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Die Wildnis – auch sehr schoen

Also, nun habe ich doch etwas Bedenken, nach Oncles Kommentar und einigen emails: Es ist nicht so schlimm, wie es sich vielleicht liest. Es IST sehr anders. Und auch sehr schoen. Der Sternenhimmel ist „priceless“, es riecht immer lecker, nach feuchtem Busch und nach Holzfeuer, und wenn ich gleich von der Arbeit komme, nach Haehnchen im Braeter (den ich, liebe Anette und Stefan, immer mehr zu schaetzen weiss!!!). Gereon schlachtet naemlich so nach und nach die widderlichen Vielkraeher – schliesslich will man im Wald auch mal seine Ruhe haben. Dennoch haben wir immer noch die bunteste Huehnermischung aller Zeiten, hochinteressant. Es gibt Dorisses (Days, wegen ihrer blonden toupierten Haarfrisur), es gibt welche mit Puschelhosen, ein ganzes Sortiment fast klon-artig aehnlicher Kueken und jede Menge mit Puscheln auf dem Kopf, was uns zeigt, wie fleissig der kleine weisse Seidenhahn ist – wenn ihn nicht der dicke Chefhahn scheucht. Ein Kueken scheint allerdings dem Sperber zum Opfer gefallen zu sein.

Zora hat beschlossen, das mit dem Wachhundjob dranzugeben. Sie schlaeft einfach, bestenfalls geht sie noch zum Eingang des Stangengebaeudes und scheint zu gucken, was der kleine Hund meint, aber der schlaeft ja fest im Schlafsack im Camper – also Bellen Fehlanzeige. Letzte Nacht war es sehr lustig: Ein Kojoten-Trueppchen kam offensichtlich die Strasse lang. Den Geraeuschen nach hatten sie in einer Kojotenbar kraeftig einen getankt, ihr Gesinge wurde immer schraeger und lauter, je naeher sie kamen (zu und zu schade, dass wir das alles nur hoeren, aber nie sehen koennen). Zora schwieg. Ploetzlich brach auch der Kojoten-Chor abrupt ab, bis auf zwei Beschwipste Nachsinger. Da hoerten wir den kleinen Hund zornig aus dem Camper klaeffen – schliesslich gibt es eine Sperrstunde, und die hatten die Jungs offensichtlich ueberschritten. Sowas kann der kleine Hund nicht durchgehen lassen :-)) Und das beeindruckt sogar besoffene Kojoten. Zora jedoch schwieg weiter… und ging wieder in ihr Bett, was aus einem Stapel noch nicht untergebrachter Klamotten besteht. Ihre gemuetlich ausgestattete Hundekiste verschmaeht sie.

So bin ich nun etwas intensiver auf der Suche nach einem Hof-Wachhund – was gaebe ich fuer einen schoenen, charakterfesten Hovawart. Doch das gibt’s hier nicht. Immer mehr liebaeugele ich mit den grossen weissen: Pyrenaeenberghunden, Akbash, Maremma, Komondor, sowas. Wenn sie mir nicht auch immer ein bisschen Angst machten. Und 10 Ziegen eigentlich viel zu wenig fuer deren Kapazitaet ist. Mal schauen. Der Nachbar hat Komondor-Pyrenaeen-Bordercollie-Mixe (jeder mischt hier ja, so gut er kann). Aber er sagt, die bellen viel. Will man ja auch nicht, nur Geklaeffe. Und wandern soll es nicht, das will Gereon nicht. Ausserdem ist der Verkehr selbst fuer ein bisschen wandern zu gefaehrlich.

Meine Kueche hat inzwischen 2 Fenster, sieht richtig niedlich aus. Allerdings immer noch nur eine Wand. Doch manchmal gibt es auch prima Sachen, so kanadische, meine ich. Den kaputten Kompressor fuhr ich zurueck in die Stadt, ohne natuerlich den Beleg gefunden zu haben, und er wurde mir anstandslos ersetzt, gegen eine kleine Draufzahlung, fuer die ich einen etwas groesseren mitgebracht habe, den Gereon sowieso viel lieber haben wollte, und so wird nun wieder fleissig getackert und genagelt. Gestern aber ist uns dann der Sprit fuer den Generator ausgegangen, d.h. eigentlich fuer den dicken Truck, auf dem Weg zum Sweathouse Tower, einem Waldbrand-Wachturm. Wunderschoen gelegen. Mussten wir aber den Kanister anbrechen, der eigentlich fuer den Generator war. Nun habe ich noch zwei Kanister gekauft. Das sind jetzt so die Prioritaeten: Holz fuer den Ofen (der prima waermt), Sprit fuer Generator und Autos, Handy-Batterie geladen halten, Lebensmittel baerensicher verstauen, Milchgeschirr so sauber wie moeglich halten, Tiere satt und getraenkt halten, uns selbst warm halten und trocken, wann immer moeglich. UND: haushalten mit dem Tageslicht. Man lernt schnell, was alles nicht mehr gut geht, wenn es kein Licht gibt, bzw. nur Kerzen, die im Wind leider bloede flackern. So gehen wir jetzt etwas frueher ins Bett und stehen nicht so ganz frueh mehr auf, nuetzt ja nix – und ist sehr gemuetlich. Ach ja, und gern essen wir auch dreimal taeglich warm, schadet nix, haelt Leib und Seele zusammen und waermt.

Natuerlich sind wir wahrscheinlich inzwischen bekannt wie die bunten Hunde. Jeder, mit dem ich spreche, weiss von uns, als den Leuten, die „in einem Zelt wohnen“. ich sag dann immer, wir wohnen nicht in einem Zelt, weil, ein Zelt hat Waende, und wir haben keine. Ich stelle mir immer vor, wie sie ueber uns reden, die bekloppten Deutschen, denken, sie koennen was Kanadisches machen. Wir sind guter Hoffnung, dass am Wochenende der isolierte Raum fertig ist, und dann kommen die weiteren Waende fuer die Kueche, und dann kommt – oh Segen der Zivilisation – hoffentlich das Outhouse. Sogar Gereon beklagte sich heute morgen, als er mal wieder mit dem Spaten in den Busch zog. Ich hab mich inzwischen prima gewoehnt, man mag gar nicht mehr so ein muffiges Klo besuchen… Doch wind- und regendicht, eventuell sogar beleuchtet – das waer schon nett!

Schoen ist auch, faellt mir gerade ein, dass jetzt Gaense und Kraniche ziehen – zu Hunderten. Faszinierend. Unter den Gaensen habe ich neulich auch eine Gruppe (schneeweisser, logisch) Schneegaense gesehen, sehr huebsch.

Leider hab ich die Ladegeraete immer noch nicht gefunden. Daher nach wie vor keine Bilder. Und leider verlaesst mich am Freitag mein Spinnrad – die freundlichen Ausleiher wollen es selbst nutzen. Dann hab ich noch die Spindel, das geht auch. Hab sowieso keine Zeit fuer so’n Schnickschnack (leider!).

Kleines bildfreies Update

Seit mehr als 14 Tagen campen wir nun schon draussen im Busch. Inzwischen sind die Akkus fuer die Kamera leer, das Ladegeraet kann ich nicht finden – wer haette das gedacht? Anabel ist wieder in Deutschland, gar keine gute Idee 😉 Sie weiss naemlich ungefaehr, wo alles ist, Hueterin der Lagergeheimnisse sozusagen. Den Computer durfte ich dann auch doch nicht in der Buecherei anschliessen, so dass ich auch keine Bilder hochladen kann, die ich noch in peto hatte. So gibt es fuer die Lesewilligen einen kleinen Wortbeitrag, geschrieben waehrend der Zeit, die ich mir hier zwischen den Buechern stehle.
Gereon baut fleissig, so viel er kann. So gibt es himmlische Ziegenzaeune, die Kueche wird weiter ausgebaut, und im Stangenhaus ist eine Ecke abgetrennt. Das wird naemlich wohl doch unser Winterquartier werden. Nicht so ganz prima, aber machbar. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Freuden des Wintercampings bekamen wir am Donnerstag. Schon Mittwoch war Schneeregen im Wetterbericht, und der kam dann auch prompt am Donnerstag frueh, tatsaechlich mit weissen Flecken ueberall. Hinzu kam ein haesslicher Nordwind, der machte, dass die Ziegen beim Melken vor lauter Zittern den Melkstand zum Beben brachten – nicht schoen! Daraufhin hat Gereon kuechentechnisch einen Zahn zugelegt, und dabei ist der Kompressor in die Knie gegangen. Auch nicht so wirklich schoen. Nun wird wieder von Hand genagelt. Die Ziegen sehen aus wie Eisbaeren, die jungen Leute beschweren sich lautstark darueber, dass Mamas Tallulah und Odette eine separate Abteilung bezogen haben. Wir finden das prima, denn seitdem ist Frieden. Die anderen Ziegen, sowohl die Leihdamen als auch Mafalda, sind friedlich, und Billy hat sie alle ganz dolle lieb, vor allem aber Mafalda! Diese spricht wie Guste!
Der Kater ist natuerlich wieder aufgetaucht und nervt uns nun nachts, aber nett. Er ist fein sauber und brav und uebt jetzt an unseren Haenden den Maeuselsprung. Eben habe ich von einer Ebenfalls-Camperin gehoert, dass es irgendwo eine mehr oder minder zugaengliche Dusche gibt !! Das werde ich mal ausbaldowern. Neulich habe ich mir in der Buecherei die Fuesse gewaschen – so leicht kann man 3 Pfund Gewicht verlieren, ein tolles Gefuehl, und ganz ohne Hungern!
Als ich heute morgen zur Arbeit in die geheizte Buecherei fuhr, zeigte das Thermometer am Auto plus 2 Grad, dazu leichter Nieselregen, muckelig! Inzwischen ist es auf 7 Grad gestiegen, doch der Regen ist auch mehr geworden. Wenn wir diesen Winter, der ja noch gar nicht angefangen hat, heile ueberstehen, kann uns wahrscheinlich nicht mehr so viel schocken. Aber die Nachbarn, die ruehrend besorgt um uns sind, haben uns schon Unterkunft angeboten, wenn es denn gar zu dolle wird.
So ist das also mit dem Extrem-Camping in Canada. Wer hatte gesagt, er wolle ueber Weihnachten kommen? Gern, herzlich willkommen, aber warm anziehen! Wenn wir genug sind, heizt es mehr! Der beliebteste Platz ist jetzt immer um den Ofen rum, dort halten sich auch Hunde und Huehner auf, die Huehner machen leider dabei immer Staub. So, jetzt Feierabend, schnell noch in die Waescherei, um wenigstens den Anschein von Sauberkeit aufrechtzuerhalten. Ausserdem bietet mir das Gelegenheit, ein paar Ruendchen zu spinnen, dazu komme ich sonst nur noch auf dem Markt, und der ist jetzt auch im Winterbetrieb, also selten.

Geschafft – so und so

Der Umzug ist geschafft, mit Mann/Frau und Maus/Ziege/Hund/Huhn. Maus, oh weh. Taeglich haben wir eine oder zwei im Wassereimer bei den Ziegen gefangen, versehentlich. Horden machen sich ueber uns her. So haben wir gestern, zusammen mit Mafalda, einen kleinen Kater bei Glausers eingepackt. Leider war er eben, als Anabel und ich zu einer Waschorgie in die Stadt aufgebrochen sind, schon verschwunden, nachdem er kurz vorher noch gemuetlich mit Gereon im Bett um die Wette geschnurrt/geschnarcht hatte. Hoffentlich taucht er wieder auf. Dann mach ich Bilder. Alles etwas schwieriger nunmehr mit der Logistik, aber das kriegen wir schon. Fotos sind nicht so die erste Prioritaet mehr. Wasser ist immer das heikelste und wichtigste, und als naechste Kuehlung. Ohne Kuehlschrank leben, das ist eine ganz andere Herausforderung, aber holla. Und es ist nach wie vor so warm, dass ohne Kuehlakkus praktisch nix geht und alles zerschmilzt.
Gereon hat uns eine Schlafempore im Stangengebaeude gebaut, das ist wunderbar – jede Menge Platz und frische Luft und das eigene, bequeme Bett (na ja, Matratze, aber dennoch). Zora liegt am Fusse der Leiter und beschuetzt uns nachts prima, d.h. sie bellt und dreht Wachrunden, wenn irgendetwas nicht so ganz nach ihrem Sinne ist. Wir sehen ja nix, ohne Strom ist es auch richtig echt dunkel nachts. Doch der Puester liegt so gut wie geladen neben dem Bett, und dabei die grosse Lampe, batteriebetrieben. Man muss sich also nicht wirklich Gedanken machen, nicht allzu viele.
Etwas schwierig ist noch die Wassersituation. Mit inzwischen fuenf Milchziegen und dem Billy und vier Ziegenkindern brauchen wir schon so einiges, und es regnet nicht. Also muessen wir fast taeglich jede Menge grosse Eimer und Behaelter bei den sehr hilfreichen Nachbarn Huber fuellen.
Da mir inzwischen zu Ohren gekommen ist, dass es wohl immer mal wieder Mitleser gibt auch hier in diesem fernen Lande, die sich unsere Seite dann maschinell uebersetzen lassen, frage ich mich, nach einem ausgesprochen amuesanten Test, was fuer ein Kuddelmuddel da wohl rauskommt. Es scheint naemlich so, dass die Informationen nicht immer so ganz korrekt rueberkommen – sollte mir auch recht sein.

Umzug olé – Umzug ograus!

Dies ist jetzt erstmal mein letzter Eintrag, bis ich denn wieder einen Computer angeschlossen habe. Keiner weiß, wann. Ich habe grenzenlose Achtung vor Menschen, die alle naslang umziehen, und das in einer irgendwie organisierten Weise. Dies ist mir nicht gegeben, das wird völlig offenbar. Heute und morgen müssen wir noch überstehen, und morgen abend müssen wir hier alles leer und einigermaßen sauber haben. Noch immer weiß ich nicht wirklich, wie und ob es klappen wird, doch Anabel, die gute, sagt, wir schaffen das. Nun denn. Selbst der Herr Hö. ist etwas hinten gegen mit den Nerven, was ich bisher noch nicht erlebt hatte (oder vielleicht verdrängt?).
Jedenfalls, wer liest, möge uns telepathotisch unterstützen. Die neue Telefonnummer teile ich gern auf Anfrage mit. Dito Postanschrift. Jetzt spinnt auch noch das Wetter albertanisch, d.h. es schwankt zwischen heiß und Regenschauern, ganz entzückend. Das Gerümpel wächst sofort nach dem Ausräumen nach. Nichts ist da, wo man es vermutet. Ich danke Maren für ihre weise Aussage, dass es immer erstmal ganz voll wird, bevor es ganz leer wird. Daran hab ich mich ein bisschen festgehalten, hat auch etwas geholfen, und es wird jetzt tatsächlich leer.
Dem Herrn Hö. habe ich das Versprechen abgenommen, dass ich nie wieder umziehen muss, es sei denn von einem eigenen Haus zum nächsten, 0.5 km weiter, eine Tasse pro Tag oder mit Billys Hilfe 2 Tassen pro Tag von Hand transportieren. Alles andere lehne ich nunmehr ab.
Und damit es nicht langweilig wird, bekommen wir am Samstag voraussichtlich noch zwei Pensionsziegen zum Melken für etwa ein Jahr und holen hoffentlich, das aber als Belohnung, am Sonntag die bereits Mafalda getaufte neue Saanenziege von Glausers ab, die dann hoffentlich Gustes Platz füllen wird – obwohl, das geht ja gar nicht. Die Gute Guste, immer denk ich an sie und rede von ihr, versehentlich, als ob sie noch da wäre. So eine Schande.
Schluss jetzt, nun muss der Rechner abgebaut werden. Hoffentlich bis bald, mit Bildern.

Umzug a la canadienne

Gestern war ein fleissiger Tag. Zuerst haben wir den von Thomas und Hanna geliehenen Wohnwagen umgezogen.

Yesterday was an exciting day. First we moved the holiday trailer that we borrowed from Thomas and Hanna.

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Spannend insofern, als keine Elektrik dran ist, noch nicht. Also weder Brems- noch Blinklichter. Hat aber geklappt, niemand wollte uns verhaften. Vor Ort waren noch kleinere Strassenbauarbeiten erforderlich.

Exciting in so far as it has no electrics, not yet. So no brake nor indicator lights. But it all went well, nobody wanted to take us to jail. On site, some road construction was required.

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Der Topfgarten und das Brandholz (von Anabel und mir professionell gestapelt!) sehen doch schon recht nett aus, oder?

The potted garden and the firewood (professionally stacked by Anabel and me!) look quite nice, don’t they?

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Heu fuer die Ziegen ist auch schon da, und natuerlich mehr Brandholz.

There’s already some winter hay for the goats, and of course more firewood.

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Und Baumaterial.

And we have building material.

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Einen Tanzboden haben wir nun auch.

Plus a dance floor.

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Spannend wurde es dann nachmittags. Rief naemlich vormittags auch noch der Spediteur an und fragte, ob wir transportbereit seien, sein Fahrer kaeme sowieso in unserer Gegend vorbei und koenne aufladen. Natuerlich sind wir bereit, Gereon und ich hatten schon Haeuschen aufgebockt und rumgehebelt und aufgereiht. Gegen 5 Uhr nachmittags kommt ein LKW mit einem Auto drauf. Ist das richtig so? frage ich den (uebrigens deutschen) Fahrer. Ja ja, sagt der, kein Problem. Das Auto lass ich erst mal hier oder vielleicht nehme ich es auch noch mit, alles kein Problem. Nun denn… Ich war skeptisch. Doch das war so eine Aktion, die mich ein wenig troestet ueber den ganzen Humbug, den es hier so gibt: Transportieren a la canadienne, das hat was! Wie man auf den Bildern sehen kann, wird das ganze Deck nach hinten gefahren, dann gekippt, und mit viel Geruckele und Gezuckele wurde das Auto (was zum Schrott geht) abgeladen. Dann zum ersten Haeuschen, wieder gekippt, angekettet, mit Winde draufgezogen ein Stueck weit. Zum naechsten Haeuschen, Kette unter erstem Haeuschen her gefaedelt, angezogen, Balken dazwischen zum Schieben, draufgezogen, gerade gekippt – fertig. Fast… Wieder zum Auto gefahren, seltsame Vorrichtung unter die Vorderraeder, Warnblinker auf den Kofferaumdeckel magnetet, und ab geht die Post.

The really exciting part happened in the afternoon. Because – in the morning the hauler called and asked if we were ready, as the driver was going through our area and would be able to load. Of course we ARE ready, Gereon and I had already jacked up the sheds, shuffled them around a bit and lined them up. About 5pm, a truck with a car on the deck rolls in the driveway. Is that correct? I ask the driver (who, by the way, is German). Sure, he says, no problem. I’ll leave the car here, or maybe I can take it, but either way it’s not a big deal. Weeeeelllll… I had my doubts. But then a very Canadian process unfolded which made me forget some of the really strange and not so wonderful things that I am seeing her: Transportation a la canadienne, now that’s something! As you can see in the pictures, the whole deck is moved back, then tilted, and with a lot of jogging and jigging, the car (destined for the crusher) was unloaded. On to the first shed, tilted again, hooked onto a chain, pulled a bit with a winch. To the next shed, chain threaded underneath the first shed, pulled tight, chunk of lumber inserted for better traction, pulled on completely, tilted to the horizontal again – done. Almost… Back to the car, weird contraption under the front wheels, magnetic rotating light stuck onto the trunk, and off they go.

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Hat etwa eine dreiviertel Stunde gedauert, der ganze Spass. Gereon rief abends schon an, dass alles bestens geklappt hat. So oder so aehnlich werden ja hier alle naslang ganze oder halbe Haeuser transportiert, in letzter Zeit sind mir wieder einige auf der StrassŸe begegnet. Vor so was machen sie sich nicht bange, die Kanader. Irgendwann, mit kurzer Vorlaufzeit, vielleicht heute schon, wird das 3. Haeuschen abgeholt, und den Container koennen sie auch fahren, gern auch beladen… So hab ich das gern. Und der Preis ist akzeptabel. Was sitz‘ ich also hier am Computer? Gepackt werden muss – waehrend sich draussen gierige Ziegen Eimer ueber die Koepfe stuelpen.

The whole works took about 45 minutes. And in the evening Gereon called to say that everything went perfectly. Of course here, houses, complete or in halves, are often transported like that, I saw a few just recently on the road. These things do not scare a true Canadian, at all. And in a short time, maybe even today, the 3rd shed will be picked up, and they can also transport the sea-can, fully loaded, no problem… I like that a lot! And the price is reasonable. So why am I still sitting at this computer??? I gotta pack – while outside, greedy goats put pails over their heads…

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Baufortschritte

Dank Martin sieht man nun doch schon einen deutlichen Fortschritt auf dem Bau. Die Jungs schlugen ihr Zeltlager auf
zeltlager_gross und Martin schwang den Hammer

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Zusammen haben sie gehämmert und gehämmert und schließlich schnell ein Dach aufgezogen

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(Ob mir so eine längs gestreifte Oshkosh-Hose besser stünde, oder sähe ich dann erst recht aus wie Obelix???!!!)

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Heute kam Nachbar Albert (Huber) mit Gattin Margaret und dem dicken John Deere mit den großen Zähnen vorne und hat den Bauplatz freigeräumt. Fast kann ich mir schon den Rasen vorstellen…

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Aus dem Wechgeräumten hat er dann eine selbstgebaute Biberburg geschoben, sozusagen

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Inzwischen ist es 22:23, wir sitzen noch und füllen Honig ab. Das Leben der Imkersgattin (plus Helferin) ist ein arbeitsreiches! Immer noch wissen wir nicht, wann und wie wir unsere Ziegen- und Hühnerhäuschen sowie unseren Katainer transportieren. Meine Nerven sind recht gespannt, immer noch und immer mehr. Der Herr Hö. wirkt nach wie vor selbst recht ENTspannt, doch ich denke fast, das täuscht ein bisschen. Dafür aber hat die Summer Kitchen inzwischen schon eine Blumen-Deko, nämlich Hannas Hänge-Fuchsie, die endlich im Schatten hängen darf, nachdem sie zäh einen Sommer mit viel zu viel Sonne ausgehalten hat.

Abends und morgens sammeln sich schon die Gänse und fliegen über unser Haus hier. Gereon berichtet, dass die Bienen sich eindeutig schon auf den Winter vorbereiten und die Honig-Produktion im Grunde eingestellt haben. Das Wetter ist dabei aber sehr schön, angenehme Temperaturen, kühle Nächte, so könnte es meinetwegen bleiben, bis dann 4 Monate heftiger Schnee einsetzen dürfen. Unsere Kartoffeln blühen, wir hoffen, zumindest ein paar Saatkartoffeln von den von Uli mitgebrachten guten deutschen Nikola/Granola (??) zu bekommen, leider hab ich natürlich vergessen, was was war und nur eine Sorte ist überhaupt gekommen.

Many Hands Make Light Work

Anfangen tun wir mal mit einem kleinen Rätsel. Was ist das? Logisch: So liegt das Lama. Bei uns sind die meisten Tiere komisch, dem Arne ist das ja schon früh aufgefallen…

Inzwischen ist viel passiert. Schönes und Trauriges. Das Traurige: Die Guste ist verstorben. Versehentlich wurde sie wohl von Neffe Billy mit ihrem eigenen Halsband erwürgt. Nun haben wir zwei Waisenkinder, glücklicherweise schon 6 Wochen alt, so dass die freundliche Odette mit ihrem Zyklopenbusen aushilft (allerdings nur gegen Darreichung von Futter vorne, und nicht zu knapp!) Auf der Baustelle geht es langsam weiter, doch: Many hands make light work – Wir haben Helfer!

Das Schöne: Am 1. August traf die abenteuerlustige Anabel hier ein. Gleich auf dem Rückweg von Edmonton sahen wir den ersten Bär. Man muss wohl sagen, dass wir das einfach für die meisten unserer Gäste so liefern. Prima Service. Was auch passierte und viel spannender war: so gegen 11 Uhr nachts, irgendwo in der Pampa, ging das Tanklämpchen an. Vor lauter Quatschen hatte ich vergessen, aufzutanken. Die nächste Tanke, nach 15 km etwa, war zu. Die dann nächste war 41 km weit weg. Das war interessant. Wir haben es aber geschafft.
Gleich am Mittwoch wurde Anabel in ihre neue Rüstung gekleidet und musste mit dem Chef zu den Bienen. Noch sind die Anzüge sauber Ich darf sagen: am ersten Tag wurde sie nicht gestochen, was nicht schlecht ist, so für die Motivation (hoffe ich!) Außerdem ist sie fleißig mit Spülen und derlei unangenehmen Dingen beschäftigt, was ich arg himmlisch finde. (Anabel sitzt derweil hier neben mir und weist dieses Hausmütterchen-Image von sich. Kann man aber nix machen gegen… Sie diktiert mir auch gerade, dass wir heute ganz reich geworden sind: 372 Dollar auf dem Fresh Air Market an der historischen Dunvegan Bridge – leider hatte ich keinen Fotoapparat bei mir.)

Am 3. August kamen dann noch, nicht lange angemeldet, doch herzlich willkommen geheißen, Martin und seine Söhne Marcel und Nico an. Alle wurden gleich zum Arbeitseinsatz an den Snipe Lake abkommandiert, haben fleißig mit angepackt, und als ich am Freitag abend mit Essen ankam, sah unsere Sommerküche so aus: Die fröhliche Köchin Hier der Blick nach Norden, auf das Bauholz und einen Teil der Gäste Und hier die ganze Supperparty

Was nicht auf Bildern dokumentiert ist: Anabel und ich fuhren abends nach Hause, Martin und die Jungs auf den Campingplatz am Snipe Lake, und als Gereon morgens als alleiniger Anwohner zum Camper-Fenster rausschaute, stand der Bär mit den Füßen auf dem Tisch… Er, also Gereon, öffnete die Tür, da ergriff er (der Bär) wohl die Flucht. Gereon verfolgte ihn noch ein wenig schimpfend, da drehte sich der Bär nochmal um, stolperte aus diesem Grund über eine Wurzel und legte sich fast auf das Bärenschnäuzchen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es gern gesehen hätte oder doch lieber nicht… Natürlich war das nicht der Bär bzw. die Bärin mit ihren drei Kindern, die die Hunde bereits letzte Woche erschreckt hatten. Die Geschichte erzähle ich auf Anfrage auch gerne, ist nicht spektakulär. So haben wir also mindestens 4 bärige Mitbewohner.

Und ich bin immer sicherer, dass ich doch noch irgendwie schießen lernen möchte. Oder vielleicht nur 5 dicke Hunde haben, weil, die beantragte Komplett-Vergitterung wird mir ja doch nicht genehmigt.

Hier zu Hause kommt irgendwie alle paar Tage eine Henne mit einem Haufen Küken aus dem Wald, wir haben schon wieder 13 neue, gar nicht zu reden von den bemerkten und unbemerkten, die Zora gleich um die Ecke gebracht hat. Falls also jemand Hühner braucht – wir könnten welche faxen.

How I spent my summer vacation

Gereon hat jetzt theoretisch 6 Wochen Urlaub. Nun soll es also wirklich zur Sache gehen. Unser baldiger Umzug an den Snipe Lake wird mit Macht betrieben. Leicht behindernd wirkt die Tatsache, dass die Bienen nun gerade auch ihre fleißigste Zeit haben. Am Freitag haben wir knapp 500kg Honig geschleudert, und kaum dreht man sich mal um, ist schon wieder ähnlich viel in den Kästen. Ein Glück, dass wir unsere neue Schleuder haben!! 30 Rähmchen auf einmal, nicht nur vier und dann auch noch wenden! Was für ein Segen.
Donnerstag haben wir noch Heu gekriegt, die Ziegen haben fleißig stapeln geholfen
Am Samstag dann ich arbeiten, Gereon und Bussemeiers und Bob zum Snipe Lake, die einen mit Kanu zum Angeln, die anderen ohne Kanu zum Arbeiten. Mit dem Angeln war es nicht erfolgreich, aber dafür ist die Sommerküche schon erkennbar. Und auch den Camper kann man sehen, den wir großzügigerweise von meiner Kollegin Pat geliehen bekommen haben. Hanna und die Burschen sind erschöpft von der Hitze Zora hat eine prima Möglichkeit der Abkühlung gefunden Ich war einfach nur schlapp Aber Hanna steht schon wieder am Herd – gute Frau!
Am 1. August wird Anabel hier eintrudeln, unsere mutige Helferin aus Deutschland. Dann werden wir hoffentlich schnell Kisten packen, den Container transportieren lassen (oh Graus, das wird nochmal teuer) und hoffentlich noch einen oder zwei Camper bekommen und dann alle in die Wagenburg an den See umziehen. Ach ja, noch schnell alle Hühner und Ziegen rüber transportieren, und schon fertig. Ist doch alles ganz einfach, irgendwie, vielleicht, oder vielleicht nicht?

Wundersames Alberta!

Immer wieder bin ich erstaunt über dieses Alberta. Gerade ist es wieder in den Nachrichten: Ralph Klein überlegt, den albertanischen Bürgern wieder mal $400 pro Nase auszuzahlen, weil nämlich der diesjährige Budgetüberschuss NOCH MEHR ist als letztes Jahr, nämlich $8.7 Milliarden.
Unsere Vermieterin sagte mir, unter $26/Stunde fängt bei ihnen im Grader-Business (das sind die Leute, die die Schotterstrassen immer wieder aufarbeiten) gar keiner an. In den Fast-Food-Restaurants in Grande Prairie werden inzwischen wohl etwa 12 und 20 Dollar die Stunde gezahlt, eine andere Nachbarin erzählte mir, dass im IGA-Supermarkt für’s Regale-Einräumen zwischen $17 und $25 bezahlt werden. Zum Vergleich: der arme Gereon arbeitet für $19, weil diese Firma hier das letzte ist, lohntechnisch. Nur eben sehr nah und sehr günstig, weil er für uns so allerhand basteln kann dort. Z.B. für etwa $500 ein Deck für auf den LKW, das ihn in der Stadt etwa $7000 Dollar gekostet hätte.
Und auch noch: Kollegen von Gereon waren am Wochenende in der Stadt in einem Restaurant. Das Restaurant war nur zur Hälfte in Betrieb, weil sie keine Leute bekommen können. Unsere Bücherei hier in DeBolt hat gar keine Sommeraushilfe bekommen können, weil sie nur $9 oder so zahlen wollen/können.
Und auch noch: Ex-Fast-US-Präsident Al Gore hat Alberta wegen der Oil-Sands-Produktion gerügt: um 1 Barrel Öl zu produzieren, wird soviel Erdgas verbraucht, dass man ein Haus damit 4 Tage heizen könnte (und effizient sind die hier nicht!). Ralph Klein, Ministerpräsident, findet das natürlich alles Quark, kann er gar nicht verstehen, was das soll. Autos müssen schließlich fahren. Jetzt in der Hitze natürlich immer an, wegen der Klimaanlage, is ja klar.

Sommerhitze

Am Samstag war Canada Day. Langes Wochenende. Man fährt auf’s Land, sozusagen. Oder an den Fluss. Es war arg warm. Die kleinen Ziegen verstecken sich im Schatten unter dem Hühnerställchen, zusammen mit den Kükelchen Alles ist platt und lahm. Doch abends riefen Morrisons an: Habt ihr Lust auf eine kleine Bootstour? Na klar. Also rumpelten wir so gegen 19.00 Uhr durch den Morrisonschen Wald, unglaublich, was so ein Truck so alles schafft. In Flussnähe hängte George das dort geparkte Bötchen an, und dann ging es runter zum „Morrison-Beach“. Morrisons haben das Glück, dass ihr Land tatsächlich bis an den Fluss geht – das ist der pure Luxus. Boot abladen, einsteigen und los, nach Norden, flussabwärts, wo die Morrison-Familie ein Camp hat. Geht ganz schön ab, das kleine Ding! Viele Familien haben hier Boote, auch ganz schön schnelle, die natürlich – Oh Canada! – dicke Motoren haben und jede Menge Sprit verbrauchen. Im Camp waren schon einige Familienmitglieder versammelt. Muss man nicht viel zu sagen, sind Männer, und Jäger. Die beiden Magnums hier im Anschlag richten sich keineswegs auf einen gefährlichen Eindringling, sondern – auf eine Maus! Wurde jedoch nicht erlegt. Nur vier dicke Löcher im Häuschen – für weitere Mäuse wahrscheinlich. Auf dem Rückweg, es war schon fast elf, fand dann wieder das interessante Bootsverladen statt. Hoffentlich könnt ihr was erkennen George fährt mit dem Truck so weit ins Wasser, dass der Motor gerade noch läuft, und dann – auf George’s Kommando: „Giv’er!“ (kurz für „Give her!“ frei übersetzt: Gib Gummi! Autos, Motoren, Maschinen sind weiblich, hatte ich das schon mal erwähnt? Auch das Wetter ist weiblich: She’s hot. Oder, vielleicht besser: She’s raining good. Jahah. So sprechen die hier.) fährt man mit dem Boot auf den Anhänger – sehr lustig. Der Mond schien auch, ein bisschen kitschig ist das schon, muss man sagen, und sehr schön!

Zu Hause steht inzwischen der Truck mit dem Bauholz, d.h. Bauholz 2. Klasse, für Ziegengatter (bzw. Gartenschutzzäune) und Hundehütten, und und und. Gereon hat gestern ohne Ende gesägt, immer so lange, bis die Säge wegen der Hitze mal pausieren wollte. Aus dem Holz kann man auch eine Ziegenwippe machen 😉 Blieb natürlich nicht lange leer. Wir haben bestimmt eine Stunde Ziegen-TV geguckt, umwerfend! Es gab interessante Unfälle und jede Menge Spaß.

100 Waldbrände in Saskatchewan, 4000 Leute evakuiert in Tumbleridge, B.C. Das ist der Sommer in Kanadas Westen. Es ist richtig warm, und für heute werden schwere Gewitter angesagt. Jeder Regen wäre uns recht, dann nähmen wir auch die Gewitter mit. Doch natürlich mache ich mir hin und wieder auch etwas Gedanken wegen unseres schönen Waldes. Unser neuer Bekannter, ein ehemaliger Österreicher, der 30 km südlich von unserem Land auf einem so genannten „Lookout tower“ Dienst tut, also die Umgegend permanent auf Waldbrände absucht, hatte neulich 8 Brände gemeldet. Passiert natürlich bei Gewitter leicht, der Blitz schlägt ein, der Baum geht in Flammen auf, aber anscheinend bleibt es häufig bei dem einen Baum. Wenn es aber windig ist, so wie in letzter Zeit häufig, und die Bedingungen sind passend, dann brennt es natürlich wie Zunder. Ich bin immer froh, dass unser Land nicht so trocken ist. Und bis Freitag wird für jeden Tag zumindest die Aussicht auf Regen gemeldet. Sollte uns sehr recht sein.