Wollt ihr sie mal decken lassen? So fragten Palsers, als wir das Lila-Lama abgeholt haben. „Nein, bestimmt noch lange nicht“, sagte die Frau Hö. Vielleicht etwas leichtsinnig. so oder so könnten schließlich die Ergebnisse aussehen… Wollen wir abstimmen?
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Die Neue
Billy hält Ausschau. Das neue „Ranchtor“ ist fertig.
Was kommt nun? Nachbar George spannt den Viehanhänger an, dann fahren wir zu Palsers, einladen. Zuhause VORSICHTIG ausladen
Wenn es das Halfter anhat, ist es ganz brav und lässt sich gut führen, so sagten uns Palsers. Nun ja, seht selbst!
Es hat ganz schön Schwung in der Hinterhand, das Lila-Lama. Doch dann steht es fein hinterm neuen Ranchtor, sicherheitshalber noch angebunden, aber „Lamas springen nicht“, sagten Palsers auch.
Sekunden später sprang es dann, erst in die Raufe, die dem Ansturm nicht standhielt, dann kurze Zeit später, wohl durch den kleinen Hund erschreckt, halb auf den Zaun, mit dem Kopf knallte es unters Blechdach, das nun ein bisschen verbogen ist. Mmmmh, was tun? Bruthühner umquartieren, Lama in Ziegenstall sperren. Wenn das Lama übrigens sinniert, sagt es auch „mmhhh!“. Da verbrachte es dann die Nacht und leider den heutigen Tag im Halbdunkel, weil wir nicht hier waren. Aber heute abend wurde dann weiter gebastelt.
Nun ist es hinter einer „Verparrung“ verbarrikadiert und findet das ganz spannend. Es frisst Hafer aus der Schüssel, lässt sich ein ganz klein bisschen kraulen und macht ansonsten interessante Verrenkungen mit seinem langen Hals, dabei bleibt dann oft ein Ohr im Stall
Was braucht der Mensch einen Fernseher, wenn er einen „Travelling Zoo“ hat, wie die Nachbarin formulierte.
Die Wildnis nebenan
Zwei kleine Geschichtchen aus der „Wildnis“, aus verständlichen Gründen ohne Bilder. Soeben höre ich in den Nachrichten, dass in Peace River, sozusagen in unserer Gegend, gestern abend ein junger Schwarzbär durch den Eingang eines Supermarktes marschierte, zielstrebig Richtung Bäckertheke wanderte und dabei schon den einen oder anderen Snack aus den Regalen fischte. Die Mitarbeiter waren schließlich in der Lage, in wieder raus zu bugsieren.
Am Wochenende war ich auf der Bibliothekarskonferenz in Jasper – Luxus!!! Will ich hier gar nicht ausbreiten, war aber sehr schön. Als wir schließlich Sonntag abend gen Heimat fuhren, gab es mal wieder (das ist sozusagen die Norm) ausgangs Jasper einen kleinen Autoauflauf, weil alles voller Wapitis war. Plötzlich löste sich eines aus der Gruppe (von etwa 25 Tieren), überquerte – natürlich ohne zu gucken – die Straße und wirkte sehr aufgeregt. Wir hielten sinnvollerweise an, und ein neben uns geparkter Autofahrer wies uns auf den Grund des Aufruhrs hin: Ein Rudel Wölfe hatte ein Wapiti anscheinend ausgeguckt und zu jagen begonnen. Dieses hatte sich mitten in den – übrigens extrem niedrigen – Athabasca River geflüchtet. Wir hatten zum Glück ein Fernglas, und so konnten wir beobachten, wie die zwei schwarzen und ein weißer Wolf auf einer Kiesbank herumlungerten und hofften, das Wapiti käme vielleicht dummerweise wieder aus dem Wasser. Plötzlich sahen wir Bewegung am weit entfernten anderen Flussufer: 3 weitere Wölfe überquerten den Fluss Richtung Wapiti. Kommentar von Kollegin Yvonne: Nie hätte ich gedacht, dass National Geographic mal live vor meinen Augen passiert! Passieren tat dann aber nix – die Wölfe, von einer wachsenden Gruppe Passanten beobachtet, zogen schließlich unverrichteterdinge wieder ab. Doch das Fernglas zeigte uns, dass die tatsächlich enorm groß sind, ich hatte es ja nicht geglaubt, doch nun hab ich’s „in echt“ gesehen.
Nur nebenbei will ich erwähnen, dass wir bei unserer morgendlichen schnellen Wanderung um den See am vornehmen Jasper Park Lodge von einer dicken Wapiti-Dame bedroht wurden, die beim Frühstück nicht gestört werden wollte!
Soviel zur Wildnis in der Nachbarschaft.
Hier ist inzwischen anscheinend mindestens ein Huhn der dicken Annie zum Opfer gefallen. Zwei Zwerghühnchen brüten massenweise Eier aller Größen aus. Guste wird runder. Der Zaun für Lila das Lama ist fast fertig, UND ich habe gestern meinen Büchereijob mit einem lachenden und einem weinenden Auge gekündigt. Mein Board hatte mich ja ziemlich gezankt, und nun werde ich in Valleyview anfangen, mehr Fahrerei, bis wir hoffentlich Ende Sommer umgezogen sind, doch etwas mehr Geld, allerdings anfangs weniger Stunden. It will all work out – so hofft man.
Mehr Bilder beim nächsten Mal.
Dornröschen-Syndrom
Spinnen macht süchtig. Nachdem ich nun schon Vliese erworben, ein Spinnrad geliehen und diverses anderes kleinteiliges Zubehör geliehen und zusammengeschnorrt habe, investierte ich vor ein paar Wochen immerhin 19 Dollar in eine simple Handspindel. Die war aber dann doch so furchteinflößend, dass ich sie erstmal lange im Korb hab liegenlassen. Doch kürzlich, in einem Anfall von Courage, hab ich mir die Islandwolle geschnappt, sie auseinandergezogen (VOOOORSICHTIG!) und losgelegt, so gut ich konnte. Das ist nicht gut, aber es macht einen Riesenspaß. 
Inzwischen habe ich auch Sassy begonnen zu kardieren, mit den Handkardern, um mehr zu lernen und rauszufinden, ob diese verflixten Knubbels vom Vlies, von mir oder vom Trommelkarder kommen. Ich weiß es immer noch nicht, aber Sassy lässt sich von Hand wunderhübsch kardieren und verwandelt sich dann in stahlgraue Wollwölkchen. Weil ich geizig mit meiner Wolle bin, weiß ich nun noch gar nicht, wie ich sie am effektivsten verarbeiten kann. Zum Spindel-Üben ist sie mir zu schade, noch, dabei wär sie wahrscheinlich prima dafür. Oh manno! Und natürlich finde ich jede Menge Internetseiten mit den wunderbarsten Anregungen. Meine derzeitige Favoritenseite ist Knitty, ein vierteljährlich erscheinendes kostenloses Online-Strick- (und Spinn-Magazin). Ich könnte mich kringeln über den Stil der Herausgeberin, und es gibt viele Appetit-machende Anregungen.
Nur, damit ihr mal wisst, was ich in meinem Dornröschen-Schloss hier so mache, wenn ich mich langweile.
Ach, und neulich habe ich eine Zwerghuhn-Eier-Lager von 19 gefunden – die hab ich alle ausgeblasen, nur anständige Farbe hab ich noch nicht gefunden. Mein erster Färbeversuch endete in rotbraun, nicht wirklich attraktiv. Aber für nächstes Jahr Ostern bin ich definitiv gut in der Zeit.
Birken-Bildchen
So, nun doch mit Bildchen, ich kann es mir nicht verkneifen.
Der Bauplatz sieht inzwischen so aus, der Schnee ist weg, und wir picknickten am Sonntag bei der weiteren Erkundung.
Nini machte den Trailblazer und knatterte vorweg über die bereits früher erwähnten, wahrscheinlich uralten Wildpfade. Einen davon hatten wir nämlich ja bereits auf dem dreißig Jahre alten Luftbild gesehen, den haben wir am Sonntag gefunden.
Hatte ich erwähnt, dass es viele Birken gibt? Wahrscheinlich…
Und Labrador Tea, etwas aus der Azaleen-Familie (man verzeihe mir hier meine botanische Ungenauigkeit)
Eine echte Herausforderung wird noch die Benennung einzelner Landmarken werden, damit man überhaupt weiß, wovon man redet, wenn einer dem anderen etwas zu erklären versucht. Der Pratt-Platz übrigens sieht ohne Schnee ganz anders aus, nicht mehr so ganz zum Pratten geeignet, kann sich aber natürlich mit dem Blattaustrieb wieder ändern.
Damit zuhause inzwischen nichts anbrennt, ist Annie immer auf dem Posten
Zora würde gern auch mal, aber Annie hat das Zepter recht fest in der Hand bzw. in ihrem kastigen zarten Schnäuzchen. Ich tät sie glatt mitnehmen, glaube ich… 
Neues ohne Bild
Ich will nicht immer mit weiteren Baumbildern langweilen, DOCH: Am letzten Mittwoch haben wir das Land, nun unser Land bezahlt! Gestern waren wir wieder da, mit Bob und den Hunden sind wir Wildpfade entlang gekraxelt, wirklich gekraxelt, rauf und runter, drunter und drueber, der kleine Hund meist vorne weg. Wir nennen ihn nun den Trailblazer. Picknick haben wir gemacht da, wo das Haus stehen soll.
Das Haus hat Gereon abgesteckt, und einen Platz fuer den Garten haben wir ausgesucht. Auch ein bisschen gebuddelt und nicht sehr vielversprechenden Boden gefunden. Urwald eben, eine sehr duenne Humusschicht, und darunter Lehm. Das wird lustig.
Und heut hab ich das erste Baby-Buffelchen gesehen, zu und zu nett. Fruehling allerorten!
Meine Hosta und Rittersporne und Dianthus haben ueberlebt, dito jede Menge Himbeeren, Schnittlauch, Sauerampfer, haben wir gestern alles bei Rolf und Judy ausgegraben, der neue wunderbare Spaten hatte Premiere. Nun weiss ich noch nicht, wohin damit. Wird sich finden.
Schoenen Fruehling wuenschen wir allerseits.
Ach ja, und der erste Baer hat bereits die Bienen heimgesucht, der Knilch! Hat sich aber zwei tote Voelker ausgeguckt, weil die nicht so boese stechen, wahrscheinlich. Also nur Material-, jedoch noch keine Bienenverluste. Doch der Erfolg wird ihn dazu bringen, dass er wiederkommt. Gereon hat nunmehr den Strom wieder eingeschaltet, wollen wir doch mal sehen…
Procrastination
Das heißt „Verschleppung“, und ich verschleppe gerade die Steuererklärung. Steuererklärung in CDA ist genauso scheusslich wie Steuerklärung in D. Statt also Milliausen von Miniatur-Belegen zu verbuchen bzw. erstmal chronologisch zu sortieren (nein, ich weiß nicht, warum ich das nicht gleich nach Erhalt tue, und ja, ich weiß, dass das viel einfacher wäre – still also!)
also, statt zu sortieren, fummele ich mit Photoshop rum, was mir aber auch keine Freude macht, weil ich es einfach nicht blicke. So bekommt ihr nunmehr eine experimentelle Collage, mit einem Bild, was es bereits gab.

Sinn der Übung ist es, einen Eindruck vom Neuland (wer hätte das gedacht?) zu vermitteln. Womöglich hatte ich irgendwo bereits erzählt, dass es auf dem Luftbild so aussieht, als hätte jemand Doughnuts verstreut. Hier also das Luftbild (von vor etwa 30 Jahren, Biberteich ist unverändert!) und dazu nochmal das Bild vom Biberteich. Der orangene Kringel unten deutet an, wo wir zu bauen hoffen. Man muss sich vorstellen, dass der Teil unterhalb der Straße, die sich wie ein Bogen unten durch das grün umrandete Grundstück zieht, 40 Acres gross ist, also 16 Hektar. Das könnten wir eventuell verkaufen. Dort steht relativ uninteressanter, weil noch recht junger Wald. Auf dem Bild kann man vielleicht erkennen, dass vor 30 Jahren da noch oder gerade mal nichts stand, weil es wohl abgeholzt worden war.
Der Platz, auf dem wir bauen wollen, befindet sich praktisch auf einem Doughnut-Rand. Diese Doughnuts darf man sich vorstellen wie Kraterchen, mit Durchmessern von +/- 100m und einem Höhenunterschied zwischen Doughnut-Rand und Lochmitte von bis zu 2 m, schätzt der Herr Hö. Entstanden sind sie wohl im Zuge der Eiszeit, als Riesen-Eisbrocken, in denen natürlich bereits Bodenbestandteile eingefroren waren, schmolzen, sich die Erde um die Brocken ansammelte, während da, wo es mit dem Schmelzen am langsamsten ging, eine kleine Vertiefung entstand. 800 x 1600 m die grüne Linie. Wer sich ein Ferienhaus bauen wöllte, unten auf dem Teil, der könnte das sicher machen. Bis zum Snipe Lake sind es – sozusagen nach unten rechts, also Südosten – 1,5 km Luftlinie, zu Fuß und über die Road Allowance etwas mehr. Ach ja, und der rote Pfeil zeigt natürlich, wo wir stehen.
Und ganz ehrlich, im Moment weiß ich noch gar nicht so richtig, wie es alles gehen soll. Mit einer Baustelle über 100km entfernt, zwei Jobs und ab Mai wieder zu melkenden Ziegen ist man nicht so dolle flexibel. Und was mir im Moment das wichtigste ist, nämlich das Anlegen des Gemüsegartens, wird sicherlich kein Spaziergang, denn es gibt sicherlich kaum ein Flecken auf dem Grundstück, es sei denn im Biberteich, wo KEINE Baumwurzeln sind. Spannannend! Also, ich mein‘, wenn jemand Arbeitsurlaub machen will, root-picking, was hier die Bauernkinder ganz besonders LIEBEN, und derlei Dinge mehr, der kann gern kommen. Primitivste Unterkunft wird eventuell gestellt, Essen gibt’s immer, das ist wenigstens beruhigend.
Andererseits, manchmal spinne ich vor mich hin und überlege mir, dass manche Bäume Namen haben müssten (darf man das sagen, ohne Gefahr zu laufen, eingesperrt zu werden mit langen Ärmeln und gepolsterten Wänden?) Man könnte schöne Dinge in die Äste hängen, mit dem Billie als Schutz-Billie spazierengehen, Pfaden folgen, wo das Wild schon seit ewigen Zeiten immer herzieht, Elchbetten finden (hoffentlich ohne schlecht gelaunte Elche im Halbschlaf), Biber beobachten. Man könnte ein Trüppchen Schweinchen die Wurzeln ummachen und somit neuen Grund für das bessere Keimen von Fichten schaffen lassen (DAS ist Gereons Idee, ehrlich, das habe ich nicht erfunden – aber ich täte mich nicht beschweren, und wenn schon, dann hätte ich gern bunte Schweinchen. Kings haben gerade Ferkel, rot mit schwarzen Tupfen und weißen Blessen…)
So wechselt meine Stimmung zwischen Bedenken, ob und wie das alles zu schaffen sei, und großer Vorfreude auf all die von Menschenfuß kaum oder nie betretenen Pfade. Der Herr Hö. ist optimistisch wie immer, das ist beruhigend. Das Mantra ist (wenn ich bange werde): Wir schaffen das.
Ach, hatte ich erwähnt, dass Norweger-Pferdchen, von denen ich so vor mich hin träumte, weil sie mir nicht so groß sind wie dicke Percherons, hier Exoten und dementsprechend teuer sind? Mist! Ich habe Preise gesehen um die $5000 pro Stück, plus $1000 pro Geschirr. Und darf ich aber auch erwähnen, dass Ochsengespanne eine hoch interessante Alternative sind, bzw. dass ja auch Kühe angespannt werden können… Über die Konsequenzen solcher Gedanken wollen wir jetzt nicht laut spekulieren. Ich sage nur, dass ich Bilder von sehr hübschen Jersey-Gespannen gesehen habe. Wer sich interessiert, schaue hier bei dieser Organisation
Ja, das gibt es auch noch!
Und falls jemand Google Earth hat, so könnte ich auch Placemarks schicken – ein interessantes Programm.
Snipe Lake it is!
Nun sieht es so aus, als ob das Grundstück am Snipe Lake tatsächlich unser nächstes Abenteuer wird. Deswegen hier für die Interessierten (wer will teilnehmen am Kurs „Das Blockhaus als Spiegel der Seele“ ??) noch mal ein paar Bilder.
Dies wird der Bauplatz, glaub ich
Sehen tut man noch nicht viel, haha, aber es gibt schon eine Zeichnung auf dem Zeichenbrett und Umrisse, die rumgeschoben werden, jawohl.
Schneeengel auf dem Biberteich musste sein
Damit die Biber nicht weiter schöne dicke Bäume umschmeissen, nur um die Kronen zu fressen
, plant Gereon, den Bibern die Kronen der Bäume zu geben, die wir verwenden wollen. Bin gespannt!
Diese Dicken würden wir aber natürlich stehen lassen, irgendwo muss ja die Wäscheleine und die Hängematte hin… Obwohl, die sind sicher fast 200 m vom geplanten Haus weg. Allein die vorgeschriebenen Abstände zur Straße sind lustig. Man muss 41 m von der Straße weg sein mit dem Haus. In Deutschland sind da viele Grundstücke ja längst zuende. Wenn man aber diese Abstände einhält, scheint sich niemand für Dachneigung, Haushöhe, N-S-Ausrichtung etc. zu interessieren. Hauptsache, man leert die Abwassergrube nicht auf das Nachbargrundstück.
Irgendwo hatte ich was von 320 Hektar geschrieben – das war gelogen, es sind 320 Acres, was etwa 130 Hektar sind. Nun bin ich in Kontakt mit diversen Umweltorganisationen, um Erhaltungs- und Fördermaßnahmen zu besprechen. Auch um eine Bio-Zertifizierung wollen wir uns bemühen. Pläne gibt es ausreichend, an Arbeit wird es nicht mangeln – als ob wir uns jetzt langweilen würden! Auch ein Birkenwäldchen (eines von mehreren) haben wir entdeckt, in dem sich ein Tipi prima machen würde. Ich habe beschlossen, dass das der Schlechte-Laune-Pratt-Platz werden könnte und stellte mir schon vor, wie Gereon am Telefon sagen könnte: Meine Frau ist leider gerade nicht hier, die prattet im Birkenwäldchen. Wär doch schön!
Die Nachbarn heißen Huber und McDonald, man würde auf Bayern und Schottland tippen.
Ordnungsgemäße Abenteuer
Nun ist also der Uli hier, und erst liessen sich doch wirklich die Elche lumpen, sprich: nicht sehen. Doch dann kooperierten sie brav, kaum zog er alleine los. Frau Elchin gleich um die Ecke hier:

Natürlich mussten wir den Uli auch schon zum Wunschland schleifen, ausgerüstet mit neuen Klapp-Kombi-Finger-Fausthandschuhen (gibt’s laut Uli nur in Kanada!!!) konnte da auch gar nix schiefgehen
Und damit hier keiner denkt, Biberburgen sind ein bisschen größer als Maulwurfshaufen, haben wir für euch mal den Uli daneben und dadrauf gestellt, als Streichholzschachtel sozusagen 

Zwischendurch darf der Uli auch wieder selbst knipsen, dann wundert sich Tallulah so sehr, dass ihr die Augen untergehen 
Und schließlich gab es schon wieder Hundefutter, wir ersparen euch hier die Anatomie-Serie, die der Uli auch gemacht hat, und lichten nur den Pansen ab, um den sich die Hunde zanken wollten (Nini hatte eine leichte Kehlkopfreizung, nachdem Annie sie anscheinend mal sich zur Brust genommen hatte – gar nicht so schön). 
Was leider nicht fotografisch festgehalten wurde, war das Haus, was uns heute auf einer Nebenstrasse auf einem Tieflader entgegenkam. Hier ja nicht ungewöhnlich, war es für Uli doch eher neu, und er wunderte sich ein wenig, ich glaube, vor allem darüber, dass WIR anhielten, der Tiefladerfahrer jedoch unbeirrt weiter auf die Pinne trat. Tja, wer bremst, verliert, das wissen die hier auch!
Der Uli spinnt schon!
Dies wird geschrieben unter besonderer Berücksichtigung der Anliegen und Bitten von Frau Claudi und Anna.
Also: Jawoll, der Herr Uli ist heile angekommen, sein Koffer leider IMMER NOCH NICHT! Na ja, Kanada halt. Jawoll, ich wurde gedrückt (allerdings ohne Absender, aber nun weiß ich es ja) und jawoll, der kleine Hund wurde bereits durchgewurschtelt. Heute wurde auch der große Hund vom Herrn Uli spazierengeführt, weil nämlich das Wetter kanadisch blau-schön ist. Und ich arbeitete und der Herr Hö. arbeitete und der Bus kaputti ist und so der Uli festsaß.
Aus der braunen Wolle will ich einen Pullover stricken, irgendwann mal, wenn ich genug habe. Ich habe ja aber noch VIEL mehr Wolle. Der Uli hat sich schon eingehend und technisch erkundigt, und so haben wir ihn gleich drangesetzt.
Sehr hübsch, gelle? Leider hatte er noch keinen Einfluss auf die Drehrichtung des Rades und verursachte gleich ein kleines Chaos auf meiner heiligen kleinen Spule, deswegen musste ich ihm das Spinnrad für den Moment wieder entziehen. Wenn er aber mal das Treteln geübt hat, dann lerne ich ihn wirklich an. Und wenn er dann mindestens so gut wäre wie ich (was nicht gut ist), dann dürfte er Sassy spinnen
Das Niedliche ist nämlich, dass die Verkäuferin der Vliese sie teilweise mit Namen versehen hat. Das Schwarze, was im Moment auf dem Spinnrad ist, ist also Lisa’s Black Shetland Lamb, und Sassy ist Sassy eben, auch Shetland, glaub ich. Zurück zum Uli: Das Ergebnis, wenn er denn wirklich spönne, könnte dann ungefähr so aussehen 
Und zurück zur Frau Claudi und Anna: Herzlichen Glückwunsch zum Zeugnis – wobei, einsen in Mathe, die sind mir persönlich ja unheimlich. Nomaal ist das nämlich nicht, oder?
Wir geloben mehr Fotos, morgen geht es auf den Farmers Markt und wir hoffen, Ersatzteile für das Auto zu finden.
