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Whoa!

Das hoerte ich am Freitag und Samstag haeufig aus dem Wald, und wenn der Herr Hoe. mir noch einmal weismachen will, dass er nur eine leise Stimme sein eigen nennt, dann kloeps ich ihn (ein bisschen). Das alles kam naemlich so: Eigentlich sollte/wollte Larry King freundlicherweise mit seinen Pferden noch einmal vorbeikommen und frisch geschlagene Staemme zur Fuetterung des neu erworbenen Saegewerkes (jaja, eine Menge Information auf einmal, gelle?) aus dem Wald ziehen. Hatte aber keine Zeit, der Larry. Also hat er kurzerhand Daisy daisy.jpg vorbeigebracht, 3/4 Percheron, 1/4 QH, Gereon bekam eine kleine Einweisung, und schon ging es los. Na ja, fast. Erstmal ging das Geschirr kaputt, weil Daisy so arbeitseifrig war, aber am Freitag dann, in einer Gluthitze, haben die beiden fleissig gearbeitet, und ich glaube, nein, ich weiss, dass Gereon viel Spass hatte chef_daisy.jpg Von jeder Tour kam er relativ strahlend, allerdings auch schwitzend zurueck. Samstag kam Larry mit seinem zweiten Pferd, Dot, und dann haben sie noch mal einen draufgelegt. Jetzt liegt der halbe Hof voller Staemme, wundervolles Balanciermaterial fuer die Ziegen.

Sonntag kamen Jody und Rory und haben beim Dach geholfen, so dass nun, tadaaaahhhhh, wir ein fast komplettes Dach haben dach_drauf.jpgdach_drauf.jpg Es ist also mal wieder immer noch Hoffnung. Man sieht das auf dem Bild nicht, aber das Dach ist in der Tat beidseitig, und puenktlich, nach einer langen Trocken- und Hitzeperiode fing es in der Nacht an zu regnen und regnet auch jetzt, langersehnt und dringend benoetigt. Und das Dach ist dicht, bis auf die winzigen Stellen um die Schornsteine, die noch abgedichtet werden muessen.

Natuerlich ist seit meinem letzten Eintrag noch viel mehr passiert, Runa und Arne sind wieder weg, schade eigentlich. Eine kleine Ziege haben wir durch Beinbruch verloren, d.h. sie wohnt jetzt teilweise noch in der Truhe. Huehner sind noch viel mehr gekommen, hier also, auch fuer Helga, der aktuelle ungefaehre Stand: 25 Ziegen (exakt), zwei Schweine, drei Hunde, zwei Lamas (oh, und vielleicht naechstes Jahr mehr, George hat’s begriffen!!), eine Trudy und zwischen 50 und 100 Huehnern, eher naeher an 100, glaube ich. Moskitos gehen nunmehr gegen null. Fuer diese Woche ist einmal eine Tiefsttemperatur von 5 Grad angesagt, d.h. der erste Frost kann schnell kommen. Der Garten aber ist nach wie vor produktiv, wir haben Monster-Mangold, z.B.

Bilder habe ich nicht viele, weil Runa und Arne ja so unoeffentliche Menschen sind, und sie meistens an den Lamas oder Ziegen dranhingen, die ich fotografiert habe (Arne auch am Dach und am Saegewerk).

Zurueck von der wolligen Woche

Eine Woche waren wir inzwischen in der Zivilisation, naemlich in Olds im Sueden Albertas, wo ich auch schon voriges Jahr die Fibre Week besucht habe. Runa hat gefilzt, ich habe gefaerbt und gesponnen, bis der Kopf rauchte. Jawohl, der Kopf, nicht die Finger. Da denkt man, man hat ein schlichtes Hobby, doch leider gehoert zum fortgeschrittenen Spinnen auch viel Theorie, damit die Garnproduktion nicht der pure Zufall ist. Weiss noch nicht, ob ich das wirklich so will.

In Olds gab es natuerlich klares Wasser, eine staendig ohne Aufwand verfuegbare Dusche, einen schoenen College-Garten college_gardens.jpg, wenig Moskitos (allerdings um den Preis des staendigen Geruchs nach Pestiziden und Herbiziden – there is no free lunch!). Es gab bunte Farben und viele Menschen, darunter auch viele interessante, viele spannende Geraetschaften great_wheel.jpg und somit viel Anregung. Ich konnte um einige Buecher nicht herum, dito Faser und eine neue Spindel.

Auf dem Rueckweg haben wir – neben 10 Laemmern fuer Jody – George eingepackt, den Lama-Gatten wilder_george.jpg full_frontal_george.jpg
Runa und ich sind sehr angetan: George ist wunderbar leinenfuehrig, hat manchmal einen leicht irren Blick und hat schon einen netten Spaziergang mit seiner Verlobten und uns absolviert. Mit den Ziegen ist er sehr entspannt. Mit dem Elektrozaun anscheinend auch. Er ist einfach durchmarschiert, natuerlich um den Preis eines zerrissenen Zaunes. Nun hat Runa vorgeschlagen, wir moegen den Lamas doch vorab eine Quadrat vorne auf der Brust freischeren, damit sie ueberhaupt mal das Konzept des elektrischen Schlages durchdringen koennen (oder der Schlag die Lamas… whichever works better…). Geschoren werden naemlich muss! George habe ich blind erworben und hatte weder eine Ahnung von seiner m.E. sehr attraktiven Farbe (wir erwaehnen mal nicht seine leicht ixigen Vorderbeine) noch von seinem super-weichen Vlies, das fast keine Deckhaare hat. Jody war gleich ganz hin und futsch, und ich kann es kaum erwarten, den Pelz abzuschneiden. Nachdem ich nun soviel Neues gelernt habe, sollte ich daraus etwas ordentliches produzieren koennen.

Wetter ist gut, Moskitos sind leider nach wie vor bei bester Gesundheit. Unser Teich ist mit ungeheuren Mengen von hochinteressantem Kleingetier bevoelkert, man fragt sich wirklich, wie das so unversehens geschehen konnte, aber es ist ziemlich spannend und schoen. Der Garten macht sich recht ordentlich, nur gestoert von ein paar sehr gruen-gierigen Huehnern, die meine Broccoli komplett und den Mangold und ein Lauchbeet fast voellig hinnegemacht haben. Was das ploetzlich soll, weiss ich auch nicht. Vielleicht eine ohne Kueken, die vor Neid was Auffaelliges tun muss. Kueken, natuerlich, sind weiter produziert worden, etwa 35 inzwischen. Alles wuselt von Zicklein und Kuekelchen, bisher sind nur zwei unter jemandes Fuesse geraten, und den Helmkasuar hat anscheinend eine Ziege plattgelegen. Das nur nebenher, ist nicht so dolle wichtig fuer die werte Leserschaft, aber wir haben ja sonst nicht viel Unterhaltung.

Musenkus am Morgen

Kurz vor 7 an einem schoenen Montag Morgen. Zur Abwechslung mal musste Gereon heute wieder Eis kratzen auf der Scheibe – soviel zum Wetter „on the prairies“. Das fuehrt jedoch gleichzeitig dazu, dass Runa unbehelligt von Moskitos ihren morgendlichen „Workout“ im ersten Stock des Halb-Hauses durchziehen kann. Waehrend ich hier sitze und versuche, die Muse zu erwischen. Ist nicht so einfach… Die Vorsaetze sind gut, aber die Durchfuehrung langwierig.

Wir haben einige Roadtrips hinter uns in das, was hier noch als naehere Umgebung zaehlt. Einmal haben wir uns gleich in der Nachbarschaft ein bisschen verfahren, das war interessant. Aber mit Directions von einem Oelfeldarbeiter sind wir schliesslich doch noch zum Banana Belt gekommen. Jawohl, einen Ort diesen Namens gibt es hier. Bananen haben wir keine gesehen. Aber klingen tut es doch schon gut, oder? Von Sunset House am Snipe Lake entlang ueber Banana Belt nach High Prairie…

Runa ist immens fleissig und wir werden es zu einem grossen Teil ihr zu danken haben, wenn wir im Winter schoenes trockenes Feuerholz haben. Sie karrt unermuedlich Schubkarre um Schubkarre ueber schwieriges Gelaende zum Holzschuppen und stapelt und stapelt. Aber Gereon schneidet und hackt auch immer weiter. Der Park nimmt Formen an, wenn man genug Fantasie hat.
In dem knappen Monat, den sie jetzt hier ist, hat sie bereits zwei entscheidende Neuerungen miterleben duerfen: Wir haben einen Backofen, und er funktioniert!, d.h. Runa backt IMMER Brot. Wunderbar. Und seit gestern haben wir auch einen Kuehlschrank, und der funktioniert auch, scheint es. Ist ein Propankuehlschrank, braucht aber, weil „modern“, permanent 12V. Milch wird also nun nicht mehr so schnell ziegig, wir muessen nicht mehr taeglich oder zwei-taeglich zu Margaret fahren, um Kuehlakkus auszutauschen, und ich koennte sogar fuer 3 Tage Essen im voraus planen!! Entzueckend!

Inzwischen sind natuerlich schon wieder ein paar Tage vergangen, und die Muse kuesst mich nicht mehr so dolle, weil Runa und ich heute (mal wieder) einen vollen Plan hatten und im Moment in der Stadt von aussen ein Netz nutzen und ich nicht weiss, wann meine Batterie alle ist und ueberhaupt.

Also gibt’s jetzt mal ein paar Bildchen und ohne Bild die Meldung, dass wir um 18 Kueken reicher sind, verteilt auf zwei Hennen, und zwar 3 zu 15.

Ach ja, und offiziell habe ich ja noch nie von Ludwig und Lili erzaehlt, die kommen dann jetzt auch mal hier ins Netz!
runas_room.jpg paddeln.jpg lamas_rueckkehr.jpg kaetzchen_ziege.jpg ziegenspiegel.jpg eine_nudel.jpg ein_schwein_eine_seele.jpg kuscheln.jpg ludwig_sonnt.jpg ludwig_umgefallen.jpg

Schreibfaul

So, ich sag’s euch jetzt mal wie es ist: Ich bin zu faul zum schreiben. Es ist furchtbar laestig, alles ist langsam, die Bilder muessen konvertiert werden, weil einige von euch sich sonst ueber lange Ladezeiten beklagt haben (und ich habe die hier auch, weil selbst mein SuperNet eigentlich lahmarschig ist). Und ausserdem ist das reale Leben gerade so bunt, dass ich keine Lust auf Fernseh-Produktion habe.

Kurze Zusammenfassung also: Wir leben, manchmal besser, manchmal schlechter. Kleine Ziegen haben wir zehn, gleichmaessig auf Maennlein und Weiblein verteilt, zwei werdende Muetter brueten noch. downward_goat.jpg Kueken gibt“s seltsamerweise noch nicht, dafuer wurde das Wiesel hin und wieder eierrollend auf dem Hof gesehen – es koennte da einen Zusammenhang geben. Das Haus waechst sehr langsam, weil viele andere Sachen angesagt sind. 2_ausstiche_resize.jpg Hatte ich erwaehnt, dass wir nur noch vier oder fuenf Bienenvoelker haben? Leider verstorben. Noch nicht ganz klar, wie das weitergeht.

Ja, und Runa ist hier. Will aber nicht fotografiert bzw. im Hinternetz ausgestellt werden. Egal. Ich freu mich jedenfalls sehr dolle, und zwischendurch tut sie mir immer sehr leid, weil zum einen die Moskitos beschlossen haben, dass sie das Beste ist, was ihnen in den letzten Jahren untergekommen ist. Phasenweise hatte sie streuselkuchenartige Regionen an Beinen und Haenden. Aber sie schlaegt sich sehr tapfer und meint, sie gewoehnt sich schon. Ausserdem tut sie mir leid, weil das Haus noch nicht fertig ist und sie daher im „Wintergarten“ sehr rustikal schlafen muss. Aber nuetzt jetzt nix, is nu mal so passiert. In zwei Wochen geht’s nach Olds, da gibt’s Zivilisation. Sie sagt, an das farbige Wasser hat sie sich schon gewoehnt. Und Ludwig und Lili gefallen ihr auch sehr. Und die kleinen Ziegen sowieso. Und der kleine Hund macht auch fuer sie gern die Waermflasche, unter dem Moskitonetz. Das Wetter war bisher nicht vorbildlich, es hat gegossen wie aus Eimern, wir hatten prima Matsche, aber im Moment ist es trocken und sonnig und sehr schoen warm. Ein kleines Trockenfenster haben wir genutzt, um Dieter auf dem Sweathouse Tower zu besuchen, und Runa, die kuehne, ist tatsaechlich auf den Turm geklettert, gute 30m hoch, fuer mich unvorstellbar. Der untere Punkt auf dem Foto ganz hoch oben ist sie! runa_sweathouse_tower.jpg

Und wenn jemand mehr wissen oder sehen will, muss er/sie mir halt schreiben.

Entenwetter – und endlich Fruehling?

Entenwetter, das hatten wir bis vorgestern oder so. Es hat geregnet, und die Matsche wurde ziemlich graesslich. Mein dicker Van stand drei Tage in der Einfahrt fest, bis Gereon ihn vorgestern endlich ausgraben konnte. Selbst auf der „normalen“ Schotterstrasse wird das Fahren dann zum Abenteuer, weil sich alles in Schmierseife verwandelt. Unser Anwesen verwandelte sich im Nullkommanix in eine Wasserburg, und es fuehlte sich auch alles recht mittelalterlich an. Vorher aber, vorher gab es ja den bereits erwaehnten heftigen Schneefall. Alles in allem verabschiedete sich der April mit einem Donnerschlag – und das auch im buchstaeblichen Sinne. Das erste Gewitter haben wir aus unserem Wintergarten beobachtet, das war eigentlich recht gemuetlich. Am naechsten Tag meinte Karla, dass ihr Vater sie darauf hingewiesen hat, dass man hier in der Gegend sagt: Es sind 100 Tage vom ersten Gewitter bis zum ersten Frost. Na dann Prost!
Aber jetzt scheint die Sonne!! Und innerhalb von Stunden trocknet die Strasse ab, die Singvoegel sind anscheinen in Scharen eingefallen, morgens frueh schon ist das Konzert in vollem Gange, und den ganzen Tag ueber legen sie nach. Und gestern abend hoerten wir die ersten Froesche, sehr nett. Der Dugout ist randvoll, und das Wasser fliesst quer durch. Meine Wanderungen mit den Ziegen werden durch den Burggraben stark verkuerzt, denn waehrend das Lama tapfer auch durch knietiefes Wasser watet, bremsen die Ziegen bereits Meter vorher entgeistert ab und weigern sich konsequent, ihre zarten Huefchen zu benetzen.
Am letzten Wochenende waren Adam und Katrin da, und das Haus hat nun geschlossene Waende. Ich habe inzwischen Bedenken, dass es doch zu dunkel sein koennte, aber das ist nu zu spaet. Und weniger Fenster machen das Heizen auch leichter. Seit gestern ist Thomas da, und jetzt ist auch das Dach geschlossen und die Fugen versilikonisiert, so dass der naechste Regen, wenn er denn kommt, nicht mehr zu ernsthaften Ueberschwemmungen im Inneren fuehren duerfte.
Bilder in chronologischer Reihenfolge – man beachte auch die schicken Edelstahlkamine!
echter WintergartenMega-EiszapfenHausfrau sammelt SchneeSchlafzimmer im SchneeWohnzimmer im SchneeEine Wochen spaeter schon wieder SchneeNordseite geschlossenKlein-Venedig

merry christmas!

Da sollte ja fruehling sein, hat aber noch nicht so ganz geklappt. Im moment brechen wir laut gereon schneerekorde: seit freitag schneit es fast ununterbrochen, und er meint wir haben etwa einen halben meter insgesamt. Man kann es schwer sagen, weil es dabei auch noch weht. Zur arbeit ist er heute morgen noch gekommen, aber auf dem rueckweg ist er 200m vor der einfahrt im graben gelandet weil er vor lauter schneetreiben nichts sehen konnte. Anscheinend versinken die kompletten prairie provinzen im schnee doch auch vancouver scheint nicht ungeschoren zu bleiben. Wir hoeren das nur mal aus dritter hand sozusagen weil die kommunikation ja dann noch schwieriger wird. Nur das schwarzbeerchen haelt durch – daher verzeihe man mir die eigenwillige rechtschreibung. Bilder vom schnee (zur abwechslung) gibt es wenn die strasse wieder befahrbar ist.

Schon wieder Winter

Ach, das macht nicht wirklich Spass. Jetzt haben wir einen schicken kleinen Wintergarten, aber der Winter ist zurueck. Nordwind, heute minus 12, mit Wind macht das etwa minus 20, und Schnee. Am Donnerstag habe ich buchstaeblich in den Seilen gehangen und die Plane auf dem Pole Shed festgehalten, gar nicht lustig. Es war richtig stuermisch, und die Plane hatte einen Befestigungspfosten aus der Erde gerissen. Ich sah schon alles fliegen gehen, aber dann habe ich passende Baumstuempfe gefunden und gehaemmert und geknotet und dann liess auch der Wind nach. Noch mal gut gegangen!!
Neue Bilder gibt’s nicht wirklich, wir warten auf das Blech fuer’s Dach und ich hoffe dann auf einen sprunghaften Fortschritt. Kleine Ziegen fruehestens am 3. Mai, aber das wird wohl auch etwas spaeter werden. Huehner sind glaube ich allerdings schon in der Mache, unterm Ziegenstall in aller Heimlichkeit. Trudy will neuerdings ernsthaft Huehner fangen, das koennte fuer die Kueken natuerlich gefaehrlich werden. Sonst gibt’s nix Neues – warten auf den Fruehling…

Heute morgen schon gesehen

1 Weisskopfseeadler – sehr schoen!
viele Gaense – sehr erfreulich!
wahrscheinlich viele Enten – sehr erfreulich!
1 Robin – Gereon hat ihn bei uns gesehen, aeusserst erfreulich, weil Fruehling!
1 (in Worten: EIN) MOSKITO – in unserem Schlafzimmer, GRAESSLICH!!!
Aber wie ist die Devise hier: nuetzt ja nix, muessen wir durch!
Ansonsten aber ist von hoechst erfreulichen Entwicklungen zu berichten.
Als ich letzten Samstag nach Hause kam, hatten die Cat-Betreiber naemlich noch einen kleinen Rundweg erstellt, so dass ich nun mit Ziegen und Lama relativ angstfrei immer mal eine kleine Runde drehen kann, 10 Minuetchen, wenn wir nicht auf einem umgelegten Baum (ich) und im Gestruepp drumherum (Ziegen und Lama) eine kleine Pause in der Sonne machen und durch den Wald zum Haus schauen (ich) – ziemlich wunderbar!! Wir haben eine „richtige“ Kreuzung, ein Y und zwei T’s, ein ganzes Stueck ganz freigeschoben fuer die Ziegen, dann die Fenceline und den Mini-Dugout (von dem ich noch nicht so ganz ueberzeugt bin, ich glaube, der wird austrocknen, genau dann, wenn wir ihn braeuchten).
Am Sonntag waren Bussis da und wir sind (mal wieder) zum Biberteich gewandert, wo wir naemlich morgens schon Wolfsspuren entdeckt hatten. Es scheint, als ob alle die neuen Wege lieben… Na, die Spuren gingen von uns weg, das ist ok. Auch scheint es ja so zu sein, dass Woelfe Kojoten essen oder zumindest vertreiben, das ist dann auch ok.
Das Projekt fuer dieses Wochenende, an dem fuer heute 19 Grad PLUS gemeldet sind, jawoll, ist die Verglasung unserer Mini-Veranda, damit dort hoffentlich geschuetzt Tomaten etc.pp. wachsen koennen. Eigentlich schade, dass ich heute schon wieder arbeiten muss, aber es macht natuerlich auch Spass, zuhause eine Ueberraschung zu finden.
Erfreulicherweise trocknet bei dem schoenen Wetter die Matsche schnell, so dass unsere Einfahrt fast schon wieder zugaenglich ist. Nur Gereon hatte sich einmal festgefahren und musste von Albert aus dem Graben gezogen werden, aber ansonsten scheint es, dass wir die kurze Matschsaison gut ueberstanden haben. Keine Ueberflutungen in der Kueche dieses Jahr, nur ein bisschen Quitsch-Quatsch unter einem Brett, aber das ist schon wieder vorbei. Im Garten habe ich schon ein paar Moehne, Osterglocken und Rhabarber entdeckt – da wird die Gaertnerin ganz aufgeregt. Die Fruehbeete werden jetzt mit Scheiben vom Bau-Recycling-Hof abgedeckt, in der Hoffnung, dass es dann bald frischen Salat geben kann, wir sind schon ganz begierig!

Whiteout

Da lauscht man froehlich den Gaensen, beobachtet die Meisen, die schon fruehlingshaft hektisch sind, und dann heute morgen: Whiteout! Erst klang es wie Schneeregen, und dann fielen innerhalb von vielleicht 2 Stunden fast 10 cm Schnee, sehr witzig. Doch das haelt das Cat-Team nicht von der Arbeit ab. Als ich gestern nach Hause kam, waren sie nicht nur bis zum Biberteich gekommen, sondern hatten auch noch angefangen, auf der Suedseite das Land freizuschieben fuer die Ziegen (und die Pferde?). Da haben wir uns dann gleich mal auf die Quads geschwungen (auch wenn ich diese Dinger nicht wirklich mag, sie sind laut und stinkig – aber auch praktisch) und sind den Weg bis zum Biberteich gefahren – fast exakt 2 km (oder ein 1stuendiger Spaziergang, wie Gereon sofort bemerkte). Von dort konnten wir schoen den Sonnenuntergang sehen und das goldene Licht auf den Baumspitzen. Gestern abend waren wir uns einig: Da haben wir aber ein Riesenglueck, dass wir zum einen diese Raupe kriegen konnten und das vor allem und zum anderen Chris und David sich gleich angeboten haben und jetzt nicht nur 2, sondern heute noch den 3. Tag da sind. Heute morgen kamen sie dann noch mit der Idee, gleich noch einen Dugout auf der Suedseite zu buddeln, was Sinn macht, weil wir dann kein Wasser zu den Tieren schleppen muessen. Und auch kaum zu dem Garten, an den Gereon schonmal dort in der Naehe gedacht hatte. Und das Gaestehaus (wenn denn je einer kommt….) Zu den Bildern gibt es glaube ich nicht viel zu sagen, erst kam der Cat, wie immer auf einem ziemlich grossen Tieflader. Zur Erinnerung: So sah die Suedseite vorher aus, und so sieht die Suedseite nachher aus. Die Fenceline sieht dann so aus, ich bin da noch nicht entlanggegangen, aber alles ist ja schon wieder im Wandel, weil dort heute gebuddelt wird, naemlich der zweite Dugout. Man kann sehen, wie da, wo Chris und Gereon stehen, schon alles frei geschoben ist. David meint, wir koennten das und auch den Weg gleich einsaeen, dann kommt nicht so schnell wieder was anderes hoch und der Boden wird gut befestigt, ganz abgesehen mal von dem wachsenden Futter fuer die Tiere (David dachte an die Hirsche, die dann kommen, ich dachte immer mehr an die Ziegen und Pferde?)
Nach Norden hin ist der Weg bzw. seine Entstehung etwas wilder, Gereon stapfte immer vorneweg, und David plaettete hinter ihm her. Und schliesslich war es geschafft, der Weg fuehrt bis zum Biberteich
Hatte ich erwaehnt, dass Nini einen neuen Mantel hat?

Eine Raupe im Wald

Vor lauter Aktivitaeten habe ich doch heute meinen Computer zu Hause vergessen, und deswegen gibt es (noch) keine Bilder. Aber morgen bin ich auch den ganzen Tag in der Buecherei, und dann zeige ich euch, weshalb ich ziemlich aufgeregt und hoch erfreut bin: wir haben naemlich eine dicke gelbe Raupe, hier auch Caterpillar D4, im Wald. Gereons Chef hatte ihm das ja schon laenger angeboten und zugesagt, aber ploetzlich und natuerlich ausgerechnet in einer Woche, wo ich Markt und drei Tage Buecherei habe, da kommt das Ding. Auf einem ziemlich langen Tieflader rauschte es am Donnerstag morgen an. Vorher hatte Gereon gluecklicherweise mit David aus Nose Creek vereinbaren koennen, dass der mit Chris anreist, um Cat zu fahren. Ich hatte grosse Sorgen, dass alles wieder ein schreckliches Matsch-Durcheinander waere, wenn ich nach Hause kaeme, aber, oh Wunder, es ist ziemlich klasse: wir haben eine so genannte Fence Line auf dem Suedteil, ca. 200 mal 200 Meter (zu unserer Ueberraschung sind das ja kleine 4 Hektar, oder?) fuer die Ziegen, wenn wir nur schonmal genuegend Zaun haetten… Und sie hatten schon, Gereon immer grossen Schrittes vor dem Cat im Schnee versinkend und den Weg zeigend, ein ganzes Stueck Richtung Biberteich freigeschoben. Das wird also ein „Wanderweg“ in Kurven entlang den Doughnut-Kreisen, vielleicht 3 oder 4 Meter breit, ich kann das nicht schaetzen. Wenn ich gleich nach Hause fahre, haben sie es hoffentlich bis hin zum Biberteich, aber nicht hinein geschafft. Biberteiche scheinen ziemlich tueckisch zu sein, da fallen wohl schonmal gern solche Raupendinger rein und sind dann nur mit schwerstem Geraet wieder rauszuporkeln. Das wollen wir mal nicht hoffen, das waere peinlich und unser Ruin!

Aber es ist himmlisch, einen begehbaren Weg zu haben. Heute morgen sind wir schon mit den Hunden ein Stueck in den Wald hinein, und Nini und Zora, die frei laufen durften, knatterten um die Ecken und hatten viel Spass. Wir haben sogar zwei T-Kreuzungen nun. Ich ueberlege schon an Schildern oder Platznamen oder sowas, damit ich mich nicht verlaufe. Sieht ploetzlich alles ganz anders aus, wenn da ein Weg durchgeht.

Morgen also hoffentlich mehr oder jedenfalls Bilder!!! Der Park rueckt naeher!!