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Wer braucht schon einen Sommer,

… wenn der Winter so ist?

Biberteich Nummer 1

Als ich das letzte Mal schrieb, war es kalt. Und zwar dann doch so kalt, dass ich das kleine Haeuschen verlassen musste, sehr schweren Herzens. Und jetzt bin ich eben schon ungefaehr vier Wochen wieder im „alten“ Haus. Immer noch sind nicht alle Rubbermaid-Kisten ausgepackt! Fuerchterlich, wie schnell sich etwas ansammelt bzw. wie schnell Dinge ihren Platz verlieren. Ploetzlich scheint es, als ob der Kisteninhalt nie hier ins Haus gepasst haette. Und ausserdem rueckte ja der erste Markt des Jahres mit Riesenschritten heran, und das hat mich ziemlich nervoes gemacht. Nach dem Markt gab es naemlich die Jahreshauptversammlung, die erste dieser Art ueberhaupt fuer unseren Markt, und irgendwie bin ich schuld, weil ich mir die Satzung genau durchgelesen, aber vielleicht nicht ganz richtig verstanden und daraufhin so einige Aenderungen angeleiert habe. Bin ich aber nicht traurig wegen, ich glaube, das wird gut!

Zudem hat der Chef einen Aktivitaetsschub. Und so wurde die Oeffnung ueberm Esstisch, die seit zweieinhalb Jahren „provisorisch“ abgedeckt war, von ihren Sperrholzplatten befreit, und wir haben nun ueber dem Tisch das, was man hier eine „cathedral ceiling“ nennt, will sagen, der Raum ist bis unter’s Dach auf! Ein ganz neues Gefuehl. Eigentlich wollte ich eine permanente Abdeckung, damit ich dort Kleiderregale aufstellen koennte, und der Chef hatte nur zoegernd zugestimmt. Als er aber dann die ersten Platten abmontiert hatte, gefiel mir das Offene so gut, dass ich kurzerhand meine Meinung und meinen Antrag geaendert habe. Heute wurden Bretter und Bauholz gehobelt: es wird an den beiden Seiten der Oeffnung Regalwaende geben – irgendwo muss der Kram ja hin.

Kalt ist es inzwischen ueberhaupt nicht mehr, heute abend z.b. nur noch plus 1 Grad, und heute morgen nur minus 4, kein Wunder, dass mir immer warm ist. Vorige Woche Sonntag waren wir mit Jim und den dicken Damen unterwegs zum See. Katrin, Juri und Walter waren auch mit, dazu ein Paar aus der Naehe mit Sohn. Auch da war das Wetter wunderschoen (Fotos leider wieder nur mit Handy, und meines kann einfach keine so schoenen, oder es liegt an mir – wer weiss?). Wir haben ein Feuerchen am Seeufer gemacht und Wuerstchen gebraten und Gluehwein getrunken, Kakao fuer die Kleinen… Jim hat ja eine ganze Menge Land, etwa 14 oder 17 Quarter Sections, so genau weiss ich das nicht (zur Erinnerung nochmal: eine Quarter Section = 800 x 800 m, = etwa 64 Hektar). So brauchten wir fuer die schoene Fahrt sein Land gar nicht zu verlassen. Und so ein eigenes Stueck Seeufer ist schon was Schickes, muss ich sagen.

Gereon und ich waren an einem anderen schoenen Tag statt mit den Hunden mal mit Lulu, dem grosshoernigen Ziegenwallach unterwegs. Ich wusste zwar, dass er gut an der Leine geht, aber so ein angenehmes Begleittier hatte ich nicht erwartet. Besser als die Hunde, niemals wollte er sich verheddern oder auf der anderen Seite des Baumes her. Mit der Nase praktisch immer an meiner Hosentasche, die die Leckerlis enthielt, marschierte er ohne zu zoegern wie magnetisiert hinter mir her. Netter Kerl! Seinen schwarzweissen Halbbruder, der zunehmend granteliger wurde, hat dagegen ein ganz anderes, sehr endgueltiges Schicksal ereilt. Nuetzt ja nix. Grantler brauchen wir hier nicht. Aber die Netten kriegen von mir Leckerchen!

Und weil immer noch Winter ist und die Baeren gefaelligst noch schlafen, geh ich auch oefter allein mit den Hunden zum ersten Biberteich, als erstes oben im Bild. Das ist eine schoene Runde, die man im Sommer, wenn der Teich fluessig ist, nicht gehen kann. In der Naehe der Biberburg liegt ein umgefallener Baum, da sitze ich dann in der Sonne und geniesse das Leben, waehrend der kleine Hund wichtig ist und Emmi die Umgebung scannt. Und dann denke ich wirklich immer wieder, dass der Winter hier, auch wenn er kaelter ist als im Moment, so schoen ist, dass mir der Sommer kaum lieber ist, ausser fuer’s Gemuese…

Zwei Damen im Schnee, da war's kalt!

Die Damen auf dem Parkplatz am See

Picknick

Chef mit Lieblings-Lulu

Der Lieblingslulu

Und dann entdeckte ich heute bei den Recyclingcontainern diesen Karton. Quintessential Alberta! Bin mal gespannt, ob ich erfahre, wer von den Nachbarn das Ding gekauft hat. Wenn jemand von euch mal ein Kalb auf der Anhaengerkupplung transportieren moechte – sagt Bescheid, ich kann das Geraet  mitbringen! Vielleicht gibt’s die auch zwei- bzw. dreiarmig fuer Schaf- oder Ziegenhalter…

So transportieren wir hier Kaelber - manchmal...

klapperbibberzitter…

Ob das nu noetich waere?

Ich meine nicht. Aber mich fragt ja niemand. Anscheinend  kann der Wetterbericht bei derartig haesslichen Kaeltegraden uns noch  nicht einmal ein huebsches Wettersymbol zeigen. Es soll aber laut einem anderen Wetterbericht durchwachsen sein, teilweise wolkig oder so. Und so sitze ich im kleinen gelben Haus und klappere. Denn heute habe ich – nach einer ziemlich kalten Nacht, trotz Zora unter der Decke – festgestellt, dass die Einzelteile des Hauses, das ja aus einem langen Rechteck mit angefuegten kleinen Rechtecken besteht, wirklich  nicht so ganz zusammengeschoben sind, d.h. es gibt gut daumenbreite Ritzen, und durch diese kommt ein Minusgrad nach dem anderen hereingezogen. Jetzt habe ich ganze Alpakas in die Ritzen gestopft, soweit ich sie erreichen konnte (die Ritzen, nicht die Alpakas), aber eine Tuere schliesst auch nicht so ganz dicht. Und am ebenfalls aufgehaengten, ziemlich geblaehten Vorhang kann ich erkennen, dass aus dem „Flur“ immer noch jede Menge kalte Luft hereinkommt. Schade, schade, schade! Wenn sich das nicht gleich ziemlich aendert, werde ich wohl alles Frostgefaehrdete einpacken, u.a. diesen Rechner, und fuer ein paar Naechte wieder nach Norden ziehen.

Doch eigentlich darf ich nicht quengeln, bis jetzt hatten wir einen (viel zu) milden und schneearmen Winter. Das Kuehefuettern war der reinste Spass, und inzwischen bin ich befoerdert worden. Ich fahre nunmehr einen John Deere 7510. Ich weiss nicht, wie sich der im Vergleich so darstellt, aber mir kommt er schon ganz schoen gross vor. 16 Gaenge, und dann ja noch Schildkroete bis Hase – und vorwaerts und rueckwaerts. Wenn ich 4-4 fahren will, dann muss ich schon freies Feld haben, sonst trau ich mich nicht. Und das Ding hat statt zwei Zinken diesen Grapple, fuer den mir noch immer niemand das deutsche Wort gesagt hat – Herr Lieblingsnachbar, bitte sehr!! Die Befoerderung auf das groessere Geraet erfolgte versehentlich, weil der Bauer vergessen hatte, mir den Schluessel fuer den „Kleinen“ dazulassen. Die Einweisung erhielt ich – passend zur modernen Technik – mit zwei SMS, die eigentlich nur sagten: wenn du dich traust, dann mal los! Na, das hab ich mir nicht zweimal schreiben lassen. Dieses Grapple-Ding bedarf allerdings einiger feinmotorische Koordination, und da musste ich doch ganz schoen ueberlegen, welchen Knopf ich wann druecke und in welche Richtung ich den Joystick bewege, damit ich den Kuehen nicht versehentlich die Ballen auf den Kopf regne. Wenn der Bauer selbst faehrt, ist das Ganze sehr fluessig und zuegig, bei mir eher ruckelig und lahm – aber alle werden trotzdem satt.

Der Kleine

Der Grosse

Ordentlich eingeworfen!

Leider ist der Bauer ganz viel zuhause, so dass ich nicht so oft in den Genuss komme. Weil er aber so oft zuhause ist, hatte er neulich auch Zeit, die Dicken vom Feld zu holen und anzuspannen. Das war ein Spass! Die beiden Damen, Belgierinnen namens Jill und Judy, waren ein Jahr lang praktisch nicht angefasst worden, und am Anfang, in der Scheune, zeigten sie sich ein bisschen hibbelig, so dass ich uns schon mit dem Schlitten hinter durchgehenden Pferden herfliegen sah. Der Bauer sah das nicht. Gereon war auch mit von der Partie, und trotz Hinfahrt zum See bei Gegenwind und eisiger Kaelte hatten wir Spass, und ich war aeusserst beeindruckt von der Feinfuehligkeit und dem Gehorsam der wuchtigen Damen. Die Fotos heute sind alle mit dem Handy geschossen, daher qualitativ nicht dolle, aber ich wollte euch das nicht vorenthalten. Wie im Film war’s, nickende Koepfe, klingelnde Gloeckchen, Dampfwolken aus Pferdenuestern, Knirschen von Hufen und Kufen, kitschiger Himmel – ziemlich wunderbar! Da muss man sich die steifgefrorenen Lippen einfach mal wegdenken…

die dicke Judy

Jill, Judy, Jim und Gereon (v.l.n.r.)

Nach einigem Hin und Her (der Chef war eher dagegen) habe ich dann kurzentschlossen vor Neujahr noch ein Auto gekauft! Nicht neu, aber mit sehr wenigen Kilometern, weiss (!!!), Pickup, schicke Box mit einem so genannten Canopy (nennt man das Hardtop?), der Vorbesitzer hat eine hoelzerne Box eingebaut, und die Ladeflaeche ist so lang, dass ich darin schlafen koennte. Die Fenster im Canopy haben Moskitonetze! Die Sparsamkeit laesst ziemlich zu wuenschen uebrig, aber weniger als der dicke dunkelrote Chevy trinkt der kleine Ford Ranger allemal. Und er war so sauber und ordentlich. Das laesst natuerlich schon langsam nach. Katrin und ich haben ihn „Madame Delphine“ getauft. Fuer Freunde „Madame“. Es ist ein ungewohntes und ziemlich wundersames Gefuehl fuer mich, in ein Auto zu steigen, in dem (fast) alles funktioniert (Scheibenwischer klemmt manchmal). Vor allem die Heizung ist ausgezeichnet und schnell. Und ’nen CD-Spieler hab ich nun auch. Purer Luxus! Preislich war das Ding anscheinend geschenkt. Hinten auf dem Canopy steht „Joycraft“! Hihi!

Madame Delphine

Seit Silvester oder kurz nachher hatten wir Glatteis von der feinsten Sorte. Madame streikt dann gern und stellt sich quer. Ich konnte (und kann) mich auf ebener Flaeche festfahren, das muss mir erstmal jemand nachmachen. Um das nicht zu haeufig tun zu muessen, habe ich mir heute bei Karla drei schwere Gehwegplatten eingeladen. Da koennen die Hunde immer noch drauf sitzen, und das Gewicht hilft.

Du meine Guete, um mich herum knistert und knackt es, das muss die Kaelte sein. Da ist frau ja dankbar fuer menopausale Hitzewellen! 😉

Draussen muhen die Kuehe ganz dolle. Heute war eigentlich ein trauriger Tag. Man mag mich unrealistisch nennen oder romantisch, aber heute wurden die Kaelber aussortiert, in zwei riesige Viehtransporter geladen und in solche widerlichen Maestereien transportiert, wo sie bis an den Bauch im Mist stehen und sich kaum bewegen koennen, aber alles natuerlich draussen, und das finde ich nach wie vor scheusslich und unanstaendig. 140 Kaelber, 10 Kuehe und zwei unflaetige Bullen auf dem Highway, und das bei diesen Temperaturen in einem Transporter, der an den Seiten gelocht ist. Ich mag nicht drueber nachdenken, was es da an Verlusten geben kann und wie es fuer die armen Viecher weitergeht. Morgen beim Fuettern muss ich dann gut aufpassen, dass mir die verwirrten Muetter nicht auf der Suche nach ihren Kindern durch’s Tor flitschen.

Und schliesslich: Flug ist gebucht, ich reise am 4. Maerz an und am 13. April wieder ab. Vielleicht sieht man sich 🙂

Gerade gucke ich nochmal nach dem Wetter: inzwischen ist es -30. Und fuer Mittwoch ein HOCH von -30. Auweiah! Immerhin scheint mein Alpaka in den Ritzen hier seine Arbeit zu tun, es ist ausreichend warm. Und die gute Emmi waermt schon mal das Bett vor.

Alles auf Hase!

So langsam schiesse ich mich ein mit „meinem“ John Deere, den ihr unten in seinem Nachtquartier seht. Das ist das, was man hier Shop, also Werkstatt nennt. Bauer Jim, der glaube ich selten kleckert, hat natuerlich einen ziemlich grossen Shop, und dann hat er nochmal eine Geraethallein etwa derselben Groesse. Alles voll verkabelt. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nicht so eine Steckdosendichte gesehen. Den Shop finde ich schon klasse. Empore fuer ich weiss nicht was. Abschliessbares Nebenraeumchen oder so. Allerhand Maschinen, ein Quad, ein Skidoo, jede Menge Werkzeug, Tiefkuehltruehe, Waffensafe – alles gibt es da. Auch die Solar Panels, die eigentlich zu „meinem“ Haeuschen gehoeren, habe ich dort entdeckt, und die scheinen sogar auf einem Tracker montiert zu seine, also einer Vorrichtung, die sie immer voll in die Sonne dreht. Oh, das haette ich sooo gern installiert. Wenn ich also die Huehner und die Ziegen versorgt habe, dann fahre ich das Rolltor hoch, schmeisse den Traktor an, lasse ihn ein bisschen warmlaufen (muss man hier, ist schliesslich Alberta), und dann legen Dundee und ich los. Neulich war es morgens so schoen, dass ich mich extra beeilt habe, um frueh rauszukommen – es gab noch ein bisschen Sonnenaufgangsstimmung. Auf dem Weg zu den See-Kuehen (es gibt auch noch die Barn-Kuehe und die Ost-Kuehe, jedenfalls in meinem Kopf, zur besseren Sortierung) fahren wir an einem Teil der Getreidespeicher vorbei. Es gibt noch mehr, direkt auf dem Hof. Nur damit ihr mal seht, dass das hier kein ganz kleiner Betrieb ist, denn ich „beaufsichtige“. Mit dem LKW transportiert der Bauer das Getreide vom Feld in die Speicher. Der LKW hat ein Fuehrerhaus mit Schlafkabine, Marke „Pro-Sleeper“. Wann er da schlaeft, der Bauer, weiss ich allerdings nicht. Dundee kennt natuerlich das Prozedere und rennt gern hundert Meter vorauf. Man sieht ihn klein auf dem Sonnenaufgangsbild, auf dem auch der See als ganz kleiner weisser Streifen zu sehen ist. Als ich an dem Tag so durch den Wald in den Sonnenaufgang und auf das freie Feld tuckerte, da dachte ich wirklich so bei mir: Einen Traktor, einen Hund, eine Aufgabe und einen Sonnenaufgang – was braucht die Frau mehr? Natuerlich aenderte sich das dann unmittelbar, als ich an eine ueberlaufende Traenke kam. Laestig und unromantisch – schlimmstenfalls waere der Dugout leergelaufen, weil die Kuehe irgendwie den Schwimmer verheddert hatten, so dass das Ventil nicht mehr schloss. Aber selbst ist die Frau, und ein Hirn hat sie auch, und so fiel mir die Loesung des Problems ein und ich reparierte die Traenke ohne Bauernhilfe. Sehr gut, Emma! Auf dem Rueckweg fuehrte mir Dundee noch mit Hilfe eines Kojoten vor, wie schnell er wirklich laufen kann – beeindruckend. Fand auch der Kojote und verschwand flinkoflugso im Wald. Der war deutlich groesser als Dundee, aber Dienst ist Dienst, und Kojoten muessen weg, also verfolgte der kleine Hund den dicken Kojoten mit vollem Einsatz. Ich sah den Kojoten am anderen Ende aus dem Wald kommen, und da fand auch Dundee, dass es genug sei und kam zurueck zum Traktor.

Zweimal schon habe ich auf meinen Touren einen Weisskopfseeadler gesehen. Beim ersten Mal sass er direkt bei der Scheune im Baum und guckte mir bestimmt eine Stunde lang zu. Und heute morgen war er bei den See-Kuehen im Baum. Adler mag ich. Und Raben. Und Kojoten. Und ueberhaupt.

Ach ja, und wenn ich so vor mich hin fahre, dann stehen die Knoepfe und die Geschwindigkeit auf Hase, jawoll. Schliesslich muss es ja vorangehen. Igel ist, wenn ich Ballen wie Golfbaelle in die Raufen platziere, da will man nicht zu hastig sein. Hole in one, sag ich nur. Ich bin ein kleines bisschen stolz auf meine neuen Faehigkeiten, falls ihr das noch nicht bemerkt habt. Und meine Freundin MJ erklaert mir, dass die wahrscheinlich gesucht sind – immer gebe es Bauern, die jemanden zum Kuehefuettern oder Heumachen suchen. Vielleicht tun sich da ganz neue berufliche Perspektiven auf, who knows?

Und waehrend ich so tuckere und meinen Spass habe, fuehren meine grossen Hunde im kleinen Haeuschen ein Hundeleben…

Aktueller Nachtrag zum Adler: Auf meine Frage an Gereon, was der denn so frisst, der Adler, meinte G: Lag nicht vielleicht eine tote Kuh irgendwo? – Hatte ich aber keine gesehen. Als ich den Adler zum dritten Mal antraf, da entdeckte ich dann auch die Raben – und fand die tote Kuh. Von der waren allerdings nur noch Knochen uebrig. Also zu spaet, um mich noch aufzuregen. Soviel zur Adlerromantik…

Und auch Nachtrag zum Igel: Der Igel ist angeblich, wenn ich denn eine Brille truege, eine Schildkroete. Habe ich aber immer noch nicht mit Brille ueberprueft. Den achten Gang rein – und los geht’s!

Und noch mehr Nachtrag: Inzwischen kann ich auch Ballen abwickeln, na ja, jedenfalls meistens. Das ist ein bisschen uebungsbeduerftig, manchmal widersetzen sie sich dem Vorderrad des Traktors, mit dem die Rollerei theoretisch erledigt wird. Aber seit ich auch die See-Kuehe fuettere, hat sich das ganze sowieso noch netter entwickelt, und ich nenne es jetzt nicht mehr Heu-Golf, sondern Bullen-Schubsen! Mit Heuballen. Es gibt am See vier dicke Hereford- und einen kleinen Angus-Bullen, der aber laut Cowboy Jim ein „Shit Disturber“ ist. Die Kleinen…

Emma rides again!

Emma reitet wieder!

Naemlich einen Traktor. Hier reitet man so etwas ja auch, wie auch ein Fahrrad…

Es hat sich so einiges hier getan seit dem letzten Bericht. Ich bin Teilzeitherrin ueber so etwa 150 Kuehe, die ich aber glaube ich noch nicht alle gesehen habe. Mein Job ist es, diese Kuehe in Abwesenheit des Bauern, Nachbar Jim, zu fuettern, die Traenken zu kontrollieren, die Huehner zu versorgen und den Hund. Ausserdem Alarm zu schlagen, wenn es im Haus ploetzlich kalt sein oder aehnliche Unannehmlichkeiten eintreten sollten. Im Gegenzug dafuer habe ich einen Dienststall, einen Diensthund, theoretisch einen Diensttruck und eine Dienstwohnung! Im Dienststall, hier Barn genannt, habe ich die Ziegendamen untergebracht. Raus aus dem Wetter. Einfach zu versorgen. Dafuer haetten sie mir dankbar sein sollen. Sind sie aber nicht. Sie finden es immer noch so gar nicht schoen in der Luxus-Unterkunft. Und ich ueberlege tatsaechlich, ob ich sie, wenn erstmal der Maennerueberschuss in der Truhe ist, nicht wieder gen Norden umziehen soll. Zu meinen vier Damen sind sechs Heimkehrer gekommen: Irinel hat mir ihre Hoernermaedels bis irgendwann im naechsten Fruehling uebergeben, weil die Familie umzieht und derzeit wenig Zeit und Platz fuer die ganze Bande hat.

Der Diensthund ist Dundee, ein Red Heeler (nehme ich mal an). Dundee ist sehr diensteifrig, wie sich das gehoert. Anfangs war mein Job noch sehr theoretisch, und Dundee hat mir immer nur im Corral nebenan, ohne meinen Einfluss oder mein Kommando, vorgefuehrt, was er so alles kann. Kuehe auf einen Klumpen treiben. Kuehe durch ein Tor wandern lassen, in Ecke, in eine andere Ecke, zurueck durch das Tor. Das geht mit einem ganzen Trupp, aber auch zum Beispiel mit dem durchaus beeindruckenden nachtschwarzen Bullen als Solonummer bzw. Pas de Deux. Vor Dundee hat man bittesehr Respekt. Haben die Kuehe, hat die Katze, nur die Ziegen, die haben’s noch nicht akzeptiert… Leider weiss ich nicht, mit genau welchen Kommandos Jim seinen Hund steuert, also arbeitet Dundee ein wenig unabhaengig. Aber heute habe ich zum ersten Mal allein gefuettert, und da fand ich ihn schon klasse. Zum Beispiel habe ich das Tor geoeffnet, und Dundee hat dann klar gemacht, dass man als Kuh da bitte nicht durchgeht. Und dass man gefaelligst auch mir als Fussgaengerin Platz macht. Das hat mir ziemlich gut gefallen. Insgesamt habe ich heute 12 Rundballen durch die Gegend kutschiert. Manche im Zweierpack, manche einzeln. Und 1A in die Rundraufen abgeladen. Jawoll. Zwei sogar in so eine grosse Rechteckeraufe, gleichzeitig und zielgenau. Ich fand mich zieeemlich klasse. Dundee hat mich bei jeder Tour begleitet, wobei er auch immer noch Zeit fuer ein eigenes Projekt findet und hin und wieder im Wald verschwindet oder einen geringfuegig anderen Weg geht, weil es anscheinend wichtige Dinge zu erledigen gibt. Und dann sind wir noch quer ueber die Wiesen, durch den Wald und ueber eine Heuwiese bis fast an den See getuckert, um nach der Traenke bei der dritten Gruppe Kuehe zu schauen. So ein richtiges kleines Treckertourchen (es gibt kein oe-ue, oder?). Als wir aus dem Wald auf das grosse Heufeld kamen, stand da eine Gruppe von zwoelf Hirschen (das waren mal dreizehn, das weiss ich, denn der Herr Chef hat einen rausgeschossen, der ist jetzt in unserer Truhe). Dundee nahm Mass und beschloss, dass die zusammengetrieben und irgendwohin gehoerten. Und ab ging die Post, im weiten Bogen, so dachte er sich anscheinend, um die Hirsche rum und dann Richtung Traktor oder Corrals oder was weiss ich wohin mit ihnen. Hirsche lassen sich aber nicht gut hueten, das haben wir dann beide schnell verstanden. Sind einfach zu flott, die Dingerchen. Wissen nicht, was sich gehoert, wenn Dundee angeflogen kommt.

Theoretisch mache ich diese Tour zur dritten Abladestelle mit dem Diensttruck, aber der im Moment mit dem Bauern unterwegs, weil er mit dem anderen einen Hirsch gerammt hat und jetzt ohne linkes Licht ist. Der Dienststruck ist dann jetzt endlich mal ein Dodge, so ein richtiges Cowboyauto. Der zugehoerige Spruch, gern als Aufkleber auf solchen Dodges, die in der dicken Truck-Version Ram heissen, ist: What I can’t dodge, I ram.

Und der Traktor ist natuerlich ein John Deere. Ich habe mal gezaehlt: hier auf dem Hof bin ich auf fuenf oder sechs gekommen, davon zwei solche Monsterteile mit acht Raedern. Und alle fahrtuechtig. Der, mit dem ich im Moment fahre, ist praktisch garagengepflegt oder wie das immer so schoen heisst. Zwar nicht neu, aber bestens in Schuss. Mit funktionierender Tuer, Heizung, Hydraulik, Licht, komplett gepolstertem Sitz (!!) und ueberhaupt. Sogar einen Rueckspiel gibt’s. Und die meisten Knoepfchen bzw. Drehregler haben eine Hase- und eine Igelstellung eingeteilt! Das gilt nicht nur fuer die Geschwindigkeit, sondern auch – zu meinem grossen Erstaunen – fuer die Scheibenwischer und das Geblaese (beides uebrigens funktioniert!!) Das ist schon ein bisschen anders als meine Sommergefaehrte – aber Spass macht beides. Wer weiss, vielleicht ist Treckerfahren meine Berufung. Macht schoen locker in der Huefte…

Na, und dann bietet sich mir jetzt die Moeglichkeit, die viele Albertaner nutzen: Ich kann fuer den Winter in den Sueden gehen. In meinem Fall zwar nur vier Kilometer und nicht viertausend oder so. Aber Sueden nichtsdestotrotz. Die Frau des Bauern hat ein kleines Haeuschen mit in die Ehe gebracht, das ungenutzt rumstand und mich schon lange rief. Durch unseren Deal habe ich nun eine sehr nette Rueckzugsmoeglichkeit. Es gibt zwei funktionierende Tueren, gute Fenster, einen Pioneer Maid Kuechenherd, der gleichzeitig auch ausgezeichnet heizt, einen pflegeleichten Laminatfussboden, eine Einbaukueche, Einbaukleiderschraenke, eine vorinstallierte Solaranlage, leider im Moment mit demolierten Batterien und ohne Panels, einen Wassertank (!), den ich aber nicht nutze. Ich sag’s euch, luxurioese Sachen!

So, und jetzt froene ich meiner neuen Feierabendsucht und spiele noch ein bisschen Solitaire…

Schoenes Gemuese!

Das aber jetzt wirklich, ohne genervten Unterton.

Ludwig, Lili und ich haben gestern die Reste aus dem Garten geholt, mit unterschiedlichen Werkzeugen und in unterschiedliche Behaelter.

Es gab noch eine schoene Portion Mangold, die sich im Hochbeet ganz gut gemacht hatte, und dann schnitt ich diesen mystery kohl.

Ich weiss nicht genau, was das ist, es war in einer so genannten Mesclun Salatmischung. Kennt es einer von euch? Dann bitte melden. Es ist etwas Brassica-Verwandtes, schmeckt aber roh milder als der Gruenkohl, den ich vor ein paar Tagen geerntet habe. Mal schauen, wie es sich im Kochtopf bzw. im Wok macht. Aussehen tut es huebsch mit seinen lila Blattadern. Der Sellerie hat natuerlich Frost bekommen wie alles andere auch, aber der wird dann ein bisschen glasig. Ich denke, als Wuerzmittel wird er immer noch gehen.

Heute morgen war dann zum ersten Mal der gesamte Dugout mit einer duennen Eisschicht bedeckt. Klapperbibberzitter – ich bin noch nicht so ganz drauf eingestellt.

Neuer Rechner – grosser Spass?

Angesichts der unerfreulichen Langsamkeit und nach sechs Jahren ja auch relativen Antiquitaet meines alten Laptops habe ich mich sehr kurz zum Kauf eines neuen Maschinchens entschlossen. Ich hatte vergessen, was das alles nach sich zieht. Es ist ja fast so wie ein neuer Hund, oder womoeglich schlimmer. Na, haaren tut es nicht. Aber alles ist irgendwie anders. Wahrscheinlich gut fuer’s Gehirn, so eine neue Herausforderung. Und das soll der Anfang sein fuer eine weitere neue Herausforderung, naemlich einen Online-Job fuer die Alberta Farmers‘ Market Association. Da wuerde ich naemlich, wenn ich je die neue Software kriege (irgendwo auf dem Weg von Edmonton nach Grande Prairie verschuett gegangen, so scheint es), solche Inhaltsangaben erarbeiten, wie sie auf Lebensmitteln stehen. Food labels heissen die hier. Hab schon wieder vergessen, wie das bei euch heisst. Unsere Lebensmittelverkaeufer, die auch ausserhalb von Farmers‘ Markets verkaufen wollen, muessen solche Angaben auf ihren Produkten haben, und rauszufinden, wieviel Gramm ungesaettigte Fette in deinen Keksen sind, kann dich ganz ordentlich Geld kosten. Es sei denn, Frau Hoe. arbeitet sich ein und liefert diese Informationen mittels des angeblich gut funktionierenden Programmes zu einem akzeptablen Preis. Und wird dafuer bezaehlt – das ist das beste.

Daher sitze ich also hier um kurz nach sieben morgens, wo vor 40 Jahren die Welt ja noch in Ordnung sein sollte, und versuche, dem neuen Maschinchen meine Wunschmanieren beizubringen. Und mich an die etwas andere Tastatur zu gewoehnen. Aber ich schaff das. Und dann gehe ich in die Praxis, arbeiten. Dort suchen mal wieder SIEBEN Katzen aller Art ein neues Zuhause. Draussen regnet und windet es, ein richtiger Herbsttag, und mehr und mehr tauchen auch diese kristallinen Strukturen im Wetterbericht auf – nicht so erfreulich, aber durchaus zu erwarten im Oktober. Und das, wo wir zwar diesen neuen alten Allrad-Truck haben, mein kraenkelnder Plymouth-Minivan aber nunmehr beschlossen hat, dass er mal die Benzinpumpe sterben lassen moechte und sich dazu noch ein Loch in den Tank gerostet hat. Das wird wohl ein Trennungsgrund sein. Und weil Gereons alter Ford Ranger auch kurz vorm voelligen Auseinanderfallen steht, haben wir dann wahrscheinlich ein kleines bis mittleres Problem. Noch eins… Es bleibt spannend!

Oktoberwetter

Kaum ist der von mir vor einem knappen Monat noch als wunderschoen besungene September vorueber, da ist es auch schon „usselig“ draussen. Kuehl, nass, und nix mit Scheun‘ und Fass mehr. Dafuer aber habe ich heute Sauerkraut gemacht! Und gestern und vorgestern eine Weste gefilzt! Die Bewegungen fuer beides aehneln sich streckenweise sehr, und sie sind auch recht intensiv, so dass ich morgen bestimmt Muskelkater haben werde. Will sagen: Kohlhobel bedienen ist fast wie Filz walken. Aber ich fange mal etwas frueher an. Wir waren beim Obstlaster stehengeblieben, wenn ich mich recht erinnere. Der kam dann. Und ich hatte alles voller Obstbehaeltnisse stehen.

Ein bisschen zuviel Optimismus, denn woechentliche Maerkte und die rumstehenden und -liegenden IKEA-Kisten nagten an meinen Nerven und meiner Laune. Und so ist nicht alles ordnungsgemaess von mir in Glaeser verbracht worden. Aber das meiste… Die Aepfel halten natuerlich, da koche ich gerade aus einem halben Dutzend Apfelkompott, das wir gleich mit CSA-Rotkohl und Wuerstchen vom Farmers‘ Markt und Kartoffeln aus dem Garten essen werden.

Aber bevor ich mich ernsthaft ans Einkochen gegeben habe, goennte ich mir den IKEA-Aufbau. Der Chef war nicht da, also kein maennliches Vorpreschen ohne vorheriges Studium der Aufbauanleitung zu befuerchten. Nur einmal musste ich Margaret zur Hilfe rufen, weil naemlich nicht nur zwei Maennchen in der Anleitung abgebildet waren, sondern weil der Schrank tatsaechlich so unhandlich war, dass zwei Personen benoetigt wurden. Ging aber auch mit zwei Frauen, und ein Bleistift hinterm Ohr war auch nicht noetig, obwohl der abgebildet war…

Und jetzt habe ich also zum ersten Mal in meinem Leben Kuechenschubladen, die (fast) schliessen wie eine Mercedes-Tuer (das jedenfalls sollte). Und das letzte Stueckchen wie von alleine. Fuehrt natuerlich dazu, dass ich die viel oefter auf- und zumachen muss als erforderlich, einfach, weil es so wunderhimmlisch ist. Angeblich hat der Herr IKEA so etwas aber ja vorausgesehen und deshalb all seinen Krams ausfuehrlichst getestet. Leider hatte er ein bisschen Probleme mit rechts und links, der Herr IKEA, weswegen ich statt der erforderlichen 4+4 Schubladenschienen 6+2 (linke bzw. rechte) hatte. Das war dumm. Glueck war, dass MJ sofort am naechsten Wochenende nach Edmonton dueste und alles fein fuer mich umgetauscht hat. Vier Schraeubchen spaeter glitten dann auch die letzten Schubladen rein, und raus, und rein, und raus… Dafuer musste ich also fast ins Rentenalter kommen!

Im Rahmen dieser Aufbauarbeiten bin ich recht geuebt in der Handhabung der schnurlosen Bohrmaschine geworden, so dass ich mir jetzt auch weitere Projekte zutrauen wuerde. Als naechstes sollte ich vielleicht mal Handkreissaege ueben. Dann koennte ich womoeglich die alte Kueche isolieren. Das steht naemlich auch noch auf meinem Plan, zusammen mit vielen anderen Dingen, deren Prioritaeten noch nicht genau festgelegt wurden. Ziemlich wichtig waere jedenfalls die Ausmistung der Ziegenzaeune, damit der Winter kommen und ich Toerchen oeffnen und schliessen kann. Dabei koennte es passieren, dass ich Bobcat fahren lerne. Das waere bestimmt ein Spass, aber erscheint im Moment unwahrscheinlich, weil der Besitzer uns das Ding leihen wuerde, wenn der Chef ihm dafuer irgendwelche Reparaturen erledigt. Der Chef aber arbeitet immer noch zuviel, gern auch an Wochenenden und dann gern auch noch Ueberstunden. Also werde ich wohl jemanden anheuern. Es gibt einige Bobcat-Unternehmer, und die meisten scheinen das Ausmisten von Corrals in ihrem Programm zu haben.

Damit ich mich nur ja nicht langweile, habe ich mir auch noch ein paar IKEA-Kartons aufbewahrt, mit Inhalt. Es gaebe noch eine Garderobe sowie einen Arbeitstisch aufzubauen. Aber erstmal war Filzen angesagt. So lange schon hatte ich nichts mehr gemacht, und so kam mir das crafting weekend in Little Smoky gerade recht. Eine Weste sollte es werden, nachempfunden meiner uralten braunen Weste, die ich gern zum Arbeiten anziehe. Die habe ich also kurzerhand gewogen und so rausgefunden, dass ich zwischen 600 und 700 Gramm Wolle benoetigen wuerde. Dann bin ich durch meine Wollsammlung gegangen, und die einzigen Farben, die ich mochte und die noch in genuegender Menge vorhanden waren, waren zwei Orange-Toene. Na, unsichtbar waere ja auch langweilig gewesen.

So habe ich meine alte Weste ausgemessen und eine Schablone erstellt, 50% groesser, weil der Filz erfahrungsgemaess um 30 Prozent schrumpft. Das war ein Riesending, und als alles ausgelegt war, kamen Zweifel auf, nicht nur von mir, sondern auch von den anderen Basteldamen (die uebrigens auch erstmal vermuteten, ich wolle meinem Gatten eine Jagdweste filzen. Traegt man naemlich hier aus Sicherheitsgruenden in Orange. Jedenfalls anscheinend manche manchmal.) Allein das Anfeuchten hat mindestens 5 Liter Wasser gebraucht, und immer noch hatte ich Luft in der Wolle. Ein bisschen frustrierend. Aber irgendwann war alles nass und einigermassen angefilzt. Da habe ich es dann ein wenig abtropfen lassen, die Schablone rausgezogen, alles in Tueten gestopft und bin heimgefahren. Schliesslich war es schon wieder 10 Uhr. Gestern dann wurde draussen weitergefilzt. Und siehe da: Das Ding passt. Es hat Bewegungsraum, aber das ist auch gut so, denn im Winter will man ja auch noch was drunter anziehen koennen. Inzwischen denke ich, ich haette ruhig Aermel wagen sollen. Na, beim naechsten Mal. Jetzt ueberleg ich mir, wie ich die Taschen gestalte und ob und wie ich das gute Stueck vielleicht besticke oder sonstwie „verziere“, und dann muss ich auch noch eine gute Idee fuer einen Verschluss finden.

Heute bin ich dann kurz entschlossen an meine Kohlstapel gegangen. Und schwuppididu, schon steht da ein 10-l-Gaertopf voll mit Sauerkraut-im-Werden auf meinem schicken Kuechenschrank. So gefaellt mir das: ein produktives Wochenende. Und gerade habe ich drei Brote in den Ofen geschoben. Das Abendessen koechelt ja schon seit einiger Zeit vor sich hin… Und bitte beachten Sie auch die Gewuerzregale sowie die Edelstahlborde und -buegel – alles von eigener Hand zusammengeschraubt und angebracht. Maenno, bin ich aber stolz!

Sommer mit Spaetzuendung

8:08, ich sitze drinnen, aber draussen scheint schon wieder die Sonne aus einem immer blauer werdenden Himmel. Sie beleuchtet Birken, die schon gelb werden (teilweise durch freundliche Hilfe der Ziegen…). Und den Dugout, auf dem immer mehr Blaetter schwimmen. Noch liegt das Thermometer im Schatten, das vorgestern nachmittag 30 Grad anzeigte. Meine Marktmenschen meinten gestern, es sei noch waermer draussen. Der Markt ist gluecklicherweise nicht so heiss. Die Hitze braeuchte ich ja nicht, aber August/September sind trotzdem glaube ich die schoensten Monate fuer mich. Nachdem es den ganzen Sommer ueber fuer viele und vieles zu kalt und zu nass war (ausser z.B. fuer den Klee, der in meinem Garten alles ueberwuchert hat), holt das Wetter jetzt einiges nach. Die Bienen bringen rein, was noch soeben geht, doch die Honigernte neigt sich ihrem Ende zu. Noch eine Schleuderung, und wenn wir dann Glueck haben, koennen wir so gerade eben alle Auftraege erfuellen. Dieses Jahr haette ich wahrscheinlich soviel Honig wie noch nie verkaufen koennen – wenn ich ihn denn haette! Es ist eine Schande. Ich wuenschte mir so sehr einen juengeren, dynamischen imkereiinteressierten Menschen mit einer Vision. Dem wuerde ich einen Bauplatz anbieten und ihn/sie dem Chef als Geschaeftspartner praesentieren, denn allein kommen wir hier nie weiter, aber ich bin sicher, dass da Potenzial ist fuer ein Geschaeft, das mehr als zwei Menschen ernaehren kann. Der Chef hat so wenig Zeit im Moment, weil naemlich trotz allgemeiner grosser Skepsis, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, in seiner Firma gerade mal Boom herrscht. Ueberstunden, Samstagsarbeit sind gerade angesagt. Das laesst mich befuerchten, dass auch dieser Sommer voruebergehen wird, ohne dass wir nennesnwerte Fortschritte im und ums Haus machen. Fast ist es ein Glueck, dass einer unserer alten kleinen Inverter den Geist aufgegeben hat und der andere alte zu klein ist. So habe ich kurzerhand einen „anstaendigen“ Inverter bestellt, wie ihn naemlich Katrin und Adam, die „Stromangeber“, haben. Waer doch gelacht, wenn all das Ueberstundengeld nicht sinnvoll ausgegeben werden koennte.

Walter aus Deutschland macht auch Ueberstunden, was ihn aber nicht gehindert hat, am letzten Wochenende mit Frau Sabine hier anzureisen und mit dem Chef Brennholz zu machen. Bergeweise. Schoen! Das gab mir auch eine Gelegenheit, meinen neuen Tupperware(!) Pattymaker auszuprobieren. Die Hausfrau, die was auf sich haelt, produziert mit Hilfe einer solchen kleinen Hackfleisch-Form gleichmaessige Plattfrikadellen, die dann prima auf standardisierte Hamburger-Broetchen passen. Letztere hatten wir nicht, da haben wir improvisiert. Aber geschmeckt hat’s trotzdem. Unseren Feuerplatz haben wir in letzter Zeit oft genutzt, im Haus wird es einfach zu heiss, wenn ich den Holzofen anschmeisse, und der Gasherd vor der Tuer macht mir gar keinen Spass. Hinzu kommt, dass der Chef ja fuer sein Leben gern zuendelt. Der kleine Hund passt gern auf das Feuer auf.

Am 1. September hatten wir einen guten ersten Frost! Das Auto war gleichmaessig glasiert, doch zum Glueck hatten wir im Garten die Bohnen und Tomaten abgedeckt. Jetzt tut das Wetter so, als ob es kein Froestchen produzieren koennte. Dennoch mutierte mein Garten ja aufgrund der Regenfaelle zu einer Kleeplantage, ohne erwaehnenswertes Wachstum irgendwelcher essbaren Dinge, und so habe ich kurzerhand beschlossen, ich beteilige mich an einer CSA = Community Supported Agriculture. In Deutschland ist sowas wohl eine Gemuesekiste bzw. ein Gemueseabo oder so aehnlich. Hier kommt das Gemuese von einer einzigen Familie, die bisher nur Erdbeeren und ein paar Gemuese zum Selbsternten hatten, U-Pick genannt. Dieses Jahr haben sie den Abo-Versuch gestartet, und anscheinend laeuft es gut. Ich jedenfalls fuehlte foermlich, wie mir eine Last von den Schultern glitt, als ich die erste Lieferung in Empfang nahm. Gekocht wird jetzt, was in der Kiste bzw. den Kisten ist. Es ist schoen zu wissen, dass alles wirklich aus der „Nachbarschaft“ kommt, Loewens leben bei Crooked Creek, also nur etwa 20 Minuten von Valleyview. Vor einigen Wochen hatte ich schon eimerweise Erdbeeren genossen, und als ich gestern meine Kiste aufmachte, lag obenauf noch ein kleines Beutelchen mit mehr Erdbeeren – welcher Luxus. Wir haben Mais, Babykartoeffelchen, natuerlich Zucchini, Erbsen, Bohnen, Koehle aller Art, Zwiebeln, Rueben – you name it! Kostet 25 Dollar in der Woche. Und gefaellt mir so gut, dass ich allen Ernstes ueberlege, ob ich ueberhaupt noch einen Garten versuchen will. Loewens sind auch experimentierfreudig, es bestuende also Hoffnung auf Sellerieknollen, Lauch und Fenchel…

Jetzt kommt auch wieder der Obstlaster aus B.C. zu Margaret. Morgen z.b. mit Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Melonen, Nektarinen, Aepfeln etc.pp.. Ich habe mutig vier Kisten Tomaten bestellt, damit ich die gleich zu Tomatensauce verarbeiten kann. Muss das Rezept noch suchen… Ausserdem stehen schon seit letzter Woche Pfirsiche und Nektarinen in der alten Kueche, die eigentlich in Glaeser sollten.

Koennte aber passieren, dass ich demnaechst wieder kurzfristig in der Tierarztpraxis arbeite. Karla naemlich wird aufhoeren und hat schon jetzt keine Mitarbeiter mehr, muss aber noch auf einen Nachfolger warten. Bis der kommt, koennte ich einspringen. Und ein bisschen Taschengeld verdienen. Karla und ihre Familie werden dann in die direkte Nachbarschaft ziehen, was eventuell neue Perspektiven eroeffnet. Man denkt an einen kleinen Gartenbaubetrieb, an eine Hundepension, an einen Naturlehrpfad, … Finde ich alles spannend und wuerde mich bei dem einen oder anderen Projekt gern einklinken.

Wenn ich nur wuesste, wie ich hier noch jemanden hinlocken koennte, der sich auch im Busch selbstaendig machen will… Ideen gaebe es zuhauf.

Maedels aller Art

Gibt es hier. Echt. Und in meinen verschiedenen Rollen habe ich mit vielen verschiedenen zu tun. Im Moment machen mir meine Marktleiterin-Begegnungen manchmal Kopfzerbrechen. Unproblematisch sind solche hier:

Die kommen mit ihren Mamas, leiern ihr einen Tutu aus dem Portemonnaie (Barzahlung auf meinem Markt, jawohl!) und sind dann zufrieden und ziemlich niedlich. Man beachte die Cowboystiefel mit Straussenlederpraegung! Aber es gibt auch die anderen. Die sitzen hinter den Tischen und hauen sich gegenseitig in die Pfanne und greinen mir dann die Ohren voll. Inzwischen nenne ich es das „Cream-pie-Phaenomen“, denn Sahnetorten bildeten den Stein des Anstosses. Malle, ich sag’s euch. Es wird mit Eifer darueber gestritten, wer wann wo eine Sahnetorte in Stueckchen schneiden darf, denn – das habe ich inzwischen begriffen – in den Augen der kanadischen Gesundheitsbehoerden sind Sahnetorten nur unwesentlich ungefaehrlicher als, sagen wir mal, Arsen oder so. Und somit koennten sie ein prima Mittel sein, ungeliebte Konkurrent(innen) aus dem Markt zu schubsen, und sei es auch nicht durch Verabreichung, sondern durch die Behauptung, dass man das oeffentliche Wohl im Auge habe und daher derlei Produkte dringend verboten werden muessten. Und dann gibt es noch abgelehnte Moechtegern-Verkaeuferinnen, die mangels Frustrationstoleranz auf Facebook ueber mich herziehen, dass es nur so rauscht. ICH habe inzwischen saemtliche Streitschlichtungsliteratur aus der Buecherei auf meinen Tischen und ums Bett verteilt. Wollte das alles lesen und dann am Chef ueben, aber es ist soooo langweilig, ich glaube, ich geb’s auf. Das Lesen, meine ich. Das Streitschlichten wird wohl bleiben muessen. In solchen Zeiten will naemlich auch keiner meinen Job, und natuerlich bin ich ausserdem der Meinung, dass ich den auch behalten sollte, sonst geht der Markt womoeglich voellig den Bach runter…

Und dann gibt es noch Maedels wie Katrin. Zankt nicht. Ist praktisch. Und war mit mir bei IKEA! Mit’m Truck. Noch besser als Treckerfahren! Freitag abend dueste ich schon zu Katrin und Adam, die mir ihren gesamten neuen Strom vorgefuehrt haben. Ich bin soooo neidisch! Die haben naemlich geschafft, was ich nach wie vor bei uns nicht sehe: Innerhalb kurzer Zeit eine Solaranlage installiert, die ihnen genug Strom fuer die gute Ausleuchtung ihres schoenen Hauses (incl. Aussenlampe, die Angeber) liefert, und fuer eine Tiefkuehltruhe und diverse Computer und eine Kochplatte und demnaechst noch eine Geschirrspuelmaschine (pure Dekadenz!). Der Chef vertroestet mich immer weiter – ob ich wohl doch noch mal nach den Buechern greifen sollte, den oben erwaehnten? Samstag morgen verschlafen, dennoch um 7:30 auf der Schotterpiste, beladen mit 13 Eimern Honig fuer einen kleinen Weinhersteller in der Naehe von Edmonton, ein Biologen-Ehepaar, das mit unserem Honig ziemlich leckeren Himbeerwein macht.

Erst haben wir uns verfahren, das passiert leicht. Dann hat Katrin auf dem Parkplatz ein anderes Auto getitscht. Es war naemlich langes Wochenende, und der Parkplatz pickepackevoll. Und so ein Truck ist ja zum Ein- und Ausparken nicht lustig. Aber wie ich schon sagte, Katrin zankt nicht und ist praktisch. Und sie hatte beschlossen, dass wir IKEA nicht eher verlassen, als bis wir mindestens eine schoene Stehlampe fuer meinen gemuetlichen Leseplatz in der Sofaecke gekauft haetten. Gesagt, getan. Sechs Stunden spaeter waren wir immer noch gut gelaunt, Katrin hatte bei IKEA noch schnell ein Regal demoliert, lachend, und ich war um ein bisschen Ueberstundengeld vom Chef aermer, dafuer reicher um zwei Kuechenschraenke, einen Kuechenwagen, einen Arbeitstisch, eine Garderobe, ein Schuhbaenkchen, diverses Kuechenmoebelzubehoer UND die schoene Leselampe! Woooohoooo!

Als wir aufgeladen hatten, stand neben uns ein Mini-Van und eine Familie, die das soeben gekaufte Bett leider nicht in den Van laden konnte, passte nicht. Kurzerhand baten sie uns, ihnen doch beim Transport in ihr nur 5 Minuten entferntes Heim behilflich zu sein, wir hatten naemlich noch Platz fuer eine ganze Wohnungseinrichtung. Gefragt, getan. Das bescherte uns einen kleinen Trip durch eine funkelnagelneue Ansiedlung suedlich von Edmonton, an einem wahrscheinlich kuenstlich angelegten, kleinen See. Ja sach mal – Haeuser gibt es hier! Palastartige Gebilde, die so tun, als seien sie aus Bruchsteinen. Mit Unmengen Winkelchen und Daechelchen und Tuermchen und Vorgaertchen und GARAGEN (nix -chen da) und auf alt getrimmten Fenstern in allen Groessen. Merkwuerdig, irgendwie merkwuerdig, fanden wir. Und man mag gar nicht dran denken, was so was kostet, obwohl die Steine alle nur aufgeklebt sind.Da kann man sich dann wahrscheinlich bestenfalls noch IKEA-Moebel leisten.

Auf der Rueckfahrt wieder ein bisschen verfahren, aber macht nix. Jetzt habe ich diese Weihnachtskisten hier stehen, aufgebaut bis jetzt nur den Kuechenwagen, ziemlich schick, Martha waere stolz auf mich! Und alle sind wir froh, dass wir wieder im Wald sitzen duerfen und nicht in Edmonton Summerside.

Emma treckerte weiter

Jetzt bin ich so weit hintenan, da muss ich die „wichtigen Mitteilungen“ in Stueckchen schneiden. In chronologischer Ordnung also zuerst ein kleines Emma-Update: Heu ist gemacht, und meine bestellten Ballen liegen nunmehr unter zwei Planen bei mir am Haus. Das ist ein gutes Gefuehl. Dennoch kommt es mir schon wieder wenig vor, und mein Ziegenfutter-Sicherheitsbeduerfnis hat mich vorsichtshalber noch weitere 10 Rundballen reservieren lassen. Schliesslich habe ich dank meines persoenlichen Einsatzes ein Vorkaufsrecht.

In Stunden gerechnet, habe ich eine fast normale kanadische Arbeitswoche auf dem Treckersitz verbracht, knapp 60 Stunden. Und dabei, ich muss jetzt mal angeben, knapp 100 Hektar gemaeht, auf Wellen geschlagen und teilweise gepresst. Ein grosser Spass!! Ohne weitere Vorkommnisse, bis auf die Tatsache, dass mir doch einmal im Eifer des Gefechts der Wellenschlaeger verloren ging – tztztz. Das lag aber natuerlich nicht an irgendwelchen Maengeln in meinem Fahrstil, sondern war eher durch die „Kanadisch-Keit“ der Anhaengerkupplung bedingt. Hatte ich nicht schon berichtet, dass es da gewisse Schwaechen gab, will sagen, ein dicker Bolzen ohne Splint sollte das jeweils angehaengte Geraet vor Ort halten? Das geht auch – wenn man eine prima glatte Wiese hat. Aber wer hat die schon? Mein letzter Tatort jedenfalls war ziemlich puckelig, und ich habe auch einen ganzen Haufen beste Wackersteine eingesammelt, jeden Wolf koennte man damit prima beschweren. Und so tuckerte ich frohen Mutes und mutterseelenallein auf „meiner“ wunderbaren Heuwiese den Berg hinan, hinter mir semi-perfekte Wellen von noch weniger perfektem Heu schlagend, da aenderte sich ploetzlich das Geraeusch, das ich durch meine leuchtorangenen Ohrstoepsel vernahm. Ich blickte mich um, und siehe da, mein Wellenschlaeger (wie heisst das Ding denn nun eigentlich offiziell in Deutschland, hier heisst es Rake, und so nenne ich es jetzt, weil das ein kuerzeres Wort ist), jedenfalls, also der Rake hatte sich vom Traktor getrennt und parkte nun mit der Nase im Dreck ein paar Meter hinter mir. Mit meiner Erfahrung jedoch konnte mich das nicht mehr bangemachen – schliesslich hatte ich eine Idee, wo der Rueckwaertsgang war. In einem Praezisionsmanoever fuhr ich also die Anhaengerkupplung in das dafuer vorgesehene Maul, das ich auf ziemlich exakt die korrekte Hoehe hochgekurbelt hatte, haengte die Hydraulikschlaeuche ordnungsgemaess ueber den mir von Marvin fuer so einen Zweck beschriebenen merkwuerdigen Haken, amuesierte mich ueber das abgerissene Spanngummi, das ich aber – kanadisch – in der Wiese liegen liess, steckte den nicht weit gefallenen Bolzen wieder in die Kupplung und tuckerte weiter. Nach einigen Metern fiel mir auf, dass die Zahnraeder, die uebrigens bei meinem Einsatz ziemlich karioes geworden sind, zu tief standen. Ich waehlte aus meinen milliausen Hydraulikhebeln, insgesamt zwei, den richtigen, um sie anzuheben, aber nichts geschah. Und da daemmerte es Emma: Hydraulikschlaeuche gehoeren in dieser Geraetekombination nicht auf merkwuerdige Haken, sondern angeschlossen. Aaaahhh! Doch auch das focht mich nicht an, hatte Marvin mir schliesslich erklaert, wie ich und wo ich die Dinger anzuschliessen haette. Also wieder angehalten an einem guenstigen Ort (weil ich naemlich es nicht schaffte, die Handbremse zu betaetigen, musste ich eine ebene Stelle anpeilen), Hydraulikschlaeuche in die vorgesehenen Nupsis geschoben. Aber das ging nicht. Ich habe probiert und probiert, aber nichts tat das, was Marvin mir erklaert hatte. Also rief ich seine Frau an, die mich troestete, er sei nunmehr wieder unterwegs zum Heufeld. Und waehrend er mit dem dicken Truck durch die Reihen angeknattert kam, fiel mir das Problem auf: Ich hatte ein Teil verloren! Schade eigentlich. Damit hatte ich naemlich eine Situation geschaffen, die man als die „Nadel im Heuhaufen“ bezeichnen koennte. Ein Glueck, dass ich das abgerissene Spanngummi liegengelassen hatte. Das fand ich naemlich beim Abschreiten der Welle, und direkt dabei, wenn auch unterm Heu verborgen, entdeckten wir das Adapterteil. Alle Teile wieder verbunden, nix kaputt, und weiter ging das. Marvin sagt, das zaehlt trotzdem als Erfahrung. Na bitte!

Am letzten Abend haben wir dann noch im schwindenden Licht Ballen gepresst und gestooked (Maryjane meint, so schreibt man es). Im vorigen Beitrag war ein Foto von dem Stooker, einem Uralt-Teil aus Rohren und Brettern, auf dem Marvin hinter der Presse hergezogen wurde und die fertigen Ballen entgegennahm, sie auf eine Laengskante in die vorgesehenen Oeffnungen stellte und jeweils nach 10 Ballen einen kleinen Fusshebel trat, der das Ganze abgleiten laesst. Die Idee ist, dass sie so zum einen ein bisschen besser einen moeglichen Regenschauer aushalten und – und das habe ich deutlich gemerkt – das Aufladen natuerlich viel einfacher ist, weil man nur jeweils einen Zehnerpacken anfahren muss. Aussehen tut das so:

Nun habe ich die kleine Hoffnung, dass ich doch diesen Herbst noch auf den bereits erwaehnten dicken John Deere komme, den mit den acht Raedern. Es muss naemlich gescheibeneggt werden, und Marvin hat zugesagt, dass ich auch noch mal drankomme. Ein bisschen denke ich aber, dass er den ganzen Spass fuer sich haben will… I’ll keep you posted 🙂