hat kurze graue Haare und in den letzten drei Wochen erfuhr ich, dass sie verwitwet ist, 73 Jahre alt, einen Saskatoon Orchard hat, die ganze Woche backt, um die Sachen für den Markt fertig zu kriegen, daneben aber – und das finde ich bewundernswert – auch noch Brandholz macht UND VERKAUFT. Das sei ihre Exercise, sprich ihre Leibesübung. Telefonieren tut sie nur, wenn sie dabei auch häkelt oder strickt, sonst findet sie es arg vertane Zeit. Wir haben gerade mal so überschlagen: Ich glaube, sie verkauft innerhalb von etwa 2 Stunden etwa 1 Dutzend Pies, bestimmt 40 Sechserpacks mit Zimtschnecken, Käsebrötchen oder anderen Brötchen, und bestimmt 20-30 Tüten Kekse aller Art. Alles im Hausfrauenherd in ihrem Mobile Home (einer Art Wohncontainer) hergestellt. Vier Söhne hat sie und jede Menge Enkelkinder.
Neben Jean steht eine alte Dame, deren Namen ich leider vergessen habe und die haarsträubende Häkel- und Stricksachen verkauft. Doch hier gilt: Dabeisein ist alles. Sie hatte mir gleich beim ersten Mal erzählt, dass sie zum Markt komme, weil sie sich sonst langweile. Verkaufen tue sie nicht viel (versteh ich gut!) Heute erfuhr ich, dass sie 13 Kinder hat und 89 (!!) ist.
Vorige Woche lernte ich Erna aus der Lüneburger Heide kennen, die in den 50er Jahren nach Kanada kam und nie wieder nach Deutschland konnte, weil „never no money“, nie kein Geld nich. Erna ist anscheinend geschieden, muss ja auch mal bestimmt Mitte siebzig sein, hat aber immer noch 80 Kühe, die sie irgendwie alleine managt. Erna sagte mir meinen neuen Lieblingsspruch: Eine gute Kuh deckt alle Armut zu. (Ziegen gelten auch, sagt sie!)
Und heute noch eine entzückende Geschichte von einer alten Dame (ich schätze auch mal, um die Mitte siebzig). Mariette heisst sie, lebt allein, obwohl sie eigentlich versorgt werden müsste, und hat zwei Kühe, die sie draußen anpflockt. Neulich rief sie aufgeregt bei Virginias Nachbar an: Da sei ein großer Vogel, der ihre Kühe total verrückt mache, sie wisse nicht, was das sei. Die Nachbarn rätselten, machten verschiedene Identifikationsvorschläge (Reiher, Adler, Truthahn), doch Mariette war sich sicher, es sei keiner der üblichen Vögel. Dieser hier sei riesig, und wenn er den Kopf nach unten beuge, sehe sie immer noch seinen Körper. Die Kühe seien völlig verschreckt. Also brausten die Nachbarn los, um die Lage zu prüfen und fanden – einen EMU! Kein Wunder, das sowohl Mariette als auch die Kühe verworren waren. Der Emu wurde dann cowboymäßig mit Hilfe eines weiteren Nachbarn, der das Lariat zu schwingen wusste, eingefangen.
Diese Frauen finde ich wirklich bewundernswert. Und ihr teilweise biblisches Alter gibt mir Hoffnung. Ich habe mir nämlich schon ausgerechnet, dass, wenn ich z.B. 80 Jahre alt würde und ab sofort jedes Jahr zwei Ziegen decken liesse mit im Schnitt 4 Jungen pro Jahr, ich dann doch nur maximal 120 Ziegen hätte. Ist doch gar nicht soviel, oder? Das würde einem die hässlichen Entscheidungen abnehmen…
Virginia übrigens erschiesst ihre allzu blöden Hunde natürlich selbst, sagt sie. Musste sie schon zweimal machen, waren einfach total unbrauchbar… Auch das unbotmäßige Schwein, dass ihr den Garten wiederholt umpflügte, brachte sie selbst um die Ecke und verwurstete es, weil ihre Kinder nicht schnell genug bei der Hand waren…
Ich ernte inzwischen wie doof aus dem Garten, plötzlich scheinen alle Kohlköpfe gleichzeitig fertig sein zu wollen. Ist vielleicht nicht dumm, denn die Kohlweißlingsraupen müssen, den Löchern nach zu urteilen, irgendwo schon heftig scharren. Ist nichts Besonderes, so ein Weißkohl, aber ich bin schon ganz schön stolz und froh, dass alles so prima wächst. 
Und unser Honig wurde auf dem ersten Farmers Market häufig für Butter oder zumindest doch für Honeybutter gehalten. Man matscht hier gern was unter den Honig. Und jedes Mal fragten mich auch Kunden, wie denn der Löwenzahnhonig hergestellt werde. Sie sind irgendwie der irrigen Ansicht, dass wir da was mit tun, um den „löwenzahnig“ zu bekommen. Die wenigsten wissen, dass die Bienen dass halt so machen, wenn nur Löwenzahn da ist. 
Soviel also für heute von der „Honey Lady“, wie man mich zu meinem großen Vernügen inzwischen auf dem Markt nennt.
Oh Canada!
So, liebe geduldige Leserschaft, so es euch denn gibt: endlich geht es hier weiter. In mehrerer Hinsicht. Zuerst einmal habe ich den Computer ans Laufen gebracht, habe kühn ganz allein ein Antiviren-Programm UND eine FIREWALL (auweiah) installiert. Das hat nun zu permanenten Warnungen der Firewall geführt, soll uns aber nicht weiter stören. Auch vier nicht reparierbare Viren wurden bereits wieder entdeckt, soll mich jetzt auch mal nicht stören. Auch kann ich mit Opera nicht in den Blogger – das muss aber dann wohl an Opera liegen, soll uns auch nicht stören.
Jedenfalls ist es himmlisch, ich bin schon wieder seit Stunden online, und der arme Herr Hö. kommt dann gleich etwas kurz. Allerdings donnert es gerade kräftig, und so mag die Sitzung bald ein Ende finden.
Zu melden gibt es so einiges. Das Wichtigste für die, die es noch nicht gehört haben: Unser Einwanderungsantrag ist durch! Ganz unfeierlich bekamen wir über unseren Einwanderungsberater eine Mitteilung der Botschaft in Buffalo, dass die Bearbeitung beendet sei und man nun – wer hätte das gedacht – noch einmal einen dreifachen Satz Fotos (Runa tippt auf ein Album, das die dort anlegen) und unsere Pässe gern hätte. Haben wir alles erledigt, fleucht derzeit per Express quer durch Kanada. „Oh Canada“ ist übrigens (natürlich) der Beginn der kanadischen Nationalhymne, die man leicht vor sich hinsummt, zumal man hier ja gar nicht diese Probleme mit Nationalitätsbewusstsein hat wie in Deutschland häufig angetroffen. Überhaupt nimmt man ja vieles leicht, nur die Behörden und die Vorschriften, die werden streckenweise widerlich ernst genommen. Verstehen muss ich das alles nicht, und ob ich wirklich kanadisch werden wollte/könnte, weiss ich auch noch nicht. Irgendwie spinnen sie, die Kanader!
Dennoch haben wir uns natürlich in letzter Zeit wieder intensiver mit Landkauf beschäftigt. Wird aber wohl so schnell doch nichts werden, weil Rolf und Judy tatsächlich die Absicht haben, unsere 2-Jahres-Vereinbarung komplett zu nutzen und im Dezember nach Deutschland zu fliegen. Gereon versichert mir optimistisch, dass wir dann aber nicht mehr hier wohnen müssen, sondern theoretisch schon Ende Oktober etwas anderes suchen/finden könnten. Hoffentlich!
Weitere Neuigkeiten betreffen einen himmlischen neuen Hühnerstall, den die Ziegen gleich mal bautechnisch abnehmen mussten
und der dann mit spannender Millimeterarbeit zwischen die Bäume in den Wald geschleppt wurde
Bezogen wurde er dann von unseren 20 neuen Legehennen. Unsere vorjährigen Damen, 6 an der Zahl, hatten das Legen ja aufgehört, jedenfalls in den Stall. Norwin, Sohn der Bussemeiers, fand allerdings kürzlich mal wieder ein Nest mit etwa 20 verwaisten Eiern. Egal, inzwischen steigt die Produktion wieder, und das ist gut so.
Und noch zwei Neuzugänge gab es in den letzten Wochen, nämlich Billy 1
von Odette, und ganz die Mama (schubst schon und ist distanzlos) und Billy 2
von Tallulah, auch ganz die Mama (und der halb nubische Papa): spricht immer und lässt sich höchst ungern anfassen.
Inzwischen war ich schon zweimal auf dem Farmers Market in Valleyview und bin ganz begeistert. Gestern habe ich für deutlich über 200 Dollar Honig umgesetzt, in einer vergleichsweise winzigen Stadt und innerhalb von 5 Stunden, von denen aber nur etwa 3 wirklich aktiv sind. Das gefällt uns sehr, und wir überlegen kräftig, was wir den Kunden jede Woche Neues bieten können. Gestern war der Knüller die echte Honigwabe, in die Kinder ihre Finger stecken und die dann ablecken konnten. Das führte zu erstaunten und begeisterten Gesichtsausdrücken und diversen „Yummieh“-Rufen. Als nächstes hoffen wir, Honigkuchen backen und verkaufen zu können. Irgendwo muss das Geld schließlich herkommen.
Natürlich kann ich ab sofort auch wieder täglich Emails mit den neuesten Nachrichten aus Oberberg und von sonstwo erhalten, dies nur als kleine „Gedankenstütze“…
Bienenkönig
Wie man nunmehr erkennen kann, bin ich endlich wieder zu Hause am Rechner und erzähle euch nun die Geschichte vom Bienenkönig von Roschlaub Country. Hier isser, der Bienenkönig, zuerst in „seiner“ Werkstatt, wo er die Häuser seiner Untertanen bastelt, bis es ihm zu den Ohren rauskommt.
Dann bei einer angenehmeren Beschäftigung, nämlich dem Entdeckeln von Honigwaben.
Der Hintergrund: Unsere Bienen machen sich prima, es hat ausreichend geregnet, und im Gegensatz zum letzten Jahr hat der Löwenzahn heftig geblüht. So haben wir nun als erstes eine Ladung Löwenzahnhonig geerntet, der Bienenkönig und ich. Mit unserem in Edmonton eingekauften neuen Equipment wurde also hier vor Ort geschleudert und abgefüllt. Sieht lecker aus, gelle?
Dann gerührt, damit er nicht total schnell kristallisiert, und dann abgefüllt, Stunde um Stunde.
. Ergebnis: etwa 250 Kilo Honig.
Das einzige Problem im Moment ist, dass der Weltmarktpreis für Honig darniederliegt, und die Nachbarin, die uns letztes Jahr für einen anständigen Preis allen Honig abgekauft hatte, dieses Jahr nur knapp über diesem Weltmarktpreis zahlen wollte. Da haben wir mutig abgelehnt, und nun müssen wir uns was einfallen lassen, um den Honig zum Verbraucher zu kriegen. Na ja, heute habe ich schon eine kleine Liefertour gemacht.
Ansonsten, tja, was soll ich schreiben? Ende Mai kam unser zweiter (nach Lena) Besuch aus Deutschland, nämlich Annika und Kerstin. Wir wissen nun, dass Besuch, der Ende Mai, Anfang Juni kommt, das volle Programm kriegen kann, nämlich Unmengen Moskitos, Regen und Sonne, auf dem Weg hierhin alles an Wildlife, was es so zu gehen gibt, und dann auch noch Viehtrieb bei Nachbar George und drei Tage Stompede in Grande Prairie, mit hochspannendem Chuckwagon Race (Planwagenrennen – nervenaufreibend!! leider ohne Foto).
George und die Mädels, all set to go:
Annika hat alles im Blick, trotz Tarnkäppchen
Staub gab‘ ausreichend
Zur Belohnung sind wir dann am Wochenende mit George und Mary, unseren netten Nachbarn, runter zu deren „Camp“ am Fluss.
Die Mädels mussten reiten, wie es sich für Cowgirls gehört, der Bienenkönig und seine Gattin durften fahren
Annika entdeckte ein neues Späßchen
und Kerstin grillte mit den Morrison-Brothers 
Noch zwei Merkwürdigkeiten: Puten sind hier anscheinend genetisch verändert, unsere haben Wasservogelgene erwischt
Sie stapfen mit Begeisterung durch den Moskitosumpf, immer auf der Jagd nach tierischem Eiweiss. Andere Hofbewohner sind auch recht gierig, jedoch eher glücklos 
Und was hier mal draus wird, zeige ich euch in der nächsten Folge 
Immer noch Computer-los
Es ist zum Maeuse-Melken! Mein Computer daemmert immer noch in der Stadt vor sich hin, und ich kann keine neuen Bildchen online stellen – und natuerlich auch sonst keine wichtigen Dinge tun (Buchhaltung – igitt!)
Aber nuetzt ja nix. Ausserdem haben wir zur Zeit Besuch aus Deutschland, so dass wir auch viel unterwegs sind. Gestern meine erste Quad-Tour – ziemlich lustig! Weil wir relativ viel Feuchtigkeit hatten und es auch jetzt hin und wieder etwas regnet, haben die Moskitos viel Spass. Sie sitzen an Pferdebaeuchen und Hundenasen dicht an dicht, es ist ziemlich eklig. Und natuerlich werden auch Menschen und Ziegen gern genommen. Ich bin noch nicht so ganz sicher, ob ich nicht doch lieber Winter mag… Meine saemtlichen Endgliedmassen sind betroffen, weil z.B. Melken mit Handschuhen einfach nicht geht. Sandalen will der Mensch da dann auch lieber mit Socken anziehen – modetechnisch ja ein absolutes No-No, aber die Moskitos haben das bessere Argument.
Kommentar-Test
Werte Leserschaft,
auf vielfachen Wunsch versuche ich nun hier, wieder Kommentare zu ermoeglichen. Dies ist eine arge Herausforderung, weil das irgendwas mit html-Code zu tun hat, den ich nicht so ganz begreife. Falls es also nicht klappt, bitte ich auch auf diesem Wege den guten Arne, helfend einzugreifen.
So, also es scheint so zu sein, dass man auf das Lattenkreuz unten in der Kommentarzeile klicken muss, dann poppen die Kommentare auf. Ich wollte sie nicht permanent sichtbar machen, aber vielleicht sagt ihr mir eure Meinung dazu.
Computer – widerliche Unwesen
Werte Leserschaft, die ihr brav immer mal wieder hier nachschaut und nix Neues seht! Das liegt daran, dass mein verflixter Computer die Graetsche gemacht hat und sich in Grande Prairie so durch die Computer-Kliniken arbeitet. Es waren irgendwelche capacitors auf dem Mutterbrett gepoppt – was auch immer das alles ist, ich hab’s gesehen, und sie sahen seltsam aus. Dann mochte das neue Mutterbrett kein deutsches Windows, und dann mochte die Schuessel kein deutsches Windows, und das deutsche Windows mochte keinen Flachbildschirm, und der Drucker mochte keinen unerkannten Bildschirm mit zu geringer Aufloesung, und ICH MAG DAS ALLES NICHT MEHR! Nun bekomme ich wohl ein US-Windows, das macht mir zwar eine kleine Gaensehaut, aber dann kann ich hoffentlich wieder nomaal computern.
Nun sitze ich in meiner kleinen Library, die auch hinreichend Computerprobleme hat, und deswegen habt ihr keine Bilder und keine Umlaute.
Zusammenfassung: Es geht uns ansonsten gut, nur die Technik streikt! Doch fuer alle, die es noch nicht wissen: Ich bin nunmehr stolze Besitzerin einer roten Kitchen Aid Kuechenmaschine – RATTENSCHARF! Und die ist zwar gebraucht und geschenkt, aber die funktioniert reibungslos und geraeuscharm und macht deutschen Apfelkuchen sehr fein!
Ach ja, und die Kommentarfunktion ist auch verschwunden, Arne kann da nix fuer, das sind irgendwelche anderen Computer-Gurus, die das wohl beschlossen haben. Bleibt euch also nix, muesst ihr mir handgeschriebene Emails schicken, was ich ja auch wundervoll faende!
In Erwartung eines vollen Briefkastens verabschiede ich mich also fuer heute.
What to say? – Twins again!
Findet der Herr Hö. eine Kuh mit einem Kalb und ein Kalb ohne erkennbare Mutter. Waren das schon wieder Zwillinge, diesmal besonders hübsch, finde ich. Und Mama ist sehr, sehr freundlich und liebt beide ihre Kinder. Leider ist sie nicht ganz sauber, hinten links, die Mama, doch wir lichten sie trotzdem ab. Für die Nicht-Kuhexperten: Es handelt sich um ein Mädel (dunkel) und einen Knaben (hell), und aller Wahrscheinlichkeit, so lernen wir, ist das Mädel unfruchtbar, hier nennt man das „Freemartin“.




Und noch eine erfreuliche Sache: Immerhin zwei Tulpen stecken die ersten Spitzen aus dem Boden! Ich war schon etwas verzweifelt, weil sich so gar nichts tat. Doch nun bin ich wieder hoffnungsvoll, was den Garten angeht.
Heute auf der Zufahrt
Zuerst guckt der Pup, dann die Nini, dann denken wir: Ach, da kommen die zwei schwarzen Katzen. Und dann sagt der Herr Hö.: Das sind keine Katzen! Und ich sage: Das sind zwei Biber! Und schon rasten wir zu den Kameras, weil wir ja dachten, scheue Biber muss man schnell knipsen. Doch von wegen scheu: die waren auf dem Weg zum Haus und eher angriffslustig, Gereon hat zwei Filme verknipst und die Biber haben eine Show hingelegt, die mich befürchten lässt, dass die doch ausgestopft und animiert waren und wir dieser Tage von der kanadischen Regierung oder von Roots eine Rechnung für die Fotosession bekommen. Es gab Kriegsrat, Synchron-Bewegungen, freundliches Kopftätscheln, Scheinattacken mit wildem Schwanzgeklatsche und Hinterbeinen in der Luft (Lippizaner-ähnlich, nur andere Farbe ;-), Susanne wurde verscheucht – nur weggelaufen wurde nicht! Der Hintergrund: dies ist wohl die Jahreszeit, in der überzählige oder sonstwelche Biber sich nach neuen Wohnmöglichkeiten umsehen.





